Sommer holt Silber beim Triathlon in Wolfenbüttel

Celle/ Wolfenbüttel

Eine ordentliche Leistung zeigte Gerald Sommer  vom VfL Westercelle beim  ausverkauften Wolfenbüttler Triathlon zum Saisonauftakt. Über die Sprintdistanz konnte Gerald Sommer den zweiten Platz in der Altersklasse 65 trotz Pech auf der Radstrecke erkämpfen. Seine Vereinskameradin Susanna Hasse ( AK 50) schrammte auf Platz 4 mit 19 Sekunden Rückstand denkbar knapp am Podium vorbei. Ihr Ehemann Stephan Hasse musste in der AK 60 auf einem Podestplatz liegend nach einer super Schwimmleistung leider in der zweiten Laufrunde den Wettkampf verletzungsbedingt abbrechen.

Der Startschuss über die 400 Meter Schwimmstrecke fiel im Stadtbad Okeraue in einem 25 Meter-Becken. Die Einzelstarts erfolgten alle 20 Sekunden. Auf dem Zick-Zack-Kurs mit Begegnungsverkehr, der das Überholen schwierig machte, war dann richtig Betrieb. Stephan Hasse schwamm mit 6:24 min eine Topzeit. Susanna Hasse legte mit 7:50 min ebenfalls eine sehr gute Schwimmzeit hin. Gerald Sommer lief nach 10:15 min in die Wechselzone.“ Das war schon krass, im Bad und Wasser war die Temperatur 28 Grad. Draußen hatte die verfrühte „kalte Sophie“ mit 10 Grad richtig zugeschlagen. Das war dann auf dem Triathlonbike schon echt kalt,“ so Sommer.

 Die 20 km Radstrecke führte durch die schöne Hügellandschaft um Wolfenbüttel. Auf den letzten 8 km war starker Gegenwind mit heftigen Böen angesagt. Susanna und Stephan Hasse meisterten den Radsplit mit guter Zeit auf Podiumsplätzen ihrer Altersklasse liegend. Gerald Sommer hatte dann Glück im Unglück.“ An einer großen Kreuzung verhielt sich ein PKW-Fahrer nicht korrekt. Die Streckenposten schenkte ihm die ganze Aufmerksamkeit. Ein Unfall konnte so vermieden werden. „Leider bin ich dadurch falsch abgebogen und auf Platz 1 meiner Altersklasse liegend einige Kilometer extra gefahren. Als ich dann wieder auf der Wettkampfstrecke war, ging nach 1 km auch noch die Bahnschranke runter. Aufgeben war trotzdem keine Option. So hatte ich 6 Wettkampfkilometer mehr fürs gleiche Startgeld“, so Gerald Sommer schmunzelnd im Zieleinlauf, der für seine kämpferische Leistung mit Platz 2 und 9 Qualifikationspunkten für die Teilnahme an der Altersklassen Europameisterschaft in Istanbul im August belohnt wurde.

Susanna Hasse verlor leider auf den letzten Meter des abschließenden 5 km Laufes noch ihren Podiumsplatz. „Beim Laufsplit muss ich noch zulegen, da geht in dieser Saison noch mehr“, zeigte sich Hasse mit der Gesamtleistung sehr zufrieden.

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Gerald Sommer, Stephan und Susanna Hasse

Foto: CBS

Text: GS

Landesmeistertitel 2025 für Westerceller Läufer

Celle/Oldendorf-Stade

Auf ein erfolgreiches Wochenende können unsere vier Westerceller Läufer zurückblicken.

Bei frühsommerlichen Temperaturen kamen in diesem Jahr in Oldendorf im Kreis Stade die Landesmeisterschaften im 5 Kilometer Straßenlauf zur Austragung. 142 Teilnehmer begaben sich, in drei Startgruppen aufgeteilt, auf einen schnellen und abgesperrten Rundkurs.

Den Landesmeister-Teamtitel mit Wimpeln, Urkunden und Medaillen der Altersklasse M60/65 sicherten sich die Senioren vom VfL Westercelle in der Besetzung mit Dr. Volker Dittmar (6.Platz Einzel M60) in hervorragenden

21:38 Minuten, Achim Sennhenn-Oetken (8.Platz Einzel M60) in ebenfalls starken 21:57 Minuten, sowie Thorsten Lübke (9.Platz Einzel M60) in 24:56 Minuten und Ersatzmann Gerald Sommer (4.Platz Einzel M65) in 28:21 Minuten. Sommer nutzte die Landesmeisterschaft zur Vorbereitung auf seinen ersten Triathlon des Jahres am kommenden Wochenende in Wolfenbüttel. Mit seinem 4 Platz in der Altersklasse 65 schrammte Sommer nur knapp am Podium vorbei.

“ Meine Laufzeit blieb hinter meinem Ziel zurück. Das Tempotraining auf der Bahn fällt mir mit 65 Jahren immer schwerer, bin halt keine 20 mehr,“ so Sommer schmunzelnd im Zieleinlauf.

Fazit Dittmar, Sennhenn-Oetken und Lübke zur Veranstaltung unisono, „prima Organisation, bestes Wetter, persönlich sehr zufrieden, gute Stimmung drum herum und den Teamtitel mitgenommen, was will man mehr!“  

Das Blasorchester Himmelpforten sorgte für Stimmung im Zielbereich und für leibliche Wohl wurde ebenfalls bestens gesorgt.

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Gerald Sommer, Dr. Volker Dittmar, Thorsten Lübke und Achim Sennhenn-Oetken

Foto: CL

Text: TL

Elbdeichmarathon: Sonja Beer läuft zur Bestzeit und aufs Podium

Tangermünde/Celle 13.4.2025

Was für ein Tag an der Elbe! Beim Elbdeichmarathon in Tangermünde zeigte Sonja Beer vom VfL Westercelle e.V. nicht nur, dass sie konstant starke Leistungen bringt, sondern setzte ein echtes Ausrufezeichen, denn mit einer neuen persönlichen Bestzeit lief sie auf den zweiten Platz aller Frauen!

„Ich wollte heute einen konstanten, flotteren Marathon laufen. Auf der zweiten Runde haben es mir der Wind und die Sonne nicht leicht gemacht und ich musste die Geschwindigkeit reduzieren, aber in der Summe bin ich sehr zufrieden. Dass es sogar mit 3:49 Stunden und einem Abstand von 15 Minuten für einen zweiten Platz in der Frauengesamtwertung gereicht hat, ist absolut großartig für mich!“ sagt Beer im Ziel.

Der Marathon in Tangermünde war für Beer als letzter langer Vorbereitungslauf gedacht. Ihr großes Saisonziel steht nämlich erst noch bevor: der North Sea Ultra auf Sylt – 111 Kilometer rund um die Insel. Im Rahmen ihres selbst gesetzten Projekts, jeden Monat einen Marathon zu laufen, war der April-Termin damit zugleich Pflicht und Körpertest.

„Ich musste meinen Körper noch einmal unter Wettkampfbedingungen belasten, bevor es in den Ultra geht. Und er hat mir ganz klar gesagt, dass er fit und stark ist! Das gibt mir unglaublich viel Rückenwind für Sylt.“ Nach Ostern ist noch eine Woche Training im Tramuntana-Gebirge auf Mallorca angesagt – „Traillaufen ist meine eigentliche Leidenschaft. Und Höhenmeter findet man in Celle außer am Harburger Berg leider vergebens…“

Und wer weiß – das Jahr ist auch nach Sylt noch lang, und es stehen noch sieben weitere Läufe für Beer über mindestens die Marathondistanz. Da kann noch einiges kommen!

Text: SB

Foto: Tangermünder Elbdeichmarathon e.V.

Erfolgreiche Starts für die Triathleten des VfL Westercelle beim Hannover Marathon 2025

Bei frischen Temperaturen, aber schönen Sonnenschein gingen vier Athleten des VFL in Hannover an den Start. Angefeuert durch zahlreiche Zuschauer, Verwandte und Vereinskollegen finishten sie erfolgreich bei diesem Großevent. Mit 3:22:18 Minuten war Daniel Beer in der AK 40 als der Jüngste der Schnellste auf der Marathonstrecke, gefolgt von Jose Robles mit 3:26:37 in der AK50. Achim Sennhenn-Oetken mit 1:41:12 und Volker Dittmar mit 1:43:16 finishten erfolgreich über die Halbmarathonstrecke in der AK60. Somit konnten sich alle Athleten deutlich im vorderen Teil des Feldes platzieren.

Text: Volker Dittmar

Fotos: privat 

Drei Podiumsplätze für VfL’ler beim Helmstedter Crossduathlon

Westercelle/Helmstedt

Beim 11. Lappwaldsee Crossduathlon „beglückte“ der Wettergott die insgesamt 136 Athletinnen und Athleten, die dann auch tatsächlich an den Start gingen, mit so ziemlich allem, was er bei Temperaturen um die 7 Grad zu bieten hat. Sonnenschein, Niesel- und Starkregen wechselten sich ebenso ab wie Windstille und heftige Böen, die nicht nur den Aktiven beim Laufen und Radfahren, sondern auch den vielen Helfern auf der Strecke und dem Gelände des TSV Fichte Helmstedt arg zu schaffen machten.

Ebenso hatten die vier Sportler des VfL Westercelle mit den wechselnden Wetterbedingungen, besonders mit dem Wind und dem Regen auf der Radstrecke mit ihren Bikes, aber auch auf der anspruchsvollen Laufstrecke zu kämpfen. Claudia Schimschal, Dr. Hanno Reckmann, Andreas Harloff und Thorsten Lübke zogen ihr Ding aber souverän vom Start bis ins Ziel erfolgreich durch.

Um 13.15 Uhr starteten zunächst die Teilnehmer der Landesmeisterschaften über 6 km Laufen,

20 km MTB-fahren und nochmals abschließend über 4,4 km Laufen auf den Rundkurs.

Einen guten Tag erwischte Reckmann, der in seiner Altersklasse 55 mit einer Gesamtzeit von 1:44,45 Std. den 3. Platz belegen konnte. Ihm folgte Harloff auf dem 4. Platz ebenfalls in der AK55 in 1:53,12 Std., der im mittlerweile aufgeweichten Gelände leider mit dem MTB stürzte, sich aber dennoch beachtlich präsentierte, nach seinem Wiedereinstieg aus einer längeren Verletzungspause. Lübke ging den Wettkampf nach einer Adduktorenzerrung etwas entspannter an und konnte sich ohne körperliche Probleme über den 2. Platz in der AK60 freuen.

Den stärksten Eindruck hinterließ allerdings Claudia Schimschal, die um 13.20 Uhr auf der Volksdistanz an den Start ging.  Hier waren im ersten Lauf nur 4,4 km zu absolvieren, dann 20 km Rad zu fahren, aber anders als bei den Landesmeisterschaften, waren hier neben MTB auch Crossräder und Gravel Bikes mit schmaleren Reifen gestattet und abschließend nochmals 4,4 km zu laufen.

Vom Start bis ins Ziel lieferte Schimschal eine Topleistung ab, die ihr in der Gesamtwertung der Frauen den

2. Platz einbrachte. Ihre Gesamtzeit betrug 1:42 Std., womit sie dann auch in ihrer AK35 siegte.

Fazit der Westerceller Sportler: anspruchsvolles Ding bei diesen Wetterverhältnissen, aber es hat allen Spaß gemacht. Die Veranstalter vom TSV Germania Helmstedt haben den Sportlern wieder ein aufwendiges Event bereitet, ebenso für ordentlich Speisen und Getränke nach dem Wettkampf. Leider hatte der Wettergott diesmal nicht so gut mitgespielt.

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Dr. Hanno Reckmann, Claudia Schimschal, Andreas Harloff und Thorsten Lübke.

Foto: Karen Bertram

Text: TL

Der 41. Celler Wasa Lauf ist gelaufen.

Celle 9.3.2025

Die Veranstalter des Wasa Laufes in Celle wurden vom Wettergott mit bestem Wetter für Ihre tolle Arbeit belohnt.

Die Läuferinnen und Läufer vom VfL Westercelle gingen mit gemischten Gefühlen an den Start.

Für einige war es der erste Start in diesem Jahr und andere waren gerade von ihrer Influenza Erkrankung genesen. Sebastian Erfert unser stärkster Läufer ist zu seinem Pech vor zwei Wochen mit dem Knöchel umgeknickt und konnte so nicht richtig trainieren. Sonja Beer unsere Geheimwaffe auf den Langstrecken war aktuell noch stark erkältet. Nach einem Familienlauf mit Ihren beiden Kindern John und Johanna über 5 km, nutze sie den heutigen 20 km Lauf zum Einlaufen für Ihren geplanten 63 km Lauf am nächsten Wochenende.

Aber alle waren am Start und wollten laufen und ihr Bestes geben. Einige waren am Ende ein wenig enttäuscht über ihre Leistungen, andere dagegen waren absolut zufrieden.

Besonders erfreulich war, dass auch in diesem Jahr unser Nachwuchs mit großer Begeisterung mitgelaufen ist und hervorragende Ergebnisse erreicht hat.
Die Jüngsten aus unserer Gruppe Lia und Lean Schimschal, Maja Isabella und Julius Constantin Tadic bewiesen beim Mini-Wasa Lauf über 2,5 km bereits hervorragende Laufstärke und Tempohärte.

Beim 5 km Lauf stellte John Beer (Jahrgang 2014) trotz Erkältung mit einer Zeit von 25:01 min sein Potenzial unter Beweis und auch Johanna Böge (Jahrgang 2014) konnte im Ziel ihre verdiente Medaille in Empfang nehmen.   

Trotz Verletzung war Sebastian Erfert mit einer Laufzeit von 20:18 min unser schnellster Läufer über die 5 km Strecke. Schnellste Frau vom VfL Westercelle wurde Claudia Schimschal mit einer Laufzeit von 22:22 min, was eine persönliche Bestleitung und der 11. Platz bei den Damen war.

Über die 10 km Strecke konnte Achim Sennhenn-Oetken eine starke Leistung abliefern. Er lief die 10 km in 44:51 min. und belegte mit dieser guten Zeit einen starken 5. Platz in der M60, dicht gefolgt von seinem Trainingspartner Dr. Volker Dittmar ebenfalls M60.

Die 20 km Strecke lief José Robles in einer guten Zeit von 1:30:13 Std, trotz aktuell eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten. Diese Zeit reichte in einem sehr starken Läuferfeld für den 55. Gesamtplatz und den 8. Platz in der M50.

Hier die Zeiten unserer Läuferinnen und Läufer:

5 km:
Sebastian Erfert              20:18 min.
Diemo Rollert                22:22 min.
Jens Kramer                   24:50 min.
John Beer                       25:01 min.
Robert Neumann           25:03 min.
Sandra Klapproth          25:24 min.
Astrid Ullerich                  26:23 min.
Jessica Harloff                  28:17 min.
Samu Thalau                     31:14 min.
Johanna Böge                   34:19 min.
Günther Borchers            38:53 min.

10 km:
Daniel Beer                                  42:42 min.
Dr. Hanno Reckmann                  44:30 min.
Achim Sennhenn-Oetken            44:51 min.
Dr. Volker Dittmar                      45:45 min.
Annica Tadic-Schoeps                51:44 min.

15 km:

Selina Koch        1:13,12   Std. Gesamtplatz 11, 3. Platz W30

20 km:

José Robles        1:30:13    Std.  Männer Gesamtplatz 55, 5. Platz M50
Sonja Beer          1:44:16    Std.  Frauen Gesamtplatz 23, 7. Platz W40
Marion Suchy   2:04:01    Std.  Frauen Gesamtplatz 54, 10. Platz W50

Mini-Wasa Lauf 2,5 km

Julius Constantin Tadic  15:10 min
Maja Isabella Tadic         15:47 min 
Lia Schimschal                 22:04 min
Lean Schimschal              22:06 min

Text: FS, AU
Foto: MD, AH, AU      

Ausgezeichnete Resultate für Celler Sportler beim Crossduathlon

Celle/Wolfsburg

Am vergangenen Wochenende kam es in Wolfsburg bei hochklassiger Konkurrenz zur Austragung des 26.Crossduathlons in Wolfsburg.

Unter den rund 200 Teilnehmern befanden sich auch sechs Celler Sportler, die sich am Rabenberg ordentlich die Kante gaben. Mit von der Partie waren Sébastien Toussaint, Bruno Legeai (TigerTeam DFAT Faßberg) und Torsten Münchow (MTV Müden/Örtze), sowie Claudia Schimschal (VfL Westercelle) mit ihrem Mann Stefan (SG Eldingen) und Thorsten Lübke (VfL Westercelle). Auf den anspruchsvollen Kursen mussten zunächst 5,4 km gelaufen werden, dann 18 km mit dem MTB/Crosser absolviert werden und abschließend nochmals 5,4 km gelaufen werden.

Nach einem bravourösen Rennen konnte Bruno Legeai den 1.Platz der AK 50 belegen, mit einer Gesamtzeit von 1:25,38 Std. (1.Lauf 22:25 min./Rad 39:11 min./2.Lauf 24:03 min.), was zudem den 18.Gesamtplatz aller Teilnehmer bedeutete! Ihm folgte Torsten Münchow in 1:27,03 Std. auf dem 2.Platz der AK 50. Sébastien Toussaint errang in 1:39,35 Std. den 6.Platz in der AK 50.

Bei den Frauen konnte Claudia Schimschal komplett überzeugen. In einem starken Rennen musste sie sich nur ihrer Konkurrentin Mónica Prieto de Pedro (HSV Wernigerode) im Schlussspurt knapp geschlagen geben und belegte den ausgezeichneten 2.Platz in der AK 35 in 1:39,08 Std. Ihr Mann Stefan Schimschal, eigentlich Fußballer, lieferte in 1:32,13 Std. und dem 9.Platz in der AK 35 eine bemerkenswerte sowie talentierte Leistung ab.

Thorsten Lübke belegte in der AK 60 den undankbaren 4.Platz.

Vielen Dank an das Orgateam mit den vielen freundlichen Helfern, die – ein wie immer – tolles Event ausrichteten!      
Auch die Verpflegung im Wettkampf und auch danach mit Kaffee und Kuchen, sowie belegten Brötchen war wieder ganz ausgezeichnet.

Auf dem Foto v.l.n.r. mit unseren französischen Sportsfreunden aus Faßberg:

Torsten Münchow, Bruno Legeai, Thorsten Lübke, Stefan Schimschal, Claudia Schimschal und Sébastien Toussaint

Text: TL

Foto: Cornelia Wiest       

Westerceller Sportler meistern Kristallmarathon mit Bravour

Ein Marathon, der sprichwörtlich in die Dunkelheit gestampft wurde: Beim Kristallmarathon im Bergwerk Merkers wagten sich Sonja und Daniel Beer in eine Welt, die sonst nur Bergleuten vorbehalten ist. Der traditionsreiche Lauf, organisiert vom Triathlonverein Barchfeld, führte die Teilnehmenden in 500m Tiefe durch die engen Stollen eines stillgelegten Salzbergwerks, die mit künstlichem Licht beleuchteten Gänge und über insgesamt 780 Höhenmeter.      
Ein Erlebnis, das Ausdauer und mentale Stärke auf die Probe stellte.

„Ein außergewöhnliches Rennen – die Atmosphäre unter Tage ist schon sehr speziell“, berichtet Sonja Beer. Und sie bewies dabei eindrucksvoll ihre Klasse: Sie lief unter die Top Ten der Frauen und sicherte sich Platz 3 in ihrer Altersklasse. „Das konstante Auf und Ab, die Dunkelheit – das macht diesen Marathon zu einer echten Herausforderung. Auch das Laufen mit Helm und Lampe ist zunächst ungewohnt, und – mitten im Februar – auf einmal bei 21°C zu laufen!“

Auch Daniel Beer stellte sich den Bedingungen und landete im ersten Viertel des Männerfeldes. „Es war ein permanenter Kampf gegen die Höhenmeter, die Monotonie der Runden und die salzige Luft – aber genau das macht diesen Lauf so besonders“, sagt er.

Die Strecke bestand aus 13 Runden à 3,3 Kilometer, was sich anfangs noch kontrolliert anfühlte, aber mit zunehmender Dauer zur echten Belastungsprobe wurde. Die Veranstalter sorgten mit einer hervorragenden Organisation dafür, dass sich die Läuferinnen und Läufer sicher und bestens versorgt fühlten. „Muss man einfach mal gemacht haben“, fasst Sonja zusammen.

Mit diesem besonderen Erlebnis in den Beinen blicken Sonja und Daniel bereits auf die nächsten Herausforderungen – ihr Ziel, 2025 jeden Monat einen Marathon zu absolvieren, bleibt bestehen.

Text und Bilder: SB und DB

Landesmeisterschaft Crosslauf Bergen

Zwei Podiumsplätze für die Sportler des VfL Westercelle

Bergen / Celle, 16. Februar 2025

Horst Liedke und Team vom TUS Bergen organisierten mal wieder mit ihrer großen Erfahrung und Routine eine wirkliche Topveranstaltung. Alles lief wie am Schnürchen.

Das Wetter spielte gut mit, es war zwar kühl, leicht windig und hin und wieder auch sonnig. Beste Voraussetzungen für Bestleistungen im Crosslauf.

Der VfL Westercelle war mit 4 Athletinnen und 7 Athleten am Start. Ziel war es in den Mannschaftswettbewerben auf das Treppchen zu kommen. In den Einzelwertungen ist es aufgrund der starken Konkurrenz kaum möglich einen Meistertitel zu erhaschen. Große Vereine wie die LG Göttingen,  LG Braunschweig, Hannover 96 usw. entsendeten ihre besten Crossläufer. So war es Ziel der VfL’ler zumindest einige Athleten unter die Top10 der jeweiligen Altersklassen zu bringen.

Und es sollte tatsächlich einige Male an diesem Tag gelingen.

Astrid Ullerich konnte in ihrer Altersklasse 55 einen starken 4. Platz mit 18:28 min. erlaufen, weil die anspruchsvolle Strecke über 3,48 km ihren Fähigkeiten komplett entgegenkam.

Den stärksten Eindruck der VfL-Damen hinterließ Claudia Schimschal in der W35. Sie konnte den Spitzenläuferinnen sehr lang folgen und wurde erst in der letzten Runde abgeschüttelt. Mit der sehr guten Zeit von 15:29 min. lief sie von den VfL-Damen die schnellste Zeit über die 3,48 km.

Susanna Hasse belegte in der W50 in einem guten Läuferinnenfeld einen starken 6. Platz in 19:51 min.

Bei Marion Suchy lief es in diesem Rennen nicht ganz so gut. Die sonst so erfolgsverwöhnte Läuferin musste doch einige Gegnerinnen ziehen lassen und belegte in Ihrer Altersklasse W55 in 19:04 min. den 8. Platz.

Aber dann kam die große Überraschung in der Teamwertung der Altersklasse W50/55, für Astrid Ullerich, Susanna Hasse und Marion Suchy sprang die Bronze-Medaille heraus. Erstes Ziel erreicht.

Nach dem Damenlauf waren die VfL- Senioren dran. In der M60/65 liefen Dr. Volker Dittmar, Achim Sennhenn-Oetken, Thorsten Lübke und Gerald Sommer die 6,66 km Langstrecke.

Das Feld war in dieser Altersklasse mit 22 Läufern in diesem Jahr qualitativ gut besetzt.  Dr. Volker Dittmar zeigte einen beherzten Lauf. Er kämpfte von Anfang an und ließ nicht locker, was mit einem sehr starken 5. Platz belohnt wurde. Für die 6.66 km benötigte er 31:09 min.                                

Achim Sennhenn-Oetken kam nicht so richtig ins Laufen, aber auch er kämpfte mit Bravour, eine leichte Erkältung in der Vorwoche bremste ihn jedoch etwas aus. Immerhin wurde es noch der 6.Platz  in 31:50 min. Thorsten Lübke als dritter Teamläufer kam besser als erwartet über den Kurs und landete in diesem starken Feld in 34:48 min. auf dem 8.Platz. Gerald Sommer lief als Absicherung für die Teamwertung, falls jemand ausfällt, mit und konnte mit einer Zeit von 39:22 min. das Ziel erreichen und belegte den 12 Platz. Damit verpassten die VfL’ler Senioren M60/65 die Verteidigung des Landesmeisterschafttitels nur ganz knapp gegen die LG Nordheide und mussten sich dieses Mal mit dem 2.Platz begnügen, blieben aber deutlich vor dem Team der LG Celle-Land.

Ebenfalls über die 6,66 km Strecke lief José Robles in der M50 ein starkes Rennen.  Aus beruflichen Gründen kann Robles nur 50 km im Monat trainieren, umso beachtlicher ist es,  dass er für die Strecke trotzdem nur 28:31min. benötigte. Mit dieser Zeit lief er knapp hinter den Spitzenläufer der M50 ins Ziel. Es war die beste Laufzeit aller VfL’ler.

Dr. Hanno Reckmann startete in der M55 erst im Lauf über 3,48 km und zwei Stunden später im Lauf über 6,66 km. Die 3,48 km lief er in 15:29 min. und belegte damit den 9. Platz in der M55. Den gleichen Platz erreichte er dann nochmal im 6,66 km Lauf in 30:29 min. Diese Läufe bestreitet Dr. Reckmann als Vorbereitung für seine Triathlon-Saison 2025.

Text: FS/TL

Foto: Ullerich

Auf dem Foto v.l.n.r.: Marion Suchy, Susanna Hasse, Thorsten Lübke, Dr. Hanno Reckmann, Achim Sennhenn-Oetken, Dr. Volker Dittmar, Gerald Sommer, Astrid Ullerich, Claudia Schimschal und Jens Kramer. Es fehlt José Robles.

Fotos: Stefan Hasse, Frank Scheigert, Brigitte Kampel und Astrid Ullerich

PolarNight Marathon in Tromsø

Ein Lauf in die Polarnacht: Sonja und Daniel Beer beim PolarNight Marathon in Tromsø

Celle, 20. Januar 2025

Es ist der nördlichste Marathon der Welt auf festem Land, und er fordert selbst die härtesten Läuferinnen und Läufer heraus: der PolarNight Marathon in Tromsø, Norwegen. Sonja und Daniel Beer (VfL Westercelle), zwei begeisterte Marathonläufer aus Celle, wagten am 4. Januar das Abenteuer – und meisterten die extremen Bedingungen.

Mit Temperaturen von bis zu minus 14 Grad und tanzenden Polarlichtern als Begleitung war das Erlebnis unvergleichlich. „Ein Marathon wie kein anderer“, sagt Sonja, die von der einzigartigen Atmosphäre noch immer begeistert ist. Doch leicht war es nicht: Die Strecke war von Eis und Schnee geprägt, und nur mit sogenannten Grödeln – Schneeketten für die Schuhe – war ein sicherer Lauf überhaupt möglich.

Die ersten 21 Kilometer führten die Teilnehmenden durch verschneite Berghänge, außerhalb jeglicher Zivilisation und unter einem tiefblauen Himmel. Dabei wurde das Startfeld zunächst mit Bussen zum Ausgangspunkt gebracht, wo die Aufregung unter den Läufern spürbar war. Der Lauf begann in einem sanften Dämmerlicht, das allmählich in die Dunkelheit der arktischen Nacht überging. „Es war surreal, wie das Licht langsam verschwand und wir immer tiefer in die Finsternis liefen“, erinnert sich Daniel. „Doch die Polarlichter, die am Himmel flackerten, machten das Erlebnis magisch.“

„Bei mir ist alles eingefroren“, berichtet Sonja lachend – von den Trinkflaschen bis zu den Wimpern. „Es zählte nur das Ankommen“, betont sie, denn die Bedingungen waren extrem. Bereits die Qualifikation für den PolarNight Marathon war eine Hürde: Nur wer einen anderen Marathon unter vier Stunden absolviert hatte, durfte an den Start gehen. Doch an der Startlinie angekommen, verschoben sich die Prioritäten – weg von der Zeit, hin zum Durchhalten.

Das Finish auf einer durch Fackeln hell erleuchteten Straße in Tromsø war für beide ein emotionaler Moment. „Ein unvergesslicher Augenblick, der alle Strapazen wettgemacht hat“, sagt Daniel.

Doch für Sonja und Daniel ist damit noch lange nicht Schluss. Bereits jetzt laufen die Planungen für das nächste große Ziel: einen Ultralauf auf Sylt über 111 km. „Die Herausforderung, auf Sand und bei Wind zu laufen, reizt uns enorm“, erklären beide entschlossen. Zudem haben sie sich ein ambitioniertes Ziel für 2025 gesetzt: Jeden Monat einen (Ultra)Marathon zu absolvieren.

Mit ihrer Begeisterung und ihrem Durchhaltevermögen inspirieren Sonja und Daniel nicht nur die heimische Laufszene, sondern zeigen auch, dass selbst unter den extremsten Bedingungen große Leistungen möglich sind.

Bilder: Sonja und Daniel Beer