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Westerceller Ju-Jutsuka erfolgreich beim Europacup in Belgien

Vom 06.06.-07.06.2026 fand in Pepinster (BEL) der Europacup statt. 430 Athletinnen und Athleten aus 19 Ländern gingen auf Medaillenjagd. Für 7 Kämpferinnen und Kämpfer des VfL Westercelle war dieses Turnier der internationale Abschluss einer langen Saison.

Lennert Kirtoaka wusste dabei in der Klasse U14 bis 48 kg zu überzeugen. Souverän kämpfte er sich mit drei vorzeitigen Siegen (Full Ippon) gegen Kontrahenten aus Belgien und Großbritannien ins Finale. Hier traf er auf seinen Finalgegner von der Deutschen Meisterschaft. Nach spannendem Kampf musste sich Lennert zwar nach Punkten geschlagen geben, konnte sich aber über einen starken 2. Platz freuen. Alexander Skierecki startete in der Klasse U 14 bis 52 kg. Gegen Ju-Jutsuka aus Deutschland und Rumänien konnte er die Kämpfe zwar lange offen gestalten, hatte gegen die körperlich etwas stärkeren Gegner am Ende das Nachsehen und musste sich mit dem 4. Platz zufriedengeben. In der Klasse U16 bis 63 kg setzte sich Isabella Skierecki im ersten Kampf gegen eine Britin mit Full Ippon durch. Im anschließenden Halbfinale konnte sie sich leider nicht gegen die spätere deutsche Europacupgewinnerin durchsetzen und verlor nach Punkten. Der folgende Kampf um Platz 3 ging dann kampflos an Isabella, weil die belgische Gegnerin nicht mehr antrat.

Erste internationale Erfahrung konnte Tristan Kruse sammeln. In der Klasse U16 bis 52 kg traf er zuerst auf einen niederländischen Ju-Jutsuka. Tristan hielt gut mit, konnte auch einige Akzente setzen, musste sich zum Schluss aber leider knapp mit 8:11 geschlagen geben. Im Trostrundenkampf gegen einen Briten konnte er den Kampf in der ersten Hälfte zwar ausgeglichen gestalten, musste aber auch hier der größeren Erfahrung seines Gegners Tribut zollen und belegte am Ende den 9. Platz.

In derselben Klasse startete Theodor Godawa. Nach dem enttäuschenden 9. Platz bei der Deutschen Meisterschaft, hatte sich Theo einiges vorgenommen. Mit zwei vorzeitigen Siegen gegen einen Franzosen und Portugiesen stürmte er regelrecht ins Finale. Dort ließ er dem rumänischen Kontrahenten keine Chance. Von Beginn an bestimmte Theo den Kampf mit schnellen Schlagkombinationen, Übergängen zum Wurf, zwang seinen Gegner mit einer Würgetechnik zur Aufgabe und durfte sich anschließend über Gold freuen.

Aus Mangel an Gegnerinnen startete Monisha Njingo eine Altersklasse höher, in der U16 +63 kg. Die aktuelle Deutsche Meisterin der U14 konnte gegen die erfahreneren Gegnerinnen aus Deutschland und Frankreich gut mithalten. Gestaltete ihre Kämpfe lange offen, steckte nicht zurück und versuchte immer wieder eigene Akzente zu setzen. Am Ende reichte es zwar nicht für einen Sieg, aber für den dritten Platz und die Bronzemedaille.

In der U21 bis 70 kg trat Kristin Raddatz an. Nach verpasster EM, wegen einer Knieverletzung und wenig Training wegen der Abiturprüfungen, war der Europacup ihr erstes Turnier seit des Titelgewinns bei der WM im November 2025. Mit nur einem Monat Vorbereitung für den Europacup, ging es für sie vor allem darum, wieder in die Wettkampfroutine zu kommen. Außerdem sollte das Turnier als Vorbereitung für die im Juli anstehenden „Die Finals 2026“ in Hannover dienen. Hier vertritt Kristin in ihrer Klasse die Gruppe Nord im Kampf um den Deutschen Team-Titel. Auch, wenn ihr die lange Wettkampfpause in den Kämpfen anzumerken war, konnte sie gegen spanische Kontrahentinnen insgesamt eine ansprechende Leistung zeigen und bestätigte ihr ansteigende Form. Am Ende musste sie nur einer Kameradin aus dem Bundeskader den Vortritt überlassen und belegte den 2. Platz.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und gezeigten Leistungen.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell angetan vom Turnierverlauf. „Technisch und taktisch sind internationale Turniere auf so einem hohen Niveau ein wichtiger Schritt für die Entwicklung unserer Kämpferinnen und Kämpfer.“

5 Titel für Westerceller Ju-Jutsuka bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend

Vom 16.-17.05.2026 fanden in Gelsenkirchen die Deutschen Meisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter den 552 Teilnehmer*innen war der VfL Westercelle mit 19 Athleten*innen in den Kategorien Fighting und Newaza/BJJ vertreten.

Am ersten Tag der Meisterschaften starteten die Kämpferinnen und Kämpfer im Fighting noch etwas verhalten in das Turnier. Bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft startete Gabriel Oldenburger in der Klasse U14 bis 32 kg. Gegen zwei Hamburger Ju-Jutsuka musste er sich noch jeweils nach Punkten geschlagen geben. In weiteren Kämpfen gegen Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen gelangen ihm Siege mit Full Ippon, wodurch er sich am Ende noch den 3. Platz erkämpfen konnte. In der Klasse U14 bis 48 kg kämpfte sich Lennert Kirtoaka mit zwei souveränen Full Ippon-Siegen gegen Kontrahenten aus Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bis ins Finale. Dort hatte er nach einem intensiven Kampf nur knapp mit 5:6 das Nachsehen gegen einen Ju-Jutsuka aus Nordrhein-Westfalen und durfte sich über die Silbermedaille freuen. Ein Klasse höher, bis 52 kg, startete Alexander Skierecki ebenfalls zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft. Im Achtelfinale und Viertelfinale konnte er sich noch nach Punkten gegen Gegner aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchsetzen, im Halbfinale musste er sich leider dem zukünftigen Deutschen Meister vorzeitig geschlagen geben. Von der Niederlage unbeeindruckt ging Alexander in den anschließenden Kampf um Platz 3 und konnte sich hier durch sehr taktisches Kämpfen seinen Thüringer Kontrahenten mit 6:5 bezwingen.

Mit einem Full Ippon-Sieg begann Isabella Skierecki in der Klasse U16 bis 63 kg das Turnier gegen eine Kämpferin aus Sachsen. Im folgenden Viertelfinale musste sie sich dann einer Hessin vorzeitig geschlagen geben. In der anschließenden Trostrunde kämpfte sich Isabella mit zwei Siegen gegen Ju-Jutsuka aus Thüringen in das kleine Finale. Hier konnte sie dann leider nicht mehr an die vorherigen Leistungen anknüpfen, verlor durch Full Ippon und belegte am Ende den 5. Platz. Einen Tag zum Vergessen erlebte Theodor Godawa in der Klasse U16 bis 52 kg. In beiden Kämpfen, in denen er antrat, wurde er wegen zu harter Technik disqualifiziert und so blieb ihm nur der 9. Platz.

Am zweiten Tag startete Andreas Scholl im Fighting in der U18 bis 69 kg. Gegen einen Hamburger gestaltete Andreas seinen ersten Kampf souverän und setzte sich mit Full Ippon durch. Im anschließendem Halbfinale konnte Andreas nicht mehr an die Leistung anknüpfen und verlor nach Punkten gegen einen Kämpfer aus dem Rheinland. Im anschließenden Kampf um Bronze fehlte ihm die nötige Konzentration, um sich gegen einen Gegner aus Niedersachsen durchzusetzen und musste sich am Ende mit dem 5. Platz zufriedengeben. Nur eine Gegnerin hatte Monisha Njingo in der U14 +63 kg. Die Deutsche Meisterin wurde demnach im Modus Best-of-3 ermittelt. Gegen die Kontrahentin aus Brandenburg bestimmte Monisha von Beginn an den Kampf. Schnell holte sie mit Schlagkombinationen zwei Ippons, um sofort in einen erfolgreichen Wurf überzugehen und mit einer anschließenden Haltetechnik die erste Begegnung mit Full Ippon für sich zu entscheiden. Im Rückkampf blieb Monisha weiter die bestimmende Kämpferin. Mit Schlagkombinationen und Haltetechniken holte sie mehrere Ippons. Nur ein Wurf für Ippon sollte ihr nicht gelingen. Am Ende setzte sich Monisha mit 18:1 durch und holte sich ihren ersten Deutschen Meistertitel und damit auch die einzige Goldmedaille im Fighting für Niedersachsen.

In der Kategorie BJJ/Newaza U14 bis 36 kg ging David Khudoyan bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft auf Medaillenjagd. Mit vorzeitigen Siegen gegen Ju-Jutsuka aus Hamburg und Württemberg sowie einem Punktsieg gegen einen Gegner aus Schleswig-Holstein erreichte David das Finale. Hier musste er sich nur knapp einem Kontrahenten aus Niedersachsen mit 0:5 geschlagen geben, durfte sich aber über die Silbermedaille freuen. Artem Pashetnykh startete n der U 14 bis 40 kg mit einem vorzeitigen Sieg gegen einen Badener ins Turnier. Im anschließenden Halbfinale musste er sich leider einem Kämpfer aus Sachsen-Anhalt nach Punkten geschlagen geben, holte sich aber im folgenden kleinen Finale vorzeitig den Sieg und damit den 3. Platz. Ebenfalls die Bronzemedaille erkämpfte sich Eldar Symoniuk in der Klasse U14 bis 44 kg. In vier Kämpfen musste er sich gegen Ju-Jutsuka aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geschlagen geben, holte aber Siege gegen Kämpfer aus Württemberg und ebenfalls Niedersachsen. Eine weitere Bronzemedaille, wie am Vortag, errang Alexander Skierecki. Im ersten Kampf musste er sich noch vorzeitig gegen den späteren Deutschen Meister geschlagen geben, konnte sich allerdings im Kampf um Platz 3 ebenfalls vorzeitig den Sieg holen. In der Klasse U16 bis 52 kg setzte sich Oleksandra Lemish souverän gegen zwei Kontrahentinnen aus Niedersachsen durch. Im anschließenden Finale, gegen eine Bundeskaderathletin aus Nordrhein-Westfalen, stand es nach Ablauf der Kampfzeit 0:0. Die Siegerin musste also in der Verlängerung, im Golden Score, ermittelt werden. Hier war die Westfälin etwas gedankenschneller, erarbeitete sich eine Vorteilswertung, wodurch sie den Kampf für sich entscheiden konnte. Eine Silbermedaille konnte auch Isabella Skierecki in der U16 bis 63 kg erringen. Am Vortag musste sie sich im Fighting noch mit dem 5. Platz begnügen, das sollte im BJJ nun besser klappen. Mit Siegen gegen Kämpferinnen aus Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zog sie ins Finale ein. Hier musste sie sich nur knapp einer Bundeskaderathletin aus Hamburg geschlagen geben. Einen zweiten Platz erkämpfte sich auch Lev Andrzheevskii in der U16 bis 77 kg. Gegen Athleten aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt kämpfte er sich ins Finale und musste sich nur dort einem erfahreneren Gegner, ebenfalls aus Niedersachsen, geschlagen geben. Mit einem Sieg nach Punkten und einem Sieg durch Submission erreichte Matvii Prykhodko das Finale in der U16 bis 44 kg. Hier konnte er sich nach intensivem Kampf mit 2:0 gegen einen Westfalen durchsetzen und damit seinen ersten Deutschen Meistertitel erringen. Seinen 3. Titel strebte Matvii Romaniuk in der U16 bis 48 kg an. Mit Siegen nach Punkten und durch Submission gegen Kämpfer aus Schleswig-Holstein sollte ihm das auch gelingen und holte sich das dritte Gold in Folge bei Deutschen Meisterschaften. Den ersten Titel bei seinen ersten Meisterschaften erkämpfte sich Yroslav Pashetnykh in der U16 bis 62 kg. Nach Punkten setzte er sich jeweils gegen Athleten aus Thüringen, Baden und Hamburg durch. Einen weitere Goldmedaille fügte Artem Petrenko seiner Medaillensammlung hinzu. Mit Punkten bezwang er Kämpfer aus Hamburg und Baden, um sich auch im Finale gegen einen Hessen knapp, mit einer Vorteilswertung Vorsprung durchzusetzen.

Weitere Platzierungen in ihren jeweiligen Klassen bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften erreichten David Konuhov mit Platz 4, Umar Achtajev Platz 5 und Saifuddin Achtajev Platz 9.

Theodor Godawa erkämpft sich Platz 9 bei der Ju-Jutsu Jugend-Europameisterschaft

Vom 19.-20.03.2026 fand in Heraklion auf Kreta die Jugend-Europameisterschaft im Ju-Jutsu statt. 791 Athletinnen und Athleten aus 31 Ländern gingen auf Medaillenjagd. Vom VfL Westercelle war Theodor Godawa im Aufgebot des deutschen Bundeskaders dabei. In der Klasse U16 bis 48 kg startete Theo zuerst gegen einen Ju-Jutsuka aus Bosnien-Herzegowina. Theo begann den Kampf zwar sehr druckvoll, es gelangen ihm allerdings keine klaren Treffer, weil die Abschlusstechniken zu Beginn noch etwas zu überhastet waren. Mit einem schnellen Übergang und Griff an die gegnerischen Beine gelang ihm erfolgreich ein Ausheber und konnte am Boden sogleich mit einem Armhebel nachsetzen. Den nun nötigen Ippon im Part 1, für den vorzeitigen Sieg, holte er sich mit einer schnellen Schlagkombination direkt nach dem erneuten Startsignal des Kampfrichters. Im Achtelfinale wartete auf Theo ein ungarischer Kämpfer. Auch dieses Mal wollte Theo den Kampf von Beginn an bestimmen, setzte klare Treffer und war erneut mit einem Ausheber erfolgreich. Mit der anschließenden Haltetechnik sicherte sich Theo auch diesen Kampf vorzeitig mit Full Ippon. Das Viertelfinale musste Theo gegen einen Italiener bestreiten. Seiner bisherigen Strategie treu bleibend, war Theo erneut der aktivere und aggressivere Kämpfer auf der Matte. Allerdings konnte der italienische Ju-Jutsuka seine Reichenweitenvorteile gut einsetzen und Theo so öfter auf Abstand halten und erfolgreich Treffer setzen. Dafür war Theo im Wurfpart überlegen und konnte seinen Kontrahenten mehrmals mit Schulterwurf zu Boden bringen. Im Bodenkampf war keiner von beiden in der Lage zu punkten. Im weiteren Verlauf verlegte sich der Italiener auf Konter und konnte sich so einen Punktevorsprung erarbeiten. Gegen Ende des Kampfes musste Theo seinem hohen Tempo Tribut zollen. Nun machte sich der Covidinfekt von einer Woche zuvor bemerkbar. Nach einer kurzen Behandlungspause, waren noch 22 Sekunden Kampfzeit übrig, der Punkteabstand aber bereits zu groß. Theo versuchte noch einen letzten Angriff, musste sich am Ende aber dem späteren Europameister mit 14:24 geschlagen geben. In der Trostrunde traf er auf einen Kameraden aus dem Bundeskader. Wohl wissend, dass seine Kondition angeschlagen ist, war die Strategie auf einen schnellen, vorzeitigen Sieg ausgerichtet. Dementsprechend begann Theo den Kampf und konnte mit den ersten Tritt- und Schlagkombinationen für zwei Ippons punkten. Beim Übergang zum Wurfpart sollte ihm dieses Mal zwar kein Ausheber gelingen, dafür konterte Theo einen Wurfversuch des Gegners erfolgreich mit einer Außensichel. Der anschließende Bodenkampf brachte leider keine Punkte, war allerdings sehr kräftezehrend. Gegen Mitte des Kampfes, beim Stand von 6:7, war Theo dann nicht mehr in der Lage weiterzukämpfen, musste leider vorzeitig aufgeben und belegte damit den 9. Platz.

„Nach dem Titel im letzten Jahr, zwei Gewichtsklassen tiefer, konnte Theo dieses Mal leider nicht sein volles Potential abrufen. Unter den Voraussetzungen ist ein neunter Platz dennoch aller Ehren wert. Er hat alles gegeben und das zählt.“, zeigten sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell mit der Leistung trotzdem zufrieden.

18 Titel bei der Ju-Jutsu Landesmeisterschaft für den VfL Westercelle

Vom 07.-08.03.2026 nahmen 325 Ju-Jutsuka aus 31 Vereinen an der Ju-Jutsu Landeseinzelmeisterschaft in Einbeck teil. Für den VfL Westercelle gingen 34 Kämpferinnen und Kämpfer in den Kategorien Fighting und BJJ/Newaza auf Medaillenjagd.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Kategorie Fighting. Aus Mangel an Gegnern, konnten nicht alle Kämpferinnen und Kämpfer des VfL in ihren angestammten Alters- und Gewichtsklassen antreten. Teilweise wurden sie eine Gewichtsklasse höher eingestuft oder mussten ganz auf die Teilnahme verzichten. Dennoch wussten die VfLer in den Altersklassen U10 bis U18 in spannenden Kämpfen mit couragiertem Auftreten und souveränen Leistungen zu überzeugen. So sicherten sich Emilia Aksenova, Hlib Tsymbal, Oskar Berrisch, Botond Nemeth, Gabriel Oldenburger, Alexander Skierecki und Lennert Kirtoaka die Goldmedaille. Einen zweiten Platz erkämpften sich Enna Oppermann, Isabella Skierecki und Tristan Kruse. Bronze holten sich Andrii Rusak, David Polrola und Andreas Scholl. „Unsere Kämpferinnen und Kämpfer können stolz auf ihre Leistungen sein. Besonders bei unseren Jüngsten waren die Fortschritte der letzten Wochen zu sehen.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Am zweiten Tag der Wettkämpfe starteten die BJJ-Kämpferinnen- und Kämpfer des VfL. Angeführt vom ukrainischen Trainerduo Kostiantyn Murzin und Oleksii Lemish trat das Team in den Altersklassen U10 bis Senioren an. Nach sehr überzeugenden Leistungen erkämpften sich Yelyzaveta Lemish, Oleksandra Lemish, Isabella Skierecki, Damir Murzin, Oleksii Leshkevych, Nazar Murzin, Alexander Skierecki, Matvii Romaniuk, Umar Achtajev, Artem Petrenko und Viktor Bittermann die Goldmedaille. Silber holten sich David Khudoyan, Eldar Symoniuk, David Konuhov, Matvii Prykhodko, Daniel Jurk und Nikita Kozaryk. Einen dritten Platz sicherten sich Saifuddin Achtajev, Lev Andrzheevskii, Savelli Prokhner, Yuri Naum, Marc Marx und Amir Bolothanov, welcher auch in der No-Gi-Klasse Bronze holte.

Mit 18 Goldmedaillen, 9-mal Silber und zehn Bronzemedaillen belegte der VfL zum vierten Mal in Folge den ersten Platz in der Vereinswertung. Zusätzlich konnten sich alle Westerceller Kämpferinnen und Kämpfer von U14 bis Senioren für die Norddeutsche Meisterschaft qualifizieren, welche vom 18.-19.04.2025 in Hamburg stattfinden wird.

BJJ-Team gewinnt Teamwertung in Berlin

430 Teilnehmer*innen aus 10 Bundesländern und Österreich nahmen am 31.01.2026 bei der 5. Ausgabe der „The Combatch Games“ in Berlin teil. Das BJJ-Team der Ju-Jutsu-Sparte des VfL Westercelle war mit 28 Athlet*innen in den Kategorien Gi und No-Gi am Start. Insgesamt konnten 26 Goldmedaillen, 15 Mal Silber und 5 Bronzemedaillen erkämpft werden. Die Trainer Kostiantyn Murzin und Oleksii Lemish waren voll des Lobes für das gesamte Team. „Ein großes Lob an unsere Athlet*innen, für eure Charakterstärke, euren Willen und unermüdlichen Einsatz. Für einige waren es die ersten Wettkämpfe und jeder Einzelne hat sich stark präsentiert. Ganz besonders stolz macht uns die Tatsache, dass ein kleiner Ort wie Celle es geschafft hat, einer großen Stadt wie Berlin zu zeigen, welches Potential in ihm steckt. Das ist ein Zeichen für Qualität, Teamgeist und harter Arbeit. Ein besonderer Dank gilt den Eltern. Danke für eure großartige Unterstützung des gesamten Teams, für eure Geduld und dass ihr diesen langen und anstrengenden Wettkampftag gemeinsam mit uns durchgestanden habt. Ohne euch wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“

3. WM-Titel für Kristin Raddatz – Theodor Godawa ist Vizeweltmeister

Über 1400 Athletinnen und Athleten aus 54 Nationen nahmen am 08.11. – 14.11.2025 an der Ju-Jutsu Weltmeisterschaft der U16-U21 in Bangkok teil. Vom VfL Westercelle waren Theodor Godawa und Kristin Raddatz für Deutschland dabei.

Theodor startete am zweiten Tag in der Klasse U16 bis 44 kg. Der erste Kampf des amtierende Europameisters war eine Neuauflage des EM-Finales vom März diesen Jahres. Theo und sein Gegner aus Montenegro begannen vorerst etwas zurückhaltend und konnten zu Beginn kaum Akzente setzen. Nach dem ersten Schlagabtausch punkteten beide für Ippon (große Wertung), wobei der Montenegriner, wie schon im EM-Finale zu ungestüm nachsetzen wollte und sich durch unkontrolliertes Schlagen eine erste große Bestrafung einhandelte. Im weiteren Verlauf konnte sich Theos Gegner etwas absetzen und nach Punkten in Führung gehen. Bei einem erneut unkontrollierten Angriff des Montenegriners bekam dieser die zweite große Bestrafung und wurde disqualifiziert. Damit zog Theo in das Halbfinale ein. Hier begann er wesentlich konzentrierter und nutzte seine Möglichkeiten besser. Trotz Reichweitennachteil gelangen ihm gegen den Ju-Jutsuka aus Thailand mit variantenreichen Schlag- und Trittkombinationen klare Treffer. Eine große Wertung am Boden oder durch einen Wurf sollte keinem von beiden gelingen. Beim Stand von 23:14 und noch acht Sekunden zu kämpfen, erhielt der Thailänder für einen unkontrollierten Tritt bereits seine zweite große Bestrafung, wurde disqualifiziert und Theo zog damit bei seiner ersten Weltmeisterschaft ins Finale ein. Im finalen Kampf traf er auf einen Gegner aus Kasachstan. Körperlich stärker und mit mehr Reichweite nutzte der Kasache seine Vorteile und ging schnell durch Schlagkombinationen in Führung und baute diese sukzessive aus. Beim ersten Wurfversuch des Kasachen, ein Ausheber, konnte Theo noch knapp eine große Wertung verhindern. Ein erneuter Wurfansatz war dann doch erfolgreich und durch die anschließende Haltetechnik, musste sich Theo am Ende zwar mit Full Ippon geschlagen geben, durfte sich allerdings über die Silbermedaille freuen.

Am fünften Tag der WM startete Kristin Raddatz in der Klasse U21 bis 70 kg. Gegen die erste Kontrahentin hatte Kristin bereits bei der Europameisterschaft 2024 mit Full Ippon gewonnen. Das sollte ihr gegen die Ju-Jutsuka aus Montenegro dieses Mal zwar nicht gelingen, ein deutlicher Sieg wurde es trotzdem. Zu Beginn noch etwas verhalten, gewann Kristin in diesem Kampf zunehmend die Oberhand. Vor allem durch schnelle Schläge und Tritte punktete sie immer wieder für Ippon. Wurfversuche der Montenegrinerin konnte sie mehrmals verhindern, wahr selbst aber auch nicht in der Lage, Punkte im Wurfpart zu generieren. Durch ihre Schnelligkeit baute Kristin ihre Führung mit Atemis aus und gewann am Ende nach Punkten mit 26:15. Im Halbfinale traf Sie auf ihre Finalgegnerin der JWM von 2023. Auch gegen die Russin, sollte der Kampf sich dieses Mal schwieriger gestalten. Kristin startete souverän, holte mit Tritten und Schlägen zum Kopf schnelle Ippons und erarbeitete sich eine 5:0 Führung. Ein anschließender Wurfversuch konnte die Russin leider kontern und war selbst für Ippon erfolgreich. Zurück im Stand baute Kristin ihre Führung weiter mit Atemis aus und bekam zusätzlich eine kleine Wertung für einen Wurf. Den Versuch, in den Stand zurückzukehren, nutzte die Russin, Kristin in eine Haltetechnik zu zwingen und sich für 15 Sekunden Halten einen Ippon in Part 3 zu sichern. Bei noch knapp einer Minute und 30 Sekunden Kampfzeit, brauchte die Russin nun nur noch einen Ippon in Part 1, einen klaren Treffer, um ins Finale einzuziehen. Dennoch blieb Kristin ihrer Taktik treu, vertraute auf ihre Schnelligkeit und setzte die Russin weiter unter Druck. Erzielte weiter Punkte mit Treffern zum Kopf und verstrickte anschließende ihre Gegnerin in Griff- und Bodenkämpfe. So war sie nicht nur in der Lage, ihre Führung zu behaupten, sondern auch Zeit von der Uhr zu nehmen. Bei noch verbliebenen 11 Sekunden, startete die Russin letzte verzweifelte Angriffe, die Kristin alle mit Tritten vereiteln konnte. Mit 17:8 gewann Kristin dieses an Spannung kaum zu überbietende Halbfinale und zog zum fünften Mal in Folge in ein WM-Finale ein. Hier traf sie erneut auf eine Kontrahentin aus Montenegro. Kristin begann wie die Kämpfe zuvor. Mit druckvollen Atemis erkämpfte sie sich schnell einen 6:2 Punktevorsprung, um anschließend im Part 2 mit Würfen die Gegnerin zu Boden zu bringen, was die Montenegrinerin jedoch zu verhindern wusste. Im weiteren Verlauf gelang es der jetzt aktiveren Gegnerin den Punktestand auszugleichen und nach einem erfolgreichen Wurf sogar in Führung zu gehen. Beim anschließendem Bodenkampf war Kristin allerdings reaktionsschneller und holte sich mit einem erfolgreichen Armstreckhebel die Führung zurück. Mit weniger als einer Minute verbliebener Kampfzeit begann Kristin ihre Führung zu verwalten. Setzte gezielte, schnelle Schlagkombinationen, um die Kontrahentin anschließend in den Griffkampf für eine gute Wurfposition zu verwickeln. Den letzten Wurfversuch der Montenegrinerin konnte Kristin vereiteln und blieb im Bodenkampf so lange aktiv, bis die letzten Sekunden abgelaufen waren und sie sich damit zum dritten Mal zur Weltmeisterin krönte.

„Mit dem Gewinn der Silbermedaille bei seiner ersten Weltmeisterschaft als Bundeskaderathlet hat Theo seine bisherigen Erfolge eindrucksvoll bestätigt. Auch Kristin konnte sich nach einer durchwachsenen EM-Leistung zurückkämpfen und erneut ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze im Ju-Jutsu unter Beweis stellen“, zeigen sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell hochzufrieden. Das wochenlange, intensive Training – unter anderem bei der Judosparte des SV Nienhagen – zahlte sich für die Athletinnen und Athleten des VfL Westercelle erneut aus.

3 Vizetitel bei der Deutschen Ju-Jutsu Meisterschaft

Vom 21.-22.06.2025 fanden in Norderstedt die Deutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu statt. Unter 266 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der VfL Westercelle mit 3 Kämpferinnen und Kämpfern vertreten.

Am ersten Tag des Turnieres ging Kristin Raddatz in der Kategorie Fighting, in der Klasse U21 bis 70 kg, an den Start. Gegen ihre erste Kontrahentin aus Württemberg begann Kristin gewohnt souverän. Schnell holte sie sich die ersten Punkte mit einer Schlagkombination und ging sofort in einen ersten Wurfversuch mit Uchi-Mata über, mit dem sie ihre Gegnerin erfolgreich für Ippon zu Boden brachte, um dort mit einer anschließenden Haltetechnik den Kampf vorzeitig mit Full Ippon zu beenden. Im zweiten und entscheidenden Kampf um Gold, traf Kristin auf eine Kameradin aus dem Bundeskader. Gegen die knapp einen Kopf kleinere Kämpferin aus Nordrhein-Westfalen begann sie etwas zu passiv. Ihren Reichweitenvorteil konnte Kristin nicht nutzen, da die Kontrahentin immer wieder geschickt ihre Angriffe unterlief und ihrerseits mit Atemis punkten konnte. Einen Wurf sollte beiden vorerst nicht gelingen und auch am Boden war keine in der Lage zu punkten. Lange war der Kampf ausgeglichen, bis es der Westfälin gelang, einen Wurfansatz von Kristin zu kontern und nach Punkten in Führung zu gehen. Diesen Rückstand, Sekunden vor Ende des Kampfes, konnte Kristin nicht mehr aufholen und musste sich zum Schluss geschlagen gegeben und belegte damit den zweiten Platz.

Am zweiten Tag starteten Marc Marx und Nikita Kozaryk bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften in der Kategorie Newaza/BJJ. In der Altersklasse U21 bis 69 kg begann Nikita furios und konnte sich gegen einen Hamburger Kämpfer mit Submission (vorzeitiger Sieg) durchsetzen. Im nachfolgenden Halbfinale gelang ihm erneut ein vorzeitiger Sieg gegen einen Ju-Jutsuka aus Nordrhein-Westfalen und zog damit ins Finale ein. Das Finale gegen einen niedersächsischen Kontrahenten gestaltete sich schwieriger. Nikitas Gegner konnte sich einen 5:0 Punktevorsprung erarbeiten, den er bis zum Schluss verteidigte. Damit verlor Nikita zwar dieses Finale, hat aber Silber gewonnen.

In der Gewichtsklasse bis 77 kg startete Marc mit einer knappen Niederlage gegen einen hessischen Kämpfer. Davon aber völlig unbeeindruckt, gestaltete er die nächsten Kämpfe um so dominanter. Gegen zwei weitere Ju-Jutsuka aus Hessen und einem niedersächsischen Kontrahenten gelangen ihm vorzeitige Siege und so konnte auch Marc sich am Ende über die Silbermedaille freuen.

4-mal Gold für Westerceller Ju-Jutsuka bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend

Vom 24.-25.05.2025 fanden in Chemnitz die Deutschen Meisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter den 482 Teilnehmer*innen war der VfL Westercelle mit zehn Athleten*innen in den Kategorien Fighting und Newaza/BJJ vertreten.

Am ersten Tag der Meisterschaften gingen im Fighting die U14 und U16 an den Start. In der U14 bis 48 kg begann Isabella Skierecki mit einem Full Ippon (vorzeitiger Sieg) gegen eine bayerische Kontrahentin das Turnier.  Im anschließenden Viertelfinale agierte sie insgesamt zu passiv und musste sich leider mit Full Ippon gegen eine niedersächsische Ju-Jutsuka geschlagen geben. In der nun folgenden Trostrunde knüpfte sie wieder an die Leistung aus ihrem ersten Kampf an und setzte sich mit vorzeitigen Siegen gegen Kämpferinnen aus Hamburg und Bayern durch, um sich auch im anschließenden kleinen Finale mit Full Ippon die Bronzemedaille zu holen. Bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft startete Lennert Kirtoaka in der Klasse U14 bis 44 kg mit einer Niederlage gegen einen hessischen Kämpfer. Davon unbeeindruckt holte er sich den Sieg gegen einen Ju-Jutsuka aus Nordrhein-Westfalen und bewahrte sich damit die Chance auf Bronze. Im kleinen Finale musste er sich dann leider gegen seinen Dauerkontrahenten aus Niedersachsen geschlagen geben und belegte am Ende den 5. Platz. Ebenfalls zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft war Monisha Njingo. In der Klasse U14 +57 kg musste auch sie leider eine Niederlage in ihrem Eröffnungskampf hinnehmen. Allerdings konnte auch Monisha mit einem vorzeitigen Sieg im anschließenden Kampf gegen eine Bayerin die Chance auf eine Medaille aufrecht halten. Im folgenden Halbfinale musste sie sich zwar einer weiteren bayerischen Gegnerin geschlagen geben, durfte sich aufgrund des Doppel-Pool-Modus dennoch über die Bronzemedaille freuen.

In der U16 bis 62 kg ging Andreas Scholl auf Medaillenjagd. Souverän setzte er sich gegen Kämpfer aus Brandenburg, Hessen und Bayern jeweils mit Full Ippon durch. Sehr viel knapper war der Kampf um Gold. In einem packenden Finale setzte sich Andreas mit 12:11 Punkten gegen einen Ju-Jutsuka aus Sachsen-Anhalt durch und durfte sich über seinen zweiten deutschen Meistertitel freuen. Theodor Godawa ging ebenfalls mit Ambitionen auf Gold an den Start. In der Klasse U16 bis 40 kg hatte er zwar nur zwei Kontrahenten aus Schleswig-Holstein, setzte sich aber mit vorzeitigen Siegen souverän durch und krönte sich damit ebenfalls zum zweiten Mal zum Deutschen Meister.

Am zweiten Tag starteten die U18 im Fighting und die U14-U16 im Newaza/BJJ. Im Fighting U18 bis 62 kg kämpfte sich Niklas Zimpfer in einer stark besetzten Gruppe mit Siegen gegen Ju-Jutsuka aus Hessen und Brandenburg bis ins Halbfinale. Hier musste er sich leider einem Kontrahenten aus Schleswig-Holstein geschlagen geben. Den folgenden Kampf um Bronze dominierte Niklas, führte mit Punkten, bis ihn das Kampfgericht nach einem Videobeweis für eine gerade Schlagtechnik zum Kopf leider disqualifizierte. Damit belegte Niklas am Ende den 5. Platz.

In der Kategorie Newaza U14 bis 40 kg starteten Matvii Romaniuk und Eldar Symoniuk. Während Matvii mit dem Ziel antrat, nach 2024 seinen zweiten Meistertitel zu holen, ging es für Eldar, bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft, eher darum Erfahrung zu sammeln. Souverän setzte Matvii sein Vorhaben in die Tat um. Mit einer konzentrierten Leistung und dominanten Techniken setzte er sich mit vorzeitigen Siegen unter anderem gegen Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt und Hamburg durch und holte sich verdient die Goldmedaille. Trotz einer engagierten Leistung konnte Eldar leider keinen Sieg erringen und belegte den 5. Platz. In der Klasse U14 bis 44 kg begann Matvii Prykhodko seine ersten Deutschen Meisterschaften mit einem vorzeitigen Sieg gegen einen sächsischen Ju-Jutsuka. Im anschließenden Halbfinale musste er sich leider dem späteren Meister aus Baden geschlagen geben. Unbeeindruckt von der Niederlage, setzte sich Matvii im kleinen Finale gegen einen Gegner aus Sachsen-Anhalt durch und gewann die Bronzemedaille.

Als letzte Kämpferin des VfL griff Oleksandra Lemish ins Wettkampfgeschehen ein. In der Klasse U16 bis 48 kg setzte sie sich in vier Kämpfen souverän nach Punkten oder Submission gegen Kontrahentinnen aus Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Württemberg durch und gewann so ihren ersten deutschen Meistertitel.

„Mit vier Titeln, drei Mal Bronze und drei fünften Plätzen haben unsere Kämpferinnen und Kämpfer sehr gute Ergebnisse erzielt und einen erheblichen Anteil am 1. Platz für Niedersachsen in der Länderwertung.“, sind die Fighting-Trainer Alexey Volf und Karsten Sell und BJJ-Trainer Kostiantyn Murzin und Oleksii Lemish stolz auf die gezeigten Leistungen.

5 Norddeutsche Titel im Ju-Jutsu für den VfL Westercelle

Vom 05.04.-06.04.2025 fanden die Norddeutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu in Winsen (Luhe) statt. 242 Ju-Jutsuka aus allen norddeutschen Bundesländern gingen in den Kategorien Fighting und Newaza auf Medaillenjagd. Für den VfL Westercelle gingen 14 Kämpferinnen und Kämpfer an den Start.

In der Kategorie Fighting U14 bis 44 kg bestritt Lennert Kirtoaka die ersten Kämpfe. Musste er sich im ersten Kampf gegen einen Kontrahenten aus Niedersachsen noch wegen einer Disqualifikation geschlagen geben, konnte er die folgenden drei Begegnungen gegen Ju-Jutsuka aus Hamburg und Niedersachsen mit Full Ippon (technischer K.O.) souverän für sich entscheiden. Damit belegte Lennert am Ende den 2. Platz und durfte mit diesem Ergebnis, bei seinen ersten norddeutschen Meisterschaften, mehr als zufrieden sein. In der Klasse U14 bis 48 kg erkämpfte sich Isabella Skierecki mit zwei Punktsiegen im Viertel- und Halbfinale den Einzug in das Finale. Hier ließ sie ihrer niedersächsische Gegnerin keine Chance, besiegte sie mit Full Ippon und krönte sich zum ersten Mal zur norddeutschen Meisterin. Theodor Godawa hatte in der Klasse U16 bis 40 kg zwar nur zwei Gegner, ließ in seinen Kämpfen aber keinen Zweifel daran, wer als Sieger von der Matte gehen sollte. Der amtierende Jugendeuropameister gestaltete die Kämpfe gegen die Ju-Jutsuka aus Schleswig-Holstein gewohnt souverän. Mit schnellen Atemiangriffen (Schlagen und Treten) und seinem Spezialwurf Seoi-Nage (Schulterwurf) dominierte er beide Kontrahenten, gewann alle Kämpfe mit Full Ippon und konnte sich zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille sichern. Andreas Scholl trat ähnlich souverän auf. Zwar noch etwas geschwächt von einem Infekt, konnte auch er sich in seiner Klasse U16 bis 62 kg gegen Ju-Jutsuka aus Niedersachsen und Hamburg souverän mit Full Ippon bis ins Finale durchsetzen. Hier knüpfte er an die vorhergehende Leistung an und holte sich gegen seinen Kontrahenten aus Hamburg mit Full Ippon den Sieg und ebenfalls zum dritten Mal den norddeutschen Titel.

Nach einem Jahr Wettkampfpause ging Niklas Zimpfer in der Klasse U18 bis 62 kg an den Start. Im ersten Kampf traf er gleich auf den stärksten Gegner seiner Gruppe. Mit dem Ju-Jutsuka aus Schleswig-Holstein lieferte er sich einen offenem Schlagabtausch, in dessen Folge sich sein Kontrahent einen Punktevorsprung erarbeiten konnte. Beide Kämpfer gingen ein hohes Tempo, versuchten vergeblich den jeweils Anderen zu werfen, dafür wurde der Kampf umso intensiver am Boden weitergeführt, in dessen Verlauf Niklas leider zwei Ippons wegen Armstreckhebel abgab. Mit Ablauf der Zeit musste sich Niklas leider nach Punkten geschlagen geben. Unbeirrt von der Niederlage setzte er sich in den beiden letzten Kämpfen dafür umso deutlicher mit Full Ippon und Punktevorsprung durch und belegte den 2. Platz.

Am zweiten Tag startete die Kategorie BJJ/Newaza. In der Klasse U14 bis 40 kg gingen gleich drei Kämpfer des VfL auf Medaillenjagd. Matvii Romaniuk konnte sich wie im Vorjahr den 1. Platz sichern. Souverän bestritt er seine vier Kämpfe und gewann alle vorzeitig durch Submission. Auf das Siegerpodest folgte ihm Eldar Symoniuk, der sich erst im Halbfinale geschlagen geben musste und damit die Bronzemedaille gewann. Für Anton Bychkov war die erste Teilnahme bei einer norddeutschen Meisterschaft leider schon in der Vorrunde vorbei. In den beiden Kämpfen gegen die späteren Finalisten musste er sich leider geschlagen geben und belegte den 5. Platz.

Im Modus „Best of three“ bekam es Matvii Prykhodko mit nur einem Gegner zu tun. In zwei Kämpfen konnte er sich jeweils nach Punkten gegen den Hamburger durchsetzen und holte sich so die Goldmedaille. Aus Mangel an Gegnerinnen musste Oleksandra Lemish eine Gewichtsklasse höher starten. In der U16 bis 52 kg traf sie dabei auf die aktuelle Vizeeuropameisterin aus Niedersachsen. Zu Beginn gestaltete Oleksandra den Kampf noch ausgeglichen, im weiteren Verlauf konnte die Gegnerin ihren Gewichtsvorteil allerdings besser nutzen und gewann nach Punkten. Davon unbeeindruckt bestritt Oleksandra den nächsten Kampf gegen eine Bremerin umso souveräner, gewann mit Submission und durfte sich über die Silbermedaille freuen.

In der Klasse U16 bis 69 kg begann Artem Petrenko die Meisterschaften gegen den Landesmeister aus Niedersachsen. Die Begegnungen bei der LEM zwischen den Beiden waren bereits sehr eng und dieses Niveau sollte auch dieser Kampf erneut erreichen. Bis zum Schluss war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem Artem am Ende leider mit 2:3 Punkten das Nachsehen hatte. Den nachfolgenden Kampf, gegen einen Ju-Jutsuka aus Hamburg konnte Artem mit deutlichem Punktevorsprung für sich entscheiden und gewann so die Silbermedaille.

Ein Tag zum Erfahrungen sammeln war es für Yuri Naum. In der U18 bis 69 kg musste er sich in seinen Kämpfen gegen Kontrahenten aus Hamburg und Niedersachsen geschlagen geben und belegte den 7. Platz. Statt bei den U21 mussten Nikita Kozaryk und Marc Marx, aus Mangel an Gegnern, bei den Adults antreten. In der Klasse bis 69 kg kämpfte sich Nikita souverän mit Submissions bis ins Halbfinale. Zu Beginn des Halbfinals konnte sich Nikita einen 2-Punktevorsprung erarbeiten und diesen lange verteidigen. Gegen Ende des Kampfes war sein niedersächsischer Gegner in der Lage 3 Punkte zu erzielen und diesen kleinen Vorsprung bis zum Schluss zu verteidigen. Trotz der Niederlage und einer strittigen Kampfrichterentscheidung, durfte sich Nikita über Bronze freuen. In der Klasse bis 77 kg begann Marc mit einem Sieg durch Submission. Im anschließendem Halbfinale musste er sich leider dem späteren norddeutschen Meister geschlagen geben. Dennoch wahrte Marc seine Chance auf eine Medaille. Im kleinen Finale setzte er sich nach einem engen Kampf mit 2 Punkten Vorsprung durch und holte sich den 3. Platz.

„Unsere Kämpferinnen und Kämpfer konnten bei einem wichtigen Saisonhöhepunkt wieder einmal zeigen, dass sie zu den Besten ihrer jeweiligen Klasse gehören.“, waren die Fighting-Trainer Alexey Volf, Karsten Sell und die BJJ-Trainer Kostjantyn Murzin und Oleksii Lemish sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Theodor Godawa ist Europameister

Vom 21.-23.03.2025 fand auf Zypern die Jugend-Europameisterschaft im Ju-Jutsu statt. 900 Athletinnen und Athleten aus 29 Ländern gingen auf Medaillenjagd. Vom VfL Westercelle waren Theodor Godawa und Andreas Scholl im Aufgebot des deutschen Bundeskaders dabei. In der Klasse U16 bis 40 kg startete Theo zuerst gegen einen russischen Ju-Jutsuka. Theo begann den Kampf sehr druckvoll, setzte mit Schlagkombinationen die ersten Akzente und konnte sich schnell einen 7:1 Punktevorsprung erarbeiten. Im weiteren Kampfverlauf wurde der Russe zunehmend fahrig und leistete sich mehrere technische Fehler, welche vom Kampfgericht bestraft wurden und letzten Endes zur Disqualifikation führten. Im Halbfinale traf Theo auf einen Kämpfer aus Italien. Von Beginn an ging Theo erneut ein hohes Tempo, griff immer wieder mit Tritt- und Schlagkombinationen an und verleitete den nervös agierenden Italiener damit zu zwei unerlaubten Techniken, für die dieser disqualifiziert wurde. Damit stand Theo im Finale bei seiner ersten Europameisterschaft. Hier blieb er gegen einen Kämpfer aus Montenegro seiner Taktik treu. Von Beginn an bestimmte er das Tempo dieses Finales, holte sich erneut die ersten Punkte mit Atemis und ging 4:2 in Führung. Einen Ausheberversuch des Montenegriner konterte Theo geistesgegenwärtig mit Hikkomi-Gaeshi und holte sich damit einen Ippon im Wurfpart. Zum vorzeitigen Sieg und Titel fehlte nun nur noch eine große Wertung am Boden. Zurück im Stand, gingen beide nach einem missglückten Wurfversuch des Montenegriners zu Boden, wo Theo schneller in der Lage war, seinen Gegner für 15 Sekunden in eine Haltetechnik zu zwingen. Dafür bekam er den noch fehlenden Ippon und gewann damit das Finale.

Unter denkbar schlechten Vorzeichen reiste Andreas Scholl zu diesen Meisterschaften. Bis zwei Tage vor dem Turnier hatte er noch mit einem Infekt und Fieber zu kämpfen. In seiner stark besetzten Klasse U16 bis 62 kg war ihm das noch deutlich anzumerken. Gegen einen rumänischen Ju-Jutsuka kam er nur zäh in den Kampf, war immer einen Schritt zu langsam und musste sich am Ende mit Full Ippon geschlagen geben. In der Trostrunde erging es ihm nicht besser. Der gegnerische Montenegriner war gedankenschneller und setzte sich ebenfalls mit Full Ippon durch. Damit beendete Andreas seine erste Europameisterschaft mit Platz 13. “Das Theo bei seiner ersten Europameisterschaft gleich den Titel holt, ist einfach großartig.”, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell begeistert. “Andreas hatte einfach Pech und wird noch seine Chance bekommen, sich auf internationaler Bühne beweisen zu können.”, sind beide zuversichtlich für die kommende Weltmeisterschaft im November.