Das neue Gesicht der Geschäftsstelle des VfL Westercelle

Seit Anfang dieses Jahres ist sie das neue Gesicht in der VfL-Geschäftsstelle: Anna-Lena Stone. So lange ist sie noch nicht dabei. Aber Harald Nowatschin, der langjährige 1. Vorsitzende des 2300 Mitglieder starken Westerceller Sportvereins, ist jetzt schon überzeugt: „Anna-Lena ist genau die Richtige für dieses schwierige Amt. Besonnen, freundlich und kompetent!“

In den hellen Räumlichkeiten der Geschäftsstelle werden die wichtigen Angelegenheiten des zweitgrößten Sportvereines in Celle Stadt und Land beraten und entschieden. Der Vorstand und andere Gremien des VfL haben dort ihr Zuhause. Nun ist die 36jährige Anna-Lena Stone die Anlaufstelle für alle Mitglieder undExterne. Intern hält sie den Kontakt zu den Spartenleitungen, den Übungsleiterinnen und Übungsleitern bzw. Trainerinnen und Trainern. Nach außen kommuniziert sie mit den Stadt- und Landkreisämtern und den Sportbünden.

In der Geschäftsstelle laufen viele organisatorische Aufgaben des großen Sportvereins zusammen. Dort werden Mitgliederangelegenheiten bearbeitet, Sitzungen vorbereitet und zahlreiche Abläufe wie Vorstandssitzungen und Jahreshauptversammlungen systematisch koordiniert.

Frau Stone bearbeitet alle anfallenden Aufgaben, wie zum Beispiel die Mitgliederverwaltung, Beitragseinzüge, Mahnungen und Rechnungen. Durch ihre Ausbildung zur Bürokauffrau in einem Industrieunternehmen verfügt Anna-Lena Stone über umfangreiches kaufmännisches Fachwissen und organisatorische Erfahrung. Während ihrer Einarbeitung erhält sie Unterstützung von der Finanzvorständin Yvonne Mohs, die ihr jederzeit beratend zur Verfügung steht. Aber auch die Spartenleitungen unterstützen die Geschäftsstelle aktiv bei der täglichen Vereinsarbeit und tragen damit zu einem guten Miteinander im VfL Westercelle bei.

Im privaten Bereich ist Frau Stone fest in Westercelle verwurzelt. Ihre Leidenschaft ist der Reitsport, den Sie bereits seit ihrer Kindheit ausübt.

Es sieht ganz danach aus, dass Anna-Lena Stone in ihrem Aufgabenbereich Geschäftsstellenleitung eine neue berufliche Heimat gefunden hat. Gut für sie. Gut für den VfL Westercelle.

Fritz Sudmeier
(Pressebeauftragter)

5 Titel für Westerceller Ju-Jutsuka bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend

Vom 16.-17.05.2026 fanden in Gelsenkirchen die Deutschen Meisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter den 552 Teilnehmer*innen war der VfL Westercelle mit 19 Athleten*innen in den Kategorien Fighting und Newaza/BJJ vertreten.

Am ersten Tag der Meisterschaften starteten die Kämpferinnen und Kämpfer im Fighting noch etwas verhalten in das Turnier. Bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft startete Gabriel Oldenburger in der Klasse U14 bis 32 kg. Gegen zwei Hamburger Ju-Jutsuka musste er sich noch jeweils nach Punkten geschlagen geben. In weiteren Kämpfen gegen Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen gelangen ihm Siege mit Full Ippon, wodurch er sich am Ende noch den 3. Platz erkämpfen konnte. In der Klasse U14 bis 48 kg kämpfte sich Lennert Kirtoaka mit zwei souveränen Full Ippon-Siegen gegen Kontrahenten aus Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bis ins Finale. Dort hatte er nach einem intensiven Kampf nur knapp mit 5:6 das Nachsehen gegen einen Ju-Jutsuka aus Nordrhein-Westfalen und durfte sich über die Silbermedaille freuen. Ein Klasse höher, bis 52 kg, startete Alexander Skierecki ebenfalls zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft. Im Achtelfinale und Viertelfinale konnte er sich noch nach Punkten gegen Gegner aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchsetzen, im Halbfinale musste er sich leider dem zukünftigen Deutschen Meister vorzeitig geschlagen geben. Von der Niederlage unbeeindruckt ging Alexander in den anschließenden Kampf um Platz 3 und konnte sich hier durch sehr taktisches Kämpfen seinen Thüringer Kontrahenten mit 6:5 bezwingen.

Mit einem Full Ippon-Sieg begann Isabella Skierecki in der Klasse U16 bis 63 kg das Turnier gegen eine Kämpferin aus Sachsen. Im folgenden Viertelfinale musste sie sich dann einer Hessin vorzeitig geschlagen geben. In der anschließenden Trostrunde kämpfte sich Isabella mit zwei Siegen gegen Ju-Jutsuka aus Thüringen in das kleine Finale. Hier konnte sie dann leider nicht mehr an die vorherigen Leistungen anknüpfen, verlor durch Full Ippon und belegte am Ende den 5. Platz. Einen Tag zum Vergessen erlebte Theodor Godawa in der Klasse U16 bis 52 kg. In beiden Kämpfen, in denen er antrat, wurde er wegen zu harter Technik disqualifiziert und so blieb ihm nur der 9. Platz.

Am zweiten Tag startete Andreas Scholl im Fighting in der U18 bis 69 kg. Gegen einen Hamburger gestaltete Andreas seinen ersten Kampf souverän und setzte sich mit Full Ippon durch. Im anschließendem Halbfinale konnte Andreas nicht mehr an die Leistung anknüpfen und verlor nach Punkten gegen einen Kämpfer aus dem Rheinland. Im anschließenden Kampf um Bronze fehlte ihm die nötige Konzentration, um sich gegen einen Gegner aus Niedersachsen durchzusetzen und musste sich am Ende mit dem 5. Platz zufriedengeben. Nur eine Gegnerin hatte Monisha Njingo in der U14 +63 kg. Die Deutsche Meisterin wurde demnach im Modus Best-of-3 ermittelt. Gegen die Kontrahentin aus Brandenburg bestimmte Monisha von Beginn an den Kampf. Schnell holte sie mit Schlagkombinationen zwei Ippons, um sofort in einen erfolgreichen Wurf überzugehen und mit einer anschließenden Haltetechnik die erste Begegnung mit Full Ippon für sich zu entscheiden. Im Rückkampf blieb Monisha weiter die bestimmende Kämpferin. Mit Schlagkombinationen und Haltetechniken holte sie mehrere Ippons. Nur ein Wurf für Ippon sollte ihr nicht gelingen. Am Ende setzte sich Monisha mit 18:1 durch und holte sich ihren ersten Deutschen Meistertitel und damit auch die einzige Goldmedaille im Fighting für Niedersachsen.

In der Kategorie BJJ/Newaza U14 bis 36 kg ging David Khudoyan bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft auf Medaillenjagd. Mit vorzeitigen Siegen gegen Ju-Jutsuka aus Hamburg und Württemberg sowie einem Punktsieg gegen einen Gegner aus Schleswig-Holstein erreichte David das Finale. Hier musste er sich nur knapp einem Kontrahenten aus Niedersachsen mit 0:5 geschlagen geben, durfte sich aber über die Silbermedaille freuen. Artem Pashetnykh startete n der U 14 bis 40 kg mit einem vorzeitigen Sieg gegen einen Badener ins Turnier. Im anschließenden Halbfinale musste er sich leider einem Kämpfer aus Sachsen-Anhalt nach Punkten geschlagen geben, holte sich aber im folgenden kleinen Finale vorzeitig den Sieg und damit den 3. Platz. Ebenfalls die Bronzemedaille erkämpfte sich Eldar Symoniuk in der Klasse U14 bis 44 kg. In vier Kämpfen musste er sich gegen Ju-Jutsuka aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geschlagen geben, holte aber Siege gegen Kämpfer aus Württemberg und ebenfalls Niedersachsen. Eine weitere Bronzemedaille, wie am Vortag, errang Alexander Skierecki. Im ersten Kampf musste er sich noch vorzeitig gegen den späteren Deutschen Meister geschlagen geben, konnte sich allerdings im Kampf um Platz 3 ebenfalls vorzeitig den Sieg holen. In der Klasse U16 bis 52 kg setzte sich Oleksandra Lemish souverän gegen zwei Kontrahentinnen aus Niedersachsen durch. Im anschließenden Finale, gegen eine Bundeskaderathletin aus Nordrhein-Westfalen, stand es nach Ablauf der Kampfzeit 0:0. Die Siegerin musste also in der Verlängerung, im Golden Score, ermittelt werden. Hier war die Westfälin etwas gedankenschneller, erarbeitete sich eine Vorteilswertung, wodurch sie den Kampf für sich entscheiden konnte. Eine Silbermedaille konnte auch Isabella Skierecki in der U16 bis 63 kg erringen. Am Vortag musste sie sich im Fighting noch mit dem 5. Platz begnügen, das sollte im BJJ nun besser klappen. Mit Siegen gegen Kämpferinnen aus Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zog sie ins Finale ein. Hier musste sie sich nur knapp einer Bundeskaderathletin aus Hamburg geschlagen geben. Einen zweiten Platz erkämpfte sich auch Lev Andrzheevskii in der U16 bis 77 kg. Gegen Athleten aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt kämpfte er sich ins Finale und musste sich nur dort einem erfahreneren Gegner, ebenfalls aus Niedersachsen, geschlagen geben. Mit einem Sieg nach Punkten und einem Sieg durch Submission erreichte Matvii Prykhodko das Finale in der U16 bis 44 kg. Hier konnte er sich nach intensivem Kampf mit 2:0 gegen einen Westfalen durchsetzen und damit seinen ersten Deutschen Meistertitel erringen. Seinen 3. Titel strebte Matvii Romaniuk in der U16 bis 48 kg an. Mit Siegen nach Punkten und durch Submission gegen Kämpfer aus Schleswig-Holstein sollte ihm das auch gelingen und holte sich das dritte Gold in Folge bei Deutschen Meisterschaften. Den ersten Titel bei seinen ersten Meisterschaften erkämpfte sich Yroslav Pashetnykh in der U16 bis 62 kg. Nach Punkten setzte er sich jeweils gegen Athleten aus Thüringen, Baden und Hamburg durch. Einen weitere Goldmedaille fügte Artem Petrenko seiner Medaillensammlung hinzu. Mit Punkten bezwang er Kämpfer aus Hamburg und Baden, um sich auch im Finale gegen einen Hessen knapp, mit einer Vorteilswertung Vorsprung durchzusetzen.

Weitere Platzierungen in ihren jeweiligen Klassen bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften erreichten David Konuhov mit Platz 4, Umar Achtajev Platz 5 und Saifuddin Achtajev Platz 9.

Ehrung der Seniorinnen und Senioren mit Evergreens „Doppelt hallt besser“ live

Es ist gute Tradition beim VfL Westercelle, dass die älteren Jubilare zu einem gemütlichen Nachmittag ins Sportheim eingeladen werden. Immer mit einem Ohren- und / oder Augenschmaus verbunden. Der neue Seniorenbeauftragte Uwe Schmitz hatte dann auch gleich das Doppelquartett „Doppelt hallt besser“ im Gepäck, das mit seinen Evergreens das Publikum begeisterte.

In seiner launigen Begrüßung verriet der 72-jährige Schmitz augenzwinkernd, wie er zu dem neuen Posten Seniorenbeauftragter gekommen sei. Seine Abteilungsleiterin Yvonne Mohs habe ihn so geschickt „eingewickelt“, dass er spontan „Ja“ gesagt habe. Die ältesten Anwesenden begrüßte er mit kleinen Präsenten persönlich und stellte sie damit gleichzeitig den Anwesenden vor. Prominentester Ehrengast: der 90-jährige Hannskarl Rauterberg, langjähriger ehemaliger 1. Vorsitzender des VfL Westercelle und seit 1951 VfL-Mitglied.

Für den VfL überbrachte Yvonne Mohs die Grüße des Vorstandes. Mit einem großen Blumenstrauß bedankte sie sich bei der ehemaligen Seniorenbeauftragten Inge Dahms, die viele Jahre in vielfältiger Weise für die Älteren im Verein aktiv war: beispielsweise Hockergymnastik, Gehirnjogging, 3000 Schritte-Aktionen und eben die Seniorennachmittage mit interessanten Programmpunkten.

Mit den Ohrwürmern der Comedian Harmonists „Veronika, der Lenz ist da“ und „Ein Lied geht um die Welt“ oder dem John Denver-Song „Country Roads“ avancierte das Gesangsensemble „Doppelt hallt besser“ zum Highlight der Veranstaltung. Chorleiter Matthias Blazek, der die 10 Lieder kurzweilig moderierte, ließ es sich nicht nehmen, auf das eigene Konzert des Doppelquartetts am 2. Oktober 2026 in der CD-Kaserne hinzuweisen.

„Blowing in the wind“ muss es einem Damengrüppchen besonders angetan haben. Die Seniorinnen sangen es noch beim Einsteigen in ihre Autos.

Fritz Sudmeier
(Pressebeauftragter VfL Westercelle)

VfL Westercelle im Glanze des 75. Jubiläumsjahres: Jahreshauptversammlung zieht positive Bilanz!

Der 1. Vorsitzende des VfL Westercelle, Harald Nowatschin, brachte es auf den Punkt: „Der VfL hat aktuell 2334 Mitglieder. Und die können stolz auf die 75jährige Geschichte, das aktive Vereinsleben und die aktuellen Erfolge auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene sein.“ Stellvertretend für alle erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler des VfL war Kristin Raddatz, dreimalige und aktuelle Weltmeisterin im Ju-Jutsu eingeladen, die leider wegen eines Trainingslagers des Bundeskaders verhindert war. Viele andere Mitglieder fanden dafür den Weg in das bis auf den letzten Platz besetzte Tennisheim des VfL Westercelle und erlebten eine harmonische Veranstaltung.

Natürlich musste das 75. Jubiläumsjahr mit seinen besonderen Veranstaltungen von Nowatschin noch einmal gewürdigt werden. War es der Galaempfang mit der Celler Politprominenz und die anschließende Gelb-Schwarze Nacht in der Westerceller Diskothek Inkognito, oder der VGH-Niedersachsencup der Fußballer, der umfangreiche Handballcup, die Boule-Stadtmeisterschaft, die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im Jazzdance oder die Jazzdance-Gala zum Jahresabschluss.

Der Ehrungen gab es natürlich viele: So gab es für Anke Blank, Claudia Büchler-Jucks, Joachim Ehlers, Margrit Fröhlich und Agnes Jorns Urkunden und Präsente für 25-jährige Mitgliedschaft. Brigitte Alber-Oberbeck, Olaf Beck, Marion Both, Hans-Eckardt Ehrenthal, Roswitha und Manfred Geisler, Erich Körner und Werner Kuhls erhielten Auszeichnungen für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit. Lothar Koslowski, früher aktiver Fußballer, später Dauerfan und Sponsor der Fußballabteilung, nahm mit dem ehemaligen Leiter der Tanzabteilung Horst Koch die Glückwünsche des Vorsitzenden für 60jährige Vereinszugehörigkeit entgegen. Das VfL-Urgestein und älteste lebende VfL-Mitglied Hannskarl Rauterberg hatte als ehemaliger langjähriger Vorsitzender in den letzten Jahren alle erdenklichen Ehrungen wie Goldene Ehrennadel, Ehrenmitgliedschaft und vereinsübergreifend das Bundesverdienstkreuz erhalten. Unter tosendem Applaus wurde ihm deshalb für 75-jährige Mitgliedschaft ein besonderes Präsent des Vorstandes überreicht.

Yvonne Mohs, Vorständin für Finanzen, stand Rede und Antwort für den wirtschaftlichen Aspekt des Sportvereins im Berichtsjahr. Die aufwändigen und noch nicht abgeschlossenen Sanierungsarbeiten an den Umkleideräumen des Sportparks Westercelle seien auf einem guten Weg, kosteten den Vorstand aber viel Zeit und Nerven, so Mohs. Wie bei diesem Bauprojekt, das ohne Fördermittel für den Verein nicht zu stemmen sei, wolle sich der VfL-Vorstand zukünftig noch mehr um Fördergelder für die anstehenden Vorhaben bemühen.

Leider trat der zweite Vorsitzende Heiko Vollmer aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl an. Er betonte aber, dass er weiterhin verantwortlich für die Installierung eines Jugendschutzkonzeptes sein wolle. Das Amt bleibt leider unbesetzt, dafür gibt es mit Nicole Dorau wieder eine Vorständin für Jugend und Soziales.

Man darf gespannt sein, wie der Vorstand nach der nächsten Jahreshauptversammlung des VfL Westercelle 2027 aussehen wird. Denn nicht nur der 1. Vorsitzende Harald Nowatschin will nach dann 12 Jahren Amtszeit nicht mehr kandidieren, auch die Mehrheit des Vorstandes wird sich wohl im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung stellen.

Bericht: Fritz Sudmeier
Foto Ehrung 75 Jahre: Christopher Menge
Weitere Fotos: Fritz Sudmeier

Von der Dunkelheit in die Dunkelheit – vom Sternenhimmel in den Sternenhimmel

Antalya/Celle

Mit einem außergewöhnlichen Abenteuer haben Sonja und Daniel Beer vom VfL Westercelle aus Celle ihr marathonintensives Laufjahr 2025 beendet. Beim Antalya Ultra Marathon Trail in der Türkei nahmen beide an der 85 Kilometer-Distanz teil, die von der Millionenstadt Antalya hinauf ins Taurusgebirge führte. Insgesamt waren rund 3.500 Höhenmeter im Aufstieg und etwa 3.000 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Der Startschuss fiel am 27. Dezember bereits um 4.30 Uhr morgens – mitten in der Nacht, bei milden zehn Grad und unter klarem Sternenhimmel.

Die Hoffnung auf angenehm warme Temperaturen am Tag erfüllte sich jedoch nicht. Noch in der Dunkelheit mussten die beiden einen eiskalten Bergbach durchqueren, das Wasser reichte bis fast zur Hüfte. Als gegen 8 Uhr die Sonne aufging, keimte kurz Zuversicht auf, doch die hohen Berge verdeckten die Sonnenstrahlen fast völlig. Stattdessen ging es durch Pinienwälder und felsige Kletterpassagen bis auf rund 2.000 Meter Höhe hinauf, wo ein eisiger Wind mit Sturmböen herrschte und sogar die Trinkflaschen teilweise gefroren. „Darauf waren wir nicht eingestellt – am Tag zuvor wurde uns gesagt, es wird zwischen 4 und 8 Grad warm. Wir waren noch in kurzer Hose unterwegs, das war wirklich grenzwertig“, berichtete Daniel Beer. Auch die Handschuhe, die zur Pflichtausrüstung gehörten, erwiesen sich als zu dünn und Sonja Beer durfte sich noch einige Tage danach mit einem taub gefrorenen Daumen herumärgern.

Doch die beiden bissen die Zähne zusammen und entschieden sich, gemeinsam weiterzulaufen.

Vom Start bis ins Ziel blieben sie Seite an Seite. Nach vielen Stunden im Schatten, Kälte und Wind folgte eine lange Bergabpassage von rund zwölf Kilometern – ehe kurz vor dem Ziel nochmals etwa 300 Höhenmeter im Anstieg warteten. „Das war für den Kopf nochmal richtig hart. Aber wir wollten dieses Rennen unbedingt ordentlich beenden“, sagte Sonja Beer. Nach 14 Stunden und 22 Minuten erreichten beide schließlich glücklich das Ziel – erneut in der Dunkelheit, wieder unter dem Sternenhimmel und mit Stirnlampen wie schon beim Start.

Trotz aller Strapazen überwiegt die positive Erinnerung. Der Antalya Ultra Marathon Trail wurde für Daniel und Sonja Beer zu einem intensiven Erlebnis, das sie als Team noch enger zusammen-geschweißt hat. „Es war ein Lauf von der Dunkelheit in die Dunkelheit – vom Sternenhimmel in den Sternenhimmel. Genau solche Momente bleiben im Kopf“, so Daniel Beer.

Auch die Stadt Antalya hinterließ Eindruck: eine lebendige Metropole, die zugleich nur wenige Schritte entfernt Ruhe und Natur bietet. Vor allem das Hochland im Gebirge überraschte mit schneebedeckten schroffen Bergen, kahler Landschaft und absoluter Einsamkeit. Wer damit beim stundenlangen Laufen nicht umgehen kann, wird an diesem Lauf keine Freude finden. Für Sonja Beer ist es „eine wunderbare Möglichkeit, dass der Kopf endlich mal Ruhe gibt“.

Für das Laufpaar aus Celle war der Ultra Marathon Trail ein würdiger Abschluss des Jahres – mit vielen Herausforderungen, Zusammenhalt und der Erkenntnis, dass man gemeinsam mehr aushält, als man vorher glaubt.

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Text: DB

Fotos: privat

3. WM-Titel für Kristin Raddatz – Theodor Godawa ist Vizeweltmeister

Über 1400 Athletinnen und Athleten aus 54 Nationen nahmen am 08.11. – 14.11.2025 an der Ju-Jutsu Weltmeisterschaft der U16-U21 in Bangkok teil. Vom VfL Westercelle waren Theodor Godawa und Kristin Raddatz für Deutschland dabei.

Theodor startete am zweiten Tag in der Klasse U16 bis 44 kg. Der erste Kampf des amtierende Europameisters war eine Neuauflage des EM-Finales vom März diesen Jahres. Theo und sein Gegner aus Montenegro begannen vorerst etwas zurückhaltend und konnten zu Beginn kaum Akzente setzen. Nach dem ersten Schlagabtausch punkteten beide für Ippon (große Wertung), wobei der Montenegriner, wie schon im EM-Finale zu ungestüm nachsetzen wollte und sich durch unkontrolliertes Schlagen eine erste große Bestrafung einhandelte. Im weiteren Verlauf konnte sich Theos Gegner etwas absetzen und nach Punkten in Führung gehen. Bei einem erneut unkontrollierten Angriff des Montenegriners bekam dieser die zweite große Bestrafung und wurde disqualifiziert. Damit zog Theo in das Halbfinale ein. Hier begann er wesentlich konzentrierter und nutzte seine Möglichkeiten besser. Trotz Reichweitennachteil gelangen ihm gegen den Ju-Jutsuka aus Thailand mit variantenreichen Schlag- und Trittkombinationen klare Treffer. Eine große Wertung am Boden oder durch einen Wurf sollte keinem von beiden gelingen. Beim Stand von 23:14 und noch acht Sekunden zu kämpfen, erhielt der Thailänder für einen unkontrollierten Tritt bereits seine zweite große Bestrafung, wurde disqualifiziert und Theo zog damit bei seiner ersten Weltmeisterschaft ins Finale ein. Im finalen Kampf traf er auf einen Gegner aus Kasachstan. Körperlich stärker und mit mehr Reichweite nutzte der Kasache seine Vorteile und ging schnell durch Schlagkombinationen in Führung und baute diese sukzessive aus. Beim ersten Wurfversuch des Kasachen, ein Ausheber, konnte Theo noch knapp eine große Wertung verhindern. Ein erneuter Wurfansatz war dann doch erfolgreich und durch die anschließende Haltetechnik, musste sich Theo am Ende zwar mit Full Ippon geschlagen geben, durfte sich allerdings über die Silbermedaille freuen.

Am fünften Tag der WM startete Kristin Raddatz in der Klasse U21 bis 70 kg. Gegen die erste Kontrahentin hatte Kristin bereits bei der Europameisterschaft 2024 mit Full Ippon gewonnen. Das sollte ihr gegen die Ju-Jutsuka aus Montenegro dieses Mal zwar nicht gelingen, ein deutlicher Sieg wurde es trotzdem. Zu Beginn noch etwas verhalten, gewann Kristin in diesem Kampf zunehmend die Oberhand. Vor allem durch schnelle Schläge und Tritte punktete sie immer wieder für Ippon. Wurfversuche der Montenegrinerin konnte sie mehrmals verhindern, wahr selbst aber auch nicht in der Lage, Punkte im Wurfpart zu generieren. Durch ihre Schnelligkeit baute Kristin ihre Führung mit Atemis aus und gewann am Ende nach Punkten mit 26:15. Im Halbfinale traf Sie auf ihre Finalgegnerin der JWM von 2023. Auch gegen die Russin, sollte der Kampf sich dieses Mal schwieriger gestalten. Kristin startete souverän, holte mit Tritten und Schlägen zum Kopf schnelle Ippons und erarbeitete sich eine 5:0 Führung. Ein anschließender Wurfversuch konnte die Russin leider kontern und war selbst für Ippon erfolgreich. Zurück im Stand baute Kristin ihre Führung weiter mit Atemis aus und bekam zusätzlich eine kleine Wertung für einen Wurf. Den Versuch, in den Stand zurückzukehren, nutzte die Russin, Kristin in eine Haltetechnik zu zwingen und sich für 15 Sekunden Halten einen Ippon in Part 3 zu sichern. Bei noch knapp einer Minute und 30 Sekunden Kampfzeit, brauchte die Russin nun nur noch einen Ippon in Part 1, einen klaren Treffer, um ins Finale einzuziehen. Dennoch blieb Kristin ihrer Taktik treu, vertraute auf ihre Schnelligkeit und setzte die Russin weiter unter Druck. Erzielte weiter Punkte mit Treffern zum Kopf und verstrickte anschließende ihre Gegnerin in Griff- und Bodenkämpfe. So war sie nicht nur in der Lage, ihre Führung zu behaupten, sondern auch Zeit von der Uhr zu nehmen. Bei noch verbliebenen 11 Sekunden, startete die Russin letzte verzweifelte Angriffe, die Kristin alle mit Tritten vereiteln konnte. Mit 17:8 gewann Kristin dieses an Spannung kaum zu überbietende Halbfinale und zog zum fünften Mal in Folge in ein WM-Finale ein. Hier traf sie erneut auf eine Kontrahentin aus Montenegro. Kristin begann wie die Kämpfe zuvor. Mit druckvollen Atemis erkämpfte sie sich schnell einen 6:2 Punktevorsprung, um anschließend im Part 2 mit Würfen die Gegnerin zu Boden zu bringen, was die Montenegrinerin jedoch zu verhindern wusste. Im weiteren Verlauf gelang es der jetzt aktiveren Gegnerin den Punktestand auszugleichen und nach einem erfolgreichen Wurf sogar in Führung zu gehen. Beim anschließendem Bodenkampf war Kristin allerdings reaktionsschneller und holte sich mit einem erfolgreichen Armstreckhebel die Führung zurück. Mit weniger als einer Minute verbliebener Kampfzeit begann Kristin ihre Führung zu verwalten. Setzte gezielte, schnelle Schlagkombinationen, um die Kontrahentin anschließend in den Griffkampf für eine gute Wurfposition zu verwickeln. Den letzten Wurfversuch der Montenegrinerin konnte Kristin vereiteln und blieb im Bodenkampf so lange aktiv, bis die letzten Sekunden abgelaufen waren und sie sich damit zum dritten Mal zur Weltmeisterin krönte.

„Mit dem Gewinn der Silbermedaille bei seiner ersten Weltmeisterschaft als Bundeskaderathlet hat Theo seine bisherigen Erfolge eindrucksvoll bestätigt. Auch Kristin konnte sich nach einer durchwachsenen EM-Leistung zurückkämpfen und erneut ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze im Ju-Jutsu unter Beweis stellen“, zeigen sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell hochzufrieden. Das wochenlange, intensive Training – unter anderem bei der Judosparte des SV Nienhagen – zahlte sich für die Athletinnen und Athleten des VfL Westercelle erneut aus.

Celler Triathleten beim 18. Hallig Dreeathlon 2025

Celle / Langenhorn 18.7.2025

An der Nordseeküste, der Hamburger Hallig fand in diesem Jahr bereits zum 18. Mal ein ganz besonderer Triathlon statt. Nach 10 km Radfahren durch die norddeutsche Deichlandschaft laufen die Triathleten und Triathletinnen 5.3 km über eine Landzunge durch Salzwiesen zwischen den Deichschafen zur Wasserkante, um sich dort in die Nordsee zu stürzen und die ca. 400 m lange Schwimmstrecke zu absolvieren.  Danach geht es dieselbe Strecke zurück, erst laufend, dann auf dem Rad.  

In diesem Jahr nahmen 3 Celler Triathleten den Kampf gegen den Wind und das Wetter auf.  

Jens Kramer und Hanno Reckmann vom VfL Westercelle und Martin Jodda vom SV Altencelle reihten sich in die Starter ein, welche im 10 sec Abstand in den Wettkampf starteten. 

Alle 3 konnten auf der abwechslungsreichen Strecke ihre jeweiligen Stärken ausspielen und kamen zufrieden ins Ziel.  Auch der Wettergott hatte ein Einsehen und belohnte die Teilnehmer mit einem malerischen Regenbogen auf dem Rückweg.

Hanno Reckmann erreichte mit 1:41 den 23., Jens Kramer in 1:43 den 26. und Martin Jodda mit 1:58:58 den 57. Platz bei den Männern. 

Text und Bilder: Astrid Ullerich

Diemo Rollert nach der Mecklenburger Seenrunde vor der Landkarte mit der Strecke

Mecklenburger Seenrunde gerollert

Neubrandenburg 30.-31.05.2025

Als Einer von 8 Cellern und insgesamt rund 5000 Teilnehmenden hat Diemo Rollert die 305 KM der Mecklenburger-Seenrunde erfolgreich absolviert. Dabei galt für den Sportler vom VfL Westercelle zum zweiten Mal eine Besonderheit: Nicht auf das Fahrrad hat er sich auf die „Beste Radtour des Lebens“ (so der Veranstalter ) geschwungen, sondern, getreu seines Nachnamens, auf den Wettkampf-Tretroller. Bereits am Freitagabend um 21:30 Uhr war für ihn der Start. So ging es in den Sonnenuntergang, dann begleitet von Kröten- und Nachtigallengesang in die Nacht. Zwischenzeitlich begleitet von einigen Radelnden, spendeten die Verpflegungsstationen und dann nach rund der Hälfte der Runde der Sonnenaufgang neue Kraft. Bei herrlichem Wetter und sommerlichen Temperaturen nahm Rollert die hügelige zweite Hälfte in Angriff. Besonders zum Ende der Tour wurde jeder Anstieg zur Herausforderung, es fehlt beim Roller eben die Gangschaltung. Beim Durchhalten halfen besonders die zahlreichen und intensiven Anfeuerungen durch das Publikum und der vorbeidüsenden Radfahrer. Nach 20:21 Stunden und damit gut 2 Stunden schneller als vor 2 Jahren, rollerte Rollert geschafft aber glücklich und umjubelt in das Ziel.

Text: DR

Fotos: DR und Anna Voigt

4-mal Gold für Westerceller Ju-Jutsuka bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend

Vom 24.-25.05.2025 fanden in Chemnitz die Deutschen Meisterschaften der U14, U16 und U18 im Ju-Jutsu statt. Unter den 482 Teilnehmer*innen war der VfL Westercelle mit zehn Athleten*innen in den Kategorien Fighting und Newaza/BJJ vertreten.

Am ersten Tag der Meisterschaften gingen im Fighting die U14 und U16 an den Start. In der U14 bis 48 kg begann Isabella Skierecki mit einem Full Ippon (vorzeitiger Sieg) gegen eine bayerische Kontrahentin das Turnier.  Im anschließenden Viertelfinale agierte sie insgesamt zu passiv und musste sich leider mit Full Ippon gegen eine niedersächsische Ju-Jutsuka geschlagen geben. In der nun folgenden Trostrunde knüpfte sie wieder an die Leistung aus ihrem ersten Kampf an und setzte sich mit vorzeitigen Siegen gegen Kämpferinnen aus Hamburg und Bayern durch, um sich auch im anschließenden kleinen Finale mit Full Ippon die Bronzemedaille zu holen. Bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft startete Lennert Kirtoaka in der Klasse U14 bis 44 kg mit einer Niederlage gegen einen hessischen Kämpfer. Davon unbeeindruckt holte er sich den Sieg gegen einen Ju-Jutsuka aus Nordrhein-Westfalen und bewahrte sich damit die Chance auf Bronze. Im kleinen Finale musste er sich dann leider gegen seinen Dauerkontrahenten aus Niedersachsen geschlagen geben und belegte am Ende den 5. Platz. Ebenfalls zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft war Monisha Njingo. In der Klasse U14 +57 kg musste auch sie leider eine Niederlage in ihrem Eröffnungskampf hinnehmen. Allerdings konnte auch Monisha mit einem vorzeitigen Sieg im anschließenden Kampf gegen eine Bayerin die Chance auf eine Medaille aufrecht halten. Im folgenden Halbfinale musste sie sich zwar einer weiteren bayerischen Gegnerin geschlagen geben, durfte sich aufgrund des Doppel-Pool-Modus dennoch über die Bronzemedaille freuen.

In der U16 bis 62 kg ging Andreas Scholl auf Medaillenjagd. Souverän setzte er sich gegen Kämpfer aus Brandenburg, Hessen und Bayern jeweils mit Full Ippon durch. Sehr viel knapper war der Kampf um Gold. In einem packenden Finale setzte sich Andreas mit 12:11 Punkten gegen einen Ju-Jutsuka aus Sachsen-Anhalt durch und durfte sich über seinen zweiten deutschen Meistertitel freuen. Theodor Godawa ging ebenfalls mit Ambitionen auf Gold an den Start. In der Klasse U16 bis 40 kg hatte er zwar nur zwei Kontrahenten aus Schleswig-Holstein, setzte sich aber mit vorzeitigen Siegen souverän durch und krönte sich damit ebenfalls zum zweiten Mal zum Deutschen Meister.

Am zweiten Tag starteten die U18 im Fighting und die U14-U16 im Newaza/BJJ. Im Fighting U18 bis 62 kg kämpfte sich Niklas Zimpfer in einer stark besetzten Gruppe mit Siegen gegen Ju-Jutsuka aus Hessen und Brandenburg bis ins Halbfinale. Hier musste er sich leider einem Kontrahenten aus Schleswig-Holstein geschlagen geben. Den folgenden Kampf um Bronze dominierte Niklas, führte mit Punkten, bis ihn das Kampfgericht nach einem Videobeweis für eine gerade Schlagtechnik zum Kopf leider disqualifizierte. Damit belegte Niklas am Ende den 5. Platz.

In der Kategorie Newaza U14 bis 40 kg starteten Matvii Romaniuk und Eldar Symoniuk. Während Matvii mit dem Ziel antrat, nach 2024 seinen zweiten Meistertitel zu holen, ging es für Eldar, bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft, eher darum Erfahrung zu sammeln. Souverän setzte Matvii sein Vorhaben in die Tat um. Mit einer konzentrierten Leistung und dominanten Techniken setzte er sich mit vorzeitigen Siegen unter anderem gegen Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt und Hamburg durch und holte sich verdient die Goldmedaille. Trotz einer engagierten Leistung konnte Eldar leider keinen Sieg erringen und belegte den 5. Platz. In der Klasse U14 bis 44 kg begann Matvii Prykhodko seine ersten Deutschen Meisterschaften mit einem vorzeitigen Sieg gegen einen sächsischen Ju-Jutsuka. Im anschließenden Halbfinale musste er sich leider dem späteren Meister aus Baden geschlagen geben. Unbeeindruckt von der Niederlage, setzte sich Matvii im kleinen Finale gegen einen Gegner aus Sachsen-Anhalt durch und gewann die Bronzemedaille.

Als letzte Kämpferin des VfL griff Oleksandra Lemish ins Wettkampfgeschehen ein. In der Klasse U16 bis 48 kg setzte sie sich in vier Kämpfen souverän nach Punkten oder Submission gegen Kontrahentinnen aus Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Württemberg durch und gewann so ihren ersten deutschen Meistertitel.

„Mit vier Titeln, drei Mal Bronze und drei fünften Plätzen haben unsere Kämpferinnen und Kämpfer sehr gute Ergebnisse erzielt und einen erheblichen Anteil am 1. Platz für Niedersachsen in der Länderwertung.“, sind die Fighting-Trainer Alexey Volf und Karsten Sell und BJJ-Trainer Kostiantyn Murzin und Oleksii Lemish stolz auf die gezeigten Leistungen.

Sommer holt Silber beim Triathlon in Wolfenbüttel

Celle/ Wolfenbüttel

Eine ordentliche Leistung zeigte Gerald Sommer  vom VfL Westercelle beim  ausverkauften Wolfenbüttler Triathlon zum Saisonauftakt. Über die Sprintdistanz konnte Gerald Sommer den zweiten Platz in der Altersklasse 65 trotz Pech auf der Radstrecke erkämpfen. Seine Vereinskameradin Susanna Hasse ( AK 50) schrammte auf Platz 4 mit 19 Sekunden Rückstand denkbar knapp am Podium vorbei. Ihr Ehemann Stephan Hasse musste in der AK 60 auf einem Podestplatz liegend nach einer super Schwimmleistung leider in der zweiten Laufrunde den Wettkampf verletzungsbedingt abbrechen.

Der Startschuss über die 400 Meter Schwimmstrecke fiel im Stadtbad Okeraue in einem 25 Meter-Becken. Die Einzelstarts erfolgten alle 20 Sekunden. Auf dem Zick-Zack-Kurs mit Begegnungsverkehr, der das Überholen schwierig machte, war dann richtig Betrieb. Stephan Hasse schwamm mit 6:24 min eine Topzeit. Susanna Hasse legte mit 7:50 min ebenfalls eine sehr gute Schwimmzeit hin. Gerald Sommer lief nach 10:15 min in die Wechselzone.“ Das war schon krass, im Bad und Wasser war die Temperatur 28 Grad. Draußen hatte die verfrühte „kalte Sophie“ mit 10 Grad richtig zugeschlagen. Das war dann auf dem Triathlonbike schon echt kalt,“ so Sommer.

 Die 20 km Radstrecke führte durch die schöne Hügellandschaft um Wolfenbüttel. Auf den letzten 8 km war starker Gegenwind mit heftigen Böen angesagt. Susanna und Stephan Hasse meisterten den Radsplit mit guter Zeit auf Podiumsplätzen ihrer Altersklasse liegend. Gerald Sommer hatte dann Glück im Unglück.“ An einer großen Kreuzung verhielt sich ein PKW-Fahrer nicht korrekt. Die Streckenposten schenkte ihm die ganze Aufmerksamkeit. Ein Unfall konnte so vermieden werden. „Leider bin ich dadurch falsch abgebogen und auf Platz 1 meiner Altersklasse liegend einige Kilometer extra gefahren. Als ich dann wieder auf der Wettkampfstrecke war, ging nach 1 km auch noch die Bahnschranke runter. Aufgeben war trotzdem keine Option. So hatte ich 6 Wettkampfkilometer mehr fürs gleiche Startgeld“, so Gerald Sommer schmunzelnd im Zieleinlauf, der für seine kämpferische Leistung mit Platz 2 und 9 Qualifikationspunkten für die Teilnahme an der Altersklassen Europameisterschaft in Istanbul im August belohnt wurde.

Susanna Hasse verlor leider auf den letzten Meter des abschließenden 5 km Laufes noch ihren Podiumsplatz. „Beim Laufsplit muss ich noch zulegen, da geht in dieser Saison noch mehr“, zeigte sich Hasse mit der Gesamtleistung sehr zufrieden.

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Gerald Sommer, Stephan und Susanna Hasse

Foto: CBS

Text: GS