Westerceller Ju-Jutsuka erfolgreich beim Europacup in Belgien

Vom 06.06.-07.06.2026 fand in Pepinster (BEL) der Europacup statt. 430 Athletinnen und Athleten aus 19 Ländern gingen auf Medaillenjagd. Für 7 Kämpferinnen und Kämpfer des VfL Westercelle war dieses Turnier der internationale Abschluss einer langen Saison.

Lennert Kirtoaka wusste dabei in der Klasse U14 bis 48 kg zu überzeugen. Souverän kämpfte er sich mit drei vorzeitigen Siegen (Full Ippon) gegen Kontrahenten aus Belgien und Großbritannien ins Finale. Hier traf er auf seinen Finalgegner von der Deutschen Meisterschaft. Nach spannendem Kampf musste sich Lennert zwar nach Punkten geschlagen geben, konnte sich aber über einen starken 2. Platz freuen. Alexander Skierecki startete in der Klasse U 14 bis 52 kg. Gegen Ju-Jutsuka aus Deutschland und Rumänien konnte er die Kämpfe zwar lange offen gestalten, hatte gegen die körperlich etwas stärkeren Gegner am Ende das Nachsehen und musste sich mit dem 4. Platz zufriedengeben. In der Klasse U16 bis 63 kg setzte sich Isabella Skierecki im ersten Kampf gegen eine Britin mit Full Ippon durch. Im anschließenden Halbfinale konnte sie sich leider nicht gegen die spätere deutsche Europacupgewinnerin durchsetzen und verlor nach Punkten. Der folgende Kampf um Platz 3 ging dann kampflos an Isabella, weil die belgische Gegnerin nicht mehr antrat.

Erste internationale Erfahrung konnte Tristan Kruse sammeln. In der Klasse U16 bis 52 kg traf er zuerst auf einen niederländischen Ju-Jutsuka. Tristan hielt gut mit, konnte auch einige Akzente setzen, musste sich zum Schluss aber leider knapp mit 8:11 geschlagen geben. Im Trostrundenkampf gegen einen Briten konnte er den Kampf in der ersten Hälfte zwar ausgeglichen gestalten, musste aber auch hier der größeren Erfahrung seines Gegners Tribut zollen und belegte am Ende den 9. Platz.

In derselben Klasse startete Theodor Godawa. Nach dem enttäuschenden 9. Platz bei der Deutschen Meisterschaft, hatte sich Theo einiges vorgenommen. Mit zwei vorzeitigen Siegen gegen einen Franzosen und Portugiesen stürmte er regelrecht ins Finale. Dort ließ er dem rumänischen Kontrahenten keine Chance. Von Beginn an bestimmte Theo den Kampf mit schnellen Schlagkombinationen, Übergängen zum Wurf, zwang seinen Gegner mit einer Würgetechnik zur Aufgabe und durfte sich anschließend über Gold freuen.

Aus Mangel an Gegnerinnen startete Monisha Njingo eine Altersklasse höher, in der U16 +63 kg. Die aktuelle Deutsche Meisterin der U14 konnte gegen die erfahreneren Gegnerinnen aus Deutschland und Frankreich gut mithalten. Gestaltete ihre Kämpfe lange offen, steckte nicht zurück und versuchte immer wieder eigene Akzente zu setzen. Am Ende reichte es zwar nicht für einen Sieg, aber für den dritten Platz und die Bronzemedaille.

In der U21 bis 70 kg trat Kristin Raddatz an. Nach verpasster EM, wegen einer Knieverletzung und wenig Training wegen der Abiturprüfungen, war der Europacup ihr erstes Turnier seit des Titelgewinns bei der WM im November 2025. Mit nur einem Monat Vorbereitung für den Europacup, ging es für sie vor allem darum, wieder in die Wettkampfroutine zu kommen. Außerdem sollte das Turnier als Vorbereitung für die im Juli anstehenden „Die Finals 2026“ in Hannover dienen. Hier vertritt Kristin in ihrer Klasse die Gruppe Nord im Kampf um den Deutschen Team-Titel. Auch, wenn ihr die lange Wettkampfpause in den Kämpfen anzumerken war, konnte sie gegen spanische Kontrahentinnen insgesamt eine ansprechende Leistung zeigen und bestätigte ihr ansteigende Form. Am Ende musste sie nur einer Kameradin aus dem Bundeskader den Vortritt überlassen und belegte den 2. Platz.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und gezeigten Leistungen.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell angetan vom Turnierverlauf. „Technisch und taktisch sind internationale Turniere auf so einem hohen Niveau ein wichtiger Schritt für die Entwicklung unserer Kämpferinnen und Kämpfer.“