2.425€-Spende für Milea: VfL-Saisonauftakt trotz Niederlage ein Erfolg

Sportlich hat die Ausbeute des Saisonauftakts beim VfL Westercelle noch Luft nach oben, doch manchmal gibt es wichtigere Momente, als auf dem Platz um die drei Punkte zu kämpfen. Das erste Fußball-Wochenende der Saison stand ganz im Zeichen der Aktion „Gemeinsam für Milea“ und dem Gedenken an den verstorbenen VfL-Fußballer Jonas Henze.

Für einen eindrucksvollen Start in den Tag sorgte die U13, welche ihr Freundschaftsspiel gegen den VfB Oldenburg mit 10:3 gewann. Begleitet wurden die Spiele von einem bunten Rahmenprogramm mit Soccer Cage und Tunneltorwand, welche vor allem bei den jungen Kickern für Begeisterung sorgte. Wenig später empfing die Zweite Herren des VfL Westercelle zum Auftakt in der Kreisliga den MTV Langlingen und erkämpfte sich dank der Tore von Malte Stellmach und Doppelpacker Theo Bischoff beim 3:3-Unentschieden und Debüt des neuen Trainers Stephan Bergmann einen Punkt.

Mit schwarz-gelben Einlaufkindern an der Hand betrat als Highlight des Tages die 1. Herren des VfL nach einjähriger Abstinenz erneut die Bühne der Landesliga. Gegen den Mitaufsteiger TSV Ottersberg sollte der Grundstein für eine solide Saison gelegt werden. Doch im gesamten Vorfeld der Partie galt die Aufmerksamkeit einer kleinen Kämpferin:

Der VfL verzichtete am Sonntag auf den Eintritt, bat jedoch um eine Spende für die Aktion „Gemeinsam für Milea“. Die kleine Milea, welche im Oktober ihren zweiten Geburtstag feiert, leidet an einem seltenen Gendefekt und benötigt zur weiteren Heilung eine Knochenmarkspende. Gemeinsam mit ihren Eltern Deborah und Tim Kreimer und ihren beiden Zwillingsbrüdern Oskar und Emil war sie am Sonntag zu Gast, um das Spiel mit ihrem Patenonkel und VfL-Spieler Philip Boie zu verfolgen. In der Halbzeitpause warb Spartenleiter Christopher Menge für die Typisierungsaktion, welche am 25. August ab 10 Uhr in Zusammenarbeit mit der DKMS in der Bruchhagen-Schule in Celle stattfindet. Tim Kreimer bedankte sich beim Verein und den Zuschauern für die großartige Unterstützung und durfte sich am Ende des Tages mit seiner Familie über Spenden in Höhe von 2.425€ freuen.

Vor dem Anpfiff versammelten sich zudem beide Mannschaften am Mittelkreis, um mit einer Schweigeminute dem ehemaligen VfL-Spieler Jonas Henze zu gedenken, der im Juli bei einem tragischen Unglück mit 22 Jahren ums Leben kam. Und auch wenn am Ende der sportliche Start in die Saison mit einer bitteren 2:3-Niederlage nicht nach den Wünschen der Schwarz-Gelben verlief, war die Freude über die geglückte Hilfe für Milea und ihre Familie riesig.

„Gemeinsam für Milea“ – VfL-Saisoneröffnung steht unter besonderem Motto

Das Plakat war eigentlich schon für den Druck freigegeben, als die Verantwortlichen der Fußballsparte des VfL Westercelle von der Typisierungsaktion für die kleine Milea erfuhren. Kurzerhand wurde das Plakat geändert – bei der Saisoneröffnung am Sonntag, 11. August, ab 10 Uhr, im Westerceller Sportpark werden nun Spenden für die DKMS gesammelt. Denn auf der Suche nach einem Lebensretter kostet jede Registrierung 35 Euro.

Die 21 Monate alte Milea Kreimer leidet unter einem ganz seltenen Gendefekt. Es wird befürchtet, dass das lebensfrohe Mädchen an Leukämie erkrankt. „Wir waren uns sofort einig, dass wir die Aktion unterstützen wollen“, berichtet Spartenleiter Christopher Menge.

Alle Besucher sowie die Zuschauer der beiden Herrenspiele werden am Sonntag nun gebeten, für die Registrierungsaktion „Gemeinsam für Milea“ zu spenden. Dafür verzichtet der VfL auf den Eintritt. Um 13 Uhr eröffnet die 2.Herren der Westerceller die Kreisliga-Saison, im Anschluss startet die 1.Herren nach dem Aufstieg in die Landesliga gegen den TSV Ottersberg.

Im Westerceller Sportpark wird aber auch schon vorher einiges geboten. VfL-Veranstaltungskoordinator Sebastian Paschke hat ein buntes Rahmenprogramm mit Tunneltorwand und Soccer Cage auf die Beine gestellt. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Um 11 Uhr spielt zudem die U13 im Freundschaftsspiel gegen den VfB Oldenburg. Bereits ab 10.30 Uhr stehen sich die U14 und die U15 im Vereinsduell gegenüber. Außerdem werden alle VfL-Fußballmannschaften von der Pampers-Liga bis zu den Altsenioren präsentiert.

„Wir haben bei unserem Projekt Kunstrasenplatz von einer offenen Spendenbereitschaft profitiert“, sagt der stellvertretende Spartenleiter Matthias Stiekel. „Wir hoffen, dass jetzt viel Geld für die DKMS zusammenkommt.“ Zudem könne man bei der Saisoneröffnung nochmal auf die Registrierungsaktion aufmerksam machen. Diese findet am Sonntag, 25. August, 10 bis 15 Uhr, in der Grundschule Bruchhagen in Westercelle statt. Am gleichen Tag kann man sich außerdem beim Oldtimer-Treffen auf der Stechbahn in Celle registrieren lassen.

Milea, ihre beiden Drillingsbrüder Emil und Oskar sowie ihre Eltern Tim und Deborah Kreimer werden am Sonntag auch bei der Saisoneröffnung sein. Sie sind überwältigt von der großen Unterstützung. „Wir wünschen uns sehr, dass Milea ihren Lebensretter findet und leisten gerne unseren kleinen Beitrag“, sagt Menge.

Die Saisoneröffnung steht aber nicht nur im Zeichen des Zusammenhalts in Westercelle und der Hoffnung für Milea und ihre Familie. Vor dem Spiel der 1.Herren soll Jonas Henze gedacht werden. Der Spieler aus der 2.Herren des VfL verunglückte in der Sommerpause tödlich. „Jonas hat unseren Verein durch seine Lebensfreude bereichert“, sagt Menge. „Wir werden ihn nicht vergessen.“

VfL-Kreuzverhör Teil 12: Erik Schlunbohm

Eric Schlumbohm ist Kapitän der U18 des VfL Westercelle und in der Offensive flexibel einsetzbar. Nun hat sich der HSV-Fan als erster Jugendspieler den Fragen im VfL-Kreuzverhör gestellt und dabei viel über die vergangene Saison erzählt.

Hallo Eric, mit der U17 habt ihr letztes Jahr den Klassenerhalt in der Niedersachsenliga geschafft, wie schätzt du die abgelaufene Saison ein?

Unser Ziel war es von Anfang an die Liga zu halten und das hat bekanntlich geklappt. Die Moral in der Mannschaft war immer sehr gut und ich bin der Meinung, dass wir eine echt gute Saison gespielt haben, in der viele vorher sagten, dass wir es sehr sehr schwer haben werden.

Bist du daher ein Stück weit stolz auf dich und deine Mannschaft, dass ihr eine solche Rolle gespielt habt?

Die Stimmung ist immer sehr gut gewesen, natürlich hat man mal Meinungsverschiedenheiten, aber das ist nun mal so. Es gibt viele wichtige Spieler und jeder ist wichtig fürs Team und nur deswegen haben wir die Klasse gehalten.

Wie erklärst du’s dir, dass ihr gegen Teams von oben immer gut ausgesehen habt und gegen „die Kleinen“ größtenteils Punkte liegen gelassen habt?

Das kann ich nicht genau sagen. Ich glaube, dass es gegen die größeren Gegner geiler ist zu spielen und wir gegen die Teams von oben auf Konter gespielt haben, was wir gut können, da wir viele schnelle Spieler haben und mehr auf die Verteidigung geachtet haben.

In Osnabrück beispielsweise habt ihr eine der Topmannschaften geschlagen, gegen die ihr vor der Winterpause unglücklich verloren habt. Was war das für ein Gefühl?

Das war vielleicht der Höhepunkt der Saison. Jeder hat ein sehr gutes Spiel gemacht von uns. Als es dann endlich vorbei war, war die Stimmung unbeschreiblich, ich glaube jeder kennt das, der schon einmal ein so wichtiges Spiel gewonnen hat.

Du bist Kapitän der U18, dein Bruder Finn eine Stütze in der U16. Wäre es dein Wunsch mal mit ihm gemeinsam im VfL-Trikot auf dem Platz zu stehen?

Ja klar, ich habe noch nie mit ihm zusammen gespielt und würde es gerne mal machen.

Nächstes Jahr ja spielt ihr nach dem Abstieg der U19 ja leider nur U18-Landesliga. Empfindest du es als Rückschritt nachdem ihr in der Niedersachsenliga gespielt habt oder als willkommene Abwechslung?

Die Niedersachsenliga ist natürlich nochmal ein Stück besser, aber man muss sagen, dass wir dann wahrscheinlich wieder nur um den Klassenerhalt gekämpft hätten. In der Landesliga spielen wir hoffentlich um den Aufstieg, was gut ist, um nächste Saison wieder in der Niedersachsenliga zu spielen.

Zum Abschluss: Was macht den VfL besonders für dich?

Dass sich sehr viel um den Jugendbereich gekümmert wird und alle im oder um den Verein richtig korrekt sind.

Dann möchten wir dir noch unsere drei „Entweder oder?“ Fragen stellen: Pauli oder Werder?

Weder noch (lacht).

FIFA zocken oder auf den Bolzplatz?

Leider FIFA.

Die Karriere nach der Karriere: Stadionsprecher oder Betreuer?

Betreuer.

Eintracht Celle verteidigt Stadtmeistertitel

Beim Turnier um die Celler Stadtmeisterschaft hat sich Oberligist MTV Eintracht Celle erwartungsgemäß durchgesetzt und den Titel nach 2016 und 2018 zum dritten Mal geholt. Negativer Höhepunkt war der Nichtantritt des SC Wietzenbruch, der mit gerade einmal sieben Spielern kam und daraufhin nicht antrat.

In Gruppe A nahm zunächst jedoch alles den erwarteten Verlauf. Ausrichter und Landesligaaufsteiger VfL Westercelle gewann gegen den TuS Celle FC (3:1) und den SV Altencelle (1:0) und zog als Gruppenerster ins Halbfinale ein. Da der SVA gegen TuS mit 1:0 gewann, zogen auch die Männer von Claus Netemeyer unter die besten vier.

Aufgrund des Nichtantritts vom SC Wietzenbruch gab es in Gruppe B nur ein Spiel und beide Mannschaften waren automatisch für das Halbfinale qualifiziert. Doch der SV Garßen als klassentiefster Verein hielt gegen den MTV Eintracht – für viele überraschend – lange gut dagegen, konnte die Schlagzahl aber nicht bis zum Ende durchhalten. Letztlich siegten die Blau-Weißen mit 4:0. Weil beide Keeper verletzt sind mussten sich beim MTV die Feldspieler Henry Struwe und Dennis Runge im Tor abwechseln, machten ihre Sache aber ordentlich.

Im Halbfinale waren die Garßener dann nah an der Überraschung, als sie dem VfL Westercelle ein 2:2 nach regulärer Spielzeit abtrotzten. Im Elfmeterschießen avancierte dann aber VfL-Torwart Nico Zabiegay an seinem 18. Geburtstag zum Elfmetertöter und brachte seine Mannen ins Finale. Im anderen Halbfinale stand auch der MTV kurz unter Schock, weil Altencelle zunächst durch einen schönen Freistoß in Führung ging. Unbeirrt davon kam die Wirtz-Elf aber zurück und zog mit einem 3:1 ins Endspiel ein. Im anschließenden Elfmeterschießen um Platz 3 zog der SVG wieder den Kürzeren und sah sich den Altencellern mit 4:1 unterlegen.

Das von vielen erhoffte Finale zwischen den beiden besten Celler Teams bot dann ansehnlichen Fußball mit den erwarteten Vorteilen für Eintracht, die das Finale letztlich verdient mit 2:0 gewannen. Ausgerechnet Alex Laube, der bis vor wenigen Wochen ausschließlich für den VfL auf dem Platz stand, traf. „Da hätte man fast drauf wetten können, dass ich ein Tor schieße“, meinte Laube anschließend fast schon beschämt. Für ihn war es „generell ein sehr komisches Gefühl auf der VfL-Anlage zu sein und keine schwarz-gelben Klamotten zu tragen und gegen die Jungs zu spielen.“ Dennoch war er natürlich froh über den Sieg.

Auch VfL-Trainer Heiko Vollmer war zufrieden, denn seine Spieler haben nach einer kräftezehrenden Woche mit einem kleinen Kader vier Spiele lang ein hohes Tempo gehalten. „Wirklich toll wie sie das gemacht haben“, fand er lobende Worte. Aus seiner Sicht war Eintracht der verdiente Sieger: „Sie haben sehr souverän gespielt und das ohne Torwart.“ Schade fand auch er, dass der SC Wietzenbruch nicht angetreten ist, lobte im selben Atemzug aber die guten Schiedsrichterleistungen und Organisator Sebastian Paschke für die Flexibilität aufgrund der widrigen Umstände.

Der bedauerte die Absage zwar auch, zeigte sich aber vor allem für die Unterstützung dankbar. „Vielen Dank an die Cellesche Zeitung, die Sparkasse und die Flugbörse, die für einen würdigen Rahmen gesorgt haben.“

Westerceller Mannschaften im Duell mit Mexikanern, Amerikanern und Schweden

VfL-Teams erneut beim Gothia-Cup (The World Youth Cup)

Der VfL Westercelle feierte beim diesjährigen Gothia Cup in Schweden ein kleines Jubiläum, denn zum fünften Mal in Folge fuhren Teams von der Wilhelm-Hasselmann-Straße ins schwedische Göteborg, um am größten Jugendturnier der Welt teilzunehmen. Neben ihnen waren, wie schon im letzten Jahr, zehn Schiedsrichter aus Celle und Umgebung vor Ort, die die deutschen Farben vertraten. Unter ihnen auch fünf VfLer.

Dabei trafen die B13 und B15 in den Gruppenphasen wieder auf viele internationale Gegner, wobei sich die internationalen Teams zunächst als erfolgreicher erwiesen. Die B13 musste nach Spielen gegen Mexiko, England und Schweden mit Platz drei Vorlieb nehmen, während die B15 den gleichen Tabellenplatz nach Spielen gegen Teams aus Schweden und den USA erreichte. „Wann spielt man schon mal gegen solche Gegner?“, fragte der scheidende U15-Coach Jan Lindner sichtlich erfreut.

Für beide Teams bedeutete dies zwar die B-Playoffs, aber die Gegner blieben nicht weniger exotisch. Für die B13 war nach der ersten Runde gegen Amerikaner zwar Schluss, doch so blieb mehr Zeit, die B15 anzufeuern. Die wiederum schaffte nach Siegen gegen schwedische Teams und eines aus Ägypten den Sprung ins Achtelfinale und spielte somit noch am Freitag, dem vorletzten Turniertag. Gegen ein Team aus dem Libanon war zwar Schluss, „mehr als zufrieden sind wir aber trotzdem“, so Lindner.

Denn zur Zufriedenheit haben aus seiner Sicht nicht nur die sportlichen Ergebnisse beigetragen: „Das Wetter war bombastisch und man merkt, was das für die Jungs für ein Erlebnis ist. Den Freitag konnten wir dann für einen letzten gemeinsamen Abend nutzen und mit den Jungs zum See fahren, um Pizza zu essen.“ Für ihn war auch der wachsende Zusammenhalt unter beiden Mannschaften bewundernswert: „Alle waren immer bei den Spielen der anderen und auf dem Kunstrasenplatz der Schule hat man die Westerceller irgendwann nur noch gemeinsam gesehen.“ Da Lindner und sein Kollege Malte Stellmach nun andere Aufgaben übernehmen und die Mannschaft verlassen werden, sprach Lindner vom „besten Abschluss, den man sich vorstellen kann.“

Und auch die Schiedsrichter waren in diesem Jahr wieder erfolgreich. Um die 75 Spiele haben die beiden deutschen Teams in diesem Jahr geleitet und dabei neben dem Zusammenhalt auch die Auslegung der neuen Regeln gestärkt. „Man wurde immer sicherer bei den doch komplizierten neuen Regeln“, waren sich alle sicher. Dass sie die neuen Regeln schon können, durften dann vier von ihnen auch auf der großen Finalbühne beweisen: Unter der Leitung von Dennis Dickmann (VfL Wathlingen), den Assistenten Niklas Stremmel und Maximilian Bähr sowie dem Vierten Offiziellen Carsten Fiebig (alle VfL Westercelle) fand das B13-Finale vor rund 3.000 Zuschauern in der SKF-Arena statt – und natürlich waren alle anderen VfLer auch hier anwesend, um zu unterstützen.

Spartenleiter Christopher Menge, der auch in diesem Jahr wieder in die schwedische Großstadt gereist ist, um seine Teams genau zu beobachten, zeigte sich wieder mal zufrieden mit dem Wochenverlauf, vergaß aber nicht „Danke“ zu sagen: „Ich bin dankbar, dass sich immer wieder Trainer und Begleiter finden, die den Kindern und Jugendlichen dieses einmalige Erlebnis ermöglichen. Für die Schiedsrichter ergibt sich gleichzeitig die Möglichkeit sich auf internationalem Parkett zu beweisen.“

Und noch vor der Abreise waren sich alle Beteiligten sicher, dass es auch im nächsten Jahr wieder auf die skandinavische Halbinsel gehen soll – schließlich soll irgendwann das 10-jährige Jubiläum gefeiert werden können.

Text: Sören Thalau
Bilder: Simone Schulze und Christopher Menge

Der VfL trauert um Jonas Henze

Wir trauern um unseren Spieler Jonas Henze, der bei einem Unglück mit nur 22 Jahren sein Leben verloren hat. Wir sind geschockt und unendlich traurig. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinem besten Freund, allen aktuellen und ehemaligen Mannschaftskollegen sowie allen, die ihn gerne hatten.

Ruhe in Frieden, Jonas! Wir werden dich nie vergessen! Deine positive Lebenseinstellung hat unseren Verein bereichert. Danke!

Aufsteiger startet pünktlich in die Saisonvorbereitung

Am kommenden Donnerstag bittet das Trio um Heiko Vollmer, Axel Güllert und Burkhard Persuhn die Mannschaft des VfL Westercelle zum Trainingsauftakt. Ab 19 Uhr präsentiert sich die schwarz-gelbe Mannschaft samt ihrer Neuzugänge, ehe mit einer ersten Trainingseinheit der Grundstein für die Saison gelegt wird. Die Fans und zahlreiche Sponsoren sind dabei zum Grillen eingeladen.

„Es war natürlich eine sehr kurze Pause“, deutet Vollmer darauf hin, dass einige Neuzugänge aus der U19 erst am vergangenen Wochenende ihre letzte Partie der Saison absolviert haben. „Da müssen wir dann schauen, dass wir hier vielleicht eine Lösung finden. Aber wir richten die komplette Aufmerksamkeit auf den Saisonauftakt am 11. August.“

Am Donnerstag gibt es für interessierte VfL-Fans einige neue, aber auch bekannte Gesichter zu entdecken: Nach einem einjährigen Gastspiel kehrt Mittelfeldakteur Daniel Weiß vom TuS Bröckel zurück, während Stürmer Timo Premper aus der Zweiten Herren in die Landesliga-Mannschaft aufrückt. Aus dem Kreis wechselt neben Torhüter Frederic Baars (TuS Bröckel) auch Tim Runge vom TuS Eschede zum VfL, um nach zahlreichen verletzungsbedingten Rückschlägen noch einmal anzugreifen. Doch auch in diesem Jahr gehen einige Jugendspieler den Weg in die Erste Herren, teilweise mit Umweg.

Maximilian Wede, Johannes Wunsch, Nico Zabiegay und Fabian Woitschek rücken aus der eigenen U19 auf, während die Mittelfeldspieler Keno Tietz (TuS Oldau-Ovelgönne) und Maximilian Reineke (SC Vorwerk) nach ersten Erfahrungen in Herrenmannschaften zu den Schwarz-Gelben zurückkehren, für die sie in der Jugend viele Jahre lang die Fußballschuhe schnürten. Und auch Janic Dzwoniarek verbrachte einen großen Teil seiner Zeit als Jugendfußballer in Westercelle und meldet sich nach einem einjährigen Engagement beim JFV Calenberger Land zurück an der Wilhelm-Hasselmann-Straße.

„Wir freuen uns auf die neuen, aber auch auf die alten Gesichter“, so Vollmer. Dazu gehört auch eine Veränderung im Trainerteam: Nachdem Matthias Seidler schon in der vergangenen Saison seine Fähigkeiten des Öfteren in den Trainingsbetrieb einbrachte, gehört der Torwarttrainer nun fest zum neuen Trainer-Quartett.

Die Vorfreude auf die anstehende Saison in der Landesliga ist groß – in diesem Zeichen soll auch der Trainingsauftakt stehen. Ralf Krüger, Wirt des VfL-Vereinsheims, bietet neben frischem Grillgut auch ein großes Salatbuffet an und hat Fans, Sponsoren und Spielern 30 Liter Freibier zum Auftakt versprochen. Nach dem Training sollen so alle Beteiligten zusammenkommen und sich gemeinsam auf die Saison einstimmen.

Ausschweifende Züge dürfte dieser Abend jedoch nicht annehmen, denn schon am Freitag geht es für die Mannschaft mit der nächsten Trainingseinheit weiter. Am Sonntag steht dann das erste Highlight auf dem Programm: In Groß Hehlen empfängt der VfL den TuS Celle FC um 16:30 Uhr zum ersten Testspiel der noch jungen Spielzeit. Der Kreisligist beendete die letzte Saison auf Rang 10 und wird auch bei der Stadtmeisterschaft Mitte Juli ein Gegner des VfL sein. Für die Westerceller Fans wird es die erste Gelegenheit der Saison sein, die umgestaltete Mannschaft zu begutachten und die Neuzugänge in ihren neuen schwarz-gelben Trikots zu begrüßen.

Text: Noah Heinemann
Bild: David Borghoff

Gemeinsam zum Ziel: Fußball-Herren feiern Aufstieg und Klassenerhalt

Als TSV Jahn-Stürmer Danny Feldmann den Ball in der 68. Minute nach einem Konter an VfL-Torhüter Jannick Heuer vorbei ins Tor legte, schienen die Träume des VfL Westercelle an der harten Realität des Fußballsports geplatzt zu seien. Am vorletzten Spieltag erschien die Arbeit einer ganzen Saison plötzlich wertlos. Dementsprechend lang zogen sich die Gesichter auf der Westerceller Bank. „Das war schon ein Dämpfer, auf jeden Fall.“, erinnert sich Trainer Axel Güllert an die bangen Minuten zurück. Die Rückkehr in die Landesliga, das lang ersehnte Saisonziel war plötzlich in weite Ferne gerückt, die Glückseligkeit nicht mehr zum Greifen nahe

Zwei Wochen später gibt es auf dem Sportplatz an der Wilhelm-Hasselmann-Straße kein Halten mehr: Je mehr Tore die Schwarz-Gelben auf der Anzeigetafel verbuchen können, desto höher steigt die Vorfreude auf die Meister- und Aufstiegsfeier, die schon während der Partie mit Luftballons, Konfetti und lauter Fanunterstützung ihren Anfang fand. Als kurze Zeit später die Meistertafel in die Höhe gereckt wird, ist die Westercelle Gefühlswelt wieder in Ordnung, auf Wolke sieben.

Zwischen beiden Ereignissen lagen vielschichtige Gefühlswelten und eine unglaubliche Energieleistung, welche den Umschwung brachte. Auf der Sportanlage des TSV Jahn Schneverdingen brauchte es einen Wirkungstreffer, der wie ein Nadelstich in das Luftschloss der schwarz-gelben Aufstiegsträume stieß, um die Mannschaft trotz aller akribischen Vorbereitungen und mahnenden Worte des Trainergespanns aus ihrer nervösen Spielweise zu reißen. Kai Broschinski ergriff geistesgegenwärtig die Initiative und wechselte sich, mit verdutzter Zustimmung der Trainer, selber ein – vier Minuten später traf sein Sturmkollege Nils Wittenberg zum Ausgleich, ehe Arnas Saulys einen Eckstoß nur eine Minute später mit einem wuchtigen Kopfball ins Glück verwandelte. „Ich hatte Heiko schon signalisiert, dass wir nach dem Rückstand etwas in der Offensive tun müssen.“, so Güllert über die Taktikbesprechung mit seinem Trainerkollege Heiko Vollmer. „Da wir noch nicht alles auf eine Karte gesetzt hatten und noch nachlegen konnten, war ich mir sicher, dass wir die Partie noch drehen würden.“ Tom Schapers setzte mit seinem Treffer dann den Schlusspunkt.

Nicht erst am vorletzten Spieltag hatte die Mannschaft bewiesen, welche Moral samt Kampfgeist trotz des jungen Alters in ihr steckt. Nach einer Verjüngungskur zu Saisonbeginn, immerhin ging ein Dutzend Jugendspieler den Schritt in den Herrenbereich, geriet die neu formierte Mannschaft hin und wieder ins Straucheln. „Gerade die Niederlage gegen den SC Vorwerk oder gegen den MTV Soltau waren ärgerlich. Die Jungs mussten sich erst einfinden und an den Herrenbereich gewöhnen – das haben sie dann aber auch innerhalb kürzester Zeit geschafft.“, erläuterte Güllert die Startschwierigkeiten.
In Richtung Saisonende setzten die Fußballer auch eher auf die Spannung als beherrschendes Element, indem gegen Germania Walsrode (2:2) und den TSV Egestorf (1:3) Punkte liegengelassen wurden, welche vom starken Konkurrenten TSV Elstorf dankend zum eigenen Vorteil genutzt wurden. Umso wichtiger gestaltete sich das Comeback in Schneverdingen, bekräftigt auch der Trainer: „Wie die Mannschaft sich aus schwierigen Situationen befreit hat, zeigt ihre Klasse und war sehr beeindruckend.“

Während die Erste Herren in Schneverdingen um den Aufstieg bangen musste, hing auch das Saisonziel der Zweiten Herren in der Kreisliga noch in der Luft. Beim Spitzreiter aus Eldingen zeigte die Mannschaft von Rolf-Peter Nieber und Jan Kohls eine starke Leistung, auch wenn der bereits feststehende Kreismeister am Ende mit 3:2 die Oberhand behielt. Da der TuS Bröckel im Abstiegskampf zeitgleich seine Partie verlor und somit als Absteiger feststand, konnte bei den Schwarz-Gelben dennoch durchgeatmet werden. „Das war sehr wichtig für den gesamten Verein.“, lässt Nieber erkennen. Vor allem für die Zusammenarbeit zwischen den ersten beiden Herrenmannschaften, welche in der abgelaufenen Saison zur Zufriedenheit aller Seiten bereits sehr erfolgreich verlief. Mehrere Spieler der Ersten Herren sammelten bei den Kollegen in der Kreisliga Spielpraxis oder leisteten in wichtigen Partien Unterstützung. „Die Zusammenarbeit war großartig. Gleiches gilt für die Bereitschaft der Spieler, mit Biss und Motivation auszuhelfen. Damit haben wir gemeinsam einen großen Teil dazu beigetragen, die Ziele des Vereins zu erreichen.“, zeigte Güllert das Erfolgsmodell auf, während Nieber die Notwendigkeit des Klassenerhaltes herausstellte: „Ein Drei-Klassen-Unterschied zwischen den beiden Mannschaften wäre dafür dann zu groß gewesen.“

Mit zunehmender Dauer der Saison kam die Zweite Mannschaft immer besser in Fahrt, nachdem die Hinrunde nicht nach den Vorstellungen verlief. Neben engen Partien hagelte es auch immer wieder hohe Niederlagen wie gegen den SV Altencelle und SV Eldingen (je 1:6-Pleiten). Trainer Nieber sah hierfür vor allem den mentalen Teil des Sportes verantwortlich: „Der Kopf ging schnell runter. Aber wir haben uns dann von Woche zu Woche stabilisiert und die Mannschaft hat sich somit irgendwann selbst gefunden.“ In der Rückrunde münzten die Schwarz-Gelben ihre Schwäche aus dem Vorjahr um und behielten dank ihrer Willensstärke einige Punkte aus engen Partien in Westercelle.

Für das Endspiel der Ersten Herren Anfang Juni hatten sich die zahlreichen Westerceller Fans ganz besondere Aktionen ausgedacht, um die Mannschaft akustisch und visuell bestmöglich zu unterstützen. Mit einem Punkt Vorsprung auf den Verfolger TSV Elstorf hatte die Mannschaft ihr Schicksal selbst in der Hand und war sich der wichtigen Aufgabe bewusst – souverän, wenn auch zu Beginn angespannt nahm das junge Team die letzte Hürde auf dem Weg zurück in die Landesliga. Und dann durfte gefeiert werden.
Sprechchöre, Banner, Luftballons, Rauchbomben, Humbas, Bier- und Sektduschen – die Schwarz-Gelben ließen es für ihre Helden an nichts mangeln. „Es war für die Feier natürlich perfekt, dass wir die Entscheidung am letzten Spieltag in der eigenen Hand hatten.“, freute sich Güllert über die Umstände des Aufstiegs. „Und wo gibt es das in der Bezirksliga, dass man den Meistertitel vor 450 Zuschauern mit einem solch tollen Rahmenprogramm feiern kann? Wir haben eine tolle Gemeinschaft in Westercelle, die ihres Gleichen sucht.“  Bis spät in die Nacht war das Sportheim der Dreh- und Angelpunkt der Feierlichkeiten, welche neben der Ersten Herren auch die zweite und dritte Mannschaft umschloss. Das Team von Trainer Nico Freier beendete die Saison trotz zwischenzeitlicher Verletzungssorgen auf dem neunten Rang der 4. Kreisklasse und hatte somit allen Grund, auf den Party-Zug aufzuspringen.

Während die Erste Herren in der kommenden Saison den Verlust wichtiger Leistungsträger kompensieren und sich auf einigen Positionen neu aufstellen muss, hofft Nieber, welcher sich mit Kollege Kohls zurückzieht und die Zweite Herren an Stephan Bergmann übergibt, dass die Truppe in seiner Konstellation zusammenbleibt.
Mit der abgelaufenen Spielzeit haben sich beide Teams ein solides Fundament erbaut, auf das in der nächsten Saison aufgebaut werden kann. „Wir können auf das Erreichte der Mannschaften absolut stolz sein.“, freut sich Nieber über die Gesamtleistung der Fußball-Sparte im Herrenbereich.

Text: Noah Heinemann
Bilder: David Borghoff, Alexander Baumann

Enge Partien und Traumwetter lassen Niedersachsencup aufblühen

Pünktlich zum Himmelfahrts-Wochenende, welches in Westercelle traditionell mit der Ausrichtung des Niedersachsencups Hand in Hand geht, zeigte sich die Sonne von ihrer stärksten Seite und ließ den Sommer aus seinem Versteck – ganz zur Freude der Jugendkicker und Organisatoren. „Wir sind von Gewitter und Regen verschont geblieben – das ist für die Organisation natürlich auch ein Traum“, freute sich Turnierleiter René de Waardt.


64 Mannschaften aus vier verschiedenen Altersgruppen trotzten am Samstag und Sonntag den hohen Temperaturen und wetteiferten in besonders ausgeglichenen Partien um die begehrten Pokale. Dabei kam in diesem Jahr ein etwas anderer Turniermodus zum Tragen: „Wir haben es so gemacht, wie es früher war.“, erklärte Organisator Sebastian Paschke. „Normalerweise haben wir immer Turniere von der U6 bis zur U13 ausgespielt, dieses Mal wurden jeweils zwei Altersklassen wieder zur klassischen G-, F-, E- oder D-Jugend zusammengefasst.“ Eigentlich hatte man bei den Schwarz-Gelben nämlich schon mit dem Baubeginn des Kunstrasenplatzes gerechnet, welcher die Kapazitäten an der Wilhelm-Hasselmann-Straße eingeschränkt hätte. „Daher haben wir das Turnier auch in einem etwas kleineren Maße als üblich organisiert.“, so Paschke.

Doch gerade diese Umstellung scheint dem Niedersachsencup noch mehr Spannung einverleibt zu haben: In allen vier Finalspielen musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen, da sich die Teams während der regulären Spielzeit auf Augenhöhe gegenüberstanden. Mit der G-Jugend des VfL Westercelle (3:2-Sieg gegen den TuS Altwarmbüchen) und dem SV Nienhagen in der E-Jugend (1:2-Sieg gegen die U11 I des VfL Westercelle) erkämpften sich zwei lokale Mannschaften den Titel, welchen auch der SV Soltau (F-Jugend) und der MTV Gifhorn (D-Jugend) in die Höhe stemmen durften.

Als zusätzlich die Erste Herren des VfL Westercelle am Samstagnachmittag mit einem 6:0-Heimsieg gegen die SG Nordheide den Aufstieg in die Landesliga perfekt machte, war der schwarz-gelbe Party-Zug nicht mehr aufzuhalten – obwohl dieser erst am frühen nächsten Morgen zum Stehen kam, zeigten alle Helfer vollen Einsatz.

De Waardt zog vor dieser Leistung seinen Hut: „Es ist alles wie am Schnürchen gelaufen, der Zusammenhalt in diesem Verein ist der absolute Wahnsinn.“, sprach der Turnierleiter ein großes Lob auf die freiwilligen Helfer aus: „Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Helfern in diesem Verein bedanken. Es war einfach ein großes Fest.“ Am meisten genossen jedoch die zahlreichen Jugendkicker dieses Fest, welche bei der Tombola tolle Preise abräumen und sich nach dem anstrengenden Spieltag mit einem Besuch im Westerceller Freibad abkühlen konnten. Viele von ihnen werden auch im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn das Turnier in seiner 17. Ausgabe dank des Kunstrasenplatzes noch attraktiver wird.

Text: Noah Heinemann
Bilder: Kathrin Fündeling

Niedersachsencup läutet den Juni in Westercelle ein

Auch, wenn der Niedersachsencup des VfL Westercelle noch nicht ganz volljährig ist, hat er sich zum größten Jugendfußballturnier der Region entwickelt und macht mit 64 Mannschaften aus ganz Niedersachsen seinem Namen auch in der 16. Auflage alle Ehre.

Am Himmelfahrt-Wochenende lädt die Fußball-Sparte des VfL Westercelle traditionell zum Niedersachsencup ein, welcher in diesem Jahr am 01. und 02. Juni stattfindet. Ab 10 Uhr rollt am Samstag und Sonntag der Ball auf mehreren Spielfeldern, auf denen sich Mannschaften von der U6 bis U13 messen und sportlich miteinander wetteifern werden.
Wer wird sich in diesem Jahr zum niedersächsischen Meister krönen? Die Nachwuchsmannschaften der Profiteams halten sich dieses Mal zurück und überlassen somit anderen starken Teams wie dem TSV Havelse, dem SC Göttingen 05 oder Arminia Hannover das Feld, welches von unzähligen Vereinen des Landkreises Celle komplettiert wird.

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