Ein Trikot für einen besonderen Fan

Seit gut zwei Jahren besucht Benjamin Bock mit seinem Begleiter Ralf Diel regelmäßig die Fußball-Spiele der 1. und 2.Herren des VfL Westercelle. Nun hatte Abteilungsleiter Christopher Menge eine besondere Überraschung für den 18-Jährigen, der in Lobetal wohnt, parat. Er überreichte ihm ein Trikot aus der Aufstiegssaison 18/19 der 1.Herren. Die VfLer erkämpften sich in der vergangenen Spielzeit die Meisterschaft in der Bezirksliga und kicken seitdem in der Landesliga. Benjamin Bock ist immer mit voller Freude dabei. Der Kontakt zum VfL entstand über seinen Lehrer Andreas Naujok, der in Westercelle groß geworden ist. Mit seinem Trikot ist Benjamin Bock nun bestens ausgestattet. Einen Lieblingsspieler hat er nicht, er freut sich, wenn die Westerceller guten Fußball zeigen und ihre Spiele gewinnen.

Bild: Sören Thalau

Christopher Menge (links), Fußball-Spartenleiter des VfL Westercelle, überreicht Benjamin Bock ein Trikot der 1.Herren-Mannschaft.

VfL Westercelle lädt zum Tag der Amateure

Zum dritten Mal veranstaltet das Fußballmagazin „11FREUNDE“ während der Länderspielpause den „Tag der Amateure“, um den Fußball unterhalb der professionellen Ligen in den Fokus zu rücken. Neben dem VfL nehmen deutschlandweit über 400 weitere Vereine teil.

„Wenn am Länderspielwochenende der Profifußball ruht, wollen wir zeigen, wie großartig der Amateurfußball ist“, beginnt das Magazin die Werbung für den Tag. Das hat sich auch unser VfL für den zweiten Sonntag im Oktober zum Ziel gesetzt.

Sowohl die zweite, als auch die erste Herren empfangen an diesem Tag Gegner auf Augenhöhe im Kampf um den Klassenerhalt. Während die Reserve aus der Kreisliga die Aufsteiger der SG Lachendorf/Beedenbostel (13:00) empfängt, hat die Landesligaelf den FC Verden 04 (15:00) zu Gast.

„Natürlich hoffen wir auf zwei Heimsiege, die von vielen Fans und Freunden unseres Vereins begleitet werden“, erklärt Initiator Sören Thalau. Während die kleinen Teams wieder mit ihren Vorbildern aus der 1. Herren auflaufen dürfen, ist für nach dem Spiel eine kleine Pressekonferenz mit unserem Trainer Heiko Vollmer geplant.

„Da möchten wir vor vielen Interessierten natürlich einen Heimsieg analysieren“, sagt Thalau augenzwinkernd. Und auch vorher soll durch den Tag moderiert werden.

Neben einer guten Zuschauerresonanz, hofft Thalau auf gutes Wetter: „Es wäre schön, wenn diese tolle Idee schon in diesem Jahr umgesetzt wird und nicht aufgrund nicht bespielbarer Plätze auf das nächste Jahr verschoben werden muss.“ Denn im nächsten Jahr soll der „Tag der Amateure“ nach Möglichkeit seinen zweiten Geburtstag beim VfL feiern – Bedingung dafür ist natürlich eine gelungene Premiere.

Der Umwelt zuliebe: Beim VfL Westercelle gibt es jetzt Pfandbecher

Insbesondere an den Wochenenden pilgern viele Fußball-Fans auf den Westerceller Sportplatz, um die Spiele der Herren- und Jugendteams anzusehen. Sportheimwirt Ralf Krüger bietet den Zuschauern gerne auch im Außenbereich kalte Getränke an. In der Vergangenheit ist durch die Becher aber viel Müll entstanden. Doch damit ist jetzt Schluss. Der Förderverein für die Sparte Fußball im VfL Westercelle hat dem Wirt Ralf Krüger 1000 Pfandbecher mit dem VfL-Logo kostenlos zur Verfügung gestellt. „Mir war der Müll auch schon lange ein Dorn im Auge“, sagt Krüger. „Meine Gäste haben sehr positiv auf die neuen Pfandbecher reagiert.“

Kathrin Fündeling, Kassenwartin des Fördervereins und Vorständin für Jugend und Soziales im VfL Westercelle, und Christopher Menge, Vorstandsmitglied im Förderverein und Fußball-Spartenleiter, haben sich um die neuen Becher gekümmert und diese pünktlich zum Saisonstart an Ralf Krüger übergeben. „Wir haben uns den Umweltgedanken auf die schwarzgelbe
Fahne geschrieben“
, sagt Fündeling, die derzeit gerade eine Müllsammelaktion plant.

In dieser Woche sind die neuen Trinkgefäße gleich mehrfach im Einsatz. Am Mittwoch, 19 Uhr, spielt die Ü32 im Niedersachsenpokal gegen den TSV Giesen, am Freitag, 18 Uhr, ist die 1. Herren gegen den Tabellenführer der Landesliga, Rotenburger SV, im Einsatz. Am Wochenende stehen dann sieben weitere Heimspiele auf dem Programm. Für kalte Getränke sorgt Wirt Ralf Krüger in den neuen VfL-Bechern.

Das Bild zeigt die Übergabe der neuen VfL-Pfandbecher: (von links) Ralf Krüger, Kathrin Fündeling und Christopher Menge.

Text: Christopher Menge
Bild: Johanna Crolly

Der VfL bei der Niedersachsenmeisterschaft

In dieser Saison gibt es neben der U17 zwei weitere Teams, die den VfL auf der landesweiten Bühne vertreten. Durch ihre Leistungen im vergangenen Jahr haben sich sowohl die Alte Herren als auch die Ü40 für ihre Niedersachsenmeisterschaften qualifiziert.

Gespielt werden die ersten drei Runden im Pokalmodus, wobei sich von Runde zu Runde Heim- und Auswärtsspiele abwechseln. Die besten 16 Mannschaften sind im Frühjahr zum Endturnier in Barsinghausen eingeladen. Dort wird dann der Niedersachsenmeister 2020 ausgespielt.

Für die Alte Herren, die sich den nötigen zweiten Rang in der Kreisliga im Saisonendspurt erkämpft hatte, beginnt das Abenteuer am kommenden Mittwoch, den 28. August, um 19:00 Uhr mit einem Heimspiel gegen den TSV Giesen. Fußballkennern ist der Verein aus dem Kreis Hildesheim als Heimat des ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichters Michael Weiner bekannt.

„Das wird eine aufregende Erfahrung für beide Teams“, meint Trainer Rolf-Peter Nieber. „Wir sind gespannt und ein wenig stolz darauf, auf diesem Niveau mitspielen zu dürfen.“ Angst davor, dass die Dreifachbelastung für seine Spieler zu viel wird, habe er aber nicht.

Die Ü40 genießt in der ersten Runde ebenfalls Heimrecht. Am Mittwoch, den 4. September, empfängt sie um 18:30 Uhr den SV B-E Steimbke. Die Gäste aus dem Kreis Nienburg sind amtierender Doublesieger und stießen im letzten Jahr bis ins Finalturnier nach Barsinghausen vor.

Spatenstich für ersten Fußball-Kunstrasenplatzes in Celle

Die Bagger rollen – ein zentraler Punkt des Sportentwicklungsplans der Stadt Celle wird Realität: In Westercelle wird seit Anfang August der erste Fußball-Kunstrasenplatz im Kreisgebiet gebaut. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Trainingseinheiten und Spiele auf dem Großfeld mit Flutlichtanlage ausgetragen werden. Am Dienstag, 20. August, wurde der Bau mit dem symbolischen Spartenstich offiziell begonnen. Dabei griffen Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge, Landrat Klaus Wiswe, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Celle, Stefan Gratzfeld, und der Vorsitzendes des Kreissportbundes Celle, Hartmut Ostermann, sowie die Verantwortlichen des VfL Westercelle, der 1.Vorsitzende Harald Nowatschin, Fußball-Spartenleiter Christopher Menge, Projektleiter Hans Weger und Veranstaltungskoordinator Sebastian Paschke selbst zum Spaten.

Nowatschin dankte den Zuschussgebern für ihre finanzielle Unterstützung. Der VfL muss dank der positiven Zuschussbescheide „nur“ den Eigenanteil von 25 Prozent finanzieren. Bei einer Summe von über 800.000 Euro aber auch ein großer Brocken für einen ehrenamtlich geführten Sportverein.

Über verschiedene Aktionen hat der VfL Westercelle daher immer wieder Geld für das einmalige Projekt im Landkreis Celle gesammelt. Nach der Saisoneröffnung im August 2018 wurden beim Spendenlauf im September der Grundstein für die Finanzierung gelegt. Anschließend wurden beim Oktoberfest Spenden gesammelt. Im April veranstaltete der VfL dann ein Benefiz-Konzert mit der Band Lady Sunshine & The Candy Kisses im Westerceller Lindenhof, parallel wurden Parzellen auf einem virtuellen Kunstrasenplatz und Lose bei einer Tombola verkauft. „Was hier in den vergangenen Monaten ehrenamtlich auf die Beine gestellt wurde, ist außergewöhnlich“, sagte Fußball-Spartenleiter Christopher Menge.

Weger ergänzte, dass bisher über 55.000 Euro zusammengekommen seien. „Wir sind zuversichtlich, dass sich weitere Spender und Sponsoren finden“, so der Projektleiter. Der restliche Betrag werde wie geplant über einen Kredit bei der Sparkasse Celle gedeckt. Dieser wird über die Mitglieder der Fußball-Abteilung finanziert. Bei der Spartenversammlung im Januar hatten die anwesenden Mitglieder eine Erhöhung des Beitrages um drei Euro pro Monat zur Finanzierung des Kunstrasenplatzes einstimmig beschlossen.

Nachdem auch die Stadt und der Landkreis nach den positiven Beschlüssen des Celler Stadtrates und des Kreistages sowie die Regionalstiftung der niedersächsischen Sparkassen und der Landessportbund einen Förderbescheid an den VfL Westercelle verschickt hatten, stand dem Bau nichts mehr im Wege. Insgesamt stehen für den Bau von Celles erstem Fußball-Kunstrasenplatz Fördermittel von 589.000 Euro zu Verfügung. 100.000 Euro davon kommen aus dem Sportstätten-Sanierungsprogramm des Landes Niedersachsen. Der VfL Westercelle muss gut 210.000 Euro aufbringen.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir erhalten“, sagt Westercelles Fußball-Spartenleiter Christopher Menge, der auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung lobt. „Bei der Baugenehmigung wurde das Projekt zwar kritisch unter die Lupe genommen, aber die Zusammenarbeit war sehr konstruktiv“, so Menge.

Da der Westerceller Sportplatz im HQ100-Gebiet liegt, wurde bei der Planung gleich auf Quarzsand zur Verfüllung gesetzt. Von den möglichen Plänen der EU, Granulat auf Kunstrasenplätzen zu verbieten, ist der neue Platz also nicht betroffen.

Die Ausschreibung, die vom beauftragten Architekten Dieter Grundmann durchgeführt wurde, hat die Firma Tölner aus Eldingen gewonnen, somit baut ein Unternehmen aus der Region Celles ersten Fußball-Kunstrasenplatz.

Text: Christopher Menge
Foto: David Borghoff

2.425€-Spende für Milea: VfL-Saisonauftakt trotz Niederlage ein Erfolg

Sportlich hat die Ausbeute des Saisonauftakts beim VfL Westercelle noch Luft nach oben, doch manchmal gibt es wichtigere Momente, als auf dem Platz um die drei Punkte zu kämpfen. Das erste Fußball-Wochenende der Saison stand ganz im Zeichen der Aktion „Gemeinsam für Milea“ und dem Gedenken an den verstorbenen VfL-Fußballer Jonas Henze.

Für einen eindrucksvollen Start in den Tag sorgte die U13, welche ihr Freundschaftsspiel gegen den VfB Oldenburg mit 10:3 gewann. Begleitet wurden die Spiele von einem bunten Rahmenprogramm mit Soccer Cage und Tunneltorwand, welche vor allem bei den jungen Kickern für Begeisterung sorgte. Wenig später empfing die Zweite Herren des VfL Westercelle zum Auftakt in der Kreisliga den MTV Langlingen und erkämpfte sich dank der Tore von Malte Stellmach und Doppelpacker Theo Bischoff beim 3:3-Unentschieden und Debüt des neuen Trainers Stephan Bergmann einen Punkt.

Mit schwarz-gelben Einlaufkindern an der Hand betrat als Highlight des Tages die 1. Herren des VfL nach einjähriger Abstinenz erneut die Bühne der Landesliga. Gegen den Mitaufsteiger TSV Ottersberg sollte der Grundstein für eine solide Saison gelegt werden. Doch im gesamten Vorfeld der Partie galt die Aufmerksamkeit einer kleinen Kämpferin:

Der VfL verzichtete am Sonntag auf den Eintritt, bat jedoch um eine Spende für die Aktion „Gemeinsam für Milea“. Die kleine Milea, welche im Oktober ihren zweiten Geburtstag feiert, leidet an einem seltenen Gendefekt und benötigt zur weiteren Heilung eine Knochenmarkspende. Gemeinsam mit ihren Eltern Deborah und Tim Kreimer und ihren beiden Zwillingsbrüdern Oskar und Emil war sie am Sonntag zu Gast, um das Spiel mit ihrem Patenonkel und VfL-Spieler Philip Boie zu verfolgen. In der Halbzeitpause warb Spartenleiter Christopher Menge für die Typisierungsaktion, welche am 25. August ab 10 Uhr in Zusammenarbeit mit der DKMS in der Bruchhagen-Schule in Celle stattfindet. Tim Kreimer bedankte sich beim Verein und den Zuschauern für die großartige Unterstützung und durfte sich am Ende des Tages mit seiner Familie über Spenden in Höhe von 2.425€ freuen.

Vor dem Anpfiff versammelten sich zudem beide Mannschaften am Mittelkreis, um mit einer Schweigeminute dem ehemaligen VfL-Spieler Jonas Henze zu gedenken, der im Juli bei einem tragischen Unglück mit 22 Jahren ums Leben kam. Und auch wenn am Ende der sportliche Start in die Saison mit einer bitteren 2:3-Niederlage nicht nach den Wünschen der Schwarz-Gelben verlief, war die Freude über die geglückte Hilfe für Milea und ihre Familie riesig.

„Gemeinsam für Milea“ – VfL-Saisoneröffnung steht unter besonderem Motto

Das Plakat war eigentlich schon für den Druck freigegeben, als die Verantwortlichen der Fußballsparte des VfL Westercelle von der Typisierungsaktion für die kleine Milea erfuhren. Kurzerhand wurde das Plakat geändert – bei der Saisoneröffnung am Sonntag, 11. August, ab 10 Uhr, im Westerceller Sportpark werden nun Spenden für die DKMS gesammelt. Denn auf der Suche nach einem Lebensretter kostet jede Registrierung 35 Euro.

Die 21 Monate alte Milea Kreimer leidet unter einem ganz seltenen Gendefekt. Es wird befürchtet, dass das lebensfrohe Mädchen an Leukämie erkrankt. „Wir waren uns sofort einig, dass wir die Aktion unterstützen wollen“, berichtet Spartenleiter Christopher Menge.

Alle Besucher sowie die Zuschauer der beiden Herrenspiele werden am Sonntag nun gebeten, für die Registrierungsaktion „Gemeinsam für Milea“ zu spenden. Dafür verzichtet der VfL auf den Eintritt. Um 13 Uhr eröffnet die 2.Herren der Westerceller die Kreisliga-Saison, im Anschluss startet die 1.Herren nach dem Aufstieg in die Landesliga gegen den TSV Ottersberg.

Im Westerceller Sportpark wird aber auch schon vorher einiges geboten. VfL-Veranstaltungskoordinator Sebastian Paschke hat ein buntes Rahmenprogramm mit Tunneltorwand und Soccer Cage auf die Beine gestellt. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Um 11 Uhr spielt zudem die U13 im Freundschaftsspiel gegen den VfB Oldenburg. Bereits ab 10.30 Uhr stehen sich die U14 und die U15 im Vereinsduell gegenüber. Außerdem werden alle VfL-Fußballmannschaften von der Pampers-Liga bis zu den Altsenioren präsentiert.

„Wir haben bei unserem Projekt Kunstrasenplatz von einer offenen Spendenbereitschaft profitiert“, sagt der stellvertretende Spartenleiter Matthias Stiekel. „Wir hoffen, dass jetzt viel Geld für die DKMS zusammenkommt.“ Zudem könne man bei der Saisoneröffnung nochmal auf die Registrierungsaktion aufmerksam machen. Diese findet am Sonntag, 25. August, 10 bis 15 Uhr, in der Grundschule Bruchhagen in Westercelle statt. Am gleichen Tag kann man sich außerdem beim Oldtimer-Treffen auf der Stechbahn in Celle registrieren lassen.

Milea, ihre beiden Drillingsbrüder Emil und Oskar sowie ihre Eltern Tim und Deborah Kreimer werden am Sonntag auch bei der Saisoneröffnung sein. Sie sind überwältigt von der großen Unterstützung. „Wir wünschen uns sehr, dass Milea ihren Lebensretter findet und leisten gerne unseren kleinen Beitrag“, sagt Menge.

Die Saisoneröffnung steht aber nicht nur im Zeichen des Zusammenhalts in Westercelle und der Hoffnung für Milea und ihre Familie. Vor dem Spiel der 1.Herren soll Jonas Henze gedacht werden. Der Spieler aus der 2.Herren des VfL verunglückte in der Sommerpause tödlich. „Jonas hat unseren Verein durch seine Lebensfreude bereichert“, sagt Menge. „Wir werden ihn nicht vergessen.“

VfL-Kreuzverhör Teil 12: Erik Schlunbohm

Eric Schlumbohm ist Kapitän der U18 des VfL Westercelle und in der Offensive flexibel einsetzbar. Nun hat sich der HSV-Fan als erster Jugendspieler den Fragen im VfL-Kreuzverhör gestellt und dabei viel über die vergangene Saison erzählt.

Hallo Eric, mit der U17 habt ihr letztes Jahr den Klassenerhalt in der Niedersachsenliga geschafft, wie schätzt du die abgelaufene Saison ein?

Unser Ziel war es von Anfang an die Liga zu halten und das hat bekanntlich geklappt. Die Moral in der Mannschaft war immer sehr gut und ich bin der Meinung, dass wir eine echt gute Saison gespielt haben, in der viele vorher sagten, dass wir es sehr sehr schwer haben werden.

Bist du daher ein Stück weit stolz auf dich und deine Mannschaft, dass ihr eine solche Rolle gespielt habt?

Die Stimmung ist immer sehr gut gewesen, natürlich hat man mal Meinungsverschiedenheiten, aber das ist nun mal so. Es gibt viele wichtige Spieler und jeder ist wichtig fürs Team und nur deswegen haben wir die Klasse gehalten.

Wie erklärst du’s dir, dass ihr gegen Teams von oben immer gut ausgesehen habt und gegen „die Kleinen“ größtenteils Punkte liegen gelassen habt?

Das kann ich nicht genau sagen. Ich glaube, dass es gegen die größeren Gegner geiler ist zu spielen und wir gegen die Teams von oben auf Konter gespielt haben, was wir gut können, da wir viele schnelle Spieler haben und mehr auf die Verteidigung geachtet haben.

In Osnabrück beispielsweise habt ihr eine der Topmannschaften geschlagen, gegen die ihr vor der Winterpause unglücklich verloren habt. Was war das für ein Gefühl?

Das war vielleicht der Höhepunkt der Saison. Jeder hat ein sehr gutes Spiel gemacht von uns. Als es dann endlich vorbei war, war die Stimmung unbeschreiblich, ich glaube jeder kennt das, der schon einmal ein so wichtiges Spiel gewonnen hat.

Du bist Kapitän der U18, dein Bruder Finn eine Stütze in der U16. Wäre es dein Wunsch mal mit ihm gemeinsam im VfL-Trikot auf dem Platz zu stehen?

Ja klar, ich habe noch nie mit ihm zusammen gespielt und würde es gerne mal machen.

Nächstes Jahr ja spielt ihr nach dem Abstieg der U19 ja leider nur U18-Landesliga. Empfindest du es als Rückschritt nachdem ihr in der Niedersachsenliga gespielt habt oder als willkommene Abwechslung?

Die Niedersachsenliga ist natürlich nochmal ein Stück besser, aber man muss sagen, dass wir dann wahrscheinlich wieder nur um den Klassenerhalt gekämpft hätten. In der Landesliga spielen wir hoffentlich um den Aufstieg, was gut ist, um nächste Saison wieder in der Niedersachsenliga zu spielen.

Zum Abschluss: Was macht den VfL besonders für dich?

Dass sich sehr viel um den Jugendbereich gekümmert wird und alle im oder um den Verein richtig korrekt sind.

Dann möchten wir dir noch unsere drei „Entweder oder?“ Fragen stellen: Pauli oder Werder?

Weder noch (lacht).

FIFA zocken oder auf den Bolzplatz?

Leider FIFA.

Die Karriere nach der Karriere: Stadionsprecher oder Betreuer?

Betreuer.

Eintracht Celle verteidigt Stadtmeistertitel

Beim Turnier um die Celler Stadtmeisterschaft hat sich Oberligist MTV Eintracht Celle erwartungsgemäß durchgesetzt und den Titel nach 2016 und 2018 zum dritten Mal geholt. Negativer Höhepunkt war der Nichtantritt des SC Wietzenbruch, der mit gerade einmal sieben Spielern kam und daraufhin nicht antrat.

In Gruppe A nahm zunächst jedoch alles den erwarteten Verlauf. Ausrichter und Landesligaaufsteiger VfL Westercelle gewann gegen den TuS Celle FC (3:1) und den SV Altencelle (1:0) und zog als Gruppenerster ins Halbfinale ein. Da der SVA gegen TuS mit 1:0 gewann, zogen auch die Männer von Claus Netemeyer unter die besten vier.

Aufgrund des Nichtantritts vom SC Wietzenbruch gab es in Gruppe B nur ein Spiel und beide Mannschaften waren automatisch für das Halbfinale qualifiziert. Doch der SV Garßen als klassentiefster Verein hielt gegen den MTV Eintracht – für viele überraschend – lange gut dagegen, konnte die Schlagzahl aber nicht bis zum Ende durchhalten. Letztlich siegten die Blau-Weißen mit 4:0. Weil beide Keeper verletzt sind mussten sich beim MTV die Feldspieler Henry Struwe und Dennis Runge im Tor abwechseln, machten ihre Sache aber ordentlich.

Im Halbfinale waren die Garßener dann nah an der Überraschung, als sie dem VfL Westercelle ein 2:2 nach regulärer Spielzeit abtrotzten. Im Elfmeterschießen avancierte dann aber VfL-Torwart Nico Zabiegay an seinem 18. Geburtstag zum Elfmetertöter und brachte seine Mannen ins Finale. Im anderen Halbfinale stand auch der MTV kurz unter Schock, weil Altencelle zunächst durch einen schönen Freistoß in Führung ging. Unbeirrt davon kam die Wirtz-Elf aber zurück und zog mit einem 3:1 ins Endspiel ein. Im anschließenden Elfmeterschießen um Platz 3 zog der SVG wieder den Kürzeren und sah sich den Altencellern mit 4:1 unterlegen.

Das von vielen erhoffte Finale zwischen den beiden besten Celler Teams bot dann ansehnlichen Fußball mit den erwarteten Vorteilen für Eintracht, die das Finale letztlich verdient mit 2:0 gewannen. Ausgerechnet Alex Laube, der bis vor wenigen Wochen ausschließlich für den VfL auf dem Platz stand, traf. „Da hätte man fast drauf wetten können, dass ich ein Tor schieße“, meinte Laube anschließend fast schon beschämt. Für ihn war es „generell ein sehr komisches Gefühl auf der VfL-Anlage zu sein und keine schwarz-gelben Klamotten zu tragen und gegen die Jungs zu spielen.“ Dennoch war er natürlich froh über den Sieg.

Auch VfL-Trainer Heiko Vollmer war zufrieden, denn seine Spieler haben nach einer kräftezehrenden Woche mit einem kleinen Kader vier Spiele lang ein hohes Tempo gehalten. „Wirklich toll wie sie das gemacht haben“, fand er lobende Worte. Aus seiner Sicht war Eintracht der verdiente Sieger: „Sie haben sehr souverän gespielt und das ohne Torwart.“ Schade fand auch er, dass der SC Wietzenbruch nicht angetreten ist, lobte im selben Atemzug aber die guten Schiedsrichterleistungen und Organisator Sebastian Paschke für die Flexibilität aufgrund der widrigen Umstände.

Der bedauerte die Absage zwar auch, zeigte sich aber vor allem für die Unterstützung dankbar. „Vielen Dank an die Cellesche Zeitung, die Sparkasse und die Flugbörse, die für einen würdigen Rahmen gesorgt haben.“

Westerceller Mannschaften im Duell mit Mexikanern, Amerikanern und Schweden

VfL-Teams erneut beim Gothia-Cup (The World Youth Cup)

Der VfL Westercelle feierte beim diesjährigen Gothia Cup in Schweden ein kleines Jubiläum, denn zum fünften Mal in Folge fuhren Teams von der Wilhelm-Hasselmann-Straße ins schwedische Göteborg, um am größten Jugendturnier der Welt teilzunehmen. Neben ihnen waren, wie schon im letzten Jahr, zehn Schiedsrichter aus Celle und Umgebung vor Ort, die die deutschen Farben vertraten. Unter ihnen auch fünf VfLer.

Dabei trafen die B13 und B15 in den Gruppenphasen wieder auf viele internationale Gegner, wobei sich die internationalen Teams zunächst als erfolgreicher erwiesen. Die B13 musste nach Spielen gegen Mexiko, England und Schweden mit Platz drei Vorlieb nehmen, während die B15 den gleichen Tabellenplatz nach Spielen gegen Teams aus Schweden und den USA erreichte. „Wann spielt man schon mal gegen solche Gegner?“, fragte der scheidende U15-Coach Jan Lindner sichtlich erfreut.

Für beide Teams bedeutete dies zwar die B-Playoffs, aber die Gegner blieben nicht weniger exotisch. Für die B13 war nach der ersten Runde gegen Amerikaner zwar Schluss, doch so blieb mehr Zeit, die B15 anzufeuern. Die wiederum schaffte nach Siegen gegen schwedische Teams und eines aus Ägypten den Sprung ins Achtelfinale und spielte somit noch am Freitag, dem vorletzten Turniertag. Gegen ein Team aus dem Libanon war zwar Schluss, „mehr als zufrieden sind wir aber trotzdem“, so Lindner.

Denn zur Zufriedenheit haben aus seiner Sicht nicht nur die sportlichen Ergebnisse beigetragen: „Das Wetter war bombastisch und man merkt, was das für die Jungs für ein Erlebnis ist. Den Freitag konnten wir dann für einen letzten gemeinsamen Abend nutzen und mit den Jungs zum See fahren, um Pizza zu essen.“ Für ihn war auch der wachsende Zusammenhalt unter beiden Mannschaften bewundernswert: „Alle waren immer bei den Spielen der anderen und auf dem Kunstrasenplatz der Schule hat man die Westerceller irgendwann nur noch gemeinsam gesehen.“ Da Lindner und sein Kollege Malte Stellmach nun andere Aufgaben übernehmen und die Mannschaft verlassen werden, sprach Lindner vom „besten Abschluss, den man sich vorstellen kann.“

Und auch die Schiedsrichter waren in diesem Jahr wieder erfolgreich. Um die 75 Spiele haben die beiden deutschen Teams in diesem Jahr geleitet und dabei neben dem Zusammenhalt auch die Auslegung der neuen Regeln gestärkt. „Man wurde immer sicherer bei den doch komplizierten neuen Regeln“, waren sich alle sicher. Dass sie die neuen Regeln schon können, durften dann vier von ihnen auch auf der großen Finalbühne beweisen: Unter der Leitung von Dennis Dickmann (VfL Wathlingen), den Assistenten Niklas Stremmel und Maximilian Bähr sowie dem Vierten Offiziellen Carsten Fiebig (alle VfL Westercelle) fand das B13-Finale vor rund 3.000 Zuschauern in der SKF-Arena statt – und natürlich waren alle anderen VfLer auch hier anwesend, um zu unterstützen.

Spartenleiter Christopher Menge, der auch in diesem Jahr wieder in die schwedische Großstadt gereist ist, um seine Teams genau zu beobachten, zeigte sich wieder mal zufrieden mit dem Wochenverlauf, vergaß aber nicht „Danke“ zu sagen: „Ich bin dankbar, dass sich immer wieder Trainer und Begleiter finden, die den Kindern und Jugendlichen dieses einmalige Erlebnis ermöglichen. Für die Schiedsrichter ergibt sich gleichzeitig die Möglichkeit sich auf internationalem Parkett zu beweisen.“

Und noch vor der Abreise waren sich alle Beteiligten sicher, dass es auch im nächsten Jahr wieder auf die skandinavische Halbinsel gehen soll – schließlich soll irgendwann das 10-jährige Jubiläum gefeiert werden können.

Text: Sören Thalau
Bilder: Simone Schulze und Christopher Menge