26 Schülergrade überzeugen mit ihren Leistungen

Sommer-Kyu-Prüfung am 18.06.2016

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben hart trainiert und wurden von den Übungsleitern Matthias Binneböse, Björn Rupnow, Karsten Sell und Alexej Volf ein ganzes Jahr auf diese Prüfung vorbereitet.

Zum Ende des Schuljahres und kurz vor den heiß ersehnten Sommerferien haben dann auch alle Prüflinge mit ansprechenden Leistungen vor den Augen von Eltern und Geschwistern den nächst höheren Kyu-Grad erreicht.

Die Prüfer Reinhold Schneider-Nieskens und Joachim Knoll konnten nach rund drei Stunden allen Prüfungsteilnehmern gratulieren und ihre Urkunden zu den erworbenen Schüler-Graden von Weiß mit gelber Spitze (6.1 Kyu) bis Grün (3.Kyu) überreichen.

Prüfling Marius Joop hatte mehrfach Grund zur Freude: Neben besten Ergebnissen im Schulabschluss und in der Prüfung zum Grünen Gürtel mit Partner Bastian Gärtner wartete bereits ein gepackter Koffer auf ihn: Marius verbringt ein Auslandsjahr im australischen Brisbane. Gute Reise!

 

Bronze für den VfL Westercelle bei der Deutschen Schülermeisterschaft Ju-Jutsu

Am 18.06.2016 starteten 129 Kämpfer aus 46 Vereinen bei den Deutschen Schülermeisterschaften in München. Der VfL Westercelle war mit 2 Kämpfern vertreten. Der Vizemeister des letzten Jahres, Simon Fukas, trat in der Klasse bis 45 kg an. Seinen ersten Kampf bestritt er gegen Levin Kunzmann aus Hamburg. Der Westerceller begann konzentriert, konnte schnell Punkte in Part II durch einen Ausheber und danach einen weiteren Ipon für eine Würgetechnik am Boden sammeln. Den noch fehlenden Ipon in Part I, für einen vorzeitigen Sieg, holte sich Fukas dann durch eine schnelle Schlagkombination. Schon der zweite Kampf war das vorweggenommene Finale. Hier traf Fukas auf seinen letztjährigen Finalgegner Moritz Rödler aus Rastatt. Beide begannen etwas zurückhaltend, wissend um die jeweiligen Stärken des anderen. Nach einem ersten Angriff konnte sich Rödler zuerst Punkte im Part I sichern, doch Fukas konterte umgehend und punktete ebenfalls. Nach einem missglückten Schulterwurf von Rödler ging der Kampf am Boden weiter, wo Rödler die Oberhand gewann und durch einen Armstreckhebel einen Ipon holte. Doch Simon Fukas steckte nicht zurück. Wieder im Stand versuchte er selber einen Ausheber, konnte seinen Gegner zwar nicht sauber zu Boden bringen, erarbeitete sich aber sofort eine Würgetechnik und sicherte sich ebenfalls einen Ipon in Part III. Bei nur noch 30 Sekunden Kampfzeit belauerten sich beide Kämpfer und versuchten nun Punkte mit Schlag- und Trittkombinationen zu sammeln. Bis neun Sekunden vor Schluss konnte sich Fukas eine Zwei-Punkteführung erarbeiten, wurde aber nach einer kleinen Unachtsamkeit mit einem Fußfeger zu Boden gebracht, was Rödler den noch fehlenden Ipon in Part II einbrachte und damit den Sieg in diesem Kampf. Jetzt hieß es die Niederlage schnell abhaken und auf die Kämpfe um Platz drei konzentrieren. Mit zwei souveränen Siegen konnte sich der Westerceller gegen Benjamin Vogler vom TuS Berne und Nikolas Holl aus Schwäbisch Hall durchsetzen und stand gegen Florian Knefel aus Rhede im kleinen Finale. Hier ließ Fukas nichts anbrennen, ging von Anfang an ein hohes Tempo und sicherte sich den Sieg vorzeitig nach 38 Sekunden und damit die Bronzemedaille.

In ihrem ersten Wettkampfjahr hatte es Melissa Chevalier geschafft, sich in der Klasse bis 44 kg für diese Meisterschaften zu qualifizieren. Entsprechend nervös begann sie ihren ersten Kampf gegen Sophie Körner aus Herzogenaurach. Nach einem offenen Schlagabtausch, bei dem beide Athletinnen Punkte mit Schlägen und Tritten sammelten, wurde der Kampf verbissen am Boden weitergeführt. Hier konnten sich beide einen Ipon für einen Haltetechnik erarbeiten. Knapp zehn Sekunden vor dem Ende lag Chevalier noch zwei Punkte zurück, holte sich aber durch eine schnelle Schlagkombination den entscheidenden Ipon in Part I und entschied den Kampf letztendlich für sich. Die nächste Gegnerin war Anna Körber aus Wüstems. Die erfahrene Kämpferin setzte Chevalier von Beginn an unter Druck. Dennoch konnte die Westercellerin den Kampf lange ausgeglichen gestalten, musste sich aber letztendlich der späteren deutschen Meisterin geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei, gegen Eileen Heß, bekam es Chevalier erneut mit einer sehr erfahrenen Gegnerin zu tun. Mit großem Kampfgeist versuchte sie das hohe Tempo der Hessin mitzugehen und selber den Kampf zu bestimmen. Dennoch musste sich die Westercellerin am Ende mit dem fünften Platz zufrieden geben.

„Melissa konnte weitere wichtige Erfahrungen bei einem großen Turnier sammeln und hat sich durch ihre überzeugende Leistung mit einem guten fünften Platz belohnt. Simon hat mit dem dritten Platz erneut gezeigt, dass er zu den Spitzenkämpfern in seiner Klasse zählt.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell sehr zufrieden mit den erreichten Platzierungen.