Vom Traumstart zum Alptraum
„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ – die Älteren werden sich an diesen Satz erinnern, den insbesondere Mütter verwendeten, um die sich wandelnde Gemütslage ihrer Kinder zu beschreiben. Jetzt kam er dem Schreibenden dieser Zeilen in den Sinn, als er die abgelaufene Boule-Bezirksligasaison „Paroli laufen“ ließ, um mit Horst Hrubesch zu sprechen. An dieser Stelle wurde über den euphorisierenden 5:0- Sieg des Bouleteams vom VfL Westercelle am ersten Spieltag berichtet, der die schönsten Aufstiegsträume nährte. Die Spieltage 2 und 3 wurden aber für die Aktiven zu einer bösen Erfahrung. Am zweiten Spieltag wurde gegen den MTV Eickeloh und die SG Fulde jeweils 2:3 verloren, noch schlimmer wurde es am dritten und letzten Spieltag im Boule-Park Boye. Wieder gab es zwei Niederlagen, wieder beide Male mit 2:3. Zunächst verlor man gegen SV Essel 3 und schließlich auch noch gegen den Tabellenletzten SV GW Hodenhagen 2. Besonders enttäuschend spielte dabei das sonst so verlässliche Doublette Andreas Brundiers/ Manfred Münch, das in der Vergangenheit häufig für die nötigen Punkte sorgte, jetzt aber einen schwarzen Tag erlebte. Leider nützte es auch nichts, dass Petra Brundiers und Doris Münch ihre Spiele souverän gewannen, da auch Thomas Clasing, Thomas Strassmann und Roland Matzeit nicht immer Normalform erreichten. So blieb in der Abschlusstabelle der Bezirksliga Lüneburg Süd nur der vorletzte Platz. Die SG Westercelle/Burgwedel, die man doch anfangs noch so souverän geschlagen hatte, endete noch vor dem VfL-Team. Noch auf dem Platz schwor sich dieses jedoch, dass man im kommenden Jahr die Scharte auswetzen und neu angreifen werde. Klar war natürlich auch, dass eine eine Niederlage beim Boulen letztlich nicht zu dauerhaften Alpträumen führen würde.
Andreas Brundiers


