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VfL-Kreuzverhör Teil 8: Philipp Garmann

Im achten Teil des VfL-Kreuzverhörs stellt sich zum ersten Mal in dieser Saison Rückkehrer Philipp Garmann.

Nach dreijähriger Abstinenz, bei der der 28 – jährige unter anderem bei Union Schönebeck (Sachsen Anhalt) Fußball spielte, schnürt er seit diesem Sommer seine Fußballschuhe wieder für den VfL Westercelle.

Es ist schön, dass du wieder zurück bist. Gab es für dich nur die Wahl VfL Westercelle, wenn du wieder im Kreis Celle anfangen willst Fußball zu spielen?

Dass ich mit der Beendigung meines Studiums wieder nach Celle und damit auch definitiv wieder zum VfL zurückkehren werde, stand immer außer Frage. Bereits mit drei Jahren habe ich in Westercelle das Fußballspielen gelernt und die dort vorherrschende familiäre Atmosphäre bis zum heutigen Tag sehr schätzen gelernt. Ebenso gefällt mir, dass immer noch sehr viele der altbekannten Gesichter im Verein tätig sind, mit denen ich bereits vor meinem Studium zu tun hatte.

Du wurdest von dem Trainerduo Güllert und Vollmer von der Stürmerposition in das defensive Mittelfeld beordert. Wie kommst du mit dieser Umstellung zurecht?

Natürlich wurde ich zwar für die Offensive verpflichtet, doch auch in den vergangenen Jahren war es so, dass ich schon lange nicht mehr als wirklicher Stürmer eingesetzt wurde. Das lag zumeist an den verschiedenen Ausfällen in der Mannschaft, sodass ich eigentlich alle Positionen im Mittelfeld und Sturm gespielt habe. In unserem Fall kann ich meine Erfahrungen in unserer insgesamt sehr jungen Mannschaft im defensiven Mittelfeld definitiv besser einbringen, als wenn ich vorne in der Sturmspitze agiere. Insgesamt also alles im Dienste der Mannschaft und bisher klappt das ja auch ganz gut! (Augenzwinkern)

Wie zufrieden bist du bisher mit den ersten Saisonspielen?

Ich konnte die Vorbereitung weitestgehend, trotz der Entfernung, nahezu komplett mitmachen und dabei ist mir schon das enorme Potential, besonders das der Jugendspieler, positiv aufgefallen. Mit den ersten beiden Saisonspielen konnte man aber auch sehen, dass wir uns noch in der Findungsphase befinden. Dennoch bemerkt man, dass die Mischung aus jung und „alt“ eine vielversprechende Konstellation ist. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten haben wir uns jetzt als Mannschaft reingekämpft und sind dadurch jetzt auf einen mehr als zufriedenstellenden ersten Platz. Diese Leistungen gilt es jetzt in den nächsten Wochen zu bestätigen und uns im oberen Teil der Tabelle festzusetzen.

War es schwer für dich schwer sich wieder an den Celler Fußball oder an die Bezirksliga Lüneburg II zu gewöhnen?

Keineswegs eigentlich. Die Bezirksliga habe ich auch vor meinem Weggang schon zwei – drei Jahre kennen lernen dürfen und diese hat sich auch nicht extrem verändert. Dennoch ist die Spielweise auch wieder zu der in Sachsen-Anhalt eine andere. Aber Fußball bleibt ja nun mal auch Fußball. (lacht)

Auf „Fupa“ steht dein Spitzname „Thomas Müller“. Woher kommt dieser Spitzname?

Der wurde mir von meinen Mitspielern in Schönebeck verliehen. Das ganze lässt sich auf meine nicht immer vorzeigbare und unkonventionelle Technik zurückführen, dennoch hat sie trotzdem zu dem ein oder anderen Tor geführt. Deshalb der Vergleich zu der mir ebenfalls zusagenden Spielweise des Thomas Müllers (FC Bayern München).

Vielen Dank für deine Zeit Philipp, nun zum Abschluss noch drei Fragen.

Redzone (American Football) oder Sportschau?

Redzone.

Torjäger oder Abräumer?

Torjäger.

Bier oder Mixgetränk?

Bier.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Kreuzverhör-Serie, in der wir in unregelmäßigen Abständen Mitglieder und Funktionäre aus unserer Sparte in Form eines kleinen Interviews vorstellen.

U19 dreht Rückstand gegen MTV Gifhorn

3:2 nach 0:2 – Energieleistung wird belohnt
Im dritten Spiel gelang der U19 des VfL Westercelle der erste Sieg. Gegen den Regionalliga-Absteiger gewann die Fiedler-Elf nach Rückstand – trotz zwei verschossenen Strafstößen.

Nicht viel deutete im ersten Spielabschnitt auf das erste Erfolgserlebnis für die Gastgeber hin. Gifhorn nutzte seine Spielanteile gut und nutzte Westercelles Fehler gut aus. Johannes Wunsch und Marcos Pappas verschossen jeweils einen Strafstoß – ein Umstand den Gifhorn gut nutze. So gingen die Gäste durch Lasse Denker (18.) und Nick Greiling (38.) in Führung. VfL-Keeper Nico Zabiegay sah bei Greilings Freistoß zudem nicht gut aus.
Doch Zabiegay war es, der sein Team kurz nach der Pause mit einer Glanzparade im Spiel hielt und die Wende einleitete: Marcos Pappas nach schönem Zusammenspiel mit Jan Enders (50.) und Sinan Karak nach einem Traumtor in den WInkel (55.) sorgten für den frühzeitigen Ausgleich. Überschattet wurde die Partie anschließend durch eine schwere Verletzung eines Gifhorner Akteurs, der mit Verdacht auf einen Armbruch ins Krankenhaus transportiert wurde. Wir wünschen gute Besserung.
Dennoch ließen sich die Hausherren auch davon nicht aus dem Konzept bringen und der eingewechselte Younes Barikzehi traf zum viel umjubelten 3:2 (84.).

Text: Sören Thalau
Bild: Alex Baumann

VfL-Fußballer auch auf Laufbahn erfolgreich

Am Samstag, 1. September, haben rund 200 Fußballer des VfL Westercelle ihr Schuhwerk – statt Stollen- wurden Laufschuhe angezogen und Gelder für das erste Kunstrasen-Großfeld in Celle gesammelt. Da die U17, U19 und 2. Herren an dem Tag spielten, liefen rund 50 von ihnen beim folgenden Training, sodass sich die Spendensumme noch erhöhte. „Es ist immer wieder toll zu sehen, was in diesem Verein möglich ist“, sagte Organisator Fritz Spering. Aber nicht nur die Fußballer des VfL, sondern auch Freunde und Unterstützer gingen auf die Laufbahn, um möglichst viel Geld zu sammeln.

Als „einfach geil“ empfand Projektmanager Hans Weger den Lauf: „Da war eine super Stimmung, alles war sehr gut und selbst beim zweiten Teil sind einige noch zwei Stunden gelaufen.“ Dass auch beim Training noch viele ihre Kilometer abspulten verdient daher besondere Anerkennung, da das Interesse an Zuschauern selbstredend kleiner ausfiel als am Haupttag, an dem sich viele Eltern, Freunde und Fans einfanden, um die Läufer anzuheizen.
Viele U17-Spieler suchten daher anderweitig Motivation um insgesamt 41 Runden zu laufen. „Unser letztjähriger Co-Trainer Sören Thalau lief Samstag 40 Runden, da mussten wir eine mehr laufen“, erläutert U17-Keeper Ole Weiß die Beweggründe für die vielen Kilometer.

Auf 41 Runden hatten am Samstag jedoch einige noch etwas draufgesetzt: Fabian Scharenberg aus der Ü32 lief mit seinen beiden „Sharry Ladies“ insgesamt 20 Kilometer durch den Wald und um den Platz herum. U14 II-Spieler Timon Beyer brachte es derweil auf 44 Platzrunden und musste nur Sebastian Brammer hinterher gucken, der angetrieben von den Zuschauern 51 Runden lief.

Durch die Lauftage sind rund 25.000 Euro zusammen gekommen, was Spartenleiter Christopher Menge besonders freut: „Wir sind auf einem guten Weg, ein großes Projekt zur Entwicklung des Celler Sports umzusetzen. Vielen Dank an alle Sponsoren, die unsere Läufer unterstützt haben.“ Wer sich weiter einbringen möchte oder dies bisher noch gar nicht getan hat, kann auf das Konto des VfL Westercelle DE07 2575 0001 0000 1507 30 unter dem Betreff „Kunstrasen“ spenden. Die nächste Veranstaltung steht derweil schon am 2. Oktober bevor, wenn auch das alljährliche Oktoberfest unter dem Motto Kunstrasenbauer steht. Menge hofft, „dass wir weiterhin so viel Unterstützung erfahren. Dann können wir den ersten Kunstrasenplatz in Westercelle gemeinsam realisieren.“

Westerceller gehen für Kunstrasen auf die Laufbahn

Endlich auch im Winter einen geregelten Trainings- und Spielbetrieb haben. Das ist der große Traum beim VfL Westercelle. Damit dieser in Erfüllung gehen kann, bedarf es für den Bau von Celles erstem Kunstrasen-Großfeld einer Summe von circa 800.000 Euro, die zu mindestens 25 Prozent aus dem eigenen Verein kommen muss. Eine der geplanten Spendenaktionen zur Finanzierung der Eigenleistung ist der Kunstrasenlauf am 1. September, wenn es nicht auf dem Platz, sondern drum herum zur Sache gehen wird.

„Der Kunstrasenlauf ist unsere wichtigste Veranstaltung, wir erwarten jeden VfLer auf der Anlage“, gibt Hans Weger, Projektleiter für den Kunstrasen, die Marschroute für den Lauf vor. Dabei gibt es für die unterschiedlichen Anforderungen der Läufer zwei Optionen, wie Weger erläutert: „Jeder kann zwischen der kleinen 400-Meter-Runde um den Platz herum und einer 6,12 Kilometer langen Waldstrecke wählen.“ Anmelden kann sich jeder ab 9 Uhr, gelaufen wird von 10 bis 12 Uhr. Die Siegerehrung ist für 13 Uhr angesetzt. Weiterlesen

„Camper“ werden Dribbling-Künstler

Ballannahme, Führung und Passen: Fußball-Schnupperkursus für die Stars von morgen

Trotz der tropischen Temperaturen fand auch in diesem Jahr wieder das beliebte Fußballcamp an der Wilhelm-Hasselmann-Straße in Westercelle statt. Mit Domenic und Stephan Wagner sowie Jens Tjaden hatten drei Trainer des VfL einen abwechslungsreichen Trainingstag organisiert.

Der VfL Westercelle lud im Rahmen des Ferienpasses dazu ein, den Fußball in seinen vielen Facetten zu erkunden. 30 Kinder folgten der Einladung zum Fußballcamp und tobten fünf Stunden lang über den Trainingsplatz. „Die Kinder sollen alles kennenlernen, was der Fußball so hergibt“, erklärte Tjaden, der als Trainer der U14 beim VfL tätig ist. Um dies zu gewährleisten, wurden die jungen Fußballer in drei altersgerechte Gruppen eingeteilt, um dann nach einer Bewegungsgeschichte zum Aufwärmen schrittweise verschiedene Stationen zu durchlaufen: Neben einer Übung, die sich mit dem Führen des Balles, dem Dribbling, beschäftigte, sollte auch das Passen sowie die Dynamik beim Laufen nicht zu kurz kommen.

Beim „Vier gewinnt“ und dem Zielpassen nach Farbvorgabe wurden die kognitiven Fähigkeiten geschult. Besonders viel Spaß hatten die angehenden Fußballer beim Torschuss, den Domenic „Nici“ Wagner, der in der U14-Bezirksliga-Elf des VfL spielt, anleitete. „Es macht einfach Spaß auch mal Trainer zu sein“, erklärte er. Bei den älteren Teilnehmern gab der Junior-Coach detaillierte Anweisungen und Tipps, damit der Ball öfter den Weg ins Schwarze fand. „Nici hat das Training selber gestaltet und dies wunderbar gemacht“, erhielt er Lob von Tjaden. Auch die Übungen mit den sogenannten „Samicaps“, die U14-Trainer Stephan Wagner coachte, kamen sehr gut an. Diese Trainingshilfen eignen sich hervorragend, um die Grundtechniken des Fußballs, wie Passspiel, Ballannahme aber auch Flugbälle zu trainieren.

Nach dem Essen, das aus klassischen Spaghetti im Westerceller Vereinsheim bestand, durften die Kids ihr Fußballwissen in einem Quiz unter Beweis stellen. Danach spielten die Teilnehmer auf einem kleinen Feld mit vier Toren ein sogenanntes „Funino-Turnier“ aus, das die Spielintelligenz fördert und als Trainings- und Spielmethode im Jugendbereich etabliert werden soll. „Das Turnier hat Bolzplatz-Charakter, da einfach mal kein Lehrer dabei ist“, so Tjaden zur Regel, dass ohne Schiedsrichter gespielt wird. „Wir wollen die Kinder für den Fußball begeistern und gewinnen, einige spielen auch schon in einem Verein“, sprach der Trainer den Zweck des kleinen Camps an. Untereinander diskutierten die Fußballer über die Ergebnisse der vergangenen Saison, ihre Positionen, Vereine und Lieblingsspieler.

Text: Jens Tjaden
Fotos: Christopher Menge

Saisoneröffnung zieht die VfLer zu ihrem Fußballplatz

Am Sonntag feierten wir den Punktspielauftakt unserer Herrenmannschaften im Rahmen der erstmalig stattfindenden Saisoneröffnung. Viele Aktionen, auch im Rahmen des Kunstrasenbaus, sorgten für gute Laune bei Jung und Alt. Die Ergebnisse hätten zunächst besser ausfallen können, gute Laune kam hier am Mittwochmorgen aber auch auf, nachdem die 1:2-Niederlage der 1. Herren gegen Scharmbeck in einen 5:0-Sieg umgewertet wurde.

Das Projekt „Kunstrasenbau“ hat am vergangenen Sonntag seinen offiziell ersten Pulsschlag verlebt. Ab 9:30 Uhr herrschte reger Betrieb auf dem A-Platz, als alle Mannschaften des VfL über den Morgen verteilt für ihre jeweiligen Mannschaftsfotos zusammen kamen. Das freute Projektleiter Hans Weger besonders: „Es war pausenlos was los, alle Mannschaften waren da. Jeder konnte sehen und sich informieren, was wir in Sachen Kunstrasen planen.“ „Alle anderen Mannschaften an diesem wunderbar organisierten Tag zu sehen, während ihre Fotos geschossen wurden, war toll“, zeigt sich auch Max Müller aus der 3. Herren von der Saisoneröffnung angetan. Weiterlesen

Die Vorfreude in Westercelle steigt

Die 1. Herren hat ihr einjähriges Intermezzo in der Landesliga vorerst beendet. Am Sonntag empfängt die Elf von Heiko Vollmer und Axel Güllert die SG Scharmbeck-Pattensen im heimischen Sportpark – das Ganze findet im Rahmen der Saisoneröffnung statt, die ganz im Zeichen des Kunstrasenbaus steht.

Hört man sich in den Reihen der Schwarz-gelben um, blicken alle positiv auf den kommenden Sonntag. Um dem Heimauftakt der 1. und 2. Herren einen Rahmen zu geben, findet zum ersten Mal eine Saisoneröffnung statt, bei der Werbung für das erste Kunstrasen-Großfeld in Celle betrieben werden soll. Hierbei werden alle Mannschaften, Freunde und Unterstützer des Vereins an der Aktion „Dein Gesicht für den Kunstrasen“ teilnehmen können, bei der jeder, der mindestens zehn Euro spendet, später im Bereich des Sportheims auf einem großen Banner wiederzufinden ist. „Wir hoffen, dass viele ihr Gesicht für den Kunstrasen zeigen und damit ihren Teil dazu beitragen, dass wir das Projekt realisieren können“, gibt sich Spartenleiter Christopher Menge zuversichtlich. Um möglichst viel Geld zusammen zu bekommen, wird es am Sonntag keinen Eintritt geben: „Statt Eintritt, bitten wir am Sonntag um Spenden“, wie Menge erklärt.

Ab 9:30 Uhr am Morgen sind die Tore geöffnet. Dier Erlöse aus dem Kuchen- und Würtschenverkauf kommen ebenso dem Projekt Kunstrasen zugute, wie das Geld, das beim Verkauf der limitierten #kunstrasenbauer-T-Shirts eingenommen wird. Für Getränke steht der gewohnte Service des Sportheims rund um Ralf Krüger und seinem Team wie gewohnt bereit. Für die Kinder (und Kindgebliebenen) gibt es eine Hüpfburg, Beach Soccer, einen Soccer Cage, Sommerski und vieles mehr, was der KSB Celle in seinem Anhänger uns zur Verfügung stellt.

Um 11:00 Uhr werden sich einige VfL-Mannschaften schon auf dem Spielfeld zeigen. Die neugegründete Frauenmannschaft sowie die U13 werden auf dem B-Platz für viele Tore sorgen, während die U14 Hannover 96 auf dem A-Platz empfängt. Bevor es für die 1. Herren in die neue Spielzeit geht, empfängt die 2. Herren den TuS Hermannsburg in der Kreisliga. Für Jung und Alt wird es also auf und neben den Spielfeldern etwas geben, ehe auch die Bezirksligamannschaft ins Geschehen eingreift.

Diese empfängt die SG Scharmbeck-Pattensen. Gegen die Harburger ist der VfL der vermeintliche Favorit, was Trainer Heiko Vollmer jedoch abweist: „Viele erwarten von uns einen deutlichen Heimsieg. Das wird schwer für uns, Scharmbeck hat eine gute Truppe zusammen. Da reicht ein Blick auf die Ergebnisse im Pokal.“ Dort mussten die Gäste erst am vergangenen Sonntag im Elfmeterschießen gegen den SV Küsten die Segel streichen. Vollmer freut sich nichtsdestotrotz auf viele Zuschauer: „Die vielen Mannschaften und alles rund um den Kunstrasen werden einen tollen Rahmen bieten.“ Dabei hofft er, dass die vielen Neuzugänge aus der U19 nicht allzu nervös sind. „Das erste ‚richtige‘ Heimspiel in der 1. Herren ist etwas anderes als mal auszuhelfen“, erläutert er seine Gedanken.

Sein Kollege Axel Güllert kann es kaum Abwarten mit dem neuen Kader in die anstehende Saison zu gehen: „Das ist eine gute Mischung aus Jung und Alt. Die Stimmung ist auch durchweg harmonisch, alle ziehen gut mit“, beschreibt er die Einsatzbereitschaft. Dass es nach dem frühen Ausscheiden im Bezirkspokal und den wenigen, gänzlich überzeugenden Auftritten während der Vorbereitung noch Arbeitsbedarf gibt, darüber sind sich beide einig. „Uns fehlt es noch an der Konstanz. Wir hatten zwar viele gute, allerdings auch wenige tolle Spiele“, merkt Vollmer an. Güllert ergänzt: „An der Chancenverwertung müssen wir definitiv noch arbeiten, genauso an taktischen Feinheiten.“

Vollmer hofft dennoch drei Punkte mitnehmen zu können: „Gerade mit Blick auf das folgende, schwere Spiel in Soltau, wäre es gut, dort mit Selbstvertrauen hinzufahren.“ Dieses gilt es sich am Sonntag vor einer großen Kulisse zu holen. Der Anstoß erfolgt wie gewohnt um 15:00 Uhr.

Text: Sören Thalau
Bild: David Borghoff

Bau des ersten Fußball-Kunstrasenplatzes in Celle

In Munster gibt es einen, in Schneverdingen auch und in Hannover sowieso: Da soll Celle nicht länger hinterherhinken. Schon im kommenden Jahr soll ein zentraler Punkt aus dem Sportentwicklungsplan umgesetzt werden – ein Kunstrasenplatz soll dafür sorgen, dass die Fußballer das ganze Jahr über ihren Sport nachgehen können. Der Platz mit Flutlichtanlage soll wie in der Studie empfohlen in Westercelle gebaut werden. Der VfL Westercelle, der größte Verein im Landkreis Celle, hat inzwischen entsprechende Förderanträge gestellt und will durch verschiedenen Aktionen den Eigenanteil von mindestens 25 Prozent finanzieren.

„Seit der Zusage von unserem Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge am 14. Mai, uns finanziell zu unterstützen, haben wir das fast Unmögliche wahr gemacht und eine konkrete Planung auf die Beine gestellt“, sagt VfL-Projektleiter Hans Weger. Die Zeit drängte, denn um im nächsten Jahr eine Förderung des Landessportbundes zu erhalten, mussten die kompletten Antragsunterlagen bis zum 15. Juli vorliegen. „Unser Architekt und die Verwaltung im Celler Rathaus, die einen positiven Bauvorbescheid erstellt hat, haben super schnell gearbeitet“, sagt Weger, dessen Team auch bei der Stadt Celle, dem Landkreis Celle und der Regionalstiftung der Sparkasse Celle einen Antrag auf Förderung gestellt hat. „Wir hoffen sehr, dass uns alle Fördermittelgeber unterstützen“, sagt der Vorsitzende des VfL Westercelle Harald Nowatschin. „Celle braucht einen Kunstrasenplatz, gerade auch für unsere Kinder und Jugendlichen.“ Ein solcher Platz werde auch für Entspannung bei den Hallenkapazitäten sorgen. „Packen wir es gemeinsam an“, so Nowatschin.

Das Projektteam aus der VfL-Fußballsparte arbeitet bereits seit einem guten Jahr dafür, den Traum des ersten Kunstrasenplatzes in Celle zu realisieren. Unter anderem hat Niklas Brandt das Projekt zum Thema seines Studiums gemacht. Die größte Herausforderung bei der Realisierung ist die Finanzierung. Denn selbst wenn alle Fördermittelgeber grünes Licht geben, muss der VfL gut 200.000 Euro selbst aufbringen. Die Gesamtkosten liegen nach der Schätzung des renommierten Architekten Dieter Grundmann, der zuletzt das Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 ausgebaut hat, bei etwa 800.000 Euro.

„Die Finanzierung des Eigenanteils soll durch Spenden, Sponsoring und ein Darlehen sichergestellt werden“, erklärt der Finanzverantwortliche der VfL-Fußballsparte Matthias Stiekel. Der Kredit soll dabei über die Mitglieder finanziert werden. Zunächst braucht der Verein aber ein gewisses Startkapital, daher sind verschiedene Aktionen geplant.

Los geht es bereits am Sonntag, 12. August, mit einer offiziellen Saisoneröffnung, bei der Spenden für den Kunstrasenplatz gesammelt werden. „Wir haben zum Beispiel die Foto-Aktion ,Dein Gesicht für den Kunstrasen‘ ins Leben gerufen“, erzählt Sebastian Paschke, Beauftragter für Veranstaltungen der VfL-Fußballsparte. „Gegen eine Spende von mindestens zehn Euro kann man sich fotografieren lassen. Alle Bilder werden dann auf ein großes Banner gedruckt.“ Außerdem soll es „Kunstrasenbauer“-T-Shirts geben. „Statt Eintritt bitten wir an diesem Tag für die Heimspiele unserer 1. und 2.Herren zudem um Spenden“, ergänzt Fußball-Spartenleiter Christopher Menge, der sich freut, dass die 1. Herren mit gutem Beispiel vorangegangen ist und die Preisgelder von insgesamt 475 Euro aus der Vorbereitung für das Projekt gespendet hat.

Die größte Veranstaltung ist am Samstag, 1. September, geplant. Beim Kunstrasenlauf soll möglichst viel Geld für das Projekt zusammenkommen. Organisiert wird der Spendenlauf von Dr. Fritz Spering, der jahrelang den „Run for life“ erfolgreich am Gymnasium Ernestinum organisierte. Die Läufer suchen sich dabei eigene Sponsoren, die für eine Sportplatz- oder eine Waldrunde einen gewissen Geldbetrag ausloben. „Unser Vorteil ist, dass bei uns so viele Kinder und Jugendliche spielen“, sagt Weger. „Wenn die alle laufen, sollte da schon ein schöner Betrag zusammenkommen.“ Aber natürlich dürften auch Freunde und Familie an dem Lauf teilnehmen.

„Unser Vereinswirt Ralf Krüger hat zudem angekündigt, die Hälfte des Eintrittsgeldes vom Oktoberfest zu spenden“, ergänzt Paschke. „Außerdem wird das Fest unter das Motto ,Kunstrasenbauer‘ gestellt.“ Bis zum Ende des Jahres solle es zudem immer wieder verschiedene Aktionen geben.

Zudem hoffen die Projektverantwortlichen, dass viele Firmen und Betriebe den Bau des ersten Kunstrasenplatzes in Celle finanziell unterstützen. „Wir sind zuversichtlich viele überzeugen zu können, dass wir in unserer Stadt einen Kunstrasenplatz brauchen“, sagt Sebastian Brammer, der in der VfLFußballsparte für Marketing zuständig ist.

Spartenleiter Menge und der Projektverantwortliche Weger sind froh, dass sie ein großes Team hinter sich haben. „Anders wäre ein solches Projekt gar nicht umsetzbar“, sagen die beiden unisono.

Text: Christopher Menge
Bild: David Borghoff

Vierzig Spiele in einer Woche: Schiedsrichter aus dem Landkreis Celle beim Gothia-Cup gefordert

Der Rückblick auf die FIFA-Weltmeisterschaft in Russland fällt für die deutschen Vertreter nicht besonders rosig aus. Während die Nationalmannschaft in der Gruppenphase als Gruppenletzter ausschied, wurde Schiedsrichter Felix Brych nur mit der Leitung eines Vorrundenspiels beauftragt, ehe er ebenfalls die Heimreise antrat. Einen solchen internationalen Eindruck konnten vier junge Schiedsrichter aus der Lüneburger Heide nicht stehen lassen.

Beim Gothia-Cup im schwedischen Göteborg war der VfL Westercelle nicht nur mit einer Jugendmannschaft auf dem grünen Rasen vertreten; mit Sören Thalau leitete ein VfL-Schiedsrichter zahlreiche Spiele des „Youth World Cups“. Das einzige deutsche Schiedsrichterteam des Turniers setzte sich aus Thalau (VfL Westercelle), Dennis Dickmann, Philip Krüger (beide VfL Wathlingen) und Tarek Mgherbi (TuS Erbstorf) zusammen, der zur Freude des Trios kurzfristig einsprang, und kam insgesamt auf rund vierzig geleitete Partien. „Zum Ende der Woche hin hat man gemerkt, dass den Spielern die Luft ausging, genau so wie bei uns“, schildert Thalau die Belastung. „Die Anforderungen haben sich somit auch verschoben. In den Spielen war weniger Tempo drin, dafür aber mehr Zweikämpfe.“ Das Schiedsrichtergespann zeigte sich je einen Turniertag lang für einen der zahleichen über die Stadt verteilten Spielorte verantwortlich, wo die Leitung der Partien untereinander aufgeteilt oder als Kollektiv angegangen wurde. „Die Abstimmung war sehr gut“, freut sich Thalau über die Zusammenarbeit.

Beim größten Jugendturnier der Welt mit tausenden Mannschaften sind Herausforderungen und Highlights auch für Schiedsrichter unumgänglich. „Es war teilweise auch sehr anstrengend, da man viele verschiedene Nationalitäten dabeihatte, die alle anders Fußball spielen“, so Thalau. „Da konnte man s ich jedoch sehr gut drauf einstellen.“ Neben der Teilnahme am Training der Göteborger Schiedsrichter wurden die Unparteiischen mit der Leitung eines Finalspiels betraut und belohnt. Am Finaltag in der Kategorie Girls 13 leitete das Gespann das Endspiel zwischen dem Hamburger SV und Nacka FC (0:1) trotz hunderten Zuschauern und Medieninteresse souverän.

Thalau zieht dabei ein positives Fazit: „Bei dem Turnier hat man viel Wertschätzung erhalten, gerade von den Trainern nach dem Spiel. Zudem war es sehr gut für die anstehende Saison, man bereitet sich ja genauso wie die Spieler vor.“ Mit mehreren Partien, einigen kniffligen Entscheidungen und reichlich Erfahrung mehr auf dem Buckel zeigt sich Thalau gut gerüstet für die anstehende Spielzeit: „Es ist gut, dass man jetzt schon so viele Spiele gepfiffen hat. Vor allem natürlich konditionell, aber man merkt auch, dass man bei jeder Entscheidung sicherer wird, wenn man öfter pfeift.“

Text: Noah Heinemann
Bilder: Christopher Menge

Schwedische Mannschaft revanchiert sich beim Gothia-Cup für WM-Niederlage an U17

“Die Woche ging leider viel zu schnell rum“, zeigt sich Luca Siegesmund enttäuscht, dass auch in Schweden eine Woche nur aus sieben Tagen besteht. Obwohl der Gothia-Cup in Göteborg nicht nur auf dem Sommerfahrplan des VfL Westercelle das Highlight darstellt und sich tausende Jugendmannschaften aus aller Welt zum „Youth World Cup“ an der schwedischen Westküste versammeln – die Zeit bleibt unantastbar. Gleiches scheint jedoch auch für die Gesetze des Fußballs zu gelten.

Auch bei der vierten Teilnahme einer schwarz gelben Jugendmannschaft zeigte der Gothia-Cup, was ihn auszeichnet und so besonders macht. Im positiven wie im negativen Sinne: „Die Organisation war wie immer super, es war erneut ein großartiges Erlebnis“, schwärmt Siegesmund, der bei allen vier Reisen nach Schweden mit dabei war. Zuvor nur als Spieler, in diesem Jahr erstmals an der Seitenlinie. Der 18 Jährige unterstütze Maximilian Bähr beim Coaching der U17, die als einziges Team des VfL die Fahne hochhielt. Bähr schlug in dieselbe Kerbe: „Das Rahmenprogramm ist immer sehr toll gemacht, die ganze Woche ist eine logistische Meisterleistung.“

Für Siegesmund bestätigten sich die Eindrücke, die er in den letzten Jahren bereits gewinnen konnte: „Man hat schon fast ein Heimatgefühl in Göteborg, da kann man sich auch auf die Jungs vertrauen, dass sich niemand verläuft.“ In der „zweiten Heimat“ Göteborg bezog die Delegation erneut eine Turnhalle als Unterkunft, die man sich mit der U19 des FC Verden 04 teilte. „Es war eine wunderschöne Woche mit den Jungs“, so Bähr. „Das stärkt auch den Zusammenhalt, die Mannschaft rückt dann immer näher zusammen.“

Die U17 freut sich über den Sieg gegen Aalborg Chang aus Dänemark.

Zusätzlich zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite – gleiches hatten die Schwarz-Gelben auch auf dem grünen Rasen in Planung.

In der Gruppenphase bewegte sich die Mannschaft parallel zu ihren Zielen: Drei Siege gegen Mannschaften aus den USA, Dänemark und Schweden sorgten in den ersten Tagen für Euphorie und als Gruppenerster die Qualifikation für den A-Pokal. „Wir wurden erst im letzten Gruppenspiel gefordert“, so Siegesmund, der das Gefahrenpotenzial der deutlichen Siege in der Vorrunde (8:0, 3:0, 4:2) sah. Nachdem die Mannschaft ein Freilos für das erste KO-Spiel erhalten hatte, war im anschließenden 1/32-Finale Schluss: Mit einer 1:2-Niederlage gegen Eskilsminne IF aus Schweden fand das Turnier für den VfL ein jähes Ende. „Es war schade, dass wir direkt gegen einen ebenfalls Erstplatzierten gespielt haben. Da haben wir auch verdient verloren, der Gegner war griffiger, bei uns hat hingegen die Kraft nicht mehr gereicht“, erklärt Siegesmund. Ein Tor nach einem Freistoß und ein individueller Fehler standen einem eigenen Treffer per Strafstoß gegenüber – am Ende zu wenig für das Weiterkommen.

Bähr, der zur aktuellen Saison neu zum Trainerteam der U17 rund um Dennis Hadler stößt, gewann den Duellen dennoch viel Positives ab: „Ich konnte die Jungs kennenlernen, somit war die Woche Gold wert.“ Obwohl das harte Gesetz des Stärkeren in der KO-Phase zugeschlagen hatte, sei das Ausscheiden kein Grund zur Trauer gewesen, denn danach konnte die Zeit für weitere Aktivität en genutzt werden. Neben dem Freizeitpark „Liseberg“ oder der Fußballmeile „Heden“ zog es die jungen Fußballer vor allem in die „SKF-Arena“, wo sich Jugendmannschaften umkämpfte Duelle vor über 10.000 Zuschauern lieferten.

Ohne den Rotary Club Celle-Schloss wäre die Teilnahme am Gothia-Cup für den VfL immer nur ein Traum geblieben. Auch in diesem Jahr unterstütze der Verein die Reise finanziell. „Durch die großzügige Unterstützung vom Rotary Club Celle-Schloss konnte das Unternehmen „Gothia-Cup 2018“ in Angriff genommen werden“, erklärte VfL-Jugendleiter Marc Siegesmund. „Wir bedanken uns sehr für die großzügige Spende, mit der die Fahrt zum größten Jugendfußballturnier der Welt unternommen werden konnte.“ Doch der Gothia-Cup ist mehr als ein Fußballturnier.

Denn neben der sportlichen Erfahrung ging es auch um internationale Freundschaften und den Austausch, wie es sich im jeweiligen Land mit dem runden Leder verhält. Geht es nach Luca Siegesmund, etabliert sich mit der Reise nach Göteborg aktuell eine Tradition beim VfL Westercelle: „Ich würde in den nächsten zehn Jahren immer wieder mitfahren.“

Text: Noah Heinemann

Bilder: Christopher Menge