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Kompletter Medaillensatz für Westerceller Ju-Jutsuka bei den Deutschen Schülermeisterschaften

Vom 07.-08.05.2022 fanden in Waghäusel (BW) die Deutschen Schülermeisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter den 64 Vereinen und über 200 Teilnehmer*innen war der VfL Westercelle mit vier Athleten*innen vertreten. Als erstes ging Andreas Scholl in der Klasse U14 bis 42 kg an den Start. Für ihn war es nach zwei Jahren Pandemie bedingter Pause das erste Turnier. Seinen ersten Kampf gegen einen Kontrahenten aus Mühlbachtal konnte er lange ausgeglichen gestalten, erarbeitete sich sogar eine 2-Punkteführung. Leider konnte er diese nicht bis zum Schluss verteidigen. Sein Gegner konnte mit einem Wurf seinerseits in Führung gehen. Am Ende musste sich Andreas dem späteren Finalisten knapp mit 5:6 geschlagen geben. In der Trostrunde traf er auf einen Kämpfer aus Zeitz. Auch in diesen Kampf konnte sich keiner entscheidend absetzen. Mit einem Punkt Rückstand und 10 Sekunden vor dem Ende, gelang Andreas dann doch noch der entscheidende Wurf zum Sieg. Nach einem Schulterwurfansatz wechselte er in die kleine Innensichel und konnte so seinen Gegner zu Boden bringen und den Kampf mit 6:5 gewinnen. Als nächstes ging es gegen einen Ju-Jutsuka aus Bernau. Andreas konnte sich zu Beginn mit einer Schlagkombination schnell Punkte sichern. Im weiteren Verlauf des Kampfes war sein Gegner allerdings in der Lage, seine Reichweitenvorteile besser zu nutzen. Letztendlich musste sich Andreas mit 4:11 geschlagen geben und belegte damit einen guten 7. Platz bei seiner ersten DSM-Teilnahme.

Statt in der Klasse U14 musste Isha Njingo aus Mangel an Gegnerinnen in der U16 +63 kg starten. Hier traf sie im ersten Kampf gleich auf die Vizeeuropameisterin dieser Klasse aus Mühlbach. Isha begann druckvoll und punktete mit einer Schlagkombination. Da sie aber nicht sofort wieder Distanz aufbaute, nutzte das die Mühlbacherin für einen Konter und war auch sofort in der Lage Isha zu werfen und am Boden in eine Haltetechnik zu zwingen. Damit ging dieser Kampf leider vorzeitig verloren. Unbeeindruckt von der Niederlage, begann Isha den nächsten Kampf, gegen eine Athletin aus Amberg, mit schnellen Schlagkombinationen und sicherte sich die ersten Punkte. Isha setzte ihre Gegnerin mit erneuten Atemiangriffen (Schläge und Tritte) weiter unter Druck und war anschließend in der Lage sie mit O-Uchi-Gari (große Innensichel) für Ippon (große Wertung) zu werfen. Danach gelang es ihr die Ambergerin mit einer Haltetechnik 15 Sekunden zu halten und gewann vorzeitig mit Full Ippon. Nun ging es gegen eine Ju-Jutsuka aus Finkenwerder um den 2. Platz. Beide Kämpferinnen lieferten sich einen offenen Schlagabtausch im Laufe dessen sich die Hamburgerin einen Vorsprung erarbeiten konnten. Erst wenige Sekunden vor Schluss gelang es Isha endlich ihre Gegnerin mit Tani-O-Toshi (Talfallzug) für Ippon zu werfen. Anschließend gelang es ihr sogar die Kontrahentin in eine Haltetechnik zu zwingen. Leider war Isha nicht in der Lage, ihre Gegnerin die volle Zeit zu halten, um so vorzeitig zu gewinnen. Damit ging dieser Kampf mit 11:17 zwar verloren. Isha durfte sich aber über den Gewinn der Bronzemedaille freuen.

In der Klasse U16 bis 42 kg ging Justin Gramlich auf Medaillenjagd. Der amtierende Weltmeister bis 38 kg hatte leider nur einen Gegner. Somit wurde im Modus „Best of 3“ gekämpft. In der ersten Runde gegen den Kämpfer aus Neugablonz konnte sich Justin schnell Ippons im Part 2 (Werfen) und Part 3 (Boden) sichern. Nur im Part 1 (Atemis) tat er sich etwas schwerer, fand nicht gleich die richtige Distanz. Nach Hälfte der Kampfzeit gelang es Justin dann endlich mit einem schnellen Gjaku-Zuki den letzten Ippon für den vorzeitigen Sieg zu holen. Die zweite Auseinandersetzung verlief ähnlich. Justin konnte seinen Gegner mit Uchi-Mata werfen und anschließend den Ippon am Boden mit einer Haltetechnik holen. Doch erneut sollte er es spannend machen, bis er endlich Sekunden vor Schluss die notwendigen Punkte mit einem Gjaku-Zuki im Part 1 holte und sich damit die Goldmedaille sicherte.

Am zweiten Tag der Wettkämpfe ging Kristin Raddatz in der Klasse U18 bis 70 kg an den Start. Gleich die erste Gegnerin war eine Kameradin aus dem Bundeskader. Konnte sich Kristin bei der Jugendeuropameisterschaft noch mit Full Ippon gegen die Athletin aus Hofheim durchsetzen, gestaltete sich diese Begegnung bis zum Schluss ausgeglichen. Beide punkteten mit Atemis, waren aber nicht in der Lage Ippons mit Würfen oder Aktionen am Boden zu holen. Nach Ablauf der Kampfzeit stand es 12:12. Leider hatte Kristin insgesamt einen Ippon weniger und verlor damit diesen Kampf. Von der Niederlage ließ sie sich aber nicht beirren. Mit dem Startkommando griff Kristin ihre nächste Kontrahentin sofort an. Brachte nach einer schnellen Schlagkombination die Gegnerin aus Schönebeck mit O-Soto-Gake (Großes Einhängen) zu Boden und zwang sie danach gleich in eine Haltetechnik. Nach 22 Sekunden war dieser Kampf gewonnen. Als letztes ging es gegen eine Ju-Jutsuka aus Eidelstedt. Mit schnellen Atemiangriffen konnte sich Kristin schnell einen Punktevorsprung erarbeiten. Der erste Versuch die Hamburgerin zu werfen missglückte zwar, allerdings erarbeitete sich Kristin am Boden sofort eine Vorteilsposition und konnte ihre Gegnerin mit einem Armstreckhebel zur Aufgabe zwingen. Zum vorzeitigen Sieg fehlte nun nur noch der Ippon in Part 2. Nach einer erneuten Schlagkombination, war Kristin in der Lage sich den richtigen Griff zu erarbeiten, holte sich mit O-Soto-Gake den Sieg durch Full Ippon und gewann damit die Silbermedaille. Mit jeweils einmal Gold, Silber und Bronze belegte der VfL den 10. Platz in der Vereinswertung und war damit auch bester Verein aus Niedersachsen.

Weltmeister und Vizeweltmeisterin im Ju-Jutsu kommen aus Westercelle

Vom 03.11.-11.11.2021 fand die Ju-Jutsu Weltmeisterschaften in Abu Dhabi statt. Unter den rund 1.300 Athlet*innen aus 60 Nationen waren auch Kristin Raddatz und Justin Gramlich vom VfL Westercelle vertreten.

Zwei Wochen zuvor holten die Beiden bei der Deutschen Schülermeisterschaft noch Medaillen für den VfL. Seitdem galt die volle Konzentration der Vorbereitung auf das große Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Statt einer Erholung in den Herbstferien wurde in den letzten 14 Tagen das Kraft- und Konditionstraining noch einmal intensiviert. In Zusammenarbeit mit dem Judoverein SV Nienhagen wurde außerdem an neuen Würfen und einer verbesserten Wurftechnik gefeilt. „Die Teilnahme bei einer WM, ist ein großes Ziel für Sportler*innen. Wenn am Ende noch eine gute Platzierung oder sogar Medaille erreicht wird, wäre das ein großer Erfolg für Kristin und Justin und natürlich auch für den Verein.“, schauten die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zuversichtlich auf das Turnier.

Beide U16 Bundeskadermitglieder durften sogleich am ersten Turniertag antreten. Kristin begann ihren ersten Kampf in der Klasse +63 kg, gegen eine griechische Ju-Jutsuka, mit einer schnellen Schlagkombination und konnte sich in den ersten Sekunden einen Punktevorsprung erarbeiten. Im weiteren Verlauf konnte sie ihre Gegnerin weiter unter Druck setzen. Nach einem Wurfversuch der Griechin mit O-Goshi (Hüftwurf), konterte Kristin mit Ura-Nage und konnte sich so den wichtigen Ippon im Part 2 (Werfen) sichern. Am Boden setzte sie sofort nach und zwang die Kontrahentin mit Koshi-Jime (Hüftwürger) zur Aufgabe. Damit konnte Kristin den ersten Kampf nach 54 Sekunden mit Full Ippon vorzeitig für sich entscheiden. Im nächsten Kampf, gegen eine Kasachin, ging es bereits um den Einzug ins Halbfinale. Auch hier holte sich Kristin zu Beginn mit schnellen Angriffen zwei Ippons in Part 1 (Schlagen und Treten). Danach versuchte sie sofort in den Wurfpart überzugehen und konnte die Gegnerin mit einer O-Goshi-Variante zu Boden bringen. Jetzt fehlte nur noch der Ippon in Part 3 (Boden), um auch diesen Kampf vorzeitig zu beenden. Den ersten Halteversuch konnte die Kasachin noch verhindern. Nach dem es vorerst im Stand weiterging und Kristin ein weiterer Wurf gelang, war sie auch in der Lage die Kontrahentin in eine Haltetechnik zu zwingen und auch diesen Kampf zu gewinnen. Im Halbfinale traf sie erneut auf eine Ju-Jutsuka aus Griechenland. Die kleinere Kontrahentin blieb am Anfang passiv und verlegte sich auf das Kontern, was ihr gut gelang und der Kampf so in den ersten 30 Sekunden nach Punkten ausgeglichen war. Nach einem erneuten Atemiangriff gelang es Kristin, die Griechin mit Tani-O-Toshi zu Boden zu bringen, bekam dafür aber nur Waza-Ari (halbe Wertung), weil die Gegnerin auf der Seite landete. Am Boden setzte die Westercellerin sofort nach und holte sich mit einem Hüftwürger den notwendigen Ippon. Jetzt fehlte nur noch ein Ippon in Part 2 zum Einzug ins Finale. Dementsprechend suchte sie nach erneutem Angriff sofort den Übergang zu einem Wurf, der auch gelang. Leider verletzte sich die Griechin dabei und war nicht mehr in der Lage weiterzukämpfen. Damit gewann Kristin den Kampf mit 11:7 und zog ins Finale ein. Hier erwartete sie die zweite Athletin des Bundeskaders in dieser Klasse, die ebenfalls sehr souverän in das Finale marschiert war. Kristin versuchte gleich zu Beginn Druck auszuüben und holte sich mit einer schnellen Kombination den ersten Ippon. Die Gegnerin aus Herford ging aber gleich zum Gegenangriff über und konnte ihrerseits punkten. Nach einem weiteren Schlagabtausch versuchte die Herforderin Kristin zu werfen, was zwar misslang, jedoch konnte sie die Westercellerin in eine Haltetechnik zwingen. Im weiteren Verlauf konnte die physisch etwas stärkere Gegnerin diesen Vorteil besser ausspielen und sich einen Punktevorsprung erarbeiten. Kristin steckte aber nicht zurück und griff bis zum Schluss immer wieder an. Am Ende musste sie sich jedoch mit 20:7 geschlagen geben, durfte aber bei ihrer ersten WM mit dem Gewinn der Silbermedaille sehr zufrieden sein.

Im Leichtgewicht bis 38 kg hatte es Justin mit zwei Kontrahenten zu tun. In seinem ersten Kampf gegen einen Kasachen, griffen beide immer wieder an, konnten Punkte in Part 1 sammeln und gestalteten den Kampf recht ausgeglichen. Im weiteren Verlauf wurde der kasachische Kämpfer allerdings immer unsauberer in seinen Schlagtechniken und wurde prompt für eine zu harte Technik bestraft. Nach Fortsetzung der Begegnung griff er erneut mit einer zu harten Technik zum Kopf an, die in dieser Altersklasse nicht erlaubt ist, bekam sofort die zweite Strafe und wurde daraufhin disqualifiziert. Im zweiten Kampf gegen einen Russen konnte Justin nach anfänglicher Zurückhaltung in Führung gehen. Leider konnte er diese nicht verteidigen. Der russische Ju-Jutsuka schaffte es immer wieder, Justins Angriffe abzufangen und ihn in eine Haltetechnik zu zwingen. Am Ende verlor der Westerceller mit 13:6. Trotz dieser Niederlage war die Chance auf den Titel immer noch vorhanden. Der Russe verlor nämlich den entscheidenden Kampf gegen den Kasachen ebenfalls durch Disqualifikation, weil er zu übermotiviert agierte und zu harte Tritttechniken anwendete. Jetzt hatte in dieser Gruppe jeder einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Da Justin in der Summe aber mehr Punkte gesammelte hatte, konnte er sich zum Schluss über den Weltmeistertitel freuen. „Wir hatten auf eine Medaille gehofft. Das sich Justin und Kristin einen Weltmeistertitel und Vizetitel erkämpft haben, ist einfach fantastisch.“, freuten sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell über das tolle Ergebnis.

Silber und Bronze für Westerceller Ju-Jutsuka bei den Deutschen Schülermeisterschaften

Vom 16.-17.10.2021 fanden in Maintal die Deutschen Schülermeisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts nahmen 158 Kämpfer*innen teil. Der VfL Westercelle war mit drei Athleten*innen vertreten. Als erstes startete Isha Njingo in der Klasse U14 +57 kg. Der Kampf gegen eine Ju-Jutsuka aus Finkenwerder war bis zum Schluss spannend und ausgeglichen. Beide konnten besonders mit Atemis (Schläge und Tritte) punkten. Am Ende konnte sich die Gegnerin knapp mit 11:10 durchsetzen. Von der Niederlage ließ sich Isha aber nicht beirren. Die nächsten beiden Kämpfe gestaltete sie souverän. Zunächst konnte sie gegen eine Kontrahentin aus Menden mit 8:3 überzeugen und sicherte sich danach die Silbermedaille mit Full Ippon (techn. K.O.) gegen eine Kämpferin aus Erbach.

In der Klasse U16 +63 kg ging Kristin Raddatz an den Start. Die ersten beiden Kämpfe gegen Athletinnen aus Schönebeck und Gelsenkirchen entschied Kristin souverän mit Full Ippon für sich. Im dritten Kampf traf sie dann auf eine Kameradin aus dem Bundekader. Beide kannten sich gut durch das gemeinsame Training und so war der Kampf bis zum Schluss ausgeglichen. Beide schenkten sich nichts und die Führung wechselte ständig. Am Ende musste der Videobeweis herangezogen werden um eine Siegerin zu ermitteln. Leider viel die Entscheidung zu Gunsten der Herforderin aus und Kristin hatte mit 11:12 das Nachsehen. Im Verlauf des letzten Kampfes, gegen eine Ju-Jutsuka aus Mühlbach, konnte Kristin nicht an ihre vorhergehende Leistung anknüpfen. Bis zum Schluss tat sie sich schwer, verlor mit 7:8 und musste sich mit dem dritten Platz zufriedengeben.

Aus Mangel an Gegnern musste Justin Gramlich zwei Gewichtsklassen höher starten. In der Klasse U16 -46 kg konnte er gegen einen Kämpfer aus Albstadt dennoch lange gut mithalten und vor allem mit Atemis punkten. Sekunden vor dem Ende nutzte der Albstädter dann doch seinen Kraftvorteil und setzte sich mit Full Ippon durch. Den nächsten Kampf konnte Justin durch seine Schnelligkeit und Beweglichkeit lange ausgeglichen gestalten. Nur Sekunden vor Schluss gelang seinem Gegner aus Hofheim eine Haltetechnik, aus die sich Justin nicht mehr befreien konnte und musste sich mit 2:4 geschlagen geben, durfte sich aber als Trost über die Bronzemedaille freuen.

„Nach 20 Monaten Wettkampfpause haben unsere Kämpfer*innen mit einer Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen ordentliche Leistungen gezeigt. Besonders für Kristin und Justin war die DSM eine gute Vorbereitung für die im November anstehende Weltmeisterschaft in Abu Dhabi.“, zogen die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell ein positives Fazit.

BJJ – Neues Kampfsportangebot in der Ju-Jutsu-Sparte

Mit der lang herbeigesehnten Hallenöffnung bietet die Ju-Jutsu-Sparte ab sofort einen neuen Kampfsport an, Brazilian Jiu Jitsu, kurz BJJ.

BJJ spielt sich hauptsächlich auf dem Boden ab. Ziel ist, es eine dominante und sichere Position einzunehmen und mit Hilfe von Armhebeln, Fußhebeln und Würgern den Kontrahenten zur Aufgabe zu zwingen. Dieser Kampfsport wurde entwickelt, um kleine und schwächere Personen in die Lage zu versetzen, sich gegen größere, stärkere und aggressivere Personen durch Hebelwirkung und dominante Positionierung zu verteidigen. In dieser Disziplin wird das Schlagen und Treten vermieden, weshalb es (wie auch das Ringen und Judo) zu den Grappling-Disziplinen (Griffkampf) zählt.

„Respekt, Fairness, die eigenen Emotionen kontrollieren – das alles vermittelt BJJ.“

Predrag Arsenic, Brazilian Jiu Jitsu Trainer

Das Training leiten wird Predrag „Predo“ Arsenic. Aus beruflichen Gründen ist der Stuttgarter, der seit 2006 Brazilian Jiu Jitsu betreibt, letztes Jahr nach Celle gezogen. „Ich mache seit 30 Jahren Kampfsport. Zum ersten Mal habe ich BJJ in São Paulo – Brasilien kennengelernt und war als langjähriger Kampfsportler sofort fasziniert von der Effektivität und der Art und Weise des Trainings.“

Jeden Freitag 20:30-22:00 hat BJJ im Gymnastikraum der Nadelberghalle ab sofort seinen festen Platz im Trainingskalender der Sparte. „Als einziger Sportverein in der Region, wollen wir Brazilian Jiu Jitsu als Breitensport in der Region etablieren, für Kampfsporterfahrene und Neueinsteiger.“, so Joachim Knoll, 2. Vorsitzender des VfL. Bislang gab es BJJ im Landkreis Celle nur an einer privaten Kampfsportschule in Bergen.

„Was Brazilian Jiu Jitsu so einzigartig macht, ist nicht nur die ausgefeilte Technik, die zur Anwendung kommt, sondern auch die realitätsbezogene Trainingsmethode. Kaum eine andere Kampfkunst lässt es zu, mit 100% Widerstand zu trainieren ohne den Trainingspartner zu verletzen.“, erklärt Predo.

„Ich freue mich, über den VfL Westercelle die Möglichkeit bekommen zu haben, das was ich liebe und lebe der Stadt Celle anbieten zu können.“

Ju-Jutsu startet in neue Trainingssaison

Es kann wieder los gehen!

Mit dem Ende der Sommerferien nimmt die Ju-Jutsu-Sparte ihren normalen Trainingsbetrieb wieder auf. Bis auf das Kindertraining am Montag (Startet erst nach dem 15.09.2020), werden alle üblichen Termine wieder angeboten. Voraussetzung für alle Teilnehmende, ist die Einhaltung des vom Landkreis und der Stadt vorgeschriebenen Hygienekonzeptes. Hiernach dürfen in jeder Halle bis zu 50 Personen ohne Abstandseinhaltung Sport betreiben, inklusive Kontaktsport, sofern eine lückenlose Dokumentation gewährleistet ist.

Wir freuen uns darauf, euch wieder auf der Tatami zu begrüßen!

Ju-Jutsu Wettkampfteam trainiert wieder

Drei Monate kein Training in der Halle, kein Training mit einem Partner und natürlich keine Turniere. Seit dem 11.06. hat diese Durststrecke nun endlich ein Ende gefunden, zumindest was das Training in der Halle betrifft. Zwar wurden die Wettkämpfer/innen regelmäßig mit Trainingsvideos versorgt, nur sind diese auf Dauer kein adäquater Ersatz. Hinzu kommt ein Höchstmaß an Disziplin und Eigenkontrolle, was für Kinder und Jugendliche nicht immer einfach ist. Soviel Selbstdisziplin über einen längeren Zeitraum ist selbst für Profisportler eine Herausforderung.

In der Hoffnung auf eine verspätete Deutsche Meisterschaft am Ende des Jahres, kehrten vorerst die Kämpfer/innen auf die Matte zurück, welche sich regulär für eine DM qualifizieren können. Natürlich ist ein kontaktloses Training in einer Kontaktsportart eine besondere Herausforderung. Hier müssen die Trainer nun besonders kreativ sein, um ein funktionales und abwechslungsreiches Training zu gestalten. Doch glücklicher Weise setzt sich Ju-Jutsu aus unterschiedlichen Kampfsportarten zusammen. So lassen sich auch ohne Partner Schlag- und Trittkombinationen erlernen, die Reaktion verbessern, Wurfbewegungen einstudieren und sogar Bodentechniken üben. Darüber hinaus sind Fitnessübungen ein fester Bestandteil des Trainings.

So kann die Zeit bis zu den Sommerferien vorerst sinnvoll überbrückt werden. Wie es danach weiter geht, wird von der Entwicklung der aktuellen Situation abhängig sein.

ACHTUNG! Der Trainingsbetrieb pausiert vorübergehend!

Liebe Ju-Jutsuka,

ich hoffe euch ist es in den letzten 8 Wochen des „Lock-down“ gut ergangen.

Sicher fragt ihr euch, wann es mit dem regulären Training wieder losgeht. Die ersten Außensportarten, wie z. B. Fußball, haben gerade vorsichtig mit dem Training begonnen. Dies allerdings nur unter hohen Auflagen. Leider ist unsere Sportart nur sehr bedingt für den Außenbereich geeignet.

Das Präsidium des NJJV (Niedersächsischer Ju-Jutsu Verband) hat auf seiner Sitzung am 29.04.2020 beschlossen, seinen Sportbetrieb weiterhin bis zum 31. Mai 2020 auszusetzen. Diese Entscheidung erfolgte unter der Berücksichtigung der derzeitigen politischen Entscheidungen und den Empfehlungen des DOSB sowie des DJJV.

Leider sind die öffentlichen Sporthallen weiterhin geschlossen. Unter Berücksichtigung der Beschränkungen der körperlichen Kontakte ist unser Sport nicht in der gewohnten Art und Weise, sondern nur unter Berücksichtigung ganz besonderer Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. Hierzu hat der NJJV in Zusammenarbeit mit dem DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) auf Basis der 10 Leitplanken des DOSB eine Übergangsregelung für unseren Sport erarbeitet.

Wie ihr euch denken könnt, schränkt diese Regelung den Sportbetrieb massiv ein. Die wichtigsten Punkte habe ich hier zusammengefasst:

Trainingsbetrieb (unter Anleitung eines Übungsleiters/Trainers)

Kurzfristig:

  • Breitensportler ab 16/14 Jahren, 4. Jugendliche und Kinder unter 14 Jahren
  • Führen von Teilnehmerlisten durch Trainer zur Nachvollziehbarkeit von etwaigen In- formationslisten
  • Möglichst im Freien oder bei guter Durchlüftung in Sporthallen
  • Reinigung der benötigten Matten nach Trainingsende
  • Begrenzung etwaiger Trainingsgruppen auf 5 Personen
  • Tragepflicht des selbsthergestellten Nase-Mund-Schutzes
  • Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5m in Abhängigkeit zur Trainingsintensität sogar größer im Innenbereich
  • Ausschließliche Verwendung von persönlichem Trainingsgerät
  • Geringe Nutzung von Sanitäranlagen durch Trainingseinheiten von unter 60min
  • Verzicht auf Übungen mit Kontakt/Partnerübungen

Mittelfristig (praktisch kein Unterschied):

  • Breitensportler ab 16/14 Jahren, 4. Jugendliche und Kinder unter 14 Jahren
  • Führen von Teilnehmerlisten durch Trainer zur Nachvollziehbarkeit von etwaigen In- formationslisten
  • Möglichst im Freien oder bei guter Durchlüftung in Sporthallen
  • Reinigung der benötigten Matten nach Trainingsende
  • Begrenzung etwaiger Trainingsgruppen auf 5 Personen mit Kontaktaufnahme
  • Tragepflicht des selbsthergestellten Nase-Mund-Schutzes
  • Vor jedem Kampf sind die Hände und der Handschutz zu waschen.
  • Ausschließliche Verwendung von persönlichem Trainingsgerät
  • Geringe Nutzung von Sanitäranlagen durch Trainingseinheiten von unter 60min
  • Training im Freien im öffentlichen Raum mit Hinweistafel auf Trainingsbetrieb z.B. begrenzt durch Absperrband

Zurzeit gehe ich davon aus, dass die Sporthallen in Niedersachsen bis Ende Mai geschlossen bleiben. Wann die Sporthallen für den Breitensport öffnen, konnte ich nicht ermitteln. Der LSB (Landes-Sport-Bund) hat bis jetzt keine Information dazu herausgegeben. Selbst wenn die Hallen wieder öffnen, halte ich ein vernünftiges Training unter diesen Voraussetzungen für nicht durchführbar. Dies ist auch die Meinung von unseren Trainern.

Sollte sich nicht etwas Entscheidendes ändern, sehe ich einen Trainingsstart erst nach den Sommerferien für realistisch an. Ich werde euch dann umgehenden informieren.

Bleibt gesund

Reinhold Schneider-Nieskens

Spartenleiter Ju-Jutsu

Fünf REM-Titel für Westerceller Ju-Jutsuka

Am 23.02.2020 kämpften fast 100 Ju-Jutsuka aus 11 Vereinen bei der Regionalmeisterschaft in Lüneburg. Der VfL Westercelle war mit 13 Kämpferinnen und Kämpfern vertreten. Nach spannenden und leidenschaftlichen Kämpfen sicherten sich in ihren jeweiligen Alters- und Gewichtsklassen Isabella Skierecki, Isha Njingo, Andreas Scholl, Justin Gramlich und Kristin Raddatz die Goldmedaille. Einen zweiten Platz erkämpften sich Marleen Krüger, Shayla-Alisha Kizilhan, Hussein Issa, Bela Schudlik und Dennis Akimov. Über eine Bronzemedaille konnten sich Hassan Issa, Marc Marx und Ivan Nikolayenko freuen. Mit fünf Mal Gold, fünf Silbermedaillen und drei dritten Plätzen belegte der VfL in der Vereinswertung den 2. Platz. „Alle Kämpfer/innen können stolz auf ihre Leistung sein. Wir haben tolle Kämpfe gesehen und vor allem unsere Jüngsten konnten mit einem couragierten Auftreten überzeugen.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zufrieden mit den Ergebnissen.

VfL Westercelle holt Gold und Silber bei Internationalen Kodokan Open

Vom 08.-09.02.2020 starteten 292 Ju-Jutsuka aus 57 Vereinen und 10 Ländern bei den Internationalen Kodokan Open in Norderstedt. Bis auf die German Open, ist dieses Turnier eine der wenigen Möglichkeiten in Deutschland, sich mit internationalen Spitzenathleten im Ju-Jutsu zu messen. Vom VfL Westercelle waren dieses Mal vier Kämpfer/Innen mit dabei.

Andreas Scholl startete in der Klasse U12 bis 38 kg. Die drei Vorrundenkämpfe und das Halbfinale konnte Andreas weitestgehend überlegen gestalten und diese vorzeitig mit Full Ippon oder nach Punkten gewinnen. Im Finale traf er dann auf einen Kämpfer vom ausrichtenden Verein. Den Beginn verschlief Andreas völlig und geriet schnell mit 1:8 in Rückstand. Nach Anweisungen vom Trainer in einer kurzen Unterbrechung setzte er den Kampf konzentrierter fort. Mit einer schnellen Schlagkombination holte er sich einen Ippon in Part I (Atemis), mit einem sofortigen Übergang in eine O-Uchi-Gari (Große Innensichel) einen Ippon in Part II (Würfe) und konnte das Finale mit einem Juji-Gatame (Armstreckhebel) noch mit Full Ippon für sich entscheiden.

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Gold zum Jahresabschluss der VfL Ju-Jutsuka beim 23. X-Mas Turnier

287 Kämpferinnen und Kämpfer aus 44 Vereinen und drei Ländern nahmen am 14.12.2019 beim vorerst letzten X-Mas Turnier in Oldenburg teil. Der VfL Westercelle war dieses Jahr mit fünf Ju-Jutsuka am Start. Isha Njingo begann ihren ersten Kampf, in der Klasse U12 +48 kg, mit schnellen und klaren Schlagkombinationen (Part I) und konnte sofort mit Ippon punkten. Nach einem weiteren kurzen Schlagabtausch war Isha in der Lage ihre Gegnerin mit Osoto-Makikomi (Außendrehwurf) zu werfen, in eine Haltetechnik zu zwingen und den Kampf so vorzeitig mit Full Ippon zu gewinnen. Gegen die nächste Kontrahentin knüpfte Isha nahtlos an die vorherige Leistung an. Nur ein sauberer Wurf wollte dieses Mal nicht gelingen. Dennoch konnte sie immer wieder im Part I und III (Bodenkampf) punkten, gewann mit 7:0 und belegte damit, wie im Vorjahr, den ersten Platz. In der Klasse U10 bis 34 kg startete Andreas Scholl. Seine beiden Vorrundenkämpfe gestaltete Andreas souverän, gewann jeweils mit Full Ippon vorzeitig und zog ins Halbfinale ein. Auch hier ließ er nichts anbrennen. Nach einem erneuten Sieg mit Full Ippon setzte er diese Serie im Finale fort und gewann Gold. Justin Gramlich hatte es in der U14 bis 34 kg gleich im ersten Kampf mit dem schwersten Gegner dieser Klasse zu tun. Nach einem offenen Schlagabtausch und zähem Ringen musste sich Justin dem Dänen leider 6:7 geschlagen geben. Die nächsten Kämpfe waren nicht weniger anstrengend, dennoch konnte Justin die taktischen Vorgaben besser umsetzen, nach Punkten gewinnen und holte so Silber. Zum letzten Mal trat Kristin Raddatz in der Altersklasse U14 bis 57 kg an. Im ersten Kampf tat sich Kristin noch schwer, die taktischen Vorgaben umzusetzen. Zwar konnte sie immer wieder mit Schlagkombination und Aktionen am Boden punkten, doch wollten ihr, gegen die sich heftig wehrende Ju-Jutsuka aus Rottorf, kein Wurf glücken. Am Ende setzte sich Kristin mit 12:6 durch. Den zweiten Kampf begann Kristin wesentlich aggressiver, punktete immer wieder mit Ippon in Part I und am Boden. Nur der entscheidende Wurf zum vorzeitigen Sieg wollte nicht gelingen. Nach zwei erfolglosen Seoi-Nage-Versuchen (Schulterwurf) schaffte sie es, knapp 40 Sekunden vor dem Ende, doch noch mit Tani-Otoshi (Talfallzug) und durfte sich über die Goldmedaille freuen. In der U16 bis 55 kg ging Marc Marx an den Start. Sein erster Kontrahent hatte leichte Reichweitenvorteile, die dieser geschickt zu nutzen wusste. Marc versuchte zwar immer wieder in den Nahkampf zu kommen, um dort seine Stärken im Wurf auszuspielen, musste sich zum Schluss trotzdem nach Punkten geschlagen geben. Im zweiten Vorrundenkampf, gegen einen Niederländer, musste ein Sieg her, um noch in das Halbfinale einzuziehen. Hier konnte sich Marc vor allem am Boden mit Armhebel oder Würgetechniken einen Punktevorteil verschaffen, den er bis zum Schluss clever verwaltete. Im Halbfinale versuchte er im Part I, mit seinem schnellen Gegner aus Norderstedt mitzuhalten, hatte zum Schluss aber einen zu großen Punkterückstand und musste sich mit dem dritten Platz zufriedengeben. Mit drei Goldmedaillen, ein Mal Silber und Bronze belegte der VfL Westercelle in der Vereinswertung den 7. Platz.

„Die Trainingsleistung und taktischen Vorgaben wurden zum größten Teil umgesetzt. Das war uns beim heutigen Jahresabschluss wichtig.“, sind die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zufrieden mit den Ergebnissen des Turniers. Ein Wermutstropfen bleibt dennoch. Leider ist durch die Anpassung an den internationalen Wettkampfkalender, in Zukunft kein Platz mehr für dieses hochklassige Turnier. Das ist sehr schade, denn hier gab es immer die Möglichkeit sich mit sehr guten nationalen und internationalen Ju-Jutsuka zu messen.