1.Herren verliert wichtige Duelle gegen Oldenburg und Marklohe

Oldenburg/Westercelle. Der Druck vor dem Wochenende war groß. Mit 2 Siegen hätte die 1.Herren-mannschaft des VfL Westercelle dem Klassenerhalt ein gewaltiges Stück näherkommen können. Sowohl gegen die SG Schwarz-Weiß Oldenburg als auch gegen den SC Marklohe kassierten die Schwarz-Gelben eine hohe 3:9-Niederlage.

„Unsere Gegner waren in den entscheidenden Momenten einfach heißer zu gewinnen. Wir konnten leider nie das abrufen, was wir wirklich können. Und genau das macht dann am Ende den Unterschied zwischen Klassenerhalt und Abstieg“, so ein enttäuschter Mannschaftsführer Lukas Brinkop.

Im Gegensatz zu den beiden Hinspielen, die man mit 9:4 (Oldenburg) und 9:3 (Marklohe) gewinnen konnte, lief an diesem Wochenende nicht viel zusammen. Vor allem gegen Oldenburg war der Spielverlauf sehr bitter. Während das Westerceller Spitzendoppel mit Brinkop und Andres Oetken ihre weiße Weste gegen Andre Stang und Nico Schulz wahren konnten, unterlagen Jonas Berglund und Laurids Wetzel ihren Gegnern Heye Koepke und Johannes Schnabel. Danach nahm das Übel seinen Lauf, denn 5 von den folgenden 7 Spielen holte sich der Gastgeber im Entscheidungssatz. Dabei unterlagen Christoph Bruns und Jannik Weber gegen Hendrik Z’dun und Benjamin Ohlrogge ebenso mit nur 2 Punkten Unterschied wie Brinkop gegen Z’dun und Bruns gegen Koepke. Im 5.Satz deutlicher, aber trotzdem mit 2:3 mussten sich auch Weber und Wetzel in ihren Spiele gegen Ohlrogge und Schulz geschlagen geben. Statt einer möglichen 6:3-Führung befand man sich so urplötzlich mit 1:8 im Hintertreffen. Die beiden Siege von Brinkop über Stang und Oetken über Z’dun waren dann nur noch schmeichelhafte Ergebniskosmetik. Wie eng das Match war, zeigen bei diesem „deutlichen“ Sieg die Sätze, denn die Westerceller holten von 27 möglichen Sätzen 21.

Am Sonntag wollte das Team seine Sache gegen Marklohe besser machen, doch es wurde noch deutlicher. Wieder punkteten Brinkop/Oetken im Doppel, während die anderen beiden Doppelkonstellationen eher chancenlos agierten.
In der ersten Einzelrunde war es diesmal nur Bruns, der einen Sieg gegen Jan Mudroncek einfahren konnte, die restlichen Spiele gingen mehr oder weniger deutlich an die Gäste. In der zweiten Einzelrunde war es wieder Brinkop, der wie am Vortag den Spitzenspieler der gegnerischen Mannschaft niederringen konnte. Doch die beiden Niederlagen von Oetken gegen Marco Tuve und Berglund gegen Mudroncek besiegelten auch die zweite Niederlage.

Durch diese beiden Niederlagen stecken die Herzogstädter jetzt ganz tief unten drin. Einen Punkt hinter dem ersten sicheren Platz und punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz haben die Westerceller nun den Relegationsplatz inne. Noch ist die Rettung aus eigener Kraft möglich, aber dazu muss es eine gewaltige Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen geben. „Wir geben nicht auf, aber die Luft wird merklich dünner“, mahnt Brinkop abschließend an. Ein großer Dank geht trotz der heutigen Niederlage auch an die Zuschauer, die alles Mögliche versucht haben um ihre Mannschaft gewinnen zu sehen. An euch lag es gewiss nicht! Danke für den Support!!!!

Zeit für Wiedergutmachung hat das Team in zwei Wochen bei den beiden Heimspielen gegen der MTV Jever (25.02., 16 Uhr) und MTSV Eschershausen (26.02., 12 Uhr). Vor allem gegen Eschershausen ist man dann zum Siegen verdammt.

Wichtigstes Wochenende der Saison

VfL Westercelle will im Abstiegskrimi erfolgreich sein

Westercelle. Es gibt Spiele, die sind wichtig und es gibt Spiele, die sind überlebenswichtig. Letzteres gilt für die 1.Herren des VfL Westercelle am kommenden Wochenende. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist auf ein mageres Pünktchen geschmolzen. Verfolger? SG Schwarz-Weiß Oldenburg. Und genau gegen diese Oldenburger geht es am Samstag auswärts. Als wäre dieses Spiel noch nicht wichtig genug, empfängt man am Sonntag den SC Marklohe, die den 1.Abstiegsplatz innehaben und lediglich 2 Punkte hinter den Herzogstädtern rangieren.

Gegen die SG konnte man das Hinspiel mit 9:4 gewinnen. Klingt relativ deutlich, war es allerdings nicht. Denn das Abschlussdoppel war schon in bedrohliche Nähe gerückt, doch Andres Oetken konnte mit seinem 3:2-Sieg über Nico Schulz schlimmeres verhindern. Bei den Oldenburgern wurde kräftig umgestellt, tauschte man im Gegensatz zur Hinserie das untere und mittlere Paarkreuz miteinander. Der klare 9:3-Sieg gegen MTSV Eschershausen ist ein starkes Zeichen für die nun gewonnene neue Power. Lukas Brinkop und Oetken müssen sich mit Aufschlagkünstler André Stang und Hendrik Z’dun messen. Eine Führung wäre hier schon immens wichtig, denn Oldenburgs Stärke liegt an den Positionen 4-6. Jonas Berglund und Christoph Bruns versuchen gegen Kaderathlet und frisch gebackenen Landesmeister der Jugend Heye Koepke sowie Johannes Schnabel, die in der Hinserie das beste untere Paarkreuz bildeten, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Ähnliches gilt für Jannik Weber und Laurids Wetzel in ihren Partien gegen Nico Schulz und Benjamin Ohlrogge.

„Wir sind zum Siegen verdammt, wenn wir die Klasse direkt halten wollen“, so Mannschaftsführer Brinkop. Doch um überhaupt den Relegationsplatz nicht zu verpassen, müssen drei Mannschaften hinter den Westercellern stehen. Am Sonntag empfängt man das Team des SC Marklohe, die momentan erster Absteiger wären. Doch Marklohe konnte am vergangenen Wochenende mit einem starken 8:8 gegen Torpedo Göttingen einen Zähler ergattern und zeigt damit, dass sie nicht noch einmal mit 3:9 verlieren wollen. Beginn ist um 12 Uhr.
Dabei treffen Brinkop und Oetken auf Nikolai Marek und vermutlich Jan Mudroncek. Brinkop glänzte in der Hinserie mit 2 Einzelsiegen und will diesen Erfolg natürlich gerne wiederholen. Berglund und Bruns müssen gegen André Kamischke und Sebastian Tinzmann an die Tische und hoffen hier den Grundstein für den dringend benötigten Heimsieg legen zu können. Unten will Wetzel seinen Erfolg gegen Olaf Mindermann wiederholen und auch Weber möchte für Punkte auf der Habenseite sorgen.

Nicht dabei sein kann Trainer Benjamin Bruns, der zurzeit in Indien weilt. Doch auch ohne ihn und vor allem am Sonntag mit Hilfe der eigenen Fans soll das Wochenende erfolgreich gestaltet werden. Die Mannschaft hofft auf viele Zuschauer und freut sich auf die Begegnungen.

Andres Oetken holt Bronze im Doppel

Lukas Brinkop stößt bis ins Einzel-Viertelfinale vor

Hannover. Am vergangenen Wochenende fanden unter der Leitung von Hannover 96 die Landes-individualmeisterschaften der Damen und Herren statt. Mit dabei waren mit Carolin Oelker, Lukas Brinkop und Andres Oetken auch drei Vertreter des VfL Westercelle. Begleitet wurden die drei von Trainer Florian Hoppe. Andres als noch auf Kreis- und Bezirksebene wird in den Einzeln über 4 Gewinnsätze gespielt, sodass den Athleten noch mehr abverlangt wird.

Oelker fand in ihren ersten beiden Gruppenspielen jeweils zu spät ins Spiel. Gegen Jaqueline Presuhn (Hannover 96) stand es bereits 0:3, als sie ihren ersten Satzgewinn verbuchen konnte. Doch die 1:4-Niederlage konnte sie nicht mehr abwenden. Ein ähnliches Bild im zweiten Spiel: Gegen Saskia Kameier (SV 28 Wissingen) konnte sie nach 0:3 zwar noch auf 2:3 verkürzen, aber auch diese Aufholjagd kam zu spät. Gegen die spätere Bronzemedaillengewinnerin Marie-Sophie Wiegand (Torpedo Göttingen) konnte sie dann nicht mehr viel ausrichten und schied im Einzel aus.
Ähnlich erging es Oetken. Gegen Felix Lingenau (TV Hude) musste er sich mit 1:4 geschlagen geben, wobei er drei Sätze in der Verlängerung abgab. Ebenfalls hohe Führungen ließ er gegen Nick Holland (MTV Wolfenbüttel) liegen: 7:3, 8:4, 6:2. Es wollte einfach kein Satz kommen. Im letzten Spiel gegen Sven Hielscher waren es vor allem die Aufschläge, die ihm Probleme bereiteten, da diese leider nicht immer sichtbar für ihn waren. So kam auch für ihn das Aus in der Gruppenphase.
Deutlich besser lief es dagegen für Brinkop. Nach seinem 4:1-Auftaktsieg gegen Yannis Horstmann (TTC Schwarz-Rot Gifhorn) qualifizierte er sich bereits mit seinem knappen 4:2-Sieg über Jörn Petersen (TSV Algesdorf). In seinem letzten Spiel gegen Kaderathlet Dominik Jonack (Hannover 96) spielte der Mannschaftsführer der ersten Herren dann nicht sein bestes Tischtennis, konnte aber dennoch mit 4:2 Siegen und stand somit als Gruppensieger im Achtelfinale. Hier erwartete ihn dann Oetkens Gegner Holland, gegen den er sich letzten Endes ebenfalls mit 4:2 behaupten konnte und ins Viertelfinale vorstieß.

Am nächsten Tag ging es mit einer halbstündigen Verspätung los mit den Doppeln. Oelker und Partnerin Jessica Boy (TV Falkenberg) mussten ihren Gegnerinnen Ute Höhle und Kameier (SV 28 Wissingen) zum glatten 3:0-Sieg gratulieren. Somit waren die Landesmeisterschaften für sie nun komplett beendet.
Bei den Herren konnte Oetken mit Partner Daniel Kleinert (TSV Schwalbe Tündern), mit dem er bei den Deutschen Meisterschaften für untere Spielklassen Deutscher Meister wurde, mit einem 3:1-Sieg über Lingenau und Florian Henke (TV Hude) ebenso in die nächste Runde einziehen, wie Brinkop mit seinem Partner Martin Gluza (TSV Lunestedt), mit dem im vergangenen Jahr Bronze holte. Doch anders als Oetken musste Brinkop nicht spielen, denn aus dem gegnerischen Doppel trat ein Spieler nicht an, sodass Brinkop und Gluza kampflos eine Runde weiterkamen. Dort bekamen es die beiden dann mit Gluzas Mannschaftskollegen Matti von Harten und Oliver Tüpker (SF Oesede) zu tun. Nach knappen Sätzen konnten sich die beiden einen 10:8-Vorsprung im 5.Satz erspielen. Doch Brinkop fand das gesamte Match nicht ins Spiel und konnte weder punkten noch seinen Partner gut in Szene setzen. Logische Konsequenz: 10:12 und das Aus vor den Podestplätzen. Gegen Jonack und Roberto Filter (Hannover 96) spielten Oetken und Kleinert dann sehr souverän und zogen ohne große Probleme ins Halbfinale ein. Dort trafen sie auf Richard Hoffmann und Max Kulins (Hannover 96), die vom Papier her favorisiert waren. Doch es waren Oetken und Kleinert, die mit 1:0 in Führung gingen und sich sogar zwei Satzbälle erspielten um mit 2:0 in Front zu gehen. Doch Hoffmann und Kulins drehten diesen Satz noch und ließen sich das Spiel dann nicht mehr nehmen.

Im Einzel durfte Brinkop nun ebenfalls gegen Hoffmann ran. Im Punktspiel hatte er den Sieg noch dicht vor Augen und wollte das Match lange offen gestalten. Zu Beginn gelang ihm das auch, nachdem er sich den ersten Satz nach 6:10 noch holte. Beim Stand von 1:2 und 8:4 schaffte es Brinkop nicht seine scheinbar komfortable Führung ins Ziel zu bringen und hatte im 5.Satz dann keinerlei Chance mehr. Zu stark und abgeklärt agierte der spätere Landesmeister im finalen Durchgang.

„Mit dem Erreichen des Viertelfinals habe ich mein Einzelziel erfüllt. Leider hat es im Doppel nicht ganz gereicht. Da fehlte mir einfach das ausgefallene Doppelspiel um reinzukommen“, so Brinkop. „Ein großes Dankeschön noch an Florian, der mich bis ins Viertelfinale betreut hat. Ich weiß nicht, ob es ohne ihn gereicht hätte.“

Einen Glückwunsch an die diesjährigen Landesmeister im Einzel Amelie Rochetau (TTK Großburgwedel) und Richard Hoffmann (Hannover 96) sowie die Landesmeister im Doppel Amelie Rochetau / Lotta Rose (TTK Großburgwedel) und Patrick Decker / Sven Hielscher (TTS Borsum/SV Bolzum).

VfL Westercelle mit weiterem Schulsportassistenten

Auch Neu-Westerceller Dominik Förster will ins Trainerbusiness

Hannover. Vergangene Woche nahm der nächste Westerceller in Form von Dominik Förster an der Ausbildung zum Schulsportassistenten teil. Nachdem im letzten Jahr mit Finja Witschi, Luca Knoop und Fabian Witt sich einen Einblick in das Trainerdasein verschaffen konnten, zog Dominik nun zu Beginn des Jahres nach.

Die Schulsportassistentenausbildung des TTVN richte sich an Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren. Neben theoretischen Themen wie die Grundlagen der Aufsichtspflicht und überfachliche Angebote neben dem Training wurden auch praktische Themen wie Balleimertraining, Technik, Wettkampfformen und Kleine Spiele behandelt und ausprobiert.

Das junge Referententeam mit Alexander Vogel, Julien Jahn und Franziska Knopp hat viel Wert darauf gelegt, dass die neuen Co-Trainer eine Gruppe anleiten können. Dazu mussten die Teilnehmer zum Lehrgangsende Teile einer Trainingseinheit gestalten und durchführen. Nun haben sie mit dem Erwerb der Co-Trainer-Zertifikate den ersten Schritt der C-Trainer Ausbildung absolviert.

Neben Dominik hat auch Felix Rösch (MTV Fichte Winsen) an diesem Lehrgang teilgenommen und nun die Co-Trainer-Lizenz in der Tasche. Herzlichen Glückwunsch!

Celler Spieler trainieren mit Spielerinnen und Spielern der Behindertennationalmannschaft

Teilnehmerrekord beim 4. inklusiven Tischtennis-Lehrgang
von SC Weende Göttingen und „sport grenzenlos“

Am zweiten Wochenende dieses Jahres trainierten wieder mehrere Mitglieder der Tischtennis-Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) in der Göttinger Sporthalle am James-Franck-Ring, angeführt vom zweifachen Paralympicssieger Holger Nikelis, gemeinsam mit 55 jungen tischtennisbegeisterten Nachwuchsspielern im Alter von 9 und 18 Jahren, ein Teilnehmerrekord.

Neben Spielern aus der Region Göttingen waren auch neunzehn Nachwuchsspieler des Bezirksstützpunktes Lüneburg angereist, teilweise sogar aus Cuxhaven und Bremerhaven. Aus dem Celler Kreis dabei: Finja Witschi, Pia Maschler, Dominik Förster (alle VfL Westercelle), Luca Marie Ulbricht sowie Sarah Nähle (beide TuS Lachendorf) zusammen mit ihren Trainern Lukas Brinkop und Ronny Quasdorf.

Mit den Teilnehmern des SC Weende und umliegenden Göttinger Vereinen trainierte das sport grenzenlos Team. Dieses vereint neben Nikelis aktuelle und ehemalige Nationalspieler, wie die Deutschen Meister Yannik Rüddenklau (Unterschenkelprothese), Marlene Reeg, die ohne Unterarm auf die Welt kam, den kleinwüchsigen Johannes Urban, die Rollstuhlfahrerin und Paralympics-Fünfte Sandra Mikolaschek, sowie den seit einem Unfall am ehemaligen Schlagarm gehandicapten Frederic Peschke. Hinzu kommt der ehemalige Nationalspieler Jannik Schneider (Hemiparese). Sie demonstrierten, dass gerade im Tischtennis das Training sehr gut auf individuelle körperliche Behinderungsformen angepasst werden kann. So lernten die Kinder an diesen Tagen, was es heißt mit verschiedenen Behinderungen Tischtennis zu spielen, bspw. im Rollstuhl oder wenn man nur eine Hand zur Verfügung hat. „Sport grenzenlos“ Trainer Michael Meißner sorgte dafür, dass alle Lehrgangsteilnehmer in den von ottobock zur Verfügung gestellten Rollstühlen trainieren konnten, um sich mit den Behindertensportlern „auf Augenhöhe“ sitzend zu messen. Er bot für ungewöhnliche Situationen „mit Handicaps“ verschiedene Lösungen an, was allen sichtlich viel Vergnügen bereitete. Alle Tischtennisspieler begegneten sich beim inklusiven Lehrgang mit viel Respekt und die Behinderungen der Nationalspieler wurden von den jungen Teilnehmern immer weniger wahrgenommen.

Die Leitung des grenzenlosen Lehrganges übernahmen Joachim Vogt (Jugendwart des SC Weende und Trainer im Regions- und Landesstützpunkt des TTVN) und Michael Meißner (Diplom-Sportlehrer Behindertensport und ehemaliger Bundestrainer im Deutschen Behindertensportverband). Unterstützt wurden sie von 5 weiteren DTTB Lizenztrainern Trainern mit Anna Fabian (TTC Göttingen), Peter Lauerer (SC Weende), Ronny Quasdorf (Trainer des Landesstützpunktes des Regierungsbezirks Lüneburg) sowie von Hendrik Bartels (Arminia Hannover), Dennis Loockhoff (TSV Lunestedt) und Lukas Brinkop (VfL Westercelle). Linda Geisler-Seeliger (Ergo- und Bobath-Therapeutin mit Schwerpunkt im Behindertensport) und Melanie Mitschke (Ergo-Therapeutin) waren vom „sport grenzenlos“ Team angereist, um den Teilnehmern zu zeigen, wie die Nationalspieler mit den verschiedenen Behinderungen medizinisch betreut werden.

Als das Team von „sport grenzenlos“ zum geplanten Lehrgang erschien ging es jetzt beim vierten Mal wieder zu wie bei einem Klassentreffen: herzliche Umarmungen, Abklatschen, Smalltalk und Vorfreude auf den Tischtennislehrgang in Göttingen. Unterstützt wurde die Veranstaltung wieder von rund 15 freiwilligen Helfern der Tischtennisabteilung des SC Weende, der „Aktion Mensch“ und erneut von zahlreichen lokalen Sponsoren. Die Firma Ottobock ermöglichte neben der Bereitstellung der Rollstühle die barrierefreie Übernachtung des „sport grenzenlos“ Teams im Tabalugahaus in Duderstadt..

„Tischtennis Pur“ sorgte für die optimale Ausstattung und der Stadtsportbund steuerte mit einer finanziellen Unterstützung zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Während des öffentlichen Teils am Samstagnachmittag stellten die Nationalspieler vor rund 200 Zuschauern dann ihre Talente in einem Showmatch unter Beweis. Beeindruckt waren auch die Gastredner, wie Göttingens OB Rolf-Georg Köhler, sowie Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Göttinger CDU und der Ortsbürgermeister Weendes Hans-Albert Ludolph, und Dr. Hartmut Stinus, ortsansässiger Orthopäde und zeitgleich medizinischer Betreuer der Skifahrer des National-Behindertensports. Nach dem Showkampf kamen alle bei einem Sektempfang auf Augenhöhe zusammen. Bis spät in den Abend hinein tauschte man sich aus.

Durch die Möglichkeit, den Schläger selbst in die Hand zu nehmen, konnten auch die zahlreichen Zuschauer erleben, dass Tischtennis sehr gut geeignet ist, Barrieren zu überwinden. Abgerundet wurde der grenzenlose Lehrgang wie in jedem Jahr von einem Turnier am Sonntag. In gemischten Zweier-Teams wurden nochmal die letzten Kraftreserven ausgekostet, bevor der Lehrgang beim gemeinsamen Mittagessen offiziell beendet wurde.

Diese Veranstaltung hat wieder einmal gezeigt, dass es möglich ist, über den Sport Wege zu finden, Inklusion aktiv zu leben. Alle waren sich am Ende darüber einig, dass diese Tradition gepflegt werden sollte und so sind bereits Planungen zum fünfjährigen Jubiläum für 2018 im Gange.

Text: Martin Koch

VfL Westercelle mit krassem Fehlstart

1.Herren gerät beim TSV Hagenburg mit 2:9 unter die Räder

Hagenburg. Das hatte man sich ganz anders vorgestellt. Mit viel Hoffnung und Ehrgeiz reiste die 1.Herrenmannschaft des VfL Westerceller nach Hagenburg um die nächsten Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Doch während des Spiels lief kaum etwas zusammen. Hohe Führungen wurden nicht genutzt, die engen Sätze gingen fast alle verloren und kein 5-Satz-Spiel bedeutete Punkte für die Schwarz-Gelben.

Bereits in den Doppeln lief es nicht wie gewohnt. Zwar konnten Lukas Brinkop und Andres Oetken ihr Doppel gewinnen, doch die anderen beiden Doppel mussten ihren Gegnern zum Sieg gratulieren. Dabei hatten Jonas Berglund und Laurids Wetzel die Überraschung auf dem Schläger, als sie bereits mit 2:0 gegen Spitzenspieler Gintautas Juchna und Andrius Preidzius führten. Das Doppel3 ging mit 0:3, aber nur mit der Minimalpunktzahl Unterschied von 6 Punkten an die Gastgeber.

Und auch in den Einzeln setzte sich das Bild fort. Brinkop konnte im ersten Satz gegen Rimas Lesiv eine 10:7-Führung nicht nach Hause bringen und auch die anderen Spiele gingen nach teilweise hohen Führungen (u.a. Wetzel nach 8:4) weg. Leidglich Berglund punktete souverän mit 3:0 gegen Daniel Argut.

In der zweiten Einzelrunde versuchten Brinkop und Oetken die drohende Niederlage noch abzuwenden. Doch Brinkop konnte seine Satzbälle in den Sätzen 3 und 4 nicht nutzen und auch Oetken unterlag gegen Lesiv trotz 2:1-Führung noch im Entscheidungssatz.

„Wir hatten uns deutlich mehr vorgenommen, aber waren in den entscheidenden Momenten einfach nicht wach. Ohne 5-Satz-Sieg wird es dann leider im Endergebnis auch so deutlich, wie es jetzt war“, so Kapitän Brinkop.

Nun heißt es volle Konzentration auf den Februar zu legen, insbesondere auf das zweite Wochenende. Dort trifft man auf die spielstarken Oldenburger, die am Wochenende Eschershausen mit 9:3 abfertigten und nur noch einen Punkt hinter den Herzogstädtern sind. Am Sonntag ist mit dem SC Marklohe dann der nächste Abstiegskonkurrent in heimischer Halle am Nadelberg. Hier müssen dringend Siege her um sich wieder ein wenig absetzen zu können.

Tischtennis Future Cup der Schüler

Ben Ziesler erreicht mit seinem Team Platz 5

Nassau. Im Rheinland standen den Teilnehmern auch bei der sechsten Auflage des Future Cups unter der Regie des Ausrichters Nassau exzellente Bedingungen zur Verfügung. Seit der Turnierpremiere im Jahr 2012 trifft sich der Schüler-C-Nachwuchs der Verbände immer im Januar, wobei Spielpraxis im Mittelpunkt der Veranstaltung steht. Deshalb werden alle Begegnungen der Dreier-Mannschaften stets mit der maximalen Anzahl von fünf Matches ausgetragen. In diesem Jahr war mit Ben Ziesler auch ein Spieler des VfL Westercelle vertreten. Der Kaderathlet ging zusammen mit Justus lechtenbörger (MTV Jever), Sören Dreier (SuS Rechtsupweg) und Melvin Twele (TuS Horsten) an die Tische.

In der Gruppenphase erreichte das Team Platz 2 hinter dem Tischtennisverband Rheinland, die in der Endabrechnung Silber holten. Dabei gelangen ihnen Siege über den Westdeutschen TTV (4:1) als auch über den TTV Sachsen Anhalt (5:0). Die knappe Niederlage gegen den TTV Rheinland (2:3) verhinderte eine bessere Losung.

Im Viertelfinale verloren die Jungs dann das Spiel gegen den TTV Baden-Württemberg mit 1:4, wobei Ziesler hier nicht mitwirkte. Sowohl das Qualifikationsspiel gegen Saarländischen TTV (4:1) als auch das Spiel um Platz 5 abermals gegen den Westdeutschen TTV (5:0) gewannen die Jungs dann aber mit Ziesler und konnten so einen versönlichen Abschluss feiern.

In den Einzeln konnte Ziesler eine 3:1-Bilanz erspielen, wobei er bei all seinen Siegen ohne Satzverlust blieb. Ein starkes Turnier vom Spitzenspieler der 1.Schüler.

Kommentar des TTVN:
Auch die männliche TTVN-Auswahl zeigte in Nassau beachtliche Leistungen. Am Ende eines soliden Turniers verabschiedeten sich Justus Lechtenbörger (MTV Jever), Sören Dreier (SuS Rechtsupweg), Melvin Twele (TuS Horsten) und Ben Ziesler (VFL Westercelle) als fünftbeste Mannschaft aus dem hochkarätig besetzten Wettkampf.
Auch über das Auftreten der fünftplatzierten Schüler hat Stevanov lobende Worte über: „Man kann nichts negatives über das Auftreten unserer Jungs sagen. Mit ein wenig Glück wäre auch mehr drin gewesen. Insgesamt sind wir bei den Jahrgängen 2005 und jünger auf einem guten Weg und werden weiter fokussiert an uns arbeiten.“

VfL Westercelle gleich zu Beginn gefordert

1.Herren tritt beim Tabellennachbarn TSV Hagenburg an

Westercelle. Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Die Rückrunde in der Oberliga Nord-West beginnt auch für die 1.Herren des VfL Westercelle. Die direkten Konkurrenten hinter den Schwarz-Gelben MTSV Eschershausen und SG Schwarz-Weiß Oldenburg haben ihre Auftaktspiele verloren und der SC Marklohe konnte zu diesen beiden aufschließen. Noch haben die Herzogstädter also weiterhin drei Punkte Vorsprung.

Am Samstag ist man nun zu Gast beim direkten Tabellennachbarn TSV Hagenburg, an denen man mit einem Sieg sogar vorbeiziehen könnte. Das Hinspiel ging in eigener Halle mit 3:9 verloren, allerdings musste man dort auf Jonas Berglund verzichten, wodurch das Team nicht nur in den Einzeln, sondern auch in den Doppeln erheblich geschwächt wurde. „Wir haben die Chance uns für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Es sind alle an Board und wir wollen die ersten Punkte gegen den Abstieg mit nach Celle nehmen“, so Mannschaftsführer Lukas Brinkop.

Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, weiß man. Mit Gintautas Juchna (16:4) und Rimas Lesiv (13:7) stellen die Gastgeber ein solides oberes Paarkreuz, das den Westercellern Brinkop und den an Position 2 gerückten Andres Oetken überlegen sind. Trotzdem werden beide um jeden einzelnen Punkt kämpfen. In der Mitte wollen die Mannen vom Nadelberg dann breaken. Sowohl Joans Berglund als auch Christoph Bruns haben Chancen gegen Andrius Preidziues (10:10) und sollten gegen Daniel Argut (4:13) leicht favorisiert sein. Den entscheidenden Ausschlag zugunsten der Westerceller sollen dann die Positionen 5 und 6 bringen. Mit Nils Bleidistel (6:10) und Daniel Degener (2:13) stellen die Hagenburger schlagbare Gegner auf. Dabei kommt es darauf an, ob Jannik Weber seine gute Hinrundenform wieder abrufen und Laurids Wetzel ein weiteres Mal über sich hinauswachsen kann.

Bereits in den Doppeln will man die Hagenburger unter Druck setzen und nach der ersten Einzelrunde in Führung sein. Sollte dies den Westercellern glücken, ist ein Auswärtssieg in greifbarer Nähe.

Foto: Laurids Wetzel

Lukas Brinkop & Leif Blanke schaffen das Triple

Westercelle. Nach den Jugendlichen griffen nun auch die Erwachsenen zu ihren Schlägern um ihre Vereinsmeister auszuspielen. Wie bereits in den letzten Jahren ging es zunächst bunt gemischt in den Gruppen um die Qualifikation zur Klasse A, B und C, wobei zunächst nur auf 2 Gewinnsätze gespielt wurde. Erfreulich war auch, dass viele Jugendliche, die bereits bei den Herren als Ersatz gemeldet sind, sich mit den Herrenspielern messen wollten.

Doch bevor es losging wurde zunächst noch der langjährige Kassenwart Peter Black offiziell aus dem Amt verabschiedet. Pater hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Tischtennissparte und war einer derjenigen, die den VfL dorthin gebracht haben, wo er jetzt steht. Als Dankeschön erhielt unser „Meister des Backofens“ einen Gutschein für einen Kochkurs für zwei Personen, da er im Bereich Backen definitiv keine Nachhilfe mehr benötigt, sowie ein Sweatshirt mit der Aufschrift „Schatzmeister a.D.“.

Danach konnte es endlich an die Tische gehen. In drei 6er- und einer 7er-Gruppe spielten die Teilnehmer zunächst im Modus „Jeder gegen Jeden“. Die Plätze 1 und 2 qualifizierten sich für den A-Pokal, 3 und 4 für den B-Pokal und ab Platz 5 durfte man sich um den C-Pokal duellieren.

Im letzteren zogen Leif Blanke (3:0 über Ulf Werner), Namik Aydinlioglu (3:2 über Karsten Cramm), Dominik Blazek (3:1 über Lara Kempf) sowie Kathrin Körner (3:0 über Chek-Hien Loi) in die beiden Halbfinals ein. Mit Blanke (3:1 gegen Aydinlioglu) und Blazek (3:0 über Körner) gab es das Finale Jung vs. Erfahrung. Am Ende setzte sich die Erfahrung noch knapp im 5.Satz durch und so durfte Leif seinen dritten Titel in Folge in der C-Klasse feiern.

Mit Patrick Michaeli zog auch der Titelverteidiger der B-Klasse durch ein 3:1 über Kay Oechsner ins Halbfinale ein. Ihm folgten benjamin Bruns (3:2 über Fabian Witt), Ronny Schubert (3:1 über Timm Nguyen) und Louis Wetzel (3:1 über Peter Glock). Hier zeigte Wetzel dem Titelverteidiger beim 3:0 allerdings deutlich die Grenzen auf und verhinderte die Verteidigung. Sein Gegner im Finale sollte Schubert sein, der sich knapp mit 3:2 über Bruns behaupten konnte. Nach anfämnglichen Schwierigkeiten fand Wetzel immer besser ins Spiel, siegte nach 0:1 noch relativ sicher mit 3:1 und krönte sich zum Vereinsmeister der B-Klasse.

Auch in der A-Klasse gab es wenig Überraschungen. Die Spieler der 1.Herren mit Lukas Brinkop (3:0 über Lennart Winkler), Christoph Bruns (3:1 über Max Palett) und Andres Oetken (3:0 über Marco Stoll) zogen ins Halbfinale ein. Dabei verpasste Palett eine bessere Setzung durch die Niederlage gegen Carolin Oelker in der Gruppenphase. Doch sie konnte ihren Vorteil nicht nutzen und unterlag im Viertelfinale Tim Dümeland mit 0:3. Ind en Halbfinals setzte sich Brinkop mit 3:0 gegen Dümeland durch, während es beim Spiel Bruns gegen Oetken eng und umkämpft herging. Bruns führte bereitsmit 2:1 und 8:3, musste aber am Ende doch Oetken zum Sieg gratulieren. Im Finale konnte sich dann der Mannschaftsführer gegen die neue Nummer 2 mit 3:1 behaupten und schaffte wie bereits Blanke vorher das Triple.

A-Klasse:
1.Platz: Lukas Brinkop
2.Platz: Andres Oetken
3.Platz: Christoph Bruns & Tim Dümeland

B-Klasse:
1.Platz: Louis Wetzel
2.Platz: Ronny Schubert
3.Platz: Benjamin Bruns & Patrick Michaeli

C-Klasse:
1.Platz: Leif Blanke
2.Platz: Dominik Blazek
3.Platz: Kathrin Körner & Namik Aydinlioglu

Fabian Witt/Dominik Förster sowie Emily Tse/Alexander Lebahn im Doppel erfolgreich

Westercelle. Nachdem die Vereinsmeister im Einzel bereits am Freitag ausgespielt wurden, folgten am Mittwoch die Kämpfe um die Doppel. Alle Kinder spielten gemeinsam, gewertet wurde allerdings in zwei Konkurrenzen. Dabei hatten die Kids die Auswahl aus folgenden drei Modellen:
1) In der ersten Runde wird frei gelost. Ab der zweiten Runde wird immer ein Gewinner mit einem Verlierer der Vorrunde zusammengelost und bildet das Doppel der Runde 2.
2) Der vom TTR-Wert beste Spieler wird mit dem Spieler mit dem niedrigsten TTR-Wert zusammengelost, der zweitbeste mit dem zweitniedrigsten, … Die Paarungen bleiben das gesamte Turnier erhalten.
3) Freie Partnerwahl. Es gibt einen Doppelteam-TTR, der der Summe der TTR-Werte der beiden Spieler entspricht. Pro 75 Punkte Unterschied gibt es dann einen Punkt Vorgabe pro Satz, Maximum liegt dabei bei 8 Punkten.

Letzten Endes entschieden sich fast alle Kinder für Variante 1 und so spielte man im selben Modus wie bereits in den letzten Jahren. Gespielt wurde auf 2 Gewinnsätze, denn so konnten insgesamt 7 Runden gespielt werden. Danach standen die Sieger sowie die Platzierten fest.

In der Klasse I setzten sich am Ende mit nur einer Niederlage Fabian Witt und Dominik Förster durch. Die nächsten 5 Spieler/innen wiesen alle eine Bilanz von 5:2 auf, sodass die Sätze entscheiden mussten. Auf Platz 2 gelangten Lennard Kruschewski (12:4) und Timm Nguyen (12:5), Platz 3 belegten Luca Knoop (11:5) und Pia Maschler (11:6).

In der Klasse II ging es ähnlich eng zu. Unstrittige Erste wurden dabei Emily Tse (4:3) und Alexander Lebahn (5:2). Die nächste 4 Spieler verbuchten 3 Siege auf der Habenseite. Das glücklichere Ende für sich hatten Sam Eric Tse (7:9) und Mateusz Kotynia (6:9), die sich knapp vor Lukas Hapke und Enno Ziesler (beide 6:10) behaupten konnten.

Klasse I:
1.Platz: Fabian Witt & Dominik Förster (beide 6:1, 12:3)
2.Platz: Lennard Kruschewski (5:2, 12:4) & Timm Nguyen (5:2, 12:5)
3.Platz: Luca Knoop (5:2, 11:5) & Pia Maschler (5:2, 11:6)

Klasse II:
1.Platz: Alexander Lebahn (5:2, 11:5) & Emily Tse (4:3, 8:7)
2.Platz: Sam Eric Tse (3:4, 7:9) & Mateusz Kotynia (3:4, 6:9)
3.Platz: Lukas Hapke & Enno Ziesler (beide 3:4, 6:10)