Westerceller Reserve gewinnt mit 6:3

EICKLINGEN. In der Fußball-Kreisliga hat die zweite Mannschaft des VfL Westercelle einen wichtigen 6:3-Sieg in Eicklingen gefeiert und hält damit Kontakt zum unteren Mittelfeld der Tabelle. Eicklingen hat es versäumt, sich vor dem spielfreien Wochenende ein wenig Luft nach unten zu verschaffen. Westercelle dominierte den ersten Durchgang und durfte nach Belieben kombinieren. Trotz Heimvorteils stand für Eicklingen keine nennenswerte Torchance zu Buche.

„Besonders in der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gegen den Ball gearbeitet“, meinte Eicklingens Trainer Steven Hörske. Er sprach damit insbesondere das Zweikampfverhalten gegenWestercelles Tim Petersen an, der an allen vier Toren vor der Halbzeit beteiligt war. Erst legte er Nicolas Depner zweimal mustergültig den Ball auf (5. und 21.) und danach war er selbst zweimal zur Stelle und stellte das Ergebnis auf 4:0 (33. und 40.). Für ein großes Ärgernis bei den Gästen sorgte Dag-Hendrik Kasten, als er für eine Tätlichkeit mit roter Karte vom Platz gestellt wurde (30.). „Das war total unnötig“, sagte VfL-Trainer Sebastian Kath.

Im zweiten Durchgang führte die personelle Dezimierung dann fast zu einem Umschwung. Zwischen der 48. und 56. Spielminute brachten Luigi Böse und zweimal Jan-Erik Heidmann die Hausherren auf 3:4 heran. „Nach der klaren Führung waren wir uns wohl zu sicher“, stellte Kath fest. Die Aufholjagd fand kurze Zeit später aber ihr Ende, eine Hereingabe von Nicolas Depner lenkte Leonard Schulz zum 3:5 (65.) in die eigenen Maschen. „Nach der Halbzeit haben wir eine tolle Reaktion gezeigt, die Druckphase war aber zu kurz, um etwas mitzunehmen“, sagte Hörske.

In der Folge sahen die wenigen Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Hausherren allerdings den letzten Willen zum Sieg vermissen ließen. In dieser Phase zeichnete sich der laufstarkeVfL-Stürmer Malte Stellmach aus. Nahezu als Alleinunterhalter in der Offensive unterwegs, gab er keinen Ball verloren und beschäftigte permanent die Eicklinger Abwehr. Die endgültige Entscheidung resultierte dann wieder aus einem Eigentor. Einen Freistoß von Maximilian Runge verlängerte Christoph Hoppe an seinem verdutzten Torwart Sören Jakobsen vorbei ins eigene Tor zum Endstand von 3:6 (77.).

Jens Tjaden, Cellesche Zeitung, 7.11.16

60 Kinder bei 96-Fußballschule in Westercelle

Hannover 96 erfreut sich auch nach dem Abstieg in die 2. Fußball-Bundesliga immer noch größter Beliebtheit beim Celler Fußballnachwuchs. Bei der Fußballschule des VfL Westercelle eiferten gleich 60 Kinder dem runden Leder hinterher. Drei Tage lang boten die 96-Trainer verschiedene Trainingseinheiten und ein buntes Rahmenprogramm. Der Termin für das dritte 96-Fußballcamp in Westercelle im kommenden Jahr steht auch schon fest: Die Roten gastieren vom 28. bis 30. Juli in Westercelle – dann vielleicht wieder als Erstligist.

MTV Eintracht Celle stürzt VfL Westercelle vom Thron

Bestes Fußballwetter auf der Sportanlage in Westercelle. Dazu einige interessante Duelle auf dem Spielfeld, ein zufriedenstellender Zuschauerbesuch und ein Sieger, den die meisten ohnehin schon vorher auf ihrem Tippzettel hatten. Die 2. Auflage des vom VfL Westercelle und der Celleschen Zeitung organisierten und von der Sparkasse unterstützten „maxxy-Cups“ um die Celler Fußball-Stadtmeisterschaft kann als Erfolg gewertet werden. Der Sieger heißt in diesem Jahr MTV Eintracht Celle.

Sie waren eben der Topfavorit und sie sind ihrer Rolle gerecht geworden. Fußball-Landesligist MTV Eintracht Celle hat den VfL Westercelle vom Thron gestoßen und trägt zumindest für ein Jahr den Titel „Stadtmeister“. Allerdings benötigte der Favorit im Finale vor knapp 500 Zuschauern gegen den Vorjahressieger das Elfmeterschießen, um Pokal und Siegerscheck in Höhe von 800 Euro in Empfang nehmen zu können.

„Das ist schon verdient“, erkannte Westercelles Trainer Axel Güllert nach dem Finale neidlos an. „Die individuelle Klasse von MTV Eintracht ist einfach gut. Auch wenn wir nicht gewonnen haben, sind wir hochzufrieden.“ Ähnlich sah es auch MTVE-Coach Hilger Wirtz: „Ich denke schon, dass unser Sieg verdient ist. Wir haben den Gegner beherrscht.“ Worüber er sich allerdings weniger freuen konnte, war eine schwere Verletzung von Valentin von Behr. Der war nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Spieler mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen geblieben. Eine spätere Diagnose im Krankenhaus ergab einen glatten Bruch eines Knochenvorsatzes am Schienbein. „Er wird einige Wochen ausfallen“, bedauert der sportliche Leiter des MTV Eintracht, Jörg Klindworth.

Das Finale war klar vom Landesligisten bestimmt worden. Angriff auf Angriff lief in Richtung Westerceller Tor. Entlastungsangriffe des Vorjahressiegers gab es keine. Einziges Manko aus Sicht des MTVE: Das Runde wollte nicht ins Eckige. Das gelang erst im fälligen Elfmeterschießen. Während alle Schützen des Landesligisten sicher verwandelten, scheiterten die Westerceller mit ihren Versuchen vier und fünf an Celles Schlussmann.

Deutlich spannender war zuvor das Elfmeterschießen um Platz drei sowie einen Scheck in Höhe von 200 Euro zwischen SV Altencelle und TuS Celle FC verlaufen. Der SVA siegte 7:6. Allerdings waren dazu insgesamt 20 Schüsse vom Elfmeterpunkt nötig gewesen. Platz fünf ging an den SV Dicle, der sich im Duell der beiden Gruppenletzten vom Elfmeterpunkt mit 5:4 gegen VfL Westercelle II durchsetzte.

Die Organisatoren der 2. Celler Stadtmeisterschaft bezeichneten den Verlauf der Meisterschaften positiv. „Ich denke, wir können alle damit zufrieden sein, dass es eine extrem faire Veranstaltung war“, sagte Matthias Paschke vom Organisationsteam des VfL Westercelle. „Für den Celler Fußball ist es extrem wichtig, dass sich die Jungs auch einmal in dieser freundschaftlichen Atmosphäre treffen können.“

Text: Uwe Meier, aus: Cellesche Zeitung am 10.07.16
Bild: Michael Schäfer

Ex-Nationalspielerin trainiert Knirpse – Birte Weiß bringt der U5 und U6 des VfL Westercelle das Fußballspielen bei

In der ehemaligen DDR heimste Birte Weiß mit ihrem Klub Rotation Schlema (später Wismut Aue) zahlreiche Titel ein, bevor sie nach der Wiedervereinigung in der Frauen-Bundesliga ihre Spuren hinterließ und sogar Fußballgeschichte schrieb. Heute trainiert Weiß die Bambini des VfL Westercelle und ist zufriedener denn je. „Es macht unheimlichen Spaß, die Kleinen zu trainieren und zu sehen, mit welcher Begeisterung sie dabei sind. Es ist schön, so wie es gerade ist“, erklärt die 44-Jährige, die auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken kann.

Weiß, die aus Markersbach im Erzgebirge stammt, kam mit 14 Jahren zu Rotation Schlema und gewann 1987 mit dem Klub die DDR-Meisterschaft. Zudem feierte sie 1987 und 1988 zwei Pokalsiege. Nach der Wende wechselte Schlemas Mannschaft geschlossen zu Wismut Aue und holte 1991 erneut den DDR-Pokal. Mit ihren starken Leistungen im zentralen Mittelfeld überzeugte Weiß auch den damaligen DFB-Trainer Gero Bisanz, der sie 1991 zur ersten Nationalspielerin aus den neuen Bundesländern machte. Nach ihrem Debüt gegen Polen, folgte ein weiterer Auftritt 1993 gegen Frankreich.

Zu diesem Zeitpunkt wohnte Weiß bereits in Celle, da sie 1992 zum Bundesligisten WSV Wolfsburg-Wendeschott wechselte. „Mein Freund wohnte in Celle, daher bin ich auch dort hingezogen und pendelte immer zwischen Wolfsburg und Celle hin und her“, erklärt die Sächsin. Fast zehn Jahre trug Weiß das Trikot der Wolfsburger, ehe sie ihre Karriere beendete.

Fortan wurde der Fußball zunächst Nebensache. Weiß konzentrierte sich nur noch auf ihren Job als Schlosser in der Forschungsabteilung bei VW in Wolfsburg und widmete sich zunehmend ihrer Familie. In ihrer Freizeit entdeckte sie das Laufen für sich und nahm über die Jahre an verschiedenen Marathons teil.

Zeit auf dem Fußballplatz verbrachte sie nur, um ihrem Sohn, der in der Jugend des VfL Westercelle kickt, zuzujubeln. Als dort vor vier Jahren ein Trainer für die U5 und U6 gesucht wurde, konnte Weiß jedoch nicht widerstehen. „Zunächst war ich nur ein paar Mal eingesprungen. Dann machte die Arbeit mir aber so viel Spaß, dass ich fest zugesagt habe“, erinnert sich Weiß. Ein- bis zweimal in der Woche steht die Frau mit der Kurzhaarfrisur nun mit den Knirpsen auf dem Platz und trainiert – allerdings auf etwas andere Art.

„Es geht in erster Linie darum, Spaß zu vermitteln und die Kinder mit leicht verständlichen Übungen langsam für den Sport zu begeistern“, so die ehemalige DFB-Spielerin. Einen richtigen Spielbetrieb gibt es bei den ganz Kleinen noch nicht. Erst ab der U7 werden Punktspiele ausgetragen.

Somit bleibt Weiß nur das Training, um ihren Schützlingen möglichst viel beizubringen. Und das gelingt der Mittvierzigerin sehr gut. Mit großen Augen und hochkonzentriert folgen die Kids den Anweisungen ihrer Trainerin, der besonders der Teamgeist und sozialen Kompetenzen jedes Einzelnen am Herzen liegen: „In gewisser Weise bin ja auch eine Art Erzieherin. Ich möchte, dass die Kleinen lernen, füreinander da zu sein und den anderen nicht im Stich zu lassen.“

Die Jagd nach Titeln ist für Birte Weiß längst vorbei, doch die Arbeit mit den Kindern hat ihre Liebe für den Fußball auf eine neue Art entfacht. „Es ist wunderbar mit den Kids und ich hoffe, ich kann das noch eine Weile machen“, blickt Weiß in die Zukunft und verlässt mit einem Lachen den Trainingsplatz.

Text: Sebastian Nickel, aus: Cellesche Zeitung vom 20. Mai 2016
Bilder: Michael Schäfer

13. Niedersachsencup ist reiner Glücksfall

Die 13 war für den VfL Westercelle beileibe keine Unglückszahl. Im Gegenteil: Die 13. Auflage des größten Jugendfußballturniers in der Region war ein voller Erfolg. Am Samstag und Sonntag spielten insgesamt knapp 80 Mannschaften der U7- bis U13-Junioren bei hervorragendem Wetter um Pokale und tolle Preise. Durch ein vielfältiges Rahmenprogramm, hochklassigen Fußball sowie einige technische Raffinessen kamen Teilnehmer und Besucher auf ihre Kosten. Lediglich die erneut geringe Ausbeute an Celler Pokalsiegen ist ein kleiner Wermutstropfen.

Eröffnet wurde das Turnier am Samstag von den U7-, U10- und U11-Junioren, wobei mit der JSG Burgwedel (U7), dem HSC Hannover (U10) und dem SC Hemmingen (U11) die drei Sieger alle von außerhalb des Celler Landkreises kamen. Die bisher eher magere Ausbeute von lediglich sechs Celler Siegen in allen Altersklassen schien sich also auch im 13. Jahr fortzuführen.

Das änderte sich jedoch am zweiten Turniertag, als sich die U9-Junioren des SV Hambühren im Finale mit 1:0 gegen den MTV Meyenfeld durchsetzten. Die JSG Südheide hatte im U8-Finale hingegen Pech und verlor mit 0:2 gegen den TSV Germania Lamme. Besonders erfolgreich verlief das Turnier für den MTV Treubund Lüneburg, der im Endspiel bei den D-Junioren auf seine eigene U12 traf – im Anschluss freuten sich beide Teams über einen von der Firma Wallach gesponserten Trikotsatz. „Das sportliche Messen mit den anderen Vereinen ist aus Celler Sicht immer interessant. Ich denke, wir haben uns gut geschlagen“, sagte Turnierleiter Thorsten Klose trotz der mageren Ausbeute zufrieden.

Neben einer Tombola, Hüpfburg, Geschwindigkeitsschießen und zahlreichen Möglichkeiten, das leibliche Wohl zu versorgen, führten Klose und sein Organisationsteam dieses Jahr noch eine technische Neuerung ein: Mittels der App „MeinTurnierplan“ konnten QR-Codes gescannt und das Turnier damit von jedem und überall live verfolgt werden. „Das war schon eine coole Sache und hat uns auch die Arbeit erleichtert“, freute sich der Turnierleiter über die Neueinführung. Nichtsdestotrotz gab es auch in diesem Jahr wieder kurzfristige Absagen, unter anderem vom Nachwuchs des SV Werder Bremen, durch welche die Organisation erschwert wurde. „So etwas ist immer ärgerlich und kostet einen natürlich Nerven. Wenn man dann aber sieht, wie sich die Kinder über die Medaillen freuen, nimmt man das gerne in Kauf“, so Klose.

Unter den etwa 2000 Besuchern an den beiden Tagen befanden sich mit Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende sowie dessen Herausforderer Jörg Nigge außerdem zwei Vertreter aus der Politik. Mit dem Verteilen von Rosen am Muttertag zauberten die Verantwortlichen außerdem den anwesenden Müttern ein Lächeln aufs Gesicht und sorgten dafür, dass die 13. Auflage des Niedersachsencups als reiner Glücksfall in die Historie einzieht.

Autor: Louis Kolkmeyer, aus: Cellesche Zeitung am 09.05.16

Spannung pur beim Westerceller Hallencup 2016

Im Finale der U9-Junioren stehen sich der ESV Fortuna Celle und der VfL Westercelle gegenüber. Die Entscheidung fällt im Siebenmeterschießen. Erst nach 16 Schützen steht der Sieger fest: Die Kicker des ESV holen sich die Gold-Medaillen. Eins steht dabei schon vor dem Endspiel fest: Der Titel bleibt in diesem Jahr in Celle. Anders als in der U8 am Vormittag. Da ist die SG Blaues Wunder Hannover nicht zu schlagen.

Dabei mussten die Organisatoren gleich am Morgen Geschick beweisen. Der VfL Wathlingen hatte sich im Tag vertan und war nicht zur Halle Carstensstraße gekommen – ein neuer Spielplan musste erstellt werden. Im Modus jeder gegen jeden wurden schließlich die Platzierungen ausgespielt. Ohne Niederlage blieben die talentierten Kicker der SG Blaues Wunder Hannover. Größter Kontrahent war die erste Mannschaft des Gastgebers, doch im direkten Duell zogen die VfLer mit 0:1 den Kürzeren. So mussten sich die Schwarz-Gelben mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Der SC Vorwerk, der SSV Südwinsen, der TV Jahn Schneverdingen, die TS Wienhausen und der VfL Westercelle II landeten auf den Plätzen, durften sich aber auch über Medaillen freuen.

Im U9-Turnier wurde in zwei Gruppen gespielt. In Gruppe A musste der TSV Wipshausen erleben, dass in Celle guter Fußball gespielt wird. Die Mannschaft aus dem Kreis Peine wurde Siebter vor dem VfL Westercelle II. In Gruppe B war der MTV Meyenfeld das Maß aller Dinge, doch im Halbfinale wurden sie vom VfL Westercelle gestoppt. Im Vereinsduell setzte sich die zweite Mannschaft des ESV Fortuna gegen die Erste durch. Meyenfeld gewann schließlich das kleine Finale. Fünfter wurde der VfL Wathlingen vor dem SSV Südwinsen.

Text: Christopher Menge, aus: Cellesche Zeitung am 02.02.2016
Bild: Alex Sorokin

GS Heese-Süd gewinnt Grundschulcup 2016

Großer Jubel bei den Kickern der Grundschule Heese-Süd: Bei der dritten Auflage des Westerceller Grundschulcups in der Nadelberghalle gewann das Team den Pokal. Im Finale siegten die Erst- und Zweitklässler der GS Heese-Süd die Auswahl der Grundschule Bruchhagen. „Die Spiele waren auf einem sehr hohen Niveau – noch höher als in den letzten beiden Jahren“, lobte Fritz Spering, der das Turnier gemeinsam mit Michael Kruse organisiert hatte. Der ehemalige FSJler der Fußballabteilung des VfL Westercelle, Leo Schulz, übernahm die Spielleitung und Luca Siegesmund, Diyar Erdin und Niklas Haase leiteten die Spiele als Schiedsrichter. Eingreifen mussten sie bei den fairen Spielen aber nur selten. Zum Sieger des Fair-Play-Pokals kürten die Schiedsrichter die Grundschule Nadelberg.

Insgesamt gingen elf Grundschulen in der Nadelberghalle auf Torejagd. Über 100 Jungen und Mädchen spielten zunächst in den Gruppenspielen ums Weiterkommen und dann in den Entscheidungsspielen um die Platzierungen. In den Pausen stärkten sie sich am Stand der Unicef-Arbeitsgruppe Celle, die Getränke und Snacks an die Kinder verteilten. Der Erlös von 200 Euro kommt einem Projekt für Flüchtlingskinder in Syrien zugute. Die Speisen und Getränke hatten die Westerceller Firmen Café Müller, Fleischerei Zimmermann, Edeka Gieseke und Fruchthaus Othmer sowie die Bäckereien Stremmel und Wittig kostenlos zur Verfügung gestellt.

Jubeln durften am Ende übrigens nicht nur die Kicker der Grundschule Heese-Süd. Alle Kinder bekamen bei der Siegerehrung Luftballons und Aufkleber geschenkt. Verdient hatten sie es sich, denn sie hatten tollen Fußball gezeigt.

Bild: Alex Sorokin

Ehemaliger Nationalspieler trainiert Kinder in Westercelle

Trainieren wie die Profis: 60 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren eiferten bei der Fußballschule des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 beim VfL Westercelle dem runden Leder hinterher. In vier Trainingseinheiten zeigten die 96-Trainer – unter anderem war der ehemalige albanische Nationalspieler und Ex- Bielefelder Fatmir Vata (stehend, Zweiter von links) dabei – den Kindern viele Tricks. Ein Fußball-Quiz und kleine Spiele rundeten das Wochenende ab.

VfL Westercelle gewinnt Fußball-Stadtmeisterschaft

Der VfL Westercelle hat das Finale beim „maxxy-Cup“ der Sparkasse Celle um die Stadtmeisterschaft durch ein Tor von Maurice Thies mit 1:0 gegen den SV Altencelle gewonnen. Dritter des Turniers wurde der TuS Celle FC. Mehr als 500 Zuschauer sahen am Samstag in Westercelle spannende Spiele und tolle Tore.

Maurice Thies war der Siegtreffer im Finale um die Stadtmeisterschaft fast schon ein bisschen peinlich. „Ich war zumindest daran beteiligt“, gab der Mittelfeldspieler des VfL Westercelle mit Blick auf das entscheidende 1:0 nach nur zwölf Minuten im Endspiel gegen den SV Altencelle bescheiden zu Protokoll.

Abwehrspieler Tim Gehrke war zuvor in seinen Schuss gegrätscht und Johann Dmitrienko vor die Frage gestellt, Rückpass oder nicht? Bevor sich Altencelles Torwart entscheiden konnte, mit dem Fuß oder den Händen zum Ball zu gehen, war es zu spät und die Stadtmeisterschaft wenig später zugunsten des Gastgebers entschieden. „Es ist schade, das Finale so zu verlieren“, sagte Dmitrienko, „ich habe den Bruchteil einer Sekunde zu lange nachgedacht.“

Holger Kaiser freute sich nicht nur über das Preisgeld von 800 Euro für den Gewinn der Stadtmeisterschaft und den Wanderpokal. Seine Mannschaft blieb in den beiden Gruppenspielen gegen den TuS Celle FC (0:0) und den SC Wietzenbruch (2:0) sowie im Halbfinale gegen die zweite Mannschaft des MTV Eintracht Celle (3:0) im gesamten Turnier ohne Gegentor. „Ich hoffe, dass uns dieser Auftritt einen Schub in der Vorbereitung gibt“, sagte der Trainer des Bezirksligisten.

Auch beim Kreisligisten, der wegen der Urlaubszeit mit Spielern aus der ersten und zweiten Mannschaft angetreten war, überwog die Freude über Platz zwei, für den es ein Preisgeld über 500 Euro gab. „Das ist ein tolles Ergebnis. Niemand hätte uns vorher zugetraut, soweit zu kommen“, sagte Altencelles Trainer Claus Netemeyer. In der Gruppenphase hatte seine Mannschaft mit 2:0 gegen MTV Eintracht Celle II gewonnen und gegen den SV Garßen mit 1:2 verloren. Im Halbfinale setzte sich Altencelle dann mit 5:3 nach Elfmeterschießen gegen den TuS Celle FC durch.

Im Elfmeterschießen um Platz drei, der mit 200 Euro dotiert war, setzte sich der TuS Celle FC gegen die zweite Mannschaft des Nachbarn mit 6:5 durch.

Für die sechs Mannschaften aus dem Stadtgebiet waren es die ersten Spiele mit neuem Kader in der Vorbereitung. Auch wenn bei dem einen oder anderen Spieler im Verlauf des Turniers langsam die Kräfte nachließen, was bei den anstrengenden Trainingseinheiten und den sommerlichen Temperaturen am Samstag in Westercelle auch kein Wunder war, sahen die mehr als 500 Zuschauer zum Teil spannende Spiele und tolle Tore. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Turnierverlauf. Die Mannschaften waren sehr engagiert, aber auch sehr fair“, sagte Dennis Köster vom Organisationsteam des VfL Westercelle, der die Stadtmeisterschaft gemeinsam mit der Sparkasse Celle und der Celleschen Zeitung veranstaltete. „Wir hoffen, dass sich dieses Turnier etabliert und die Stadtmeisterschaft zur Tradition wird.“

Der Erlös, dessen Höhe am Sonntag noch nicht bekannt war, geht an die CZ-Aktion „Mitmenschen in Not“ und die Jugendabteilung des VfL Westercelle.

Verärgerung über MTV Eintracht Celle Verärgert und enttäuscht reagierten viele Zuschauer und auch einige Trainer darauf, dass der MTV Eintracht Celle anders als angekündigt nur mit der zweiten Mannschaft bei der Stadtmeisterschaft antrat. Während die erste Mannschaft im Vorharz ein Trainingslager für die kommende Landesligasaison absolvierte. „Für uns als Organisatoren ist es natürlich unschön, wenn ein Verein frühzeitig von dem Termin weiß und dann nicht absagt. Sonst hätten wir nach einer Alternative schauen können. Schließlich wollten wir die sechs besten Mannschaften aus dem Stadtgebiet dabei haben“, sagte Köster. Sebastian Brammer äußerte „Verständnis für die Enttäuschung der Zuschauer, die die Mannschaft gerne gesehen hätten. Das ist nicht glücklich gelaufen“, räumte er ein. Gleichzeitig warb der Abteilungsleiter von MTV Eintracht Celle aber um Verständnis. „Für den neuen Trainer hat das Saisonziel ganz klar Priorität. Bei der knappen Vorbereitungszeit war dieses Wochenende aus seiner Sicht der einzige mögliche Termin“, sagte Brammer, der auch auf den späten Zeitpunkt der Verpflichtung von Hilger Wirtz hinwies. „Aber ich verspreche, wenn es die Stadtmeisterschaft im kommenden Jahr erneut geben wird, werden wir mit der ersten Mannschaft antreten.“

Text: Christoph Zimmer, aus: Cellesche Zeitung am 13.07.15
Bild: Alex Sorokin

Heimerfolg verbessert Celler Bilanz beim Niedersachsencup 2015

Niederlagen verarbeiten, auch das gehört dazu, wenn 86 junge Fußballmannschaften aufeinander treffen. Dennoch stand beim 12. Westerceller Niedersachsencup am Wochenende erneut der Spaß im Vordergrund. Besondere Freude für die Gastgeber: Die U13 des VfL Westercelle holte den ersehnten Pokal.

Ganz geschafft nehmen die jungen Fußballer unter dem weißen Zeltdach im Westerceller Sportpark Platz. Durst haben sie – und ein wenig niedergeschlagen sind sie auch. Einem Spieler läuft der Schweiß von der Stirn. Vielleicht ist es auch das Wasser, das er sich als Erfrischung über den Kopf gegossen hat. Szenen wie diese waren zwischen den Partien beim zwölften Westerceller Niedersachsencup am Wochenende oft zu beobachten. Steffen Petrick, U11-Trainer des Ausrichters VfL Westercelle, hat seine junge Mannschaft um sich versammelt. „Kein Problem“, sagt er, „wir sind ja hier, um zu lernen. Ruht Euch etwas aus.“

Doch die kleinen Kicker müssen die Niederlage erst mal verarbeiten – der eigene Ehrgeiz ist eben doch stärker. 0:3 haben sie gerade gegen den TV Jahn Schneverdingen verloren. „Wir wussten, dass es schwer wird“, sagt Lennart Jahnel (10), „die anderen sind viel schneller und größer.“ Ganz bewusst ließ Trainer Petrick seine junge Elf an der U13-Vorrunde teilnehmen. „Wir wollen für die nächste Saison lernen“, erklärt er, bevor das nächste Spiel angepfiffen wird.

Insgesamt 86 Mannschaften aus sechs Altersklassen waren beim Niedersachsencup in der Residenzstadt dabei. Vereine von Hannover bis kurz vor Hamburg kamen Samstag und Sonntag nach Celle. Insgesamt rund 2000 Zuschauer fieberten mit.

In der Geschichte des seit 2003 stattfindenden Turniers blieb der Pokal nur sechs Mal in Celle. Diese ernüchternde Bilanz konnte diesmal ein wenig aufgebessert werden. Das U13-Team des VfL siegte am Sonntag im Finale gegen den TSV Germania Helmstedt mit 1:0. Der Stützpunkt Celle Jahrgang 2003 wurde Vierter.

Bei den U11-Junioren schafften es gleich zwei Celler Vereine unter die ersten Drei. Die Auswahl des MTV Eintracht Celle besiegte im Spiel um Platz drei die Gifhorner JSG Südkreis mit 4:3. Der VfL Westercelle musste sich im Finale dem VfB Peine mit 2:3 nach Achtmeterschießen geschlagen geben und holte Silber. „Wir freuen uns, dass sich das sportliche Niveau der Westerceller Mannschaften gut entwickelt hat“, sagt VfL-Jugendleiter Christopher Menge.

Auch die U10-Spieler von Westercelle I schafften es aufs Siegertreppchen und wurden Dritte. Im Lokalderby um Platz drei besiegten sie den TuS Hermannsburg mit 1:0. Die torreichste Partie, allerdings ohne Celler Beteiligung, war das Finale der U9. Der FC Ruthe aus dem Kreis Hildesheim schlug den FC Este I aus Neu-Wulmstorf nach 22 Achtmetern mit 8:7.

In der Endrunde der U8-Mannschaften war erneut der VfL Westercelle weit vorne. Die Gastgeber scheiterten letztlich aber an den Gifhornern mit 1:3 nach Achtmeterschießen. Bei der U7 landeten die Vereine aus Stadt und Landkreis geschlossen auf den hinteren Plätzen.

Magnus Bahr, U9-Spieler beim ASV Faßberg, ist noch ganz aus der Puste nach dem 4:0-Sieg über den TSV Stelingen. „Ich bin oft bei Turnieren“, sagt der Achtjährige. „Aber hier macht es besonders viel Spaß.“

 

Autor: Carsten Richter, aus: Cellesche Zeitung am 18.05.2015