{"id":2724,"date":"2021-11-07T14:09:45","date_gmt":"2021-11-07T13:09:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vfl-westercelle.de\/ju-ju\/?p=2724"},"modified":"2021-11-07T15:39:37","modified_gmt":"2021-11-07T14:39:37","slug":"weltmeister-und-vizeweltmeisterin-im-ju-jutsu-kommen-aus-westercelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vfl-westercelle.de\/ju-ju\/weltmeister-und-vizeweltmeisterin-im-ju-jutsu-kommen-aus-westercelle\/","title":{"rendered":"Weltmeister und Vizeweltmeisterin im Ju-Jutsu kommen aus Westercelle"},"content":{"rendered":"\n<p>Vom 03.11.-11.11.2021 fand die Ju-Jutsu Weltmeisterschaften in Abu Dhabi statt. Unter den rund 1.300 Athlet*innen aus 60 Nationen waren auch Kristin Raddatz und Justin Gramlich vom VfL Westercelle vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Wochen zuvor holten die Beiden bei der Deutschen Sch\u00fclermeisterschaft noch Medaillen f\u00fcr den VfL. Seitdem galt die volle Konzentration der Vorbereitung auf das gro\u00dfe Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Statt einer Erholung in den Herbstferien wurde in den letzten 14 Tagen das Kraft- und Konditionstraining noch einmal intensiviert. In Zusammenarbeit mit dem Judoverein SV Nienhagen wurde au\u00dferdem an neuen W\u00fcrfen und einer verbesserten Wurftechnik gefeilt. \u201eDie Teilnahme bei einer WM, ist ein gro\u00dfes Ziel f\u00fcr Sportler*innen. Wenn am Ende noch eine gute Platzierung oder sogar Medaille erreicht wird, w\u00e4re das ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr Kristin und Justin und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den Verein.\u201c, schauten die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zuversichtlich auf das Turnier.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide U16 Bundeskadermitglieder durften sogleich am ersten Turniertag antreten. Kristin begann ihren ersten Kampf in der Klasse +63 kg, gegen eine griechische Ju-Jutsuka, mit einer schnellen Schlagkombination und konnte sich in den ersten Sekunden einen Punktevorsprung erarbeiten. Im weiteren Verlauf konnte sie ihre Gegnerin weiter unter Druck setzen. Nach einem Wurfversuch der Griechin mit O-Goshi (H\u00fcftwurf), konterte Kristin mit Ura-Nage und konnte sich so den wichtigen Ippon im Part 2 (Werfen) sichern. Am Boden setzte sie sofort nach und zwang die Kontrahentin mit Koshi-Jime (H\u00fcftw\u00fcrger) zur Aufgabe. Damit konnte Kristin den ersten Kampf nach 54 Sekunden mit Full Ippon vorzeitig f\u00fcr sich entscheiden. Im n\u00e4chsten Kampf, gegen eine Kasachin, ging es bereits um den Einzug ins Halbfinale. Auch hier holte sich Kristin zu Beginn mit schnellen Angriffen zwei Ippons in Part 1 (Schlagen und Treten). Danach versuchte sie sofort in den Wurfpart \u00fcberzugehen und konnte die Gegnerin mit einer O-Goshi-Variante zu Boden bringen. Jetzt fehlte nur noch der Ippon in Part 3 (Boden), um auch diesen Kampf vorzeitig zu beenden. Den ersten Halteversuch konnte die Kasachin noch verhindern. Nach dem es vorerst im Stand weiterging und Kristin ein weiterer Wurf gelang, war sie auch in der Lage die Kontrahentin in eine Haltetechnik zu zwingen und auch diesen Kampf zu gewinnen. Im Halbfinale traf sie erneut auf eine Ju-Jutsuka aus Griechenland. Die kleinere Kontrahentin blieb am Anfang passiv und verlegte sich auf das Kontern, was ihr gut gelang und der Kampf so in den ersten 30 Sekunden nach Punkten ausgeglichen war. Nach einem erneuten Atemiangriff gelang es Kristin, die Griechin mit Tani-O-Toshi zu Boden zu bringen, bekam daf\u00fcr aber nur Waza-Ari (halbe Wertung), weil die Gegnerin auf der Seite landete. Am Boden setzte die Westercellerin sofort nach und holte sich mit einem H\u00fcftw\u00fcrger den notwendigen Ippon. Jetzt fehlte nur noch ein Ippon in Part 2 zum Einzug ins Finale. Dementsprechend suchte sie nach erneutem Angriff sofort den \u00dcbergang zu einem Wurf, der auch gelang. Leider verletzte sich die Griechin dabei und war nicht mehr in der Lage weiterzuk\u00e4mpfen. Damit gewann Kristin den Kampf mit 11:7 und zog ins Finale ein. Hier erwartete sie die zweite Athletin des Bundeskaders in dieser Klasse, die ebenfalls sehr souver\u00e4n in das Finale marschiert war. Kristin versuchte gleich zu Beginn Druck auszu\u00fcben und holte sich mit einer schnellen Kombination den ersten Ippon. Die Gegnerin aus Herford ging aber gleich zum Gegenangriff \u00fcber und konnte ihrerseits punkten. Nach einem weiteren Schlagabtausch versuchte die Herforderin Kristin zu werfen, was zwar misslang, jedoch konnte sie die Westercellerin in eine Haltetechnik zwingen. Im weiteren Verlauf konnte die physisch etwas st\u00e4rkere Gegnerin diesen Vorteil besser ausspielen und sich einen Punktevorsprung erarbeiten. Kristin steckte aber nicht zur\u00fcck und griff bis zum Schluss immer wieder an. Am Ende musste sie sich jedoch mit 20:7 geschlagen geben, durfte aber bei ihrer ersten WM mit dem Gewinn der Silbermedaille sehr zufrieden sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Leichtgewicht bis 38 kg hatte es Justin mit zwei Kontrahenten zu tun. In seinem ersten Kampf gegen einen Kasachen, griffen beide immer wieder an, konnten Punkte in Part 1 sammeln und gestalteten den Kampf recht ausgeglichen. Im weiteren Verlauf wurde der kasachische K\u00e4mpfer allerdings immer unsauberer in seinen Schlagtechniken und wurde prompt f\u00fcr eine zu harte Technik bestraft. Nach Fortsetzung der Begegnung griff er erneut mit einer zu harten Technik zum Kopf an, die in dieser Altersklasse nicht erlaubt ist, bekam sofort die zweite Strafe und wurde daraufhin disqualifiziert. Im zweiten Kampf gegen einen Russen konnte Justin nach anf\u00e4nglicher Zur\u00fcckhaltung in F\u00fchrung gehen. Leider konnte er diese nicht verteidigen. Der russische Ju-Jutsuka schaffte es immer wieder, Justins Angriffe abzufangen und ihn in eine Haltetechnik zu zwingen. Am Ende verlor der Westerceller mit 13:6. Trotz dieser Niederlage war die Chance auf den Titel immer noch vorhanden. Der Russe verlor n\u00e4mlich den entscheidenden Kampf gegen den Kasachen ebenfalls durch Disqualifikation, weil er zu \u00fcbermotiviert agierte und zu harte Tritttechniken anwendete. Jetzt hatte in dieser Gruppe jeder einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Da Justin in der Summe aber mehr Punkte gesammelte hatte, konnte er sich zum Schluss \u00fcber den Weltmeistertitel freuen. \u201eWir hatten auf eine Medaille gehofft. Das sich Justin und Kristin einen Weltmeistertitel und Vizetitel erk\u00e4mpft haben, ist einfach fantastisch.\u201c, freuten sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell \u00fcber das tolle Ergebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 03.11.-11.11.2021 fand die Ju-Jutsu Weltmeisterschaften in Abu Dhabi statt. Unter den rund 1.300 Athlet*innen aus 60 Nationen waren auch Kristin Raddatz und Justin Gramlich vom VfL Westercelle vertreten. Zwei Wochen zuvor holten die Beiden bei der Deutschen Sch\u00fclermeisterschaft noch Medaillen f\u00fcr den VfL. 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