Westerceller Sieg beim Einlagerennen beim „Rudern gegen Krebs“

Celle 6.9.2025

Für eine gute und gemeinnützige Tat benötigte es bei Kersten Kraft (Spartenleiter Volleyball), Thorsten Lübke (Spartenleiter Triathlon/Radsport) und ihren Mitstreitern Bernd Otte (Radsport) und Dr. Hanno Reckmann (Triathlon) keinerlei Überzeugungskraft. Man nahm die Herausforderung gern und mit vollem Eifer an, um das herausragende Celler Benefiz-Event „Rudern gegen Krebs“ an der Ziegeninsel zu unterstützen!

Dass unsere VfL’er an den Skulls im Doppelvierer mit Steuermann eine gute Figur machten, ist auch den vier Übungsstunden mit der Trainerin Sonja Rumpf vom Celler Ruderverein zu verdanken, die unsere Sportler hervorragend auf das Event mit einem Einlagerennen gegen die Teams vom SV Eintracht/MTV Celle, TuS Celle FC und die Altenceller Schützengilde vorbereitete.

Sah es beim letzten Training eher noch ziemlich unsynchron aus, so konnte man dann aber doch im Einlagerennen über 300 Meter vor großer Zuschauerkulisse voll überzeugen und vom Start weg der Konkurrenz bereits nach halber Wegstrecke enteilen und den Sieg locker nach Hause bringen.

Damit war nicht unbedingt zu rechnen und so stand man dann auf dem Podium und ließ sich freudestrahlend die Goldmedaillen vom Bürgermeister der Stadt Celle, Alexander Wille, umhängen.

Fazit: Gutes getan und dabei viel Spaß gehabt. Gerne wieder!   

Fotos: TL und CL

Text: TL

Claudia Schimschal siegt in Bokeloh

Westercelle/Bokeloh

Mit einem kleinen aber feinen Team reisten die Triathleten des VfL Westercelle zum Triathlon nach Bokeloh.

Das Wetter konnte kaum besser sein und ein perfekt organisierter Wettkampf sorgten für beste Bedingungen mit vielen guten Resultaten und sogar Bestleistungen, auch unserer heimischen Athleten.

Dabei stach besonders die 39 jährige Claudia Schimschal in ihrer Altersklasse 35 hervor.

Nachdem das 700 Meter Schwimmen im sehr warmen Freibad überstanden war, ging es auf eine atemberaubende Aufholjagd, die zunächst mit dem deutlich schnellsten Radsplit auf hügeligem 20,2 km Terrain begann und dann noch mit einer Bestzeit über den etwa 5,1 km langen Laufkurs endete. Somit siegte Schimschal dann auch deutlich vor ihren Konkurrentinnen in ihrer Altersklasse mit einer hervorragenden Gesamtzeit von 1:18,42 Std.

Ebenfalls bestens aufgelegt war Hanno Reckmann, der eine tadellose Schwimm-, Rad-und Laufleistung zeigte.

Belohnung dafür war ein guter 5. Platz in der gut besetzten Altersklasse 55 mit einer Gesamtzeit von 1:15,47 Std. Damit war Reckmann deutlich schneller unterwegs als 2024 und konnte sich über seine prima Leistung freuen.

Einen Last Minute-Wettkampf legte Thorsten Lübke hin, der erst 3 Tage zuvor den Startplatz von einem erkranktem Sportkameraden übernahm, was zwar eine suboptimale Vorbereitung darstellte, aber dennoch mit der vorhandenen Routine mehr als zufriedenstellend gelöst wurde. Die Gesamtzeit von 1,23,14 Std. reichte dann immerhin zum 5. Platz in einer ebenfalls stark besetzten Altersklasse 60. 
Fazit: „Die älteren Jahrgänge sind irgendwie noch ganz schön schnell unterwegs!“ so ein staunender Lübke.

Im Wettbewerb der männlichen Jugend B sammelte der 14 jährige Jayden Engel, eigentlich VfL Handballer, weitere Erfahrungen im Triathlon. Ohne Probleme absolvierte er den Wettbewerb und kam in genau 47 Minuten auf dem 13. Platz seiner Altersklasse ins Ziel.

Da Astrid Ullerich zur Zeit verletzt ist, stellte sie sich in den Dienst des SV Butteramt und half bei der Startunterlagenausgabe, danke Astrid.

Text: TL

Fotos: CL                          

Westerceller mit Titelgewinn bei Triathlon Landesmeisterschaft in Hannover-Lahe

Bei den Triathlon Landesmeisterschaften über die Sprintdistanz in Hannover-Lahe sicherte sich Gerald Sommer vom VfL Westercelle den Landesmeistertitel in der Altersklasse (AK) 65. Knapp am Podium vorbei lief Jessica Harloff auf Platz 4 bei den Juniorinnen ins Ziel. Dr. Claudia Schimschal wurde nach starker Rad- und Laufleistung Fünfte in der AK 35. Weitere TOP-Ten Platzierungen erkämpften sich Stephan Hasse Platz 6 (AK 60), Susanna Hasse (Platz 5) und Dr. Volker Dittmar auf Platz 10 (AK 60). Jens Kramer lief nach super Schwimmleistung auf Rang 13 in der AK 55 ins Ziel.

Der Startschuss über die 750 Meter Schwimmstrecke fiel als Landstart im Altwarmbüchener See Stephan Hasse (AK 60) schwamm mit 14:21 min eine Top Zeit in seiner Altersklasse. In dieser Zeit ist der Lauf über fast 400 Meter in die Wechselzone zum Triathlonrad enthalten. Jessica Harloff legte mit 15:43 min. die schnellste Schwimmzeit der Westerceller Damen hin, gefolgt von Susanna Hasse und Claudia Schimschal. Gerald Sommer erkämpfte sich nach einem schnellen Wechsel auf dem Rennrad über 22 km Platz 1 in seiner Altersklasse, den Sommer mit 29 Sekunden Vorsprung ins Ziel lief.“ Das war der perfekte Tag, den ich seit November mit einem Radtrainingslager beginnend akribisch vorbereitet habe,“ freute sich Sommer natürlich bei Sonnenschein im Zieleinlauf über seinen Titelgewinn.

Auf der anschließenden olympischen Distanz über 1500 Meter schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen holten die VfLer weitere 3 Podiumsplätze. Bei den Damen zeigte Sonja Beer insbesondere beim Laufen eine sehr starke Leistung und holte sich verdient den Silberrang in der AK 40. Dem wollten die Männer nicht nachstehen und sicherten sich mit Diemo Rollert (AK 50) und Dr. Hanno Reckmann (AK 55) auf Platz 3 die Bronzeränge. Daniel Beer (AK 40) zeigte zum Abschluss über die 10 km eine klasse Laufleistung und sicherte sich Patz 5.

Im Volkstriathlon lief dann nach dem Landstart noch Marion Suchy ins 22,9 Grad warme Wasser des Sees und beendete den Wettkampf auf Platz 5 in der Altersklasse 55.“

Besonders schön war es, dass bereits am Samstag beim sehr gut besuchten Schülertriathlon auch ein Westerceller Starter dabei war. John Beer absolvierte seinen allerersten Triathon in der Abteilung Schüler B (10-11 Jahre) mit 200 m Schwimmen, 5000 m Radfahren und 1000 m Laufen. Mit der zweitbesten Laufleistung des Wettkampfes konnte er sich in einer spannenden Aufholjagd am Ende noch den 5. Platz in seiner Altersklasse sichern.

„Das waren insgesamt zwei tolle Tage für unsere Triathlonabteilung im VfL Westercelle ,“ so die Teambetreuerin Astrid Ullerich, die verletzungsbedingt passen musste, abschließend.

Text: Gerald Sommer, Astrid Ullerich

Fotos: Astrid Ullerich

Celler Triathleten beim 18. Hallig Dreeathlon 2025

Celle / Langenhorn 18.7.2025

An der Nordseeküste, der Hamburger Hallig fand in diesem Jahr bereits zum 18. Mal ein ganz besonderer Triathlon statt. Nach 10 km Radfahren durch die norddeutsche Deichlandschaft laufen die Triathleten und Triathletinnen 5.3 km über eine Landzunge durch Salzwiesen zwischen den Deichschafen zur Wasserkante, um sich dort in die Nordsee zu stürzen und die ca. 400 m lange Schwimmstrecke zu absolvieren.  Danach geht es dieselbe Strecke zurück, erst laufend, dann auf dem Rad.  

In diesem Jahr nahmen 3 Celler Triathleten den Kampf gegen den Wind und das Wetter auf.  

Jens Kramer und Hanno Reckmann vom VfL Westercelle und Martin Jodda vom SV Altencelle reihten sich in die Starter ein, welche im 10 sec Abstand in den Wettkampf starteten. 

Alle 3 konnten auf der abwechslungsreichen Strecke ihre jeweiligen Stärken ausspielen und kamen zufrieden ins Ziel.  Auch der Wettergott hatte ein Einsehen und belohnte die Teilnehmer mit einem malerischen Regenbogen auf dem Rückweg.

Hanno Reckmann erreichte mit 1:41 den 23., Jens Kramer in 1:43 den 26. und Martin Jodda mit 1:58:58 den 57. Platz bei den Männern. 

Text und Bilder: Astrid Ullerich

Gold für Eheleute Hasse und Sommer beim Hitzetriathlon am Arendsee

Hervorragende Leistungen lieferten die Triathletinnen und Triathleten des VfL Westercelle bei der  fast 35 Grad Hitzeschlacht am vergangenen Sonntag am Arendsee in Sachsen-Anhalt ab. Stephan Hasse holte auf der olympischen Distanz den Titel in der Altersklasse (AK) 60. Dem wollte seine Ehefrau Susanna Hasse auf der Sprintdistanz nicht nachstehen und lief auf Platz 1 in der AK 50 ins Ziel. Gerald Sommer holte nach zwei Silberrängen zum Saisonstart die ersehnte Goldmedaille in der AK 65. Marion Suchy holte Silber in der AK 55. Tobias Cordes wurden Neunter in der AK 35 auf der Halbdistanz.

Mit einer herausragenden Schwimmzeit über 1500 Meter von 24:06 min. lief Stephan Hasse auf Platz 7 aller Teilnehmer liegend in die Wechselzone, damit ließ er fast alle jüngeren Schwimmer hinter sich.“ Das war einfach brettstark geschwommen von Stephan“, zollte Gerald Sommer seinem Teamkameraden höchsten Respekt. Mit einer guten Radzeit von 1:12,46 min für 40 km baute Hasse seinen Vorsprung in der AK 60 auf den Zweitplatzierten aus und lief das Rennen über die 10 km dann sicher nach Hause.

Auf der Sprintdistanz schwamm Susanna Hasse die 600 Meter Wendepunktstrecke nach einem Landstart in 11:56 min. von den VfLer am schnellsten.“ Das Schwimmen war ja bei der Hitze das reinste Vergnügen“, freute sich Hasse über die sehr gute Zeit. Marion Suchy erreichte nach 15:07 min. vor Gerald Sommer das Seeufer. Nun galt es einen Anstieg hinauf in die 600 Meter entfernte Wechselzone zum Triathlonrad zu laufen. Da der Asphalt sehr heiß war und sich laut Moderator sogar einige Athleten die Füße verbrannten, war es erlaubt mit Schuhwerk zu laufen. Gerald Sommer verzichtete zu Gunsten einer schnellen Wechselzeit darauf.“ Das war schon sehr heiß an den Füßen, aber jede Sekunde Wechselzeit zählt auf der Sprintdistanz,“ so Sommer, der damit zum Schluss des Rennens im Kampf um Platz 1 in seiner Altersklasse Recht behalten sollte.

Sommer fuhr dann auf der 26 km Radstrecke mit einem gewohnt starken Radsplit auf Platz 1 seiner Altersklasse vor. Susanna Hasse zeigte ebenfalls eine starke Radleistung und festigte auf dem Bike Platz 1. Marion Suchy beendete das Biken auf Platz 2 der AK.

Souverän liefen Susanna Hasse und Marion Suchy die abschließenden 5 km mit 2 heftigen Anstiegen bei 34 Grad im Schatten ihre Podiumsplätze nach Hause. Gerald Sommer musste auf den letzten 2 Kilometern richtig kämpfen, da ihm sein Hauptkonkurrent vom Triathlonverein Wansleben als stärkerer Läufer immer näherkam und fast 2:30 min beim Laufen aufholte.“ Aufgrund meiner super Wechselzeiten, dort war ich 56 Sek. schneller als mein Sportfreund aus Wansleben, lief ich echt am Limit bei dieser Hitzeschlacht mit 22 Sekunden Vorsprung ins Ziel“, so Sommer erschöpft, aber glücklich beim anschließend alkoholfreiem Kaltgetränk.

Tobias Cordes startete auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und abschließenden 21 km Lauf und lief als 9ter seiner Altersklasse nach 6:23 ,08 Std. ins Ziel. „Das Ding zu finishen bei der Hitze, davor ziehe ich meinen Hut. Einfach nur klasse“, so Sommer abschließend.

Claudia Schimschal und Jose Robles vom VfL Westercelle zeigten am Sonntag beim Tankumsee Triathlon im Landkreis Gifhorn ebenfalls starke Leistungen und finishten auf Platz 5 in der AK 35 bei den Damen und Platz 19 bei den Herren der AK 50. Hervorzuheben sind ihre klasse Laufleistungen auf den abschließenden 5 km.

Foto: Carola Beddig-Sommer

Foto von links: Susanna Hasse, Stephan Hasse, Gerald Sommer, Marion Suchy, Tobias Cordes

Sieben Podiumsplätze für Westerceller Triathletinnen und Triathleten in Suderburg

Sehr gute Leistungen zeigten die Triathletinnen und Triathleten des VfL Westercelle beim Hardausee Sprinttriathlon in Suderburg. Die Frauen holten mit Dr. Claudia Schimschal (AK 35), Sonja Beer (AK 40) und Marion Suchy (AK 55) dreimal den Silberrang und zusätzlich mit Astrid Ullerich (AK 55) noch eine Bronzemedaille. Hinzu kamen noch zwei die Silberränge von Jens Kramer (AK 55) und Gerald Sommer (AK 65). Thorsten Lübke wurde Dritter in der AK 60 und Daniel Beer schrammte auf Platz 4 in der AK 40 nur knapp am Podest vorbei.

Bei kühlen 19 Grad Wassertemperatur galt es nach einem Landstart vom Sandstrand, 500 Meter im landschaftlich schönen Hardausee zu schwimmen.  Schnellster Schwimmer der VfLer war Jens Kramer, der mit gutem Tempo in die 150 Meter entfernte Wechselzone lief. Nach schnellem Wechsel spielten die Westerceller Damen ihre Radstärke auf dem hügeligen 10 km Rundkurs, der zweimal zu fahren war, aus und fuhren auf die Spitzenposition in ihren Altersklassen vor. „Die Radstrecke war richtig gut und echt schnell“, so Marion Suchy, die mit ihrem Radsplitt sehr zufrieden war. Dem wollten die Männer nicht nachstehen und zeigten ebenfalls starke Radleistungen mit Zeiten von Jens Kramer (39:07 min.), Daniel Beer (39:10 min.), Thorsten Lübke (39:46 min.) und Gerald Sommer (39:55 min.). Beim abschießenden Crosslauf über 4,1 km um den Hardausee, konnten insbesondere die Frauen mit starken Laufzeiten von Dr. Claudia Schimschal 18:22 min., Sonja Beer 18:46 min., Marion Suchy 23:41 min. und Astrid Ullerich 24:10 min ihre Stärken ausspielen. Die beste Laufzeit der Männer legte Daniel Beer in 17:46 min. hin. Gerald Sommer musste auf Platz 1 in seiner Altersklasse liegend einen schnelleren Läufer vorbeiziehen lassen. „Da konnte ich leider in der 2ten Runde nicht mehr gegenhalten“, so Gerald Sommer zufrieden im Ziel.  „Insbesondere unser Damenteam mit dem 5. und 7. Gesamtplatz durch Claudia Schimschal und Sonja Beer war wieder in super Form. Sieben Podiumsplätze mit acht Starterinnen und Startern mehr geht nicht,“ resümierte Triathlon-Abteilungsleiter Thorsten Lübke abschließend.

Text Gerald Sommer

Bild: Carola Beddig-Sommer, Bernd Otte

Bonn Triathlon

Bonn 8.6.2025

Manchmal ist Triathlon ein kleines Abenteuer.  So auch der Bonn Triathlon den Jens Kramer vom VfL Westercelle als Teilnehmer und ich als Supporter am Pfingstsonntag erlebten.

Zunächst starteten die Gruppen vom Fährschiff auf die 3,8 km lange Schwimmstrecke im Rhein bei reißender Strömung von ca.1,7 m/ s, also 102 m/ 60 s.  Selbst geübte Schwimmer absolvierten die Strecke damit in halber Zeit, aber das Treffen der Ausstiegsstelle war buchstäblich lebenswichtig.

Ca. 500 m unterhalb hatte sich deshalb zur Sicherheit das Rettungsboot der Feuerwehr bereits in Position gebracht, um abgetriebene Schwimmer zu bergen. Auch entlang der gesamten Schwimmstrecke wurden die Schwimmer von zahlreichen Rettungskräften der Hafenpolizei und Rettungstauchern des DLRG bewacht.

Anschließend folgten 62 km auf dem sehr anspruchsvollen Radkurs mit 800 Höhenmetern durch das Siebengebirge. 

Zum Abschluss dann folgte eine entspannte 15 km lange Rundstrecke am – zum Glück- ebenen Rheinufer.

Zunächst war der Wettergott gnädig und die schlechten Vorhersagen schienen sich nicht zu bewahrheiten. Lediglich der Wind sollte den Teilnehmern mit Sturmböen von über 50 km/h zu schaffen machen. Auf den letzten 2 Kilometern der Laufstrecke wurde Jens dann doch noch vom Sturm eingeholt und buchstäblich über die Ziellinie geschwemmt.

Alles in allem ein sehr spannender und kurzweiliger Wettkampf. Sollte die Veranstaltung im nächsten Jahr stattfinden, sind wir wieder dabei.

Text und Bilder: Astrid Ullerich

Diemo Rollert nach der Mecklenburger Seenrunde vor der Landkarte mit der Strecke

Mecklenburger Seenrunde gerollert

Neubrandenburg 30.-31.05.2025

Als Einer von 8 Cellern und insgesamt rund 5000 Teilnehmenden hat Diemo Rollert die 305 KM der Mecklenburger-Seenrunde erfolgreich absolviert. Dabei galt für den Sportler vom VfL Westercelle zum zweiten Mal eine Besonderheit: Nicht auf das Fahrrad hat er sich auf die „Beste Radtour des Lebens“ (so der Veranstalter ) geschwungen, sondern, getreu seines Nachnamens, auf den Wettkampf-Tretroller. Bereits am Freitagabend um 21:30 Uhr war für ihn der Start. So ging es in den Sonnenuntergang, dann begleitet von Kröten- und Nachtigallengesang in die Nacht. Zwischenzeitlich begleitet von einigen Radelnden, spendeten die Verpflegungsstationen und dann nach rund der Hälfte der Runde der Sonnenaufgang neue Kraft. Bei herrlichem Wetter und sommerlichen Temperaturen nahm Rollert die hügelige zweite Hälfte in Angriff. Besonders zum Ende der Tour wurde jeder Anstieg zur Herausforderung, es fehlt beim Roller eben die Gangschaltung. Beim Durchhalten halfen besonders die zahlreichen und intensiven Anfeuerungen durch das Publikum und der vorbeidüsenden Radfahrer. Nach 20:21 Stunden und damit gut 2 Stunden schneller als vor 2 Jahren, rollerte Rollert geschafft aber glücklich und umjubelt in das Ziel.

Text: DR

Fotos: DR und Anna Voigt

Westerceller mit starken Leistungen beim Triathlon in Hameln

Starke Leistung zeigten vier Triathletinnen und vier Triathleten vom VfL Westercelle beim mit 700 Startern ausverkauften Triathlon in Hameln. Über die Sprintdistanz konnte Dr. Claudia Schimschal  den zweiten Platz in der Altersklasse 35 (AK) ersprinten. Weitere Top Ten-Platzierungen bei den Damen mit Platz 7 von Susanna Hasse (AK 50), Platz 8 Marion Suchy, Platz 9 Astrid Ullerich in der AK 55 und Platz 6 durch Dr. Hanno Reckmann sowie Platz 10 durch Jens Kramer (AK 55) und Stephan Hasse Platz 8 sowie Dr. Volker Dittmar Platz 12 (AK 60) rundeten die gute Mannschaftsleistung bei den Herren ab.

Der Startschuss über die 500 Meter Schwimmstrecke fiel im Südbad in einem 50 Meter-Becken. Stephan Hasse (AK 60) schwamm mit 7:56 min eine Top Zeit in seiner Altersklasse und lief auf Platz 1 liegend in die Wechselzone. Susanna Hasse (AK 50) legte mit 10:05 die schnellste Schwimmzeit der Westerceller Damen hin, gefolgt von Claudia Schimschal vor Marion Suchy und Astrid Ullerich. „Nach dem Schwimmen lieferten unsere drei AK 50/55 Frauen eine kleine Vereinsmeisterschaft ab und waren im Ziel nur knapp 2 Minuten auseinander“, so Teamcoach Gerald Sommer begeistert von seinem Damenteam. Bei den Männern lag Jens Kramer nach dem Schwimmen mit einer starken Zeit von 8:32 min auf Platz 1 in seiner Altersklasse 55.

Die 20 km Radstrecke führte durch die schöne Landschaft um Hameln. Claudia Schimschal und Hanno Reckmann starteten eine furiose Aufholjagd auf dem Triathlonrad. „Claudia legte hier den Grundstein für ihren Silberrang, den sie dann mit einem tollen Lauf über 5 km in 23:08 min hielt“, analysierte Gerald Sommer das Rennen seiner Topathletin. Hanno Reckmann fuhr mit 38:59 min, in der die gesamten Wechselzeiten enthalten sind, die schnellste Zeit der Westerceller.

Beim Laufen spielte der aktuelle Landesmeister mit der Mannschaft in der AK 60 über 5 km Volker Dittmar seine Stärke aus und lief in 23:48 min die drittschnellste Zeit seiner Altersklasse und war damit schnellster Westerceller.

„Den tollen Tag ließen wir dann beim Kaffeetrinken und Grillen bei unserer Sportkameradin Astrid Ullerich in Wunstorf ausklingen. Denn:  Im Verein ist Sport am schönsten,“ so Gerald Sommer abschließend.

Foto: Carola Beddig-Sommer

Bildunterschrift: Claudia Schimschal fuhr auf dem Triathlonbike zu Silber

111 Kilometer Sylt: Sonja und Daniel Beer laufen beim North Sea Ultra einmal rund um die Insel

Celle/Sylt

Einmal um die Insel, einmal durch alle Gefühle: Bei der diesjährigen 3. Auflage des North Sea Ultra umrundeten Sonja und Daniel Beer die komplette Insel Sylt. 111 Kilometer – getragen vom Wind, geblendet von der Sonne, begleitet vom Sand unter den Laufschuhen und vor allem: in einem unentwegten Kampf mit und gegen Kopf und Körper.

Für beide war der Ultra das unangefochtene Wettkampf-Highlight des Jahres. Seit Januar verfolgen sie ihr persönliches Projekt: Jeden Monat einen Marathon. Fünf von zwölf sind nun geschafft, doch der North Sea Ultra war mehr als nur ein Haken auf der Liste.

Für beide war die längste Distanz vorher 77km – somit war die Hauptfrage für Sylt: wie geht man mit den Schmerzen um, wie stark ist der Kopf, wenn der Körper nicht mehr weiter will?

„Das war kein Wettkampf, das war ein Erlebnis fürs Leben“, sagt Sonja Beer im Ziel. „Die Landschaft, der Wind, die Menschen an der Strecke und die Mitläufer – das alles hat uns getragen. Es war hart, aber auch wunderschön.“

Der Lauf selbst war ein Spiegel der Insel: fordernd, wechselhaft und doch unvergleichlich. Vom weichen Sand bis zu den endlosen Wegen entlang der Dünen und des Meeres, von der grellen Mittags- bis zur weichen Abendsonne, von vielen Schafen am Deich über freche Möwen. 

„Am häufigsten kommt die Frage: läuft man das durch? Wie macht ihr das mit Toilette und Essen?“, lacht Sonja Beer. Die Antwort ist recht simpel: man trägt einen Großteil seiner Verpflegung mit sich in einem Rucksack. Etwa alle 10km kommt ein Verpflegungspunkt mit Helfern, einer Toilette und Essen und Trinken. „Dort bleibt man dann kurz, hält einen Klönsnack und füllt seine Vorräte auf. Dann geht es weiter. Und nein, man läuft auch nicht die ganze Zeit – im späteren Verlauf des Rennens werden die Gehpausen auch mehr.“, grinst Daniel Beer. 

Er beschreibt den Moment des Ankommens so: „Wir sind gemeinsam in Kampen im Abendlicht ins Ziel gelaufen. 14 Stunden, 10 Minuten und 8 Sekunden. Völlig erschöpft und gleichzeitig überglücklich. Es war unbeschreiblich.“

Die Atmosphäre beim North Sea Ultra sei besonders gewesen, ergänzt Sonja: „Hier ist nichts anonym. Man erkennt sich wieder, motiviert sich gegenseitig, teilt Essen, Energie und Geschichten. Das ist, was Laufen für mich ausmacht.“

Einmal Sylt, einmal Emotion pur. Wer fragt, ob sich der Aufwand lohnt, bekommt von den Beers nur eine Antwort: absolute Empfehlung.