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VfL Westercelle feiert Achim Sennhenn-Oetken als Vereinsheld

„Ehrenamt überrascht“ engagierten Übungsleiter und Vorstandsbeauftragten

Im Rahmen des Projekts „Ehrenamt überrascht“ des Kreissportbund Celle (KSB) und des Landessportbundes Niedersachsen wurde Achim Sennhenn-Oetken in seiner Sportstunde mit rüstigen Senioren geehrt und mit einem Konfetti-Regen überrascht! Die Verleihung der Ehrenurkunde übernahm KSB-Vorstandsmitglied Christopher Menge, der auch Abteilungsleiter Fußball beim VfL Westercelle ist.

Seit Jahrzehnten trägt Achim Sennhenn-Oetken als Übungsleiter der Turnabteilung mit viel Herzblut immer neue Ideen in den Verein. Ob Faszien-Training, Senioren-Fitness-Tage oder die Organisation der Vereinsbusse – Achim ist einfach immer da und gibt 110%! „Du bist ein wahrer Vereinsheld, lieber Achim! Herzlichen Glückwunsch und danke für dein jahrelanges Engagement!“, so Christopher Menge in seiner Ansprache während der Überraschungsaktion. Unter großer Geheimhaltung war ein Tross von VfL – Vorstandsmitgliedern, u. a. der 2. Vorsitzende Heiko Vollmer und die Organisatorin des speziellen Events Yvonne Mohs, mit Carolina Kühn vom KSB in den Trainingsbetrieb eingefallen. Die Irritation hatte schnell ein Ende, als während eines Konfettiregens Gläser für einen Umtrunk gereicht wurden und ein Banner „Danke für Dein Engagement“ entrollt wurde. Der sonst so souveräne neue Vereinsheld war sichtlich gerührt von der unerwarteten Ehrung und nahm die Laudatio dankbar entgegen. So schnell das Überraschungsteam gekommen war, so schnell zog es auch ab, nicht ohne die Ordnung wieder hergestellt zu haben. Diesen Tag wird Achim Sennhenn-Oetken bestimmt so schnell nicht vergessen. Beim Instagram-Kanal des KSB Celle (@ksb.celle) erinnert ein Video an das gelungenen Überraschungsevent.

Gruppenfoto: Uta Wedemeyer (links) und Juliane Wesche von der Geschäftsstelle des VfL Westercelle halten das Dankesbanner für den neuen Vereinshelden in die Kamera. Links neben Achim Sennhenn-Oetken die Organisatorin Yvonne Mohs

Text: Fritz Sudmeier
Foto: Carolina Kühn

 

Deutsche Meisterschaft Jazz und Modern/Contemporary 2024

Mit der Rikscha durch Westercelle!

Gehinjoggerinnen für ihre Treue zum VfL belohnt!

Da hatte sich Inge Dahms, seit 19 Jahren Leiterin der Gehirn-Jogging- Gruppe des VfL Westercelle, wieder einmal etwas Tolles einfallen lassen: Eine Fahrt mit der Rikscha durchs Grüne rund um den alten Celler Ortsteil als Belohnung für die kontinuierliche Teilnahme an den donnerstäglichen Denksport – Nachmittagen. Im Mittelpunkt standen die geistig rüstigen Seniorinnen, die diesmal keine kniffeligen Aufgaben lösen mussten. Die Vorfreude auf den Rikscha – Ausflug wurde durch die gelungene Ausfahrt bei herrlichem Sonnenschein sogar noch übertroffen. „Einfach toll, vom ersten bis zum letzten Moment!“ so Gertrud Lukaschzyk, die seit 2006 an den Übungsstunden teilnimmt.

Was ist eigentlich Gehirnjogging? Übungsleiterin Dahms erklärt: „Wir lösen Aufgaben aus den Bereichen Konzentration, Flexibilität, Ausdauer, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, um das Kurzzeitgedächtnis und auch das Langzeitgedächtnis kontinuierlich zu fordern.“ Naturgemäß schwankt die Anzahl der Teilnehmenden um die ca. 10 Personen, derzeit ausschließlich Seniorinnen. „Auch die Männer dürfen gern etwas gegen das Vergessen tun! Wir würden uns jedenfalls über „männlichen Zuwachs“ freuen!“ so schmunzelnd eine Teilnehmerin, die in dem Zusammenhang namentlich nicht genannt werden möchte.

Und wie kam es zu der Idee der Rikscha – Tour? Man kennt sich im VfL Westercelle. Und da die Yoga – Übungsleiterin Anke Schöne ehrenamtlich auch beim „Radeln ohne Alter“ Rikscha – Fahrten anbietet, wurde man sich mit der Seniorenbeauftragten Inge Dahms schnell einig. Zusammen mit Edith Neumann fuhr die Yoga – Lehrerin pünktlich mit den dreirädrigen Fahrradtaxis des Mehrgenerationenhauses beim Treffpunkt Sportheim Westercelle vor. Es begann ein herrlicher Ausflug ins Naherholungsgebiet Bennebostel, an den Hügelgräbern vorbei, die Schätze aus der Zeit der Gründung Roms als Zeichen der ersten Zivilisation in Celle beherbergen, über eine Fahrradbrücke wieder zurück zum Ausgangsort. Im Sportheim wurden dann bei Kaffee und Kuchen die Eindrücke ausgetauscht. Das alles gab es für die Seniorinnen kostenfrei. Als Dank für dieses unvergessliche Erlebnis zückten die Teilnehmerinnen ihre Brieftasche, um einen Beitrag zum Erwerb eines Defibrillators zu spenden.

Schon wird spekuliert, was sich die Inge zum Ende der nächsten Gehirn – Jogging Runde ausdenken wird: Theaterbesuch oder gar Fahrt mit dem Freiluftballon?

Fritz Sudmeier: Verfasser, Fotograf und Begleitperson

 

 

Beitragsbild:

Inge Dahms verabschiedet die Rikscha-Fahrerinnen am Sportheim des VfL Westercelle: Links: Chauffeurin Edith Neumann mit den Taxigästen Ilse Oelmann – Wittig (li) und Gabi Tschernow, rechts Anke Schöne mit Sigrid Reisch und Gertrud Lukaschzyk

 

Westerceller Triathleten spenden ihren Gewinn an Konfirmandenarbeit

30 CeBus- Wochenkarten im Wert von mehr als 900 Euro, diese tolle Spende der Triathleten des VfL Westercelle konnte Pastor Diemo Rollert für die Konfirmandenarbeit in Empfang nehmen.

Am diesjährigen Stadtradeln nahmen auch sechs VfL-Triathleten teil und sicherten sich den 1.Platz

in der Wertung meistgefahrene Kilometer pro Kopf. Das brachte den VfL’ern einen CeBus-Gutschein

mit 30 Wochenkarten ein. Das kleine Team hat nun die Karten gerne für diesen wohltätigen Zweck weitergegeben. Die Celler Kirchengemeinden Johannes, Paulus und Neustadt wollen gemeinsam auf Konfirmanden-Freizeit fahren. Die Jugendherberge in Müden-Örtze ist das Ziel und klimafreundlich soll mit dem CeBus angereist werden. „Durch die so deutlich reduzierten Fahrtkosten können wir nicht nur die Fahrt etwas günstiger anbieten, sondern auch zwei jugendliche Betreuer zusätzlich finanzieren,“ freut sich der Pastor, der gemeinsam mit seiner Kollegin der Paulusgemeinde die Freizeit leitet.

 

Auf dem Foto v.l.n.r.:

Hanno Reckmann, Achim Sennhenn-Oetken, Thorsten Lübke, Volker Dittmar und Pastor Diemo Rollert

 

Foto: Claudia Schimschal

 

Text: DRTL

VfL-Triathleten belegen den 1.Platz beim Stadtradeln 2024

Am diesjährigen Stadtradeln nahmen auch sechs VfL-Triathleten teil und sicherten sich den 1.Platz in der Wertung meistgefahrene Kilometer pro Kopf.

Der unverhoffte Sieg brachte den VfL’ern einen CeBus-Gutschein mit 30 Wochenkarten im Wert von 900 Euro ein, der vom Landrat Axel Flader feierlich im Freibad Papenhorst an Hanno überreicht wurde.

Für den VfL waren siegreich: Hanno Reckmann, Achim Sennhenn-Oetken, Thorsten Lübke, Volker Dittmar, Sonja Beer und Diemo Rollert.

Foto: Thomas Binnewies

Text: TL

Sachsentrail – Pokal per Post

Die Idee kam nach dem Rennsteiglauf 2023 – die 74km waren geschafft, aber als nächstes Ziel die 100km anzugehen, da traute sie sich noch nicht so heran. Und dann stand da im Internet etwas vom Sachsentrail, drei Tage, drei Distanzen, und wer alle drei meistert, bekommt einen Pokal – das wäre doch mal was, dachten sich Sonja Beer. Mehrtagesläufe kamen bisher in ihrem Portfolio nicht vor, dafür zahlreiche Marathons. Die Herausforderung für 2024 stand also – Sachsentrail im Erzgebirge!

Ende Juni war es soweit – der Freitag startete mit dem Uphill Prolog, 3,5km den Berg hoch, knackige 300 Höhenmeter. „Nur nicht zu schnell angehen, nur nicht zu schnell angehen, du brauchst die Beine für den Samstag…“, – aber der Push der 200 Starter war zu groß. Gestartet wurde im Zehn-Sekunden-Takt, und sich da nicht den Berg hochjagen zu lassen, war zu schwer. 25:46 Minuten standen am Ende auf der Uhr und „das hat einen Heidenspaß gemacht!“

Samstag früh kam der „große Lauf“ – Beer und ihr Mann hatten sich für 77km und am Sonntag für 13km entschieden. Start war im Dauernieselregen um 07:00 Uhr, und die ersten Kilometer ging es durch matschige Wälder bis hin zu Grenzweg Tschechien-Deutschland. Ab elf Uhr riss der Himmel auf, und den Rest des Tages wurde es sonnig und warm – da konnte die Regenjacke dann auch weg!

Die Strecke führte in zahlreichen Kurven und Anstiegen bis hinauf auf den Fichtelberg bei Kilometer 35. Beer wechselte hier die nassen Socken, was sich als fataler Fehler herausstellen sollte – ahnte sie doch nichts von der „Schlammschlacht hinter dem Fichtelberg“! Die Bergabpassage war eine Hommage an Tough Mudder und ließ sie bis zum Knöchel im Schlamm versinken – schade, dass keine trockenen Socken mehr im Rucksack waren… „Die Blasen an den Füßen, die ich am Abend hatte, waren nicht von dieser Welt – Nässe und Sand haben da echt ganze Arbeit geleistet. Da habe ich für die nächsten langen Wettkämpfe noch einiges an Hausaufgaben zu machen, was die Fußpflege während so einem Lauf betriff“, zuckte Beer mit den Schultern.

Der Zieleinlauf kam nach 10:32:55 , mit deutlich schweren Beinen von den 2300 Höhenmetern, aber glücklich. Jetzt hieß es Carboloading, Fußpflege, duschen und ab ins Bettchen – schließlich war hier noch nicht Schluss!

Am Sonntag war der Start gemütlich um 11.00 – nochmal 12,5km rund um das Trailcenter Rabenberg, Funtrail nannte sich das der Spaß! Die Strecke war erneut profiliert und wellig, knapp 400 HM gab es noch einmal zu bewältigen. „Ich habe bei jedem Läufer, der mich überholt hat, auf die Startnummer geschaut – die goldenen sind bereits die beiden Tage vorher gelaufen, da war ich dann beruhigt, aber geärgert haben mich die weißen – das waren die Läufer, die „nur“ den Sonntag gelaufen und mit frischen Beinen an mir vorbeigehüpft sind!“ Der Wettkampfgedanke lässt sich eben auch mit 80km in den Beinen nicht ausschalten, und so kam Beer nach 1:23:40 ins Ziel, wo sie ihrem Mann weinend in die Arme fiel – „Da haben mich die Gefühle überwältigt. Es ist immer wieder faszinierend, was man leisten kann (und mein Training war alles andere als optimal!) und ich bin gespannt, wo meine Grenzen liegen!“

Schmankerl am Ende – Beer und ihr Mann wollten die 450km zügig nach Hause fahren und stiegen so vor der Siegerehrung ins Auto; nur um nach etwa einer Stunde eine Nachricht einer Bekannten zu erhalten „Du, ich glaub die haben da gerade deinen Namen gesagt!“ Beer war tatsächlich bei den Frauen, die die gleichen Distanzen wie sie absolviert hatten, auf den ersten Platz gekommen, mit einer saftigen Stunde Zeitabstand zur zweiten Frau. „Glücklicherweise war der Veranstalter nach dem Kontakt über Instagram so lieb und hat mir den Pokal per Post nach Hause geschickt – da hab ich mich schon sehr gefreut!“

Und was ist das nächste Ziel? Titelverteidigung? „Nein, im nächsten Jahr sind unsere Kinder an diesem Wochenende da, da klappt das nicht. Ich denke, das nächste Ziel sind 100km – aber wann und wo, das wissen wir noch nicht…“

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Westerceller bestes deutsches Team beim Gothia Cup

Zwei VfL-Teams beim größten Fußball-Jugendturnier der Welt zu Gast / Celler Schiedsrichtergespann leitet Finale

GÖTEBORG. 1911 Mannschaften aus 72 Nationen haben in der vergangenen Woche am Gothia Cup teilgenommen – mit dabei beim größten Fußballjugendturnier der Welt waren auch zwei Teams des VfL Westercelle. Dabei ging es für die B16 (Jahrgang 2008) in Göteborg richtig weit. Die Mannschaft, die kürzlich den Aufstieg in die Niedersachsenliga gefeiert hat, landete im A-Pokal unter den Top 16 von 181 gestarteten Teams – die Westerceller waren damit die beste deutsche Mannschaft. Turniersieger in dieser Altersklasse wurde das amerikanische Team NorCal Premier PDP.

Die VfLer um die Trainer Tobias Siewerin und Lars Trautmann sowie den neuen Co-Trainer Maximilian Bähr waren mit einem 2:2 gegen das schwedische Team Herrestads AIF in das Turnier gestartet, ehe die Schwarz-Gelben am nächsten Tag Pumas Tepotzotlan (Mexiko) mit 4:0 besiegten. Nach einem 3:0 gegen Karlsberg BK (Schweden) qualifizierte sich das VfL-Team als punktgleicher Gruppenzweiter für den A-Pokal.

Auf dem Kviberg wurden dann zwei Siege gegen schwedische Teams gefeiert. Zunächst schalteten die Westerceller Enskede IK mit 1:0 aus, dann schlugen die VfLer mit lautstarker Unterstützung der Westerceller U14 und der U13 der JSG Aue Kicker (Burgdorf) in der Prioritet Serneke Arena Råå IF mit 3:0.

Das VfL-Team stand somit im 1/16-Finale, wo am Freitagmorgen in Heden das isländische Team Valur wartete. Mit 4:1 gewannen die Westerceller auch dieses Spiel, als einzige deutsche Mannschaft qualifizierte man sich somit für die Runde der letzten 16. Auch im Achtelfinale zeigte das Team eine starke Leistung, kam über ein 0:0 gegen Phoenix Football Academy (England) aber nicht hinaus. Im Elfmeterschießen schieden die Westerceller schließlich unglücklich aus.

„Es war eine tolle Erfahrung für die Jungs, sich mit Gegnern aus der ganzen Welt zu messen“, sagte Trainer Tobias Siewerin, der zudem die internationalen Begegnungen zwischen den Spielen herausstellte.

Ebenfalls zum ersten Mal beim Gothia Cup dabei war auch die B14 des VfL (Jahrgang 2010). Das Team um die Trainer Max Aurin und Michael Moraitis, frischgebackener Bezirksmeister, startete mit einem 2:0-Sieg gegen Prep Schools Pumas (England) in das Turnier. Nach einem 0:2 gegen IF Brommapojkarna Vit (Schweden) und einem 0:0 gegen Vancouver Island (Kanada) ging es als Gruppendritter im B-Pokal weiter.

Dort setzten sich die Westerceller im 1/32-Finale gegen Breidablik aus Island mit 2:0 durch. Somit war auch das jüngere VfL-Team am Freitag noch im Turnier. Gegen das schwedische Team Bara GIF Svart zogen die Schwarz-Gelben (0:2) aber den Kürzeren.

Ein Westerceller schaffte es dann aber doch noch ins Finale. Dank der guten Leistungen in der Turnierwoche wurde das Celler Schiedsrichtergespann für das Finale der G18 zwischen Sogndal FK Damer (Norwegen) und IK Uppsala Fotboll (Schweden) (1:3) angesetzt. Schiedsrichter war Joshua Bödecker (MTV Langlingen), Timon Beyer (VfL Westercelle) und Philipp Krüger (VfL Wathlingen) assistierten an der Linie, vierter Offizieller war Mohammed Ibrahimov (SSV Südwinsen).

Text: Christopher Menge
Bilder: VfL Westercelle & Gothia Cup

Es ist wieder soweit – Holt euch euren GOLDENEN FISCH

Familienschwimmkarte zum Ausdrucken

VfL Westercelle kehrt in die Niedersachsenliga zurück

Die U16-Fußballer des VfL Westercelle haben es geschafft – die Gelb-Schwarzen haben den Aufstieg in die Niedersachsenliga gefeiert. In der Landesliga mussten die Westerceller nur dem JFV Lüneburg den Vortritt lassen, der aber nicht aufstiegsberechtigt ist, weil bereits die Lüneburger U17 in der Niedersachsenliga spielt. Der VfL war zuletzt mit dem 2005er Jahrgang in der U17-Niedersachsenliga vertreten, jetzt folgen die 2008er.

(Hintere Reihe, von links) Jan Hendrik Lindhorst, Malte Hildebrandt, Sinan Demirel, Liam Paulsen, Finn Wagner, Dylan Broadley; (Mittlere Reihe, von links) Trainer Lars Trautmann, Maarten Klütz, Mika Schlesiger, Eren Karavul, Seyyed Milad Darwish, Rohan Ekinci, Mads Hoffmann, Sören Meldau, Jonas Klotschko, Trainer Tobias Siewerin; (Vordere Reihe, von links) Matti Brinkmann, Cian Hendeß, Luca Rempel, Luca Sachi, Morten Bahr; (es fehlen) Philipp Hüneburg, Tymofii Didkovskyi, Paul Zimmer, Luis Waloszek, Iliaz Ruder.

Diemo Rollert rollert zum Deutschen Tretroller-Titel in Serba/Saale

Seit meinem 50. Geburtstag neu ausgestattet mit dem Mibo Revoo, natürlich von Tretrollerliebe und von Matthias professionell instruiert, habe ich mich in ein weiteres Tretroller-Abenteuer gestürzt. Der DTRV e.V. hat am 27./28.4.24 ein spektakuläres Tretrollerwochenende ausgerichtet. Ein großer Dank an André Thiemann für alle Organisation! Auf ging es am 27. April nach Serba südlich von Halle/S. zur offenen Deutschen Tretroller Meisterschaft. Auf einer ehemaligen Sommerski-Trainingsanlage mussten 8 Runden mit insgesamt 31 KM gerollert werden. Der Weg zum Start führte vorbei an tschechischen Mannschaftsbussen voller Nachwuchsfahrer/-innen. Beeindruckend wie professionell im Nachbarland der Tretrollersport und die Nachwuchsarbeit betrieben wird. Dann ging’s los: Schon nach den ersten Metern über die bucklige und hügelige (insgesamt knapp 500 Höhenmeter) Piste war klar: Andreas Böhm, Patrik Krečmer (CZ), Joachim Kube und Benedikt Kaltenbach würden die Gesamtwertung unter sich ausmachen und haben es schmerzlicher Weise auch geschafft mich zu überrunden. Trotzdem wuchs mein Stolz in’s Grenzenlose, denn ich wurde bester Deutscher hinter Patrik in der AK50, also Deutscher Senioren-Tretroller-Meister der AK50. Ein Titel bei dem meine Kinder nicht wussten, ob sie mich auslachen oder bewundern sollten… Deutscher Meister und Gesamtsieger wurde souverän Andreas Böhm. Als er mich im Rennen überrundete machte es kurz „Wusch“ und weg war er. Bei den Damen hat beeindruckend und auch deutlich schneller als ich Amálie Vinohradníková (CZ) gewonnen und Deutsche Meisterin wurde, auch schneller als ich, Franziska Lange. Die nächste Herausforderung ließ Dank der Organisation von Andrè Thiemann und dem Göttinger Studenten Benedikt Kaltenbach nur bis zum nächsten Tag auf sich warten. Sie hatten den Start der Tretrollerfahrer beim Göttinger Jedermann Radrennen „Tour de Energie“ möglich gemacht. Wir waren zu Viert. Die oben genannten besten drei deutschen Tretrollerfahrer – – und ich. Drei Bedingungen wurden vom Veranstalter gestellt: Die erste bedurfte einiger Kniffligkeit: Die Startnummer mit Transponder war für die Sattelstütze gedacht und musste sichtbar am Roller montiert werden (bloß, dass der Roller keinen Sattel hat). Die zweite wurde mir zum Programm: Die Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit beträgt für Alle, also auch die Rollerfahrenden 20 Km/h. Und wir mussten hinten starten, um davonrasende Radler nicht zu gefährden. Über diesen Punkt lässt sich diskutieren, da etwa Andreas Böhm mit einem Schnitt von 27 km/h mehr als ein Viertel des radelnden Feldes hinter sich ließ. Ich nicht. Aber es war unglaublich, souverän mit kaum geglaubten fast 20 Minuten Vorsprung habe ich mein Rennen gegen den „Besenwagen“ gewonnen und immerhin mehr als 50 Teilnehmer hinter mir gelassen. Ein tolles Erlebnis im Göttinger Umland und einmal mehr ein spektakuläres Erlebnis mit dem Tretroller. Und auch die Erkenntnis: Es gibt in Deutschland einige wenige krasse Tretrollerfahrende, aber vor allem ist es auch für durchschnittliche begabte und trainierte Tretrollernde ein großer, wenn auch herausfordernder, Spaß, solche Touren gemeinsam zu erleben! Also: Kauft Euch von Gaby einen tollen Roller und lasst Euch von Matthias die Technik erklären und auf geht’s! Wir sehen uns.

Text: D.R.
Fotos: Nick Reber