1. Herren löst Pflichtaufgabe

Mit dem letzten Aufgebot reiste der VfL Westercelle zum Schlusslicht der SG Nordheide. Der Sieg war zwar verdient, aber alles andere als schön anzusehen. „Es war kein gutes Spiel. Wir waren unkonzentriert und haben wenig präzise gespielt“, meinte Trainer Axel Güllert. Dass an diesem Tag der Letzte auf den Zweiten trifft, war dennoch zu erkennen. Nordheide stand extrem tief, während Westercelle über die schnellen Außenpositionen zum Erfolg kommen wollte.

Lange gelang jedoch wenig im Spiel des VfL. Ganze 37 Minuten mussten Spieler und mitgereiste Fans auf die erlösende Führung warten. Timo Papendieck erzielte mit seinem ersten Saisontreffer die verdiente Führung, nachdem Nils Wittenberg ihn in Szene setzte. Die Führung gab den Gästen nach der Halbzeit dann Aufwind, ein zweites Tor wollte zunächst aber nicht fallen. Dafür trafen Tom Schaper und Philipp Garmann jeweils die Querlatte.

Doch der in den letzten Wochen so gute Schaper war auch am Sonntag wieder der Erfolgsgarant in der Schlussphase. Nach schöner Einzelleistung schoss er zunächst das beruhigende 0:2 (75.), bevor er für Nils Wittenberg zum 0:3-Endstand auflegte (82.). Güllert haderte im Nachhinein etwas mit der Spielweise: „Unser Umschaltspiel hat heute nicht gut funktioniert, das war eine zähe Begegnung.“ Auch aufgrund der angespannten Personalsituation war er dennoch „nicht unzufrieden“.

Da der TSV Elstorf seine Pflichtaufgabe in Wietzendorf ebenfalls erfüllte, steht der VfL zur Halbzeit mit einem Punkt weniger als die Harburger da. Vor der Winterpause warten dann in Scharmbeck-Pattensen und Zuhause gegen Soltau noch zwei schwere Aufgaben.

U19 unterliegt Göttingen 05

Die Vorzeichen standen alles andere als gut bei der Elf von Klaus-Ulrich Fiedler – nur 14 fitte Spieler, darunter drei Torhüter. Am Ende musste man sich dem Gegner aus dem Süden Niedersachsens verdient mit 1:3 geschlagen geben.

Auf beiden Seiten waren die Sorgenfalten vor Anpfiff groß. Göttingen reiste nur mit 13 Spielern in den Westen der Herzogstadt, Westercelle hatte immerhin einen Spieler mehr zur Verfügung. Da sich zu den 14 fitten Spielern aber drei Torhüter gesellten, stand Ersatztorwart Dominik Lowag sogar als Ersatzspieler auf dem Spielbericht und machte seine Sache nach der Einwechslung sogar ordentlich.
Mit Anpfiff entwickelte sich aber bei kalten Temperaturen eine – zumindest im ersten Durchgang – ansehnliche Partie. Göttingen übernahm dabei von Beginn an das Kommando und versuchte spielerisch durch die Abwehr des VfL zu kommen, die Bälle in die Spitze waren jedoch oftmals zu tief und für die Stürmer nicht zu erreichen. Westercelle hingegen kam über lange Bälle, die oftmals keinen Abnehmer fanden. Spielerisch ging über weite Strecken nicht viel. Göttingen ging nach 16 gespielten Minuten in Führung, weil ein Fehler in der VfL-Verteidigung eiskalt ausgenutzt wurde: einen langen Ball auf den agilen Dawid Owusu unterlief Rechtsverteidiger Maximilian Wede, Owusu behielt die Übersicht und legte quer auf Norick Florschütz – 0:1 in einer Phase, in der Westercelle langsam besser wurde.

Wenig später sah dann Westercelles gesamte Defensive alt aus, als Zeidan Turgey den Ball vor dem Strafraum annahm, sich gegen fünf Gegenspieler im Dribbling durchsetzte und zum 0:2 einschob (25.). Doch statt aufzugeben, nahm der VfL das Heft des Handelns jetzt in die Hand.

Nach tollem Zuspiel von Fabian Woitschek scheiterte Top-Torjäger Sinan Karak zunächst noch am SC-Keeper Marcel-Daniel Jünke (30.), Younes Barekzehi machte es kurz darauf aus ähnlicher Position besser: Sinan Alatas sah den einlaufenden Barekzehi, bediente ihn mit einem ansehnlichen Chip-Ball. Barekzehi ließ zwei Gegner im Dribbling stehen, sah dass Torwart Jünke zu zentral stand und schob ins kurze Eck zum Anschluss (33.).

Die Freude über den Treffer hielt ganze vier Minuten, da war der alte Abstand wiederhergestellt. Ungedeckt stand Niklas Heise am Strafraumrand und schoss einen zurückgelegten Ball auf den VfL-Torwart Nico Zabiegay. Dieser sah den Ball zwar spät, machte aber dennoch eine unglückliche Figur und ließ den Ball zum 1:3 ins Tor prallen (37.).

Nach Wiederanpfiff dann nur noch wenige spielerische Akzente auf beiden Seiten. Westercelle versuchte mit dem eingewechselten Jan-Aurel Enders noch offensive Durchschlagskraft zu entwickeln, allerdings vergeblich. Im Mittelpunkt stand in den zweiten 45 Minuten nur noch der Soielleiter, der sich in einer recht fairen Partie mehr und mehr in den Mittelpunkt stellte. Sechs gelbe Karten und zwei Zeitstrafen, alle für die Heimelf, spiegeln den Spielverlauf nur wenig wider. Besonders die beiden Zeitstrafen gegen Maximilian Wede und Johannes Wunsch seien überzogen, war aus den Lagern beider Teams zu hören.

Für Westercelle geht es nun in den letzten drei Spielen des Jahres darum, wichtige Punkte zu sammeln, um über dem Strich zu überwintern. Mit den Fahrten nach Verden und Hildesheim geht es dabei gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Text: Sören Thalau

Bild: David Borghoff

Kunstrasen: Aus virtuell wird real

Westerceller starten weitere Aktionen für den Bau von Celles erstem Kunstrasenplatz

#kunstrasenbauer steht in großen Buchstaben am Westerceller Sportpark. Auf einem Banner haben sich über 150 Unterstützer des Projektes „Erster Celler Kunstrasenplatz“ ablichten lassen – vom Celler Oberbürgermeister Jörg Nigge bis zum Spieler aus der „Pampers-Liga“. Und sogar Hund Paul hat sein schönstes Lächeln ausgepackt, um das Projekt zu unterstützen. „Dank dieser und vieler weiterer Aktionen ist unser Spendenstand inzwischen auf 41.955 Euro angewachsen“, erzählt der Projektmanager Hans Weger stolz.

Zuletzt feierten 280 Gäste im Westerceller Sportheim Oktoberfest. Dank einer großzügigen Spende von Wirt Ralf Krüger sowie sechs weiteren Sponsoren kamen über 4000 Euro für den Kunstrasenplatz zusammen. „Nun starten wir die nächsten Aktionen“, sagt Weger. Auf der Website des VfL Westercelle wurde inzwischen unter www.vflfussball.de/kunstrasen ein virtueller Kunstrasenplatz platziert. Privatpersonen und vor allem Firmen aus der Region können Parzellen erwerben. Zudem wird jeder Unterstützer, der vier oder mehr Parzellen bucht, zusätzlich auf einer Plakette verewigt, die neben dem realen Kunstrasenplatz angebracht wird. „Wir hoffen auf eine breite Unterstützung aus der Celler Wirtschaft“, sagt der VfL-Sponsoring-Beauftragte Sebastian Brammer.

Zudem haben die Westerceller in Kooperation mit der Neuen Masche eine Weihnachtsaktion gestartet. „Jeder sucht für Weihnachten oder Nikolaus die passenden Geschenke“, sagt VfL-Spartenleiter Christopher Menge. „Von Strümpfen, Mützen und T-Shirts bis zu Schmuck, Seife oder Weihnachtskarten bietet die Neue Masche alles an.” Das Beste: Die Produkte kosten nicht mehr als sonst, pro Box werden aber vier Euro für das Projekt “Kunstrasenplatz” gespendet. Ansprechpartnerin für das Projekt ist Sabine Wunsch.

Parallel können die Westerceller Spieler Fotomappen erwerben. Diese enthalten für nur 12 Euro das jeweilige Mannschaftsbild sowie Portraitfotos in verschiedenen Größen. Darüber hinaus enthält jede Mappe Fotosticker und ein #kunstrasenbauer-Armband. Fragen zu dieser Aktion beantwortet Sebastian Paschke.

Unterdessen haben die Verantwortlichen ein Nutzungskonzept für den Kunstrasenplatz erstellt. „Dadurch werden auch andere Vereine, die Schulen und andere Sportgruppen vom Kunstrasenplatz profitieren“, sagt Weger.

Wer den Kunstrasenbau unterstützen möchte, kann unter Verwendung des Schlagwortes „Kunstrasen“ auf das Spendenkonto des VfL Westercelle   DE07 2575 0001 0000 1507 30   einzahlen. Für Spenden bis zu 200 Euro akzeptiert das Finanzamt den Überweisungsträger als Beleg. Bei Spenden über 200 Euro stellt die Geschäftsstelle des VfL Westercelle am Ende des Jahres eine Spendenbescheinigung aus.

Weitere Informationen gibt es unter www.vflfussball.de/kunstrasen.

Text: Christoper Menge
Bild: David Borghoff

Aufwärmshirts für 1. und 2. Herren

Wieder einmal bedanken sich die Fußballer des VfL Westercelle bei ihrem Hauptsponsor Fuhrbetrieb Horn aus Nienhagen. Sowohl die erste als auch die zweite Herren-Mannschaft haben neue Aufwärmshirts erhalten. Für die tolle Unterstützung haben die Teams ein kleines Präsent an den Geschäftsführer Mirco Horn überreicht.

Vorwerk beendet Westerceller Siegesserie

Nach zuletzt sieben Siegen in Folge hat der VfL Westercelle beim Nachbarn in Vorwerk die zweite Niederlage der Saison hinnehmen müssen. Die Effektivität der Gastgeber zeigte sich dabei als entscheidend.

Die leicht favorisierten Westerceller übernahmen von Beginn an die Kontrolle der Begegnung. Über die schnellen Außen Philip Boie und Alex Laube kam immer wieder Gefahr auf, ein Tor blieb ihnen jedoch verwehrt. „Wir haben im ersten Durchgang fünf hundertprozentige und müssen eine oder zwei nutzen“, zeigte sich VfL-Trainer Heiko Vollmer unzufrieden. Sein Gegenüber Stefan Mainka sah das ähnlich: „Wenn wir hier mit 0:2 in die Halbzeit gehen, dürfen wir uns nicht beschweren.“

Nach einer Viertelstunde tauchte Louis Wilke frei vor Vorwerk-Keeper Daniel Peth auf, letzterer ging aber als Sieger aus dem Duell hervor. Wenig später lenkte Peth einen Kopfball von Philipp Garmann über das Tor, kurz vor der Halbzeit rettete ihn die Latte bei einem Schuss von Tom Schaper. Westercelle war in allen Belangen überlegen, was auch Mainka neidlos anerkannte: „Sie haben die Räume gut zugestellt und waren auch bei den zweiten Bällen viel präsenter.“

Im zweiten Spielabschnitt wurden die Gastgeber dann etwas mutiger und schlugen eiskalt zu, als Westercelle eine kurze Schwächephase hatte. Torben Buschmann gelang über die linke Seite in den VfL-Strafraum und sah am zweiten Pfosten Robin Ohlde, der keinerlei Probleme hatte einzuschieben (60.). „Da haben wir kurzzeitig die Ordnung verloren“, analysierte Vollmer trocken.

Vorwerk kam weiter zu vereinzelten Chancen, scheiterte jedoch an VfL-Torwart Jannick Heuer. Der konnte zehn Minuten vor Schluss aber auch nicht mehr entscheidend retten. Ein tiefer Ball auf Ohlde wurde plötzlich langsamer, sodass Ohlde mühelos am herauseilenden Heuer vorbei schieben konnte (81.).

Die Gäste gaben sich jedoch nicht auf und rannten weiter auf das Tor zu. Aus dem Spiel heraus wollte der Ball jedoch nach wie vor nicht ins Tor, dass der 1:2-Anschluss per Strafstoß fiel, war an diesem Tag passend zum Spielverlauf. Nils Wittenberg verwandelte nachdem Oumar Samgare zuvor am Boden liegend den Ball mit der Hand spielte (85.). In der Nachspielzeit stand Philipp Garmann nach einer Flanke völlig frei vor dem Tor, war aber wohl selbst überrascht so alleine zu sein und schoss knapp per Direktabnahme vorbei.

Stefan Mainka war nach Schlusspfiff mehr als zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „In der zweiten Halbzeit waren wir ein ebenbürtiger Gegner. Wir waren vor dem Tor effektiver, dadurch ist der Sieg nicht unverdient, wenn auch glücklich.“ Heiko Vollmer richtet den Blick dagegen schon nach vorne: „Wir hätten heute nicht verlieren dürfen, freuen uns jetzt aber auf das nächste Topspiel gegen Leinetal.“

Siegesserie der 1. Herren hält an

Der VfL Westercelle ist mit dem Rückenwind von fünf Siegen in Serie ins Grünenthal-Stadion nach Walsrode gereist. Die heimische Germania konnte ihren Negativtrend in der Vorwoche stoppen und ging ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis in die Partie. Die Favoriten aus Westercelle bestimmten jedoch zunächst das Spielgeschehen.

Nach 17 Spielminuten traf Niklas Pautsch per direktem Freistoß aus rund 25 Metern zum ersten Mal ins Tor der Gastgeber. Das Aufbauspiel der Germanen wirkte bis dato recht behebig, während der Tabellenführer den Ball gut laufen ließ und schnell nach vorne umschaltete. Tom Schaper tauchte in der Folge frei vor dem Tor auf, behielt jedoch die Übersicht und bediente Kai Broschinski, der nur noch einschieben musste (26.). Nur zwei Minuten später setzte Broschinski einen Schuss aus 16 Metern in die lange Ecke und schraubte das Resultat auf 0:3 hoch.

Der ein oder andere Westerceller fühlte sich schon an den 8:0-Sieg aus der Vorwoche erinnert, ehe Niklas Brandt im eigenen Strafraum die Hand zur Hilfe nahm. „Ein unglücklicher, aber korrekter Elfmeter“, befand VfL-Coach Heiko Vollmer. Volkan Öztürk verwandelte für Walsrode, „das hat sie im Spiel gehalten“, war Vollmer überzeugt. Weiterlesen

VfL-Fußballer mit HBG-Team drittbeste Mannschaft Deutschlands

Mit einem sensationellen dritten Platz ist die Schulfußballmannschaft des Celler Hermann-Billung-Gymnasiums von der Deutschen Meisterschaft aus dem thüringischen Bad Blankenburg zurückgekehrt. Mehr als 1000 Schulmannschaften hatten im Rahmen des Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ an den Ausscheidungskämpfen teilgenommen. Die „Billunger“ gehörten, zum zweiten Mal in Folge, zum erlesenen Kreis der besten 16 Schulteams in Deutschland und dürften die Niedersächsischen Farben an zwei Turniertagen beim Finale des DFB-Schulcups vertreten. Allein die Qualifikation war schon ein unermesslicher Erfolg. Was die Mannschaft der Trainer und Lehrer Bert Schmidt und Dirk Apitius dann fußballerisch ablieferte, kennt kaum größere Superlative.

Schon in der Vorrunde brillierte die Celler Sieben – es wurde mit sechs Feldspielern, plus Torwart gespielt – nicht nur, sondern zeichnete sich auch durch enormen Kampfgeist aus. So ließen sich die 11 bis 12-jährigen Celler nicht von überhart spielenden Brandenburgern (Cottbus) beeindrucken und siegten mit 3:2. Nach dem klaren Erfolg gegen Sachsen-Anhalt (Oschersleben), war das Viertelfinale, trotz der Niederlage gegen Augsburg, erreicht. Weiterlesen

VfL-Kreuzverhör Teil 9: Andre Loysa

Im neunten Teil kommt VfL-Allrounder Andre Loysa zu Wort

Loysa ist Teil der 3. Herren, der Ü32, Ü40 und Ü50 beim VfL Westercelle sowie U7-Trainer. In einem Interview der etwas anderen Art stand er Rede und Antwort.

Hallo Andre, seit 2013 bist du beim VfL, vorher hast du schon bei vielen Vereinen in Celle gewirkt. Wie kam es, dass du nach Westercelle gewechselt bist?

Zum Verein gekommen bin ich dadurch, dass mich mehrere Altherrenspieler über Jahre damit genervt haben zu kommen. Ich hatte meine Karriere eigentlich schon beendet. Und dann erzählte mir einer, dass es Mittwochs nach dem Training Lawinen gibt. Und da hab ich direkt die Tasche gepackt und bin losgefahren. Gut, es war Montag, aber egal.

Mittlerweile bist du auch U7 Trainer, wie kam es dazu?

Im Juni hatten wir einen Mannschaftsabend mit der Alten Herren. Stephan Hübner, mein genialer Trainerkollege, hat mich an dem Abend gegen halb 3 morgens gefragt, ob ich dazu Lust hätte. Genau in dem Moment, als ich durch Handheben mein 26. Bier bestellen wollte. Wurde dann allgemein als Zusage gewertet.

14 Spiele, 11 Siege, 2 Unentschieden und 1 Niederlage bei 70:12 Toren – es scheint ja trotzdem zu laufen. Wie sehen deine Ziele mit den Kleinen aus?

Grundsätzlich sollen die Jungs erstmal Spaß am Spiel haben. Aber wir haben auch schon festgestellt, dass da enorm viel Talent vorhanden ist. Ich denke, dass wir mit unserer Art zu trainieren und mit den Jungs umzugehen enorm gut ankommen. Auch die Eltern finden es klasse. Sind ja auch zwei Mal pro Woche die Nervensägen los (lacht). Die Jungs freuen sich diebisch auf jedes Training und das freut uns! Das Ziel ist, alle Jungs weiter für den Sport zu begeistern. Und da sind wir auf einem richtig guten Weg!

Bislang hast du in vier Mannschaften gespielt, was macht am meisten Spaß?

Ich möchte da natürlich niemandem zu nahe treten. Natürlich macht es in meiner Stammtruppe, der Ü40, richtig Spaß. Auch die Ü32, mit denen wir ja zusammen trainieren, ist vor allem menschlich großartig. Die 3. Herren finde ich total klasse! Ich durfte die Jungs ja Ende der letzten Saison erstmalig näher kennenlernen, als Spieler auf dem Platz. Seitdem verfolge ich den Weg auf und neben dem Platz sehr genau und habe ja auch in dieser Saison schon vier Spiele machen dürfen. Leider war ich ein Mal total schickern und ein Mal habe ich mich schon früh verletzt. Ich freue mich aber auf weitere Einsätze! Die Jungs sind mir in kürzester Zeit ans Herz gewachsen, obwohl der Alterunterschied recht groß ist und ich deutlich weniger wiege als die meisten Spieler.

Du bist also trotz deines Alters fitter als die jungen Spieler der 3. Herren – was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Das muss man relativieren. Ich sehe mich momentan bei 50%, aber das sind effektiv 80% mehr als bei manch einem Spieler der Dritten. Es ist recht einfach: vor allem – Insider werden es wissen – der „braune Salon“ hält einfach jung! Wichtig ist auch Kräfte zu sparen. Ich zum Beispiel fahre mit dem Auto zum Training.

Hast du noch persönliche Ziele?

Mehr Saisonspiele als Jan Kohls machen. Geht da um ne Kiste…

Zum Schluss wieder unsere Entscheidungsfragen. Aufstieg mit der 3. Herren oder Kreismeister mit der U7?

Da wir eh Kreismeister mit der U7 werden – Aufstieg mit der 3. Herren.

Torjäger oder Spielmacher?

Spielmacher, Torjäger denken nicht!

Als U7-Coach: Laptoptrainer oder alte Schule?

Alte Schule natürlich, Medizinbälle gehen immer!

VfL-Kreuzverhör Teil 8: Philipp Garmann

Im achten Teil des VfL-Kreuzverhörs stellt sich zum ersten Mal in dieser Saison Rückkehrer Philipp Garmann.

Nach dreijähriger Abstinenz, bei der der 28 – jährige unter anderem bei Union Schönebeck (Sachsen Anhalt) Fußball spielte, schnürt er seit diesem Sommer seine Fußballschuhe wieder für den VfL Westercelle.

Es ist schön, dass du wieder zurück bist. Gab es für dich nur die Wahl VfL Westercelle, wenn du wieder im Kreis Celle anfangen willst Fußball zu spielen?

Dass ich mit der Beendigung meines Studiums wieder nach Celle und damit auch definitiv wieder zum VfL zurückkehren werde, stand immer außer Frage. Bereits mit drei Jahren habe ich in Westercelle das Fußballspielen gelernt und die dort vorherrschende familiäre Atmosphäre bis zum heutigen Tag sehr schätzen gelernt. Ebenso gefällt mir, dass immer noch sehr viele der altbekannten Gesichter im Verein tätig sind, mit denen ich bereits vor meinem Studium zu tun hatte.

Du wurdest von dem Trainerduo Güllert und Vollmer von der Stürmerposition in das defensive Mittelfeld beordert. Wie kommst du mit dieser Umstellung zurecht?

Natürlich wurde ich zwar für die Offensive verpflichtet, doch auch in den vergangenen Jahren war es so, dass ich schon lange nicht mehr als wirklicher Stürmer eingesetzt wurde. Das lag zumeist an den verschiedenen Ausfällen in der Mannschaft, sodass ich eigentlich alle Positionen im Mittelfeld und Sturm gespielt habe. In unserem Fall kann ich meine Erfahrungen in unserer insgesamt sehr jungen Mannschaft im defensiven Mittelfeld definitiv besser einbringen, als wenn ich vorne in der Sturmspitze agiere. Insgesamt also alles im Dienste der Mannschaft und bisher klappt das ja auch ganz gut! (Augenzwinkern)

Wie zufrieden bist du bisher mit den ersten Saisonspielen?

Ich konnte die Vorbereitung weitestgehend, trotz der Entfernung, nahezu komplett mitmachen und dabei ist mir schon das enorme Potential, besonders das der Jugendspieler, positiv aufgefallen. Mit den ersten beiden Saisonspielen konnte man aber auch sehen, dass wir uns noch in der Findungsphase befinden. Dennoch bemerkt man, dass die Mischung aus jung und „alt“ eine vielversprechende Konstellation ist. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten haben wir uns jetzt als Mannschaft reingekämpft und sind dadurch jetzt auf einen mehr als zufriedenstellenden ersten Platz. Diese Leistungen gilt es jetzt in den nächsten Wochen zu bestätigen und uns im oberen Teil der Tabelle festzusetzen.

War es schwer für dich schwer sich wieder an den Celler Fußball oder an die Bezirksliga Lüneburg II zu gewöhnen?

Keineswegs eigentlich. Die Bezirksliga habe ich auch vor meinem Weggang schon zwei – drei Jahre kennen lernen dürfen und diese hat sich auch nicht extrem verändert. Dennoch ist die Spielweise auch wieder zu der in Sachsen-Anhalt eine andere. Aber Fußball bleibt ja nun mal auch Fußball. (lacht)

Auf „Fupa“ steht dein Spitzname „Thomas Müller“. Woher kommt dieser Spitzname?

Der wurde mir von meinen Mitspielern in Schönebeck verliehen. Das ganze lässt sich auf meine nicht immer vorzeigbare und unkonventionelle Technik zurückführen, dennoch hat sie trotzdem zu dem ein oder anderen Tor geführt. Deshalb der Vergleich zu der mir ebenfalls zusagenden Spielweise des Thomas Müllers (FC Bayern München).

Vielen Dank für deine Zeit Philipp, nun zum Abschluss noch drei Fragen.

Redzone (American Football) oder Sportschau?

Redzone.

Torjäger oder Abräumer?

Torjäger.

Bier oder Mixgetränk?

Bier.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Kreuzverhör-Serie, in der wir in unregelmäßigen Abständen Mitglieder und Funktionäre aus unserer Sparte in Form eines kleinen Interviews vorstellen.

U19 dreht Rückstand gegen MTV Gifhorn

3:2 nach 0:2 – Energieleistung wird belohnt
Im dritten Spiel gelang der U19 des VfL Westercelle der erste Sieg. Gegen den Regionalliga-Absteiger gewann die Fiedler-Elf nach Rückstand – trotz zwei verschossenen Strafstößen.

Nicht viel deutete im ersten Spielabschnitt auf das erste Erfolgserlebnis für die Gastgeber hin. Gifhorn nutzte seine Spielanteile gut und nutzte Westercelles Fehler gut aus. Johannes Wunsch und Marcos Pappas verschossen jeweils einen Strafstoß – ein Umstand den Gifhorn gut nutze. So gingen die Gäste durch Lasse Denker (18.) und Nick Greiling (38.) in Führung. VfL-Keeper Nico Zabiegay sah bei Greilings Freistoß zudem nicht gut aus.
Doch Zabiegay war es, der sein Team kurz nach der Pause mit einer Glanzparade im Spiel hielt und die Wende einleitete: Marcos Pappas nach schönem Zusammenspiel mit Jan Enders (50.) und Sinan Karak nach einem Traumtor in den WInkel (55.) sorgten für den frühzeitigen Ausgleich. Überschattet wurde die Partie anschließend durch eine schwere Verletzung eines Gifhorner Akteurs, der mit Verdacht auf einen Armbruch ins Krankenhaus transportiert wurde. Wir wünschen gute Besserung.
Dennoch ließen sich die Hausherren auch davon nicht aus dem Konzept bringen und der eingewechselte Younes Barikzehi traf zum viel umjubelten 3:2 (84.).

Text: Sören Thalau
Bild: Alex Baumann