Drei Podestplätze für Westerceller Läuferteam in Bremen

Celle/Bremen

Am Sonntag, 22. Februar 2026, wurden in Bremen in Zusammenarbeit des Bremer und Niedersächsischen Leichtathletikverbandes die diesjährigen Landesmeisterschaften im Crosslauf ausgetragen. Auch der VfL Westercelle war mit fünf engagierten Läuferinnen und Läufern vertreten: Marion Suchy, Dr. Volker Dittmar, Achim Sennhenn-Oetken, Dr. Hanno Reckmann und Thorsten Lübke.

Bereits am frühen Morgen machten sich die Athletinnen und Athleten aus Celle auf den Weg ins Bundesland Bremen. Sportlerinnen und Sportler aus ganz Niedersachsen und Bremen trafen sich dort, um ihre Landesmeister im Crosslauf zu ermitteln. Der ausrichtende ATS Buntentor Bremen hatte mit großem Einsatz einen anspruchsvollen Rundkurs vorbereitet: Die 1.900 Meter lange Strecke mit zahlreichen Steigungen und Gefällen war durch den Regen stark aufgeweicht und bot somit echte, anspruchsvolle Crossbedingungen.

Den Auftakt aus Westerceller Sicht machte Marion Suchy (W55) im Frauenfeld über 3.800 Meter. Ohne Spikes war sie in diesem hochklassigen Teilnehmerinnenfeld auf dem matschigen Untergrund zunächst im Nachteil. Die Strecke führte über aufgeweichte Wiesen und kleine, rutschige Hügel – hier waren Nagelschuhe klar von Vorteil. Doch Marion Suchy bewies großen Kampfgeist und sicherte sich mit einem beherzten Lauf den dritten Platz in ihrer Altersklasse.

Über die 5.700 Meter – drei Runden auf dem inzwischen durch zahlreiche Läufe noch stärker aufgeweichten Kurs – gingen anschließend Dr. Hanno Reckmann (M55), Dr. Volker Dittmar (M65), Achim Sennhenn-Oetken (M65) und Thorsten Lübke (M60) gemeinsam an den Start. Pünktlich zum Start setzte erneut Regen ein. Dr. Hanno Reckmann kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht und erzielte mit 27:37 Minuten eine starke Zeit. Lediglich 50 Sekunden fehlten ihm auf den drittplatzierten Läufer vom Laufteam Wolfshagen. Damit belegte er einen guten fünften Platz in der Altersklasse M55.

Für die größte Überraschung sorgte Dr. Volker Dittmar. Laut Meldeliste galten einige Konkurrenten mit schnelleren Bestzeiten als favorisiert, sodass eine Platzierung um Rang sechs realistisch erschien. Doch die anspruchsvolle Strecke lag ihm: Mit einem starken Rennen und einem beeindruckenden Endspurt sicherte er sich in 29:50 Minuten die Vizemeisterschaft in der Altersklasse M65. Achim Sennhenn-Oetken folgte in derselben Altersklasse mit 31:53 Minuten auf Platz fünf. Thorsten Lübke erreichte ebenfalls Rang fünf in der Altersklasse M60. In der Mannschaftswertung der M60/65 erkämpften sich Dittmar, Sennhenn-Oetken und Lübke einen hervorragenden dritten Platz.

Nach den erfolgreichen Starts auf Landesebene traten die fünf Athletinnen und Athleten des VfL Westercelle zufrieden die Heimreise nach Celle an.

Auf dem Foto:

Achim Sennhenn-Oetken, Marion Suchy, Thorsten Lübke, Dr. Volker Dittmar, Dr. Hanno Reckmann

Text: Frank Scheiger

Fotos: Frank Scheiger, Thorsten Lübke

Sonja und Daniel Beer absolvieren Brocken-Challenge im Harz

Brocken 15. Februar 2026

Sonja und Daniel Beer vom VfL Westercelle e.V. waren erneut gemeinsam sportlich unterwegs – diesmal bei der Brocken-Challenge. Die 80 Kilometer lange Strecke führte von Göttingen hinauf auf den Brocken und umfasste rund 1.900 Höhenmeter – und das mitten im Februar. Das Motto der Veranstaltung lautet „kalt, hart, schön“ – treffender lässt sich der Tag kaum beschreiben.

Die Brocken-Challenge ist kein gewöhnlicher Lauf, sondern eine Benefizveranstaltung. Für den Startplatz muss man sich im Vorfeld bewerben, sämtliche Startgelder fließen in Spendenprojekte. Die Organisation erfolgt vollständig ehrenamtlich. Auch die Verpflegung entlang der Strecke hatte besonderen Charakter: Die Lebensmittel waren gespendet, vieles stammte aus Bioläden aus Göttingen. Im Mittelpunkt stehen weder Gewinn noch große Inszenierung, sondern Gemeinschaft und Eigenverantwortung. Vorgaben zur mitzuführenden Ausrüstung gab es nicht; die Teilnehmenden waren auf ihre Erfahrung angewiesen. „Die Stimmung ist anders – ehrlicher, aber auch wärmer“, so Sonja und Daniel Beer rückblickend.

Der Lauf begann vergleichsweise moderat mit überwiegend asphaltierten und leicht welligen Passagen. Mit zunehmender Nähe zum Harz wurde jedoch deutlich, welche Herausforderung noch bevorstand. Der Brocken präsentierte sich winterlich: Nebel, Kälte und eine raue, fast mystische Atmosphäre prägten das Bild am Gipfel. Sonnenschein blieb aus, stattdessen führte die Strecke durch eine diesige Landschaft, begleitet von leichtem Schneefall und Graupel. Angesichts der im Februar möglichen Wetterbedingungen erwiesen sich die Verhältnisse dennoch als vergleichsweise günstig: Selbst am Gipfel herrschte nur wenig Wind, bei Temperaturen von minus neun Grad. Am Zieleinlauf erwarteten Mitarbeitende des Hospiz-Hauses, das einen Teil der Spendengelder erhält, die Teilnehmenden – trotz eisiger Kälte engagiert und stimmungsvoll.

Sonja und Daniel Beer absolvierten die gesamte Distanz gemeinsam. Unterwegs entstanden zahlreiche Gespräche mit anderen Läuferinnen und Läufern, es wurde gegenseitig motiviert, gelacht und auch schweigend nebeneinander gelaufen. „Viele starten aus einer ähnlichen inneren Haltung heraus. Das verbindet“, berichten sie.

Der Rückweg vom Brocken erfolgte ebenfalls zu Fuß: Rund acht Kilometer führten hinunter nach Oderbrück, wo der Reisebus wartete.

Für das Laufpaar vom VfL Westercelle e.V. bleibt vor allem das Gefühl, Teil einer besonderen Veranstaltung gewesen zu sein. Die Brocken-Challenge ist fordernd, zugleich aber ein Beispiel dafür, was durch ehrenamtliches Engagement und gemeinschaftlichen Einsatz möglich ist. Kalt, hart, schön – und vor allem menschlich.

Text: DB

Fotos: DB

Westerceller Triathletinnen und Triathleten starten mit neuen Trisuits in die Landesliga-Saison 2026

Die Triathlon-Abteilung des VfL Westercelle startet 2026 das erste Mal in der Landesliga Mixed Team.              
Zum Saisonstart erfolgte die offizielle Übergabe von 18 hochwertigen Trisuits, die den Sportlerinnen und Sportlern des Vereins künftig als einheitliche Wettkampfbekleidung dienen.

Die komplette Ausstattung wurde durch die Storchen-Apotheke in Winsen (Aller) und durch Dachbau Cordes in Eversen großzügig gesponsert. Ohne diese Unterstützung wäre die Realisierung dieses wichtigen Ausrüstungsprojekts in dieser Form nicht möglich gewesen.

Für das individuell gestaltete Design der Anzüge zeichnet sich Lanakila verantwortlich, ein deutsches Unternehmen für nachhaltige Performance-Sportbekleidung. Lanakila produziert Funktionsbekleidung wie Triathlon-Suits unter Verwendung recycelter Materialien, die regional und fair in Deutschland hergestellt werden. Die Produktionsweise setzt auf recycelte Kunstfasern, reduziert Ressourcenverbrauch und vermeidet Überproduktion durch Just-In-Time Fertigung. Dies verbindet hohe funktionelle Leistungsfähigkeit mit einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck.

Die neuen Trisuits vereinen Funktion, Komfort und Nachhaltigkeit und setzen ein sichtbares Zeichen für Teamgeist und Leistungsbereitschaft der VfL-Westercelle-Triathletinnen und -Triathleten in ihrem ersten Ligajahr.

Das VfL-Triathlon-Team bedankte sich bei der Übergabe mit Gutscheinen für das Schlosstheater und Thaers Wirtshaus bei seinen Sponsoren Storchen-Apotheke Winsen/Aller und Dachbau Cordes Eversen.

Im Anschluss speiste man noch gemeinsam und bei freudiger Stimmung im VfL-Clubheim.

Kreismeisterschaften im Crosslauf in Westercelle

CELLE 24.1.2026

Gemeinsam starten, getrennt werten – unter diesem Motto standen die Crosslauf-Meisterschaften des Kreises Celle. Nach den Titelkämpfen im Vorjahr in Bergen war turnusgemäß wieder Celle an der Reihe. Bereits zum zweiten Mal richtete der VfL Westercelle die Querfeldein-Meisterschaften aus – und das nahezu perfekt.

Von Teilnehmern und Zuschauern gab es dafür ein dickes Lob. Die Verantwortlichen hatten eine sehr gut markierte, selektive Strecke mit Straßen- und Wiesenabschnitten sowie Strohballen als Hindernisse gesteckt. Insgesamt gingen 152 Läuferinnen und Läufer an den Start. Mit einigen Gastläufern außer Konkurrenz war die Veranstaltung zahlenmäßig etwas schwächer besetzt als in den Vorjahren, was möglicherweise an den sehr kalten Witterungsbedingungen lag. Der strenge Frost der Tage zuvor hatte den Parcours in ein anspruchsvolles Crossgeläuf verwandelt. Die applaudierenden Zuschauer freuten sich jedoch über trockenes Wetter bei Temperaturen von rund minus drei Grad.

Auf der Mittelstrecke über 3.300 Meter war bei den Männern Till Oelrichs von der LG Celle-Land in 11:42 Minuten das Maß der Dinge. Die VfL-Starter Daniel Beer und Dr. Hanno Reckmann erreichten zeitgleich nach 13:33 Minuten das Ziel, Diemo Rollert folgte in 15:33 Minuten. In der Altersklassenwertung holte Daniel Beer den Vize-Kreismeistertitel, Dr. Hanno Reckmann (M55) und Diemo Rollert (M50) wurden jeweils souverän Kreismeister.

Bei den Damen dominierte Peggy Götting vom MTV Müden/Örtze die Mittelstrecke. Nina Schulze (LG UFO) hielt zu Beginn noch gut mit, doch zu Beginn der zweiten Runde verschärfte Götting das Tempo so deutlich, dass ihr keine Läuferin mehr folgen konnte. Souverän lief sie nach 13:34 Minuten ins Ziel. Dabei schonte sie sich bewusst, da später noch die Langstrecke auf dem Programm stand.

Sonja Beer vom VfL Westercelle zeigte ebenfalls ein beherztes Rennen und erreichte mit sehr guten 14:10 Minuten das Ziel – nur 36 Sekunden hinter Götting. Claudia Schimschal lief 15:06 Minuten und belegte damit Rang fünf im Gesamtfeld. Marion Suchy bewältigte die anspruchsvolle Strecke in 19:24 Minuten, Kathleen Helbig folgte in 20:04 Minuten.

In den Altersklassenwertungen glänzten die VfL-Läuferinnen: Sonja Beer (W35), Claudia Schimschal (W30) und Marion Suchy (W55) wurden Kreismeisterinnen, Kathleen Helbig (W50) gewann den Vize-Kreismeistertitel.

Drei Stunden nach der Mittelstrecke fiel der Startschuss für die Langstrecke der Männer. Fünf Runden à 1.550 Meter waren zu absolvieren. Den Gesamtsieg holte Philipp Weber (M40) vom SV Nienhagen in 31:55 Minuten. Dr. Hanno Reckmann überzeugte auch auf der langen Distanz und belegte als Starter der M55 in 36:05 Minuten Rang vier im Gesamtklassement sowie den Kreismeistertitel. Daniel Beer wurde in 38:42 Minuten Vize-Kreismeister, Diemo Rollert gewann in 41:36 Minuten den Kreismeistertitel der M50.

Bei den Damen siegte auf der Langstrecke erneut Peggy Götting (W40) in 20:19 Minuten. Die Damenstrecke war mit 4.800 Metern etwas kürzer. Sonja Beer (W35) wurde in 22:25 Minuten Kreismeisterin, Claudia Schimschal holte in 23:50 Minuten den Titel in der W30. Marion Suchy (W55) krönte ihre starke Leistung mit dem Kreismeistertitel in 29:49 Minuten.

Zum Abschluss gingen die Senioren der Klassen M60 bis M75 an den Start und absolvierten drei Runden. Am schnellsten war Achim Sennhenn-Oetken (M65), der für die 4.800 Meter 23:11 Minuten benötigte. Dicht dahinter folgte Dr. Volker Dittmar in 23:40 Minuten. Frank Scheiger lief nach 24:48 Minuten ins Ziel, Gerald Sommer nach 28:45 Minuten. Kreismeister wurden Sennhenn-Oetken (M65) und Frank Scheiger (M60).

Sehr gut besetzt waren auch die Nachwuchsklassen, in denen es zu spannenden Positionskämpfen kam. Im Lauf der Schüler M10/M11 über 1.700 Meter gewann der M11-Schüler Johannes Asche (LG UFO) nach kluger Renneinteilung mit starkem Endspurt. Nur wenige Sekunden dahinter folgte Fin Biskup (VfL Westercelle) auf Rang fünf im Gesamtfeld.

Unter lautstarkem Jubel der Zuschauer liefen bei den Schülerinnen WU9 über 800 Meter Celina Levermann, Carlotta Baaske und Nele Knoop im Sekundentakt in den Zielkanal. Auch bei den Schülern MU6–MU9 über 800 Meter trennten die beiden Schnellsten, Julius Baaske und Felix Asche, nur wenige Sekunden. Paul Biskup (M9) belegte einen starken sechsten Platz, Lean Schimschal (M7) wurde Kreismeister – beide starten für den VfL Westercelle.

Westerceller Läufer starten mit 5 Bezirksmeistertiteln erfolgreich in die Saison 2026

Celle/Welle

Die Bezirksmeisterschaften im Crosslauf der Läuferinnen und Läufer fanden am vergangenen Wochenende in Welle im Landkreis Harburg statt. Der VfL Westercelle reiste mit einer kleinen, aber äußerst erfolgreichen 6er Team zu diesen Meisterschaften.

Der TV Welle präsentierte als Gastgeber eine anspruchsvolle Strecke mit einem hohen Anteil an Straßenpassagen sowie Feldwegen und einer kräftigen Steigung, die den Athletinnen und Athleten einiges abverlangte.

Der VfL Westercelle schickte seine erfolgreichste Mannschaft in der Altersklasse M60/65 an den Start. In den vergangenen Jahren konnten Dr. Volker Dittmar, Achim Sennhenn-Oetken, Frank Scheiger und Thorsten Lübke neben einer Deutschen Vizemeisterschaft, mehrfach Landesmeistertitel, sowie regelmäßig Bezirksmeistertitel über verschiedene Distanzen erringen. Auch bei den Meisterschaften in Welle bestätigte das Team erneut seine Klasse:    Dr. Dittmar, Sennhenn-Oetken und Lübke sicherten sich souverän den Bezirksmeistertitel in der Mannschaftswertung der M60/65.

Darüber hinaus schnappte sich Dr. Volker Dittmar den Bezirksmeistertitel im Einzel in einer starken Zeit von 15:02 Minuten über die 3,3 km lange Strecke. Achim Sennhenn-Oetken folgte knapp 13 Sekunden später als Drittplatzierter, während Thorsten Lübke als Vierter das Ziel erreichte und damit den Mannschaftserfolg komplettierte.

Schnellster Läufer des VfL Westercelle über die 3.300 Meter war Dr. Hanno Reckmann in hervorragenden 14:15 Minuten. Diese Zeit reichte in einem stark besetzten Feld ebenfalls zum Bezirksmeistertitel im Einzel AK 55. Im abschließenden Lauf über 6.600 Meter wiederholte Dr. Reckmann seinen Erfolg und sicherte sich auch hier den Bezirksmeistertitel im Einzel AK 55 in 28:42 Minuten. Frank Scheiger erreichte über diese Distanz in 36:30 Minuten den Vizemeistertitel in der Altersklasse M65.

Marion Suchy, als einzige weibliche Teilnehmerin des VfL Westercelle, überzeugte ebenfalls. Sie gewann über die 6.600 m in guten 38:51 Minuten den Bezirksmeistertitel im Einzel der AK 55.

Hinweis: Am kommenden Wochenende, dem 24.01.2025, ist der VfL Westercelle selbst Veranstalter der diesjährigen Kreismeisterschaft im Crosslauf. Los geht es um 11.00 Uhr im Sportpark Westercelle, Wilhelm-Hasselmann-Straße 51 mit den Kinder- und Jugendlichen Läufen. Die Strecke führt durch das Sportstadion, querfeldein über Gräben und weitere Hindernisse um den Sportpark. Der VfL Westercelle wird mit einem großen Team an den Start gehen. Zuschauer sind willkommen, die Läufer/innen kommen mehrfach durchs Stadion gelaufen. Der Hauptlauf startet um 15.00 Uhr. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Text: Frank Scheiger/Thorsten Lübke

Foto: Achim Sennhenn-Oetken, Dr. Volker Dittmar, Thorsten Lübke, Dr. Hanno Reckmann

Foto 2: Dr. Hanno Reckmann, Frank Scheiger, Marion Suchy 

Von der Dunkelheit in die Dunkelheit – vom Sternenhimmel in den Sternenhimmel

Antalya/Celle

Mit einem außergewöhnlichen Abenteuer haben Sonja und Daniel Beer vom VfL Westercelle aus Celle ihr marathonintensives Laufjahr 2025 beendet. Beim Antalya Ultra Marathon Trail in der Türkei nahmen beide an der 85 Kilometer-Distanz teil, die von der Millionenstadt Antalya hinauf ins Taurusgebirge führte. Insgesamt waren rund 3.500 Höhenmeter im Aufstieg und etwa 3.000 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Der Startschuss fiel am 27. Dezember bereits um 4.30 Uhr morgens – mitten in der Nacht, bei milden zehn Grad und unter klarem Sternenhimmel.

Die Hoffnung auf angenehm warme Temperaturen am Tag erfüllte sich jedoch nicht. Noch in der Dunkelheit mussten die beiden einen eiskalten Bergbach durchqueren, das Wasser reichte bis fast zur Hüfte. Als gegen 8 Uhr die Sonne aufging, keimte kurz Zuversicht auf, doch die hohen Berge verdeckten die Sonnenstrahlen fast völlig. Stattdessen ging es durch Pinienwälder und felsige Kletterpassagen bis auf rund 2.000 Meter Höhe hinauf, wo ein eisiger Wind mit Sturmböen herrschte und sogar die Trinkflaschen teilweise gefroren. „Darauf waren wir nicht eingestellt – am Tag zuvor wurde uns gesagt, es wird zwischen 4 und 8 Grad warm. Wir waren noch in kurzer Hose unterwegs, das war wirklich grenzwertig“, berichtete Daniel Beer. Auch die Handschuhe, die zur Pflichtausrüstung gehörten, erwiesen sich als zu dünn und Sonja Beer durfte sich noch einige Tage danach mit einem taub gefrorenen Daumen herumärgern.

Doch die beiden bissen die Zähne zusammen und entschieden sich, gemeinsam weiterzulaufen.

Vom Start bis ins Ziel blieben sie Seite an Seite. Nach vielen Stunden im Schatten, Kälte und Wind folgte eine lange Bergabpassage von rund zwölf Kilometern – ehe kurz vor dem Ziel nochmals etwa 300 Höhenmeter im Anstieg warteten. „Das war für den Kopf nochmal richtig hart. Aber wir wollten dieses Rennen unbedingt ordentlich beenden“, sagte Sonja Beer. Nach 14 Stunden und 22 Minuten erreichten beide schließlich glücklich das Ziel – erneut in der Dunkelheit, wieder unter dem Sternenhimmel und mit Stirnlampen wie schon beim Start.

Trotz aller Strapazen überwiegt die positive Erinnerung. Der Antalya Ultra Marathon Trail wurde für Daniel und Sonja Beer zu einem intensiven Erlebnis, das sie als Team noch enger zusammen-geschweißt hat. „Es war ein Lauf von der Dunkelheit in die Dunkelheit – vom Sternenhimmel in den Sternenhimmel. Genau solche Momente bleiben im Kopf“, so Daniel Beer.

Auch die Stadt Antalya hinterließ Eindruck: eine lebendige Metropole, die zugleich nur wenige Schritte entfernt Ruhe und Natur bietet. Vor allem das Hochland im Gebirge überraschte mit schneebedeckten schroffen Bergen, kahler Landschaft und absoluter Einsamkeit. Wer damit beim stundenlangen Laufen nicht umgehen kann, wird an diesem Lauf keine Freude finden. Für Sonja Beer ist es „eine wunderbare Möglichkeit, dass der Kopf endlich mal Ruhe gibt“.

Für das Laufpaar aus Celle war der Ultra Marathon Trail ein würdiger Abschluss des Jahres – mit vielen Herausforderungen, Zusammenhalt und der Erkenntnis, dass man gemeinsam mehr aushält, als man vorher glaubt.

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Text: DB

Fotos: privat

Sonja Beer mit neuer 10 Kilometer Bestzeit in Hannover

Hannover/ Celle

Bei durchwachsenem Novemberwetter fand am vergangenen Wochenende der 49. Hermann-Löns-Park-Lauf ab der Sportanlage des Turn-Klubb Hannover statt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde der Lauf als Auftakt zu einem geselligen Event einiger Mitglieder der Triathlon- und Ausdauersparte des VfL Westercelle genutzt.

Der überwiegende Teil des zwölfköpfigen Westerceller Teams hatte sich für den 5 Kilometer-Lauf angemeldet, nur zwei entschieden sich für den 10 Kilometer Lauf. Insgesamt waren alle Teilnehmer mit ihren Leistungen zufrieden. Besonders hervorzuheben sind dabei Ulrike Oetken, die in 28:05 min. den 2. Platz in der Altersklasse W60 belegte. Sandra Klaproth, angespornt durch ihren Zugläufer Sebastian Erfert, gelang in 24:39 min. der gute 3. Platz in der W45. In der W50 erreichte Susanna Hasse in 28:36 min. den 5. Platz. Marion Suchy überzeugte mit respektablen 27:44 min. und ebenfalls dem 5.Platz, allerdings in der Altersklasse W55. Astrid Ullerich startete nach langer Verletzungspause erstmals wieder und lief frohgelaunt und ohne Druck als 14. in der W55 durchs Ziel.

Bei den Männern zeigten Achim Sennhenn-Oetken in 22:00 min. auf Platz 4, Frank Scheiger in 23:53 min. (ebenfalls nach langer Verletzungspause) auf Platz 5 und Stephan Hasse in 25:57 min. auf Platz 9 ansprechende bis starke Leistungen (alle in der M60). Gerald Sommer gelang in der M65 der gute 5. Platz in 28:29 min.

Über die 10 km Distanz konnte Sonja Beer in der W40 mit ihrem 2.Platz mehr als überzeugen, denn sie steigerte ihre bisherige Bestzeit um glatte zwei Minuten auf nun 44:32 min.! José Robles musste sich in der M50 nur dem Sieger Hannes Mangelsdorf von Hannover 96 Triathlon hauchdünn geschlagen geben. Robles lief ausgezeichnete 39:59 min.

Im Anschluss ging es zum Italiener Monte Collo umme Ecke, lecker Pizza essen.

Text: TL/FS

Foto: Privat

Hintere Reihe: Sebastian Erfert, Susanna Hasse, Sandra Klaproth, Frank Scheiger, Stephan Hasse,                                         Gerald Sommer, Jens Kramer 
Vorne: Achim Sennhenn-Oetken, Astrid Ullerich, Ulrike Oetken, Sonja Beer, Marion Suchy

VfL’er Klaproth und Erfert neue Bezirksmeister im 5 km Straßenlauf

Kolborn/Westercelle

In diesem Jahr wurden im Rahmenprogramm des Wendlandmarathons auch die Bezirksmeisterschaften im 5 km Lauf auf der Straße ausgetragen. Bei schlechtestem Wetter starteten 60 Läufer/innen in Lüchow-Kolborn um über diese Strecke die neuen Titelträger zu ermitteln.

Für den VfL Westercelle gingen Sandra Klaproth und Sebastian Erfert an den Start. Beide kamen gut vom Start weg.    Erfert lief die ersten 1.000 Meter in 3:46 min. an, seine Teamkollegin Klaproth in guten 4:38 min. Ein schnelles Tempo für beide, aber bei den starken Windböen, Dauerregen und kalten 6 Grad, wurden die nächsten Kilometer ziemlich anstrengend und so wurde das Lauftempo dann doch etwas langsamer. Sebastian Erfert erreichte das Ziel in 19:43 min. und Sandra Klaproth in 25:10 min. Für beide Läufer/innen wurde es am Ende der Bezirksmeistertitel in ihrer Altersklasse.

Auf dem Foto: Sebastian Erfert und Sandra Klaproth vom VfL Westercelle

Foto: SE

Text: FS/TL

Westerceller Ausdauersportler mit starken Leistungen beim 1. Celler Holzwerk-Staffelmarathon

Celle 28.09.2025

Bei strahlendem Spätsommerwetter fand der 1. Celler Holzwerk Staffelmarathon statt, der von der Triathlon Sparte des SV Altencelle ausgerichtet und organisiert wurde.

Insgesamt 41 Mannschaften wagten sich mit je 4 Läufern auf die ca. 1,3 km lange Wendepunktstrecke, die von jedem Teammitglied 8 mal gelaufen werden musste.

Zuschauer und Teammitglieder feuerten die Läufer bei den regelmäßigen Staffelübergaben begeistert an.  Im Live-Ticker konnten die Leistungen der Teams online verfolgt werden, so dass keine Langeweile aufkam.
Das sehr gut bestückte Kuchenbuffet und der Grill ließen auch für die Zuschauer keine kulinarischen Wünsche offen.

Sportlich überzeugte das Wettkampf-Format dieses Team-Events auf ganzer Linie.

Das schnellste Team „Runclub Celle – Team Staffelmodus“ siegte in der Kategorie Männer in 2:29:39 h, was einer mittleren Pace von 4:40 min/1,3 km entsprach. In der Mixed Kategorie beendete das schnellste Team TRI-JOY Pace Party den Marathon in 2:39:55  (Pace 4:59 min/1,3 km), die schnellsten Damen kamen vom MTV Müden/Örtze mit einer Zeit von 3:17:46 (mittlere Pace 6:10 min/1,3 km) ins Ziel.

Die Westerceller Ausdauersportler waren mit 3 Teams am Start.  Das Team SchimBikeBeerRun Westercelle mit den beiden Läuferinnen Claudia Schimschal und Sonja Beer und den beiden Läufern Daniel Beer und Martin Finke, der spontan für den erkrankten Stefan Schimschal einsprang, konnte im dichten Mixed Feld eine beeindruckende Marathonzeit von 2:56:03 und damit unter der Schallmauer von 3 h herauslaufen und belegte damit den 6. Platz von 25 Mixed Teams. Auch das 2. Mixed Team – VfL Express mit Marion Suchy, Annika Tadic-Schoeps, Sebastian Erfert und José Robles lief in einer beeindruckenden Zeit von 3:07:13 auf den 9. Platz.

In der Kategorie Männer lief das Team VfL Westercelle M50++ mit Hanno Reckmann, Jens Kramer, Diemo Rollert und Volker Dittmar mit 3:04:28 immerhin auf den 8. Platz von 11 Mannschaften.

Alles in allem war es ein perfekter Sporttag für alle Westerceller, die sich schon auf eine Wiederholung der rundum gelungenen Einstandsveranstaltung im nächsten Jahr freuen.

Text: au

Bilder: au, tl

Sonja Beer überrascht beim 10-Teiche-Marathon in Hahnenklee: Platz 2 über 42,195km

Eigentlich wollte Sonja Beer vom VfL Westercelle in Hahnenklee bei Goslar nur ihre Zeit von 2023 verbessern und den Lauf entspannt angehen. Doch schon nach wenigen Kilometern war klar: die Beine wollten mehr. Ihre einzige Sorge – in der zweiten Runde einzubrechen – erwies sich als unbegründet. „Ich habe mir gedacht – wenn der Einbruch doch kommt, dann hatte ich wenigstens in der ersten Runde Spaß“, so Beer nach dem Rennen.

Das Streckenprofil hatte es in sich: rund 1.000 Höhenmeter, lange Bergabpassagen und am Ende jeder 21,1-km-Runde ein unerwartet steiler Anstieg. Trotzdem lief Beer souverän durch und überquerte nach 42,195 Kilometern in 4:10:19 Stunden die Ziellinie – nur 2:20 Minuten hinter der Siegerin. Der Abstand zur Drittplatzierten betrug satte 40 min.

Der 10-Teiche-Marathon gilt als Geheimtipp für Läuferinnen und Läufer, die sportliche Herausforderung mit familiärer Atmosphäre verbinden möchten. Für Sonja Beer bleibt er ein besonderer Höhepunkt des Projektes „12 Marathons in 12 Monaten“ – mit Leichtigkeit, Spaß und Mut, das Tempo anzunehmen, erreicht man oft mehr, als man sich selbst zutraut.

Foto und Text: DB