Gold für Kristin bei den Ju-Jutsu Europameisterschaften

Über 600 Athletinnen und Athlet aus 25 Nationen nahmen vom 01.-04.04.2022 an der Jugend-Europameisterschaft im Ju-Jutsu auf Kreta teil. Auch die beiden Bundeskadermitglieder Kristin Raddatz und Justin Gramlich vom VfL Westercelle gingen auf Medaillenjagd.

In der Klasse U16 bis 42 kg ging Justin Gramlich, gefördert durch die „Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung“, an den Start. Der amtierende Weltmeister erwischte einen schlechten Tag in seiner neuen Gewichtsklasse. Im ersten Kampf gegen einen rumänischen Kontrahenten konnte er mit seinen Angriffen nicht die entscheidenden Treffer erzielen. Der Rumäne nutzte seine Reichweitenvorteile geschickt und konterte Justin immer wieder aus. Am Ende musste sich Justin nach Punkten geschlagen geben. Im zweiten Kampf, gegen einen Ungarn, begann Justin etwas übermotiviert und kassierte prompt zwei Bestrafungen für eine unsaubere Schlagtechnik nacheinander. Damit war der Kampf wegen Disqualifikation leider vorzeitig beendet und Justin belegte am Ende den 5. Platz.

Die aktuelle Vizeweltmeisterin der U16, Kristin Raddatz, musste sich zum ersten Mal in der Klasse U18 bis 70 kg beweisen. Gleich im ersten Kampf musste sie gegen eine Kontrahentin aus dem Bundeskader antreten. Die ersten Punkte sicherte sich Kristin mit einer schnellen Schlagkombination. Nachdem ein zweiter Angriff missglückte, konnte sie ihre Gegnerin in den Bodenkampf zwingen, wo Kristin sie mit einem Armstreckhebel zur Aufgabe zwang. Den noch nötigen Ippon im Part 2 (Werfen) für den vorzeitigen Sieg, holte sie sich nach einem erneuten Angriff und sofortigem Übergang zu einer großen Innensichel. Im zweiten Kampf ging es gegen die Titelverteidigerin aus Dänemark. Motiviert vom guten Start in das Turnier, zögerte Kristin nicht lange und setzte die Dänin früh unter Druck. Mit dem ersten Angriff konnte sie mit Treffern zum Körper die ersten Punkte sammeln. Danach erarbeitete sie sich den richtigen Griff und warf ihre Gegnerin für Ippon (große Wertung) mit Schulterwurf. Am Boden setzte Kristin sofort nach und zwang die Dänin in einen Haltegriff, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte und gewann so erneut mit Full Ippon. Als nächste Gegnerin wartete eine griechische Ju-Jutsuka. Kristin blieb ihrer Strategie treu. Nach schnellem Punktgewinn in Part 1 (Schlagen und Treten) versuchte sie mit einem sofortigen Übergang die Gegnerin mit einem Außendrehwurf zu werfen. Diesen konnte die Griechin noch verhindern, doch Kristin setzte sofort nach und brachte sie stattdessen mit einer großen Außensichel zu Boden. Dort ging Kristin nahtlos zu einem Hüftwürger über, zwang die Griechin zur Aufgabe und holte sich diesen Sieg in knapp 15 Sekunden. Jetzt war Kristin nur noch einen Sieg vom Titel entfernt. Auch der letzte Kampf ging gegen eine griechische Athletin. Wie schon zuvor bestimmte Kristin den Kampf mit den ersten Aktionen und konnte erneut schnell Punkte in Part 1 sammeln. Nach einem kurzen Schlagabtausch versuchten beide sich ihren Griff für einen Wurf zu erarbeiten. Die Griechin versuchte einen ersten Wurfansatz mit Tani O Toshi (Talfallzug), den Kristin konterte, indem sie sich weiter zur Kontrahentin eindrehte und ihrerseits mit O Uchi Gari (große Innensichel) die Gegnerin zu Boden brachte. Am Boden erarbeitete sie sich sofort eine Haltetechnik und nach weiteren 15 Sekunden war auch dieser Kampf gewonnen. Nach vier Siegen in vier Kämpfen konnte sich Kristin somit über den Gewinn der Goldmedaille und den Europameistertitel freuen. „Nach dem Titel und Vizetitel bei der WM im letzten Jahr, haben wir mit einer Medaille geliebäugelt. Das es erneut eine Goldene geworden ist, ist einfach großartig.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell vom Ergebnis begeistert.

Weltmeister und Vizeweltmeisterin im Ju-Jutsu kommen aus Westercelle

Vom 03.11.-11.11.2021 fand die Ju-Jutsu Weltmeisterschaften in Abu Dhabi statt. Unter den rund 1.300 Athlet*innen aus 60 Nationen waren auch Kristin Raddatz und Justin Gramlich vom VfL Westercelle vertreten.

Zwei Wochen zuvor holten die Beiden bei der Deutschen Schülermeisterschaft noch Medaillen für den VfL. Seitdem galt die volle Konzentration der Vorbereitung auf das große Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Statt einer Erholung in den Herbstferien wurde in den letzten 14 Tagen das Kraft- und Konditionstraining noch einmal intensiviert. In Zusammenarbeit mit dem Judoverein SV Nienhagen wurde außerdem an neuen Würfen und einer verbesserten Wurftechnik gefeilt. „Die Teilnahme bei einer WM, ist ein großes Ziel für Sportler*innen. Wenn am Ende noch eine gute Platzierung oder sogar Medaille erreicht wird, wäre das ein großer Erfolg für Kristin und Justin und natürlich auch für den Verein.“, schauten die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zuversichtlich auf das Turnier.

Beide U16 Bundeskadermitglieder durften sogleich am ersten Turniertag antreten. Kristin begann ihren ersten Kampf in der Klasse +63 kg, gegen eine griechische Ju-Jutsuka, mit einer schnellen Schlagkombination und konnte sich in den ersten Sekunden einen Punktevorsprung erarbeiten. Im weiteren Verlauf konnte sie ihre Gegnerin weiter unter Druck setzen. Nach einem Wurfversuch der Griechin mit O-Goshi (Hüftwurf), konterte Kristin mit Ura-Nage und konnte sich so den wichtigen Ippon im Part 2 (Werfen) sichern. Am Boden setzte sie sofort nach und zwang die Kontrahentin mit Koshi-Jime (Hüftwürger) zur Aufgabe. Damit konnte Kristin den ersten Kampf nach 54 Sekunden mit Full Ippon vorzeitig für sich entscheiden. Im nächsten Kampf, gegen eine Kasachin, ging es bereits um den Einzug ins Halbfinale. Auch hier holte sich Kristin zu Beginn mit schnellen Angriffen zwei Ippons in Part 1 (Schlagen und Treten). Danach versuchte sie sofort in den Wurfpart überzugehen und konnte die Gegnerin mit einer O-Goshi-Variante zu Boden bringen. Jetzt fehlte nur noch der Ippon in Part 3 (Boden), um auch diesen Kampf vorzeitig zu beenden. Den ersten Halteversuch konnte die Kasachin noch verhindern. Nach dem es vorerst im Stand weiterging und Kristin ein weiterer Wurf gelang, war sie auch in der Lage die Kontrahentin in eine Haltetechnik zu zwingen und auch diesen Kampf zu gewinnen. Im Halbfinale traf sie erneut auf eine Ju-Jutsuka aus Griechenland. Die kleinere Kontrahentin blieb am Anfang passiv und verlegte sich auf das Kontern, was ihr gut gelang und der Kampf so in den ersten 30 Sekunden nach Punkten ausgeglichen war. Nach einem erneuten Atemiangriff gelang es Kristin, die Griechin mit Tani-O-Toshi zu Boden zu bringen, bekam dafür aber nur Waza-Ari (halbe Wertung), weil die Gegnerin auf der Seite landete. Am Boden setzte die Westercellerin sofort nach und holte sich mit einem Hüftwürger den notwendigen Ippon. Jetzt fehlte nur noch ein Ippon in Part 2 zum Einzug ins Finale. Dementsprechend suchte sie nach erneutem Angriff sofort den Übergang zu einem Wurf, der auch gelang. Leider verletzte sich die Griechin dabei und war nicht mehr in der Lage weiterzukämpfen. Damit gewann Kristin den Kampf mit 11:7 und zog ins Finale ein. Hier erwartete sie die zweite Athletin des Bundeskaders in dieser Klasse, die ebenfalls sehr souverän in das Finale marschiert war. Kristin versuchte gleich zu Beginn Druck auszuüben und holte sich mit einer schnellen Kombination den ersten Ippon. Die Gegnerin aus Herford ging aber gleich zum Gegenangriff über und konnte ihrerseits punkten. Nach einem weiteren Schlagabtausch versuchte die Herforderin Kristin zu werfen, was zwar misslang, jedoch konnte sie die Westercellerin in eine Haltetechnik zwingen. Im weiteren Verlauf konnte die physisch etwas stärkere Gegnerin diesen Vorteil besser ausspielen und sich einen Punktevorsprung erarbeiten. Kristin steckte aber nicht zurück und griff bis zum Schluss immer wieder an. Am Ende musste sie sich jedoch mit 20:7 geschlagen geben, durfte aber bei ihrer ersten WM mit dem Gewinn der Silbermedaille sehr zufrieden sein.

Im Leichtgewicht bis 38 kg hatte es Justin mit zwei Kontrahenten zu tun. In seinem ersten Kampf gegen einen Kasachen, griffen beide immer wieder an, konnten Punkte in Part 1 sammeln und gestalteten den Kampf recht ausgeglichen. Im weiteren Verlauf wurde der kasachische Kämpfer allerdings immer unsauberer in seinen Schlagtechniken und wurde prompt für eine zu harte Technik bestraft. Nach Fortsetzung der Begegnung griff er erneut mit einer zu harten Technik zum Kopf an, die in dieser Altersklasse nicht erlaubt ist, bekam sofort die zweite Strafe und wurde daraufhin disqualifiziert. Im zweiten Kampf gegen einen Russen konnte Justin nach anfänglicher Zurückhaltung in Führung gehen. Leider konnte er diese nicht verteidigen. Der russische Ju-Jutsuka schaffte es immer wieder, Justins Angriffe abzufangen und ihn in eine Haltetechnik zu zwingen. Am Ende verlor der Westerceller mit 13:6. Trotz dieser Niederlage war die Chance auf den Titel immer noch vorhanden. Der Russe verlor nämlich den entscheidenden Kampf gegen den Kasachen ebenfalls durch Disqualifikation, weil er zu übermotiviert agierte und zu harte Tritttechniken anwendete. Jetzt hatte in dieser Gruppe jeder einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Da Justin in der Summe aber mehr Punkte gesammelte hatte, konnte er sich zum Schluss über den Weltmeistertitel freuen. „Wir hatten auf eine Medaille gehofft. Das sich Justin und Kristin einen Weltmeistertitel und Vizetitel erkämpft haben, ist einfach fantastisch.“, freuten sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell über das tolle Ergebnis.

Silber und Bronze für Westerceller Ju-Jutsuka bei den Deutschen Schülermeisterschaften

Vom 16.-17.10.2021 fanden in Maintal die Deutschen Schülermeisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts nahmen 158 Kämpfer*innen teil. Der VfL Westercelle war mit drei Athleten*innen vertreten. Als erstes startete Isha Njingo in der Klasse U14 +57 kg. Der Kampf gegen eine Ju-Jutsuka aus Finkenwerder war bis zum Schluss spannend und ausgeglichen. Beide konnten besonders mit Atemis (Schläge und Tritte) punkten. Am Ende konnte sich die Gegnerin knapp mit 11:10 durchsetzen. Von der Niederlage ließ sich Isha aber nicht beirren. Die nächsten beiden Kämpfe gestaltete sie souverän. Zunächst konnte sie gegen eine Kontrahentin aus Menden mit 8:3 überzeugen und sicherte sich danach die Silbermedaille mit Full Ippon (techn. K.O.) gegen eine Kämpferin aus Erbach.

In der Klasse U16 +63 kg ging Kristin Raddatz an den Start. Die ersten beiden Kämpfe gegen Athletinnen aus Schönebeck und Gelsenkirchen entschied Kristin souverän mit Full Ippon für sich. Im dritten Kampf traf sie dann auf eine Kameradin aus dem Bundekader. Beide kannten sich gut durch das gemeinsame Training und so war der Kampf bis zum Schluss ausgeglichen. Beide schenkten sich nichts und die Führung wechselte ständig. Am Ende musste der Videobeweis herangezogen werden um eine Siegerin zu ermitteln. Leider viel die Entscheidung zu Gunsten der Herforderin aus und Kristin hatte mit 11:12 das Nachsehen. Im Verlauf des letzten Kampfes, gegen eine Ju-Jutsuka aus Mühlbach, konnte Kristin nicht an ihre vorhergehende Leistung anknüpfen. Bis zum Schluss tat sie sich schwer, verlor mit 7:8 und musste sich mit dem dritten Platz zufriedengeben.

Aus Mangel an Gegnern musste Justin Gramlich zwei Gewichtsklassen höher starten. In der Klasse U16 -46 kg konnte er gegen einen Kämpfer aus Albstadt dennoch lange gut mithalten und vor allem mit Atemis punkten. Sekunden vor dem Ende nutzte der Albstädter dann doch seinen Kraftvorteil und setzte sich mit Full Ippon durch. Den nächsten Kampf konnte Justin durch seine Schnelligkeit und Beweglichkeit lange ausgeglichen gestalten. Nur Sekunden vor Schluss gelang seinem Gegner aus Hofheim eine Haltetechnik, aus die sich Justin nicht mehr befreien konnte und musste sich mit 2:4 geschlagen geben, durfte sich aber als Trost über die Bronzemedaille freuen.

„Nach 20 Monaten Wettkampfpause haben unsere Kämpfer*innen mit einer Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen ordentliche Leistungen gezeigt. Besonders für Kristin und Justin war die DSM eine gute Vorbereitung für die im November anstehende Weltmeisterschaft in Abu Dhabi.“, zogen die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell ein positives Fazit.

BJJ – Neues Kampfsportangebot in der Ju-Jutsu-Sparte

Mit der lang herbeigesehnten Hallenöffnung bietet die Ju-Jutsu-Sparte ab sofort einen neuen Kampfsport an, Brazilian Jiu Jitsu, kurz BJJ.

BJJ spielt sich hauptsächlich auf dem Boden ab. Ziel ist, es eine dominante und sichere Position einzunehmen und mit Hilfe von Armhebeln, Fußhebeln und Würgern den Kontrahenten zur Aufgabe zu zwingen. Dieser Kampfsport wurde entwickelt, um kleine und schwächere Personen in die Lage zu versetzen, sich gegen größere, stärkere und aggressivere Personen durch Hebelwirkung und dominante Positionierung zu verteidigen. In dieser Disziplin wird das Schlagen und Treten vermieden, weshalb es (wie auch das Ringen und Judo) zu den Grappling-Disziplinen (Griffkampf) zählt.

„Respekt, Fairness, die eigenen Emotionen kontrollieren – das alles vermittelt BJJ.“

Predrag Arsenic, Brazilian Jiu Jitsu Trainer

Das Training leiten wird Predrag „Predo“ Arsenic. Aus beruflichen Gründen ist der Stuttgarter, der seit 2006 Brazilian Jiu Jitsu betreibt, letztes Jahr nach Celle gezogen. „Ich mache seit 30 Jahren Kampfsport. Zum ersten Mal habe ich BJJ in São Paulo – Brasilien kennengelernt und war als langjähriger Kampfsportler sofort fasziniert von der Effektivität und der Art und Weise des Trainings.“

Jeden Freitag 20:30-22:00 hat BJJ im Gymnastikraum der Nadelberghalle ab sofort seinen festen Platz im Trainingskalender der Sparte. „Als einziger Sportverein in der Region, wollen wir Brazilian Jiu Jitsu als Breitensport in der Region etablieren, für Kampfsporterfahrene und Neueinsteiger.“, so Joachim Knoll, 2. Vorsitzender des VfL. Bislang gab es BJJ im Landkreis Celle nur an einer privaten Kampfsportschule in Bergen.

„Was Brazilian Jiu Jitsu so einzigartig macht, ist nicht nur die ausgefeilte Technik, die zur Anwendung kommt, sondern auch die realitätsbezogene Trainingsmethode. Kaum eine andere Kampfkunst lässt es zu, mit 100% Widerstand zu trainieren ohne den Trainingspartner zu verletzen.“, erklärt Predo.

„Ich freue mich, über den VfL Westercelle die Möglichkeit bekommen zu haben, das was ich liebe und lebe der Stadt Celle anbieten zu können.“

Fünf REM-Titel für Westerceller Ju-Jutsuka

Am 23.02.2020 kämpften fast 100 Ju-Jutsuka aus 11 Vereinen bei der Regionalmeisterschaft in Lüneburg. Der VfL Westercelle war mit 13 Kämpferinnen und Kämpfern vertreten. Nach spannenden und leidenschaftlichen Kämpfen sicherten sich in ihren jeweiligen Alters- und Gewichtsklassen Isabella Skierecki, Isha Njingo, Andreas Scholl, Justin Gramlich und Kristin Raddatz die Goldmedaille. Einen zweiten Platz erkämpften sich Marleen Krüger, Shayla-Alisha Kizilhan, Hussein Issa, Bela Schudlik und Dennis Akimov. Über eine Bronzemedaille konnten sich Hassan Issa, Marc Marx und Ivan Nikolayenko freuen. Mit fünf Mal Gold, fünf Silbermedaillen und drei dritten Plätzen belegte der VfL in der Vereinswertung den 2. Platz. „Alle Kämpfer/innen können stolz auf ihre Leistung sein. Wir haben tolle Kämpfe gesehen und vor allem unsere Jüngsten konnten mit einem couragierten Auftreten überzeugen.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zufrieden mit den Ergebnissen.

VfL Westercelle holt Gold und Silber bei Internationalen Kodokan Open

Vom 08.-09.02.2020 starteten 292 Ju-Jutsuka aus 57 Vereinen und 10 Ländern bei den Internationalen Kodokan Open in Norderstedt. Bis auf die German Open, ist dieses Turnier eine der wenigen Möglichkeiten in Deutschland, sich mit internationalen Spitzenathleten im Ju-Jutsu zu messen. Vom VfL Westercelle waren dieses Mal vier Kämpfer/Innen mit dabei.

Andreas Scholl startete in der Klasse U12 bis 38 kg. Die drei Vorrundenkämpfe und das Halbfinale konnte Andreas weitestgehend überlegen gestalten und diese vorzeitig mit Full Ippon oder nach Punkten gewinnen. Im Finale traf er dann auf einen Kämpfer vom ausrichtenden Verein. Den Beginn verschlief Andreas völlig und geriet schnell mit 1:8 in Rückstand. Nach Anweisungen vom Trainer in einer kurzen Unterbrechung setzte er den Kampf konzentrierter fort. Mit einer schnellen Schlagkombination holte er sich einen Ippon in Part I (Atemis), mit einem sofortigen Übergang in eine O-Uchi-Gari (Große Innensichel) einen Ippon in Part II (Würfe) und konnte das Finale mit einem Juji-Gatame (Armstreckhebel) noch mit Full Ippon für sich entscheiden.

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Gold zum Jahresabschluss der VfL Ju-Jutsuka beim 23. X-Mas Turnier

287 Kämpferinnen und Kämpfer aus 44 Vereinen und drei Ländern nahmen am 14.12.2019 beim vorerst letzten X-Mas Turnier in Oldenburg teil. Der VfL Westercelle war dieses Jahr mit fünf Ju-Jutsuka am Start. Isha Njingo begann ihren ersten Kampf, in der Klasse U12 +48 kg, mit schnellen und klaren Schlagkombinationen (Part I) und konnte sofort mit Ippon punkten. Nach einem weiteren kurzen Schlagabtausch war Isha in der Lage ihre Gegnerin mit Osoto-Makikomi (Außendrehwurf) zu werfen, in eine Haltetechnik zu zwingen und den Kampf so vorzeitig mit Full Ippon zu gewinnen. Gegen die nächste Kontrahentin knüpfte Isha nahtlos an die vorherige Leistung an. Nur ein sauberer Wurf wollte dieses Mal nicht gelingen. Dennoch konnte sie immer wieder im Part I und III (Bodenkampf) punkten, gewann mit 7:0 und belegte damit, wie im Vorjahr, den ersten Platz. In der Klasse U10 bis 34 kg startete Andreas Scholl. Seine beiden Vorrundenkämpfe gestaltete Andreas souverän, gewann jeweils mit Full Ippon vorzeitig und zog ins Halbfinale ein. Auch hier ließ er nichts anbrennen. Nach einem erneuten Sieg mit Full Ippon setzte er diese Serie im Finale fort und gewann Gold. Justin Gramlich hatte es in der U14 bis 34 kg gleich im ersten Kampf mit dem schwersten Gegner dieser Klasse zu tun. Nach einem offenen Schlagabtausch und zähem Ringen musste sich Justin dem Dänen leider 6:7 geschlagen geben. Die nächsten Kämpfe waren nicht weniger anstrengend, dennoch konnte Justin die taktischen Vorgaben besser umsetzen, nach Punkten gewinnen und holte so Silber. Zum letzten Mal trat Kristin Raddatz in der Altersklasse U14 bis 57 kg an. Im ersten Kampf tat sich Kristin noch schwer, die taktischen Vorgaben umzusetzen. Zwar konnte sie immer wieder mit Schlagkombination und Aktionen am Boden punkten, doch wollten ihr, gegen die sich heftig wehrende Ju-Jutsuka aus Rottorf, kein Wurf glücken. Am Ende setzte sich Kristin mit 12:6 durch. Den zweiten Kampf begann Kristin wesentlich aggressiver, punktete immer wieder mit Ippon in Part I und am Boden. Nur der entscheidende Wurf zum vorzeitigen Sieg wollte nicht gelingen. Nach zwei erfolglosen Seoi-Nage-Versuchen (Schulterwurf) schaffte sie es, knapp 40 Sekunden vor dem Ende, doch noch mit Tani-Otoshi (Talfallzug) und durfte sich über die Goldmedaille freuen. In der U16 bis 55 kg ging Marc Marx an den Start. Sein erster Kontrahent hatte leichte Reichweitenvorteile, die dieser geschickt zu nutzen wusste. Marc versuchte zwar immer wieder in den Nahkampf zu kommen, um dort seine Stärken im Wurf auszuspielen, musste sich zum Schluss trotzdem nach Punkten geschlagen geben. Im zweiten Vorrundenkampf, gegen einen Niederländer, musste ein Sieg her, um noch in das Halbfinale einzuziehen. Hier konnte sich Marc vor allem am Boden mit Armhebel oder Würgetechniken einen Punktevorteil verschaffen, den er bis zum Schluss clever verwaltete. Im Halbfinale versuchte er im Part I, mit seinem schnellen Gegner aus Norderstedt mitzuhalten, hatte zum Schluss aber einen zu großen Punkterückstand und musste sich mit dem dritten Platz zufriedengeben. Mit drei Goldmedaillen, ein Mal Silber und Bronze belegte der VfL Westercelle in der Vereinswertung den 7. Platz.

„Die Trainingsleistung und taktischen Vorgaben wurden zum größten Teil umgesetzt. Das war uns beim heutigen Jahresabschluss wichtig.“, sind die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zufrieden mit den Ergebnissen des Turniers. Ein Wermutstropfen bleibt dennoch. Leider ist durch die Anpassung an den internationalen Wettkampfkalender, in Zukunft kein Platz mehr für dieses hochklassige Turnier. Das ist sehr schade, denn hier gab es immer die Möglichkeit sich mit sehr guten nationalen und internationalen Ju-Jutsuka zu messen.

Kompletter Medaillensatz für Ju-Jutsu Nachwuchs

Am 07.12.2019 traten 148 Ju-Jutsuka aus 17 Vereinen und 7 Bundesländern beim Nikolausturnier in Schönebeck in Sachsen-Anhalt an. Bei dem zum fünften Mal stattfindenden Nachwuchsturnier, gingen für den VfL Westercelle sechs Kämpfer/innen der Altersklasse U8 bis U12 an den Start.

In der Klasse U8 bis 25 kg kam es gleich im ersten Kampf zu einem vereinsinternen Duell zwischen Isabella Skiereckie und Marleen Krüger. Isabella konnte sich durchsetzen und sicherte sich im weiteren Verlauf des Turniers den zweiten Platz. Marleen ließ sich von der Niederlage nicht beirren, griff im nächsten Kampf weiter mutig an und durfte sich am Ende über den dritten Platz freuen. Ebenfalls in der Altersklasse U8 bis 28 kg ging Hussein Issa an den Start. Nach spannenden Kämpfen, mit teilweise sehr knappen Ergebnissen, holte sich Hussein die Bronzemedaille. Sein Bruder, Hassan Issa, trat in der Klasse U10 bis 38 kg an. Hassan konnte vor allem durch Würfe (Part II) und Aktionen am Boden (Part III) punkten und gewann so Silber. Bela Schudlik hatte es in der U10 +41 kg mit teilweise einen Kopf größeren Gegnern zu tun. Bela ließ sich davon nicht beeindrucken und durfte sich durch eine beherzte Leistung am Ende die Bronzemedaille umhängen lassen. In der Altersklasse U12 bis 35 kg ging Dennis Akimov auf Medaillenjagd. Dennis war in der Lage, seinen leichten Größenvorteil gut zu nutzen. Insbesondere im Finale, konnte er dadurch einen Punkterückstand noch in einen Sieg umwandeln und gewann die Goldmedaille.

„Alle Kämpfer/innen konnten mit ihren Leistungen überzeugen. Die im Training gezeigten Fortschritte wurden auch bei diesem Turnier von allen umgesetzt.“, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell zufrieden mit dem Turnierverlauf.

Die Trainer des SV-Kurses: v.l. Reinhold Schneider-Nieskens, Nadja Fischer, Elke Wendt, Björn Rupnow, nicht auf dem Bild ist Philip Lindner

Selbstverteidigung für Frauen und Männer ab 16 Jahre

Die Ju-Jutsu Sparte des VfL Westercelle bietet ab dem 23. Oktober 2019 jeden Mittwoch von 20.00 bis 21.30 Uhr Selbstverteidigung für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahre an.  Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, normale Sportbekleidung reicht aus. Das Training findet im Gymnastikraum der Nadelberghalle, Nadelberg 5, 29227 Westercelle statt und wird von fünf Trainerinnen und Trainern abwechselnd geleitet. Die Trainingsinhalte sind Prävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung in Theorie und Praxis. Trainiert wird auch im öffentlichen Raum, unter anderem auf dem Celler Weihnachtsmarkt, in einer Unterführung und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Als moderne Selbstverteidigung ist dieses Angebot mehr als ein reiner Kampfsport. Es geht auch darum, zu lernen, selbstbewusst aufzutreten und kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und so eine Eskalation zu vermeiden. Ein Probetraining ist jeden Mittwoch möglich, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer später noch einsteigen möchte, sollte vorher per Email anfragen, ob das Training an diesem Tag in der Halle stattfindet oder ein „Draußen-Training“ an einem anderen Ort ansteht. Für alle Fragen zu Inhalten und Terminen, steht das Trainerteam unter selbstverteidigung@jujutsu.vfl-westercelle.de jederzeit zur Verfügung.

Erfolgreicher Saisonstart für Ju-Jutsuka des VfL Westercelle

Am 07.09.2019 traten 115 Ju-Jutsuka aus 16 Vereinen und 8 Bundesländern beim Leinefelder Herbstturnier in Thüringen an. Wie jedes Jahr, nutzten auch Kämpfer*innen des VfL die Chance, nach der Sommerpause in die neue Wettkampfsaison zu starten.

Den Anfang machte Andreas Scholl in der Klasse U10 bis 31 kg. Es gelang ihm, sich gegen alle Kontrahenten mit Full Ippon oder nach Punkten durchsetzen und sicherte sich damit den ersten Platz. Aus Mangel an Gegnerinnen in ihrer Klasse U12 50+, bekam es Isha Njingo erneut mit älteren Ju-Jutsuka zu tun. Trotz des Alters- und Größenunterschieds lieferte sich Isha knappe Kämpfe, in denen sie nie zurücksteckte und durfte sich zum Schluss über den dritten Platz freuen. Einen eher verhaltenen Saisonstart erlebte Marc Marx in der Klasse U16 bis 55 kg. Er fand nie richtig in seine Kämpfe und musste am Ende mit dem dritten Platz zufrieden sein. Kristin Raddatz ging in der Klasse U14 bis 52 kg auf Medaillenjagd. Souverän gewann sie alle ihre Kämpfe mit Full Ippon, holte sich den ersten Platz und wurde zusätzlich als beste Technikerin ausgezeichnet. In derselben Altersklasse bis 41 kg kämpfte Justin Gramlich. Auch er hatte das Pech wegen mangelnder Gegner eine Gewichtsklasse höher eingestuft zu werden. Trotz einer beherzten und engagierten Leistung, musste er sich seinen schwereren und größeren Kontrahenten geschlagen gegeben und belegte den fünften Platz. Sein Comeback im Fighting, nach zwei Jahren Wettkampfpause, gab Ali Akbas in der Klasse U18 bis 66 kg. In seinem ersten Kampf gegen einen Ju-Jutsuka aus Zeitz, geriet Ali vorerst in Punkterückstand, konnte diesen aber wieder aufholen und setzte sich Sekunden vor Schluss noch mit Full Ippon durch. Den zweiten Kampf konnte er taktischer gestalten und gewann nach Punkten. Im Finale musste er sich dann leider einem Bundeskaderathleten aus Basdorf geschlagen geben. „Mit zwei Goldmedaillen, einmal Silber und zweimal Bronze können wir sehr zufrieden sein. Wichtiger als die Platzierungen, sind uns aber die Erkenntnisse, die wir aus diesen Kämpfen nach der Sommerpause gewinnen und in die folgende Trainingsgestaltung einfließen lassen.“, kommentierten die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell das gute Abschneiden bei diesem Turnier.