Theodor Godawa erkämpft sich Platz 9 bei der Ju-Jutsu Jugend-Europameisterschaft

Vom 19.-20.03.2026 fand in Heraklion auf Kreta die Jugend-Europameisterschaft im Ju-Jutsu statt. 791 Athletinnen und Athleten aus 31 Ländern gingen auf Medaillenjagd. Vom VfL Westercelle war Theodor Godawa im Aufgebot des deutschen Bundeskaders dabei. In der Klasse U16 bis 48 kg startete Theo zuerst gegen einen Ju-Jutsuka aus Bosnien-Herzegowina. Theo begann den Kampf zwar sehr druckvoll, es gelangen ihm allerdings keine klaren Treffer, weil die Abschlusstechniken zu Beginn noch etwas zu überhastet waren. Mit einem schnellen Übergang und Griff an die gegnerischen Beine gelang ihm erfolgreich ein Ausheber und konnte am Boden sogleich mit einem Armhebel nachsetzen. Den nun nötigen Ippon im Part 1, für den vorzeitigen Sieg, holte er sich mit einer schnellen Schlagkombination direkt nach dem erneuten Startsignal des Kampfrichters. Im Achtelfinale wartete auf Theo ein ungarischer Kämpfer. Auch dieses Mal wollte Theo den Kampf von Beginn an bestimmen, setzte klare Treffer und war erneut mit einem Ausheber erfolgreich. Mit der anschließenden Haltetechnik sicherte sich Theo auch diesen Kampf vorzeitig mit Full Ippon. Das Viertelfinale musste Theo gegen einen Italiener bestreiten. Seiner bisherigen Strategie treu bleibend, war Theo erneut der aktivere und aggressivere Kämpfer auf der Matte. Allerdings konnte der italienische Ju-Jutsuka seine Reichenweitenvorteile gut einsetzen und Theo so öfter auf Abstand halten und erfolgreich Treffer setzen. Dafür war Theo im Wurfpart überlegen und konnte seinen Kontrahenten mehrmals mit Schulterwurf zu Boden bringen. Im Bodenkampf war keiner von beiden in der Lage zu punkten. Im weiteren Verlauf verlegte sich der Italiener auf Konter und konnte sich so einen Punktevorsprung erarbeiten. Gegen Ende des Kampfes musste Theo seinem hohen Tempo Tribut zollen. Nun machte sich der Covidinfekt von einer Woche zuvor bemerkbar. Nach einer kurzen Behandlungspause, waren noch 22 Sekunden Kampfzeit übrig, der Punkteabstand aber bereits zu groß. Theo versuchte noch einen letzten Angriff, musste sich am Ende aber dem späteren Europameister mit 14:24 geschlagen geben. In der Trostrunde traf er auf einen Kameraden aus dem Bundeskader. Wohl wissend, dass seine Kondition angeschlagen ist, war die Strategie auf einen schnellen, vorzeitigen Sieg ausgerichtet. Dementsprechend begann Theo den Kampf und konnte mit den ersten Tritt- und Schlagkombinationen für zwei Ippons punkten. Beim Übergang zum Wurfpart sollte ihm dieses Mal zwar kein Ausheber gelingen, dafür konterte Theo einen Wurfversuch des Gegners erfolgreich mit einer Außensichel. Der anschließende Bodenkampf brachte leider keine Punkte, war allerdings sehr kräftezehrend. Gegen Mitte des Kampfes, beim Stand von 6:7, war Theo dann nicht mehr in der Lage weiterzukämpfen, musste leider vorzeitig aufgeben und belegte damit den 9. Platz.

„Nach dem Titel im letzten Jahr, zwei Gewichtsklassen tiefer, konnte Theo dieses Mal leider nicht sein volles Potential abrufen. Unter den Voraussetzungen ist ein neunter Platz dennoch aller Ehren wert. Er hat alles gegeben und das zählt.“, zeigten sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell mit der Leistung trotzdem zufrieden.