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Aller Guten Dinge sind Drei

Am Samstag, dem 18. April 2026, standen gleich drei wichtige Termine auf dem Kalender.

Landesjugendtraining des Niedersächsischen Petanque-Verbandes (NPV)

Die Jugendabteilung des Niedersächsischen Petanque-Verbandes (NPV) organisierte ein Sichtungstraining für interessierte Kinder und Jugendliche auf der Boule-Anlage des       SV Rathen in Laatzen. Insgesamt nahmen 14 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Vereinen und in unterschiedlichen Altersgruppen an diesem Lehrgang teil. Ziel der Veranstaltung war es, junge Talente zu sichten und zu fördern, sowie ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten im Boulespiel weiterzuentwickeln.

Die Teilnehmer*innen verteilten sich auf folgende Altersgruppen:

  • Minimwes:     11 Jahre und jünger
  • Cadets:            12 – 14 Jahre
  • Juniors:             15 – 17 Jahre
  • Espoirs:             18 – 22 Jahre

Auch der VfL Westercelle war vertreten und entsandte mit Lucille Kalberlah eine talentierte Nachwuchsspielerin aus der Altersgruppe „Cadets“.

Der Sichtungslehrgang wurde von Wilfried Dahms, dem NPV-Landesjugendtrainer für Breitensport, geleitet. Unterstützung erhielt er von Pascal Neu, dem Co-Trainer des NPV, sowie von der Jugendwartin Cora Neu. Gemeinsam sorgten sie für eine professionelle Betreuung und Anleitung der jungen Spielerinnen und Spieler.

Im Rahmen des Trainings wurden in unterschiedlichen Übungs-Ateliers Lege- und Schießübungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden durchgeführt. Die Kinder und Jugendlichen konnten dadurch gezielt ihre technischen Fertigkeiten verbessern und sich mit den Anforderungen des Boulesports vertraut machen.

Für das leibliche Wohl der Teilnehmenden sorgten engagierte Betreuer und Begleiter, die das Catering organisierten. So herrschte während des gesamten Tages eine angenehme und freundliche Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlen konnten.

Das sonnige Wetter trug zudem dazu bei, dass der Kurs in entspannter und motivierender Umgebung stattfand und die Kinder und Jugendlichen viel Freude am gemeinsamen Boulespiel hatten.

Der nächste NPV-Sichtungstag  für Kinder und Jugendliche ist bereits geplant und findet am 6. Juni 2026 im Boule-Park Boye des VfL Westercelle statt. Nach dem erfolgreichen Training in Rethen erwarten die Organisatoren eine noch größere Teilnehmerzahl beim kommenden Termin. Die positive Resonanz des aktuellen NPV-Trainingstages zeigt, dass Boule bei der jungen Generation auf großes Interesse stößt und das Angebot weiter ausgebaut werden kann.

Sporttag für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen

Eine weitere Veranstaltung wurde vom stellvertretenden Spartenleiter Manfred Münch betreut und fand im „Otto Schade Stadion“ des MTVE Celle statt. Unterstützt wurde er von unserem Inklusions-Team-Mitglied Heiko Knapmeyer, der ebenfalls mit einer Beeinträchtigung gehandicapt ist.

Organisiert wurde der Sporttag vom Kreissportbund (KSB) Celle, wobei Heelje Ahlborn die Federführung übernahm. Ziel dieser Veranstaltung war es, Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen ein vielfältiges sportliches Angebot zu präsentieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ohne Beeinträchtigung, sich aktiv sportlich zu betätigen.

Im Rahmen des Sporttages konnten die Teilnehmer verschiedene Sportarten ausprobieren. Zu den Angeboten zählten 3×3 Ballspiele, Blasrohrsport, Boule, Fußball, Judo, Hobby Horsing, Tischtennis und Zumba. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Beeinträchtigung abzulegen. Der Kreissportbund Celle bedankte sich ausdrücklich bei den beteiligten Sportvereinen, die den Tag mitgestalteten: BSV Celle, KSB Sportabzeichengruppe, Schützencorps Neuenhäusen, SC Wietzenbruch, RC Eichenhof, TuS Hermannsburg, TuS Höfer und VFL Westercelle.

Auch bei dieser Veranstaltung waren wir unterstützend tätig und halfen dabei, den Tag für alle Teilnehmenden so angenehm und erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Feierliche Eröffnung des Bouleplatzes in Walle

Ein weiterer bedeutender Termin am 18. April 2026 führte in die Ortsmitte von Walle (Winsen/A). Der Ortsbürgermeister Tino Liewerenz und der örtliche Sportverein SV Walle hatten eine besondere Anfrage gestellt: Sie wünschten sich Unterstützung bei der feierlichen Eröffnung des neuen Bouleplatzes und baten darum, den Gästen die Grundregeln des Boulespiels zu vermitteln. Drei Spieler/innen unseres Vereins, Inge Dahms, Hartmut Dietrich und Thomas Clasing hatten sich bereiterklärt, diese Veranstaltung zu begleiten.

Die beiden neuen Bouleplätze wurden in der Ortsmitte, neben einem Trafo-Gebäude, mit viel Eigeninitiative und Engagement errichtet. Nach dem „Frühlingserwachen“ und dem Auftritt des Spielmannszuges des Schützenvereins versammelte sich fast das gesamte Dorf rund um die neuen Bouleplätze. Bei köstlicher Bewirtung wurden Stühle um die Plätze gestellt, sodass die Gäste in geselliger Runde auf die offizielle Eröffnung der Boule-Anlage warten konnten. Der Ortsrat eröffnete feierlich die Plätze, und der VfL Westercelle bedankte sich für die Einladung.

Während der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer von den VfLern eine Einführung in die Spielweise und die wichtigsten Regeln des Boulespiels, was auf reges Interesse stieß. So wurde die Eröffnung nicht nur zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt, sondern auch zu einer Gelegenheit, das Boulespiel innerhalb der Gemeinde bekannter zu machen und neue Mitspieler für diese Sportart zu gewinnen.

Viele der Gäste zeigten großes Interesse und wollten aktiv am Spiel teilnehmen. Schon nach kurzer Zeit konnten sie erfolgreiche Würfe verbuchen und das Boulespiel näher kennenlernen.

Die Veranstaltung in Walle hat gezeigt, wie die Sportart Boule die Menschen zusammenbringen kann und für Begeisterung sorgt. Die positive Resonanz der Gäste und das große Interesse am Spiel lassen hoffen, dass der neue Bouleplatz langfristig zu einem lebendigen Treffpunkt für die Gemeinde wird. Es bleibt zu wünschen, dass sich viele der Teilnehmer auch in Zukunft regelmäßig zum gemeinsamen Spiel und Austausch auf dem Platz treffen.

 

Wilfried Dahms

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehrung der Seniorinnen und Senioren mit Evergreens „Doppelt hallt besser“ live

Es ist gute Tradition beim VfL Westercelle, dass die älteren Jubilare zu einem gemütlichen Nachmittag ins Sportheim eingeladen werden. Immer mit einem Ohren- und / oder Augenschmaus verbunden. Der neue Seniorenbeauftragte Uwe Schmitz hatte dann auch gleich das Doppelquartett „Doppelt hallt besser“ im Gepäck, das mit seinen Evergreens das Publikum begeisterte.

In seiner launigen Begrüßung verriet der 72-jährige Schmitz augenzwinkernd, wie er zu dem neuen Posten Seniorenbeauftragter gekommen sei. Seine Abteilungsleiterin Yvonne Mohs habe ihn so geschickt „eingewickelt“, dass er spontan „Ja“ gesagt habe. Die ältesten Anwesenden begrüßte er mit kleinen Präsenten persönlich und stellte sie damit gleichzeitig den Anwesenden vor. Prominentester Ehrengast: der 90-jährige Hannskarl Rauterberg, langjähriger ehemaliger 1. Vorsitzender des VfL Westercelle und seit 1951 VfL-Mitglied.

Für den VfL überbrachte Yvonne Mohs die Grüße des Vorstandes. Mit einem großen Blumenstrauß bedankte sie sich bei der ehemaligen Seniorenbeauftragten Inge Dahms, die viele Jahre in vielfältiger Weise für die Älteren im Verein aktiv war: beispielsweise Hockergymnastik, Gehirnjogging, 3000 Schritte-Aktionen und eben die Seniorennachmittage mit interessanten Programmpunkten.

Mit den Ohrwürmern der Comedian Harmonists „Veronika, der Lenz ist da“ und „Ein Lied geht um die Welt“ oder dem John Denver-Song „Country Roads“ avancierte das Gesangsensemble „Doppelt hallt besser“ zum Highlight der Veranstaltung. Chorleiter Matthias Blazek, der die 10 Lieder kurzweilig moderierte, ließ es sich nicht nehmen, auf das eigene Konzert des Doppelquartetts am 2. Oktober 2026 in der CD-Kaserne hinzuweisen.

„Blowing in the wind“ muss es einem Damengrüppchen besonders angetan haben. Die Seniorinnen sangen es noch beim Einsteigen in ihre Autos.

Fritz Sudmeier
(Pressebeauftragter VfL Westercelle)

VfL Westercelle im Glanze des 75. Jubiläumsjahres: Jahreshauptversammlung zieht positive Bilanz!

Der 1. Vorsitzende des VfL Westercelle, Harald Nowatschin, brachte es auf den Punkt: „Der VfL hat aktuell 2334 Mitglieder. Und die können stolz auf die 75jährige Geschichte, das aktive Vereinsleben und die aktuellen Erfolge auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene sein.“ Stellvertretend für alle erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler des VfL war Kristin Raddatz, dreimalige und aktuelle Weltmeisterin im Ju-Jutsu eingeladen, die leider wegen eines Trainingslagers des Bundeskaders verhindert war. Viele andere Mitglieder fanden dafür den Weg in das bis auf den letzten Platz besetzte Tennisheim des VfL Westercelle und erlebten eine harmonische Veranstaltung.

Natürlich musste das 75. Jubiläumsjahr mit seinen besonderen Veranstaltungen von Nowatschin noch einmal gewürdigt werden. War es der Galaempfang mit der Celler Politprominenz und die anschließende Gelb-Schwarze Nacht in der Westerceller Diskothek Inkognito, oder der VGH-Niedersachsencup der Fußballer, der umfangreiche Handballcup, die Boule-Stadtmeisterschaft, die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im Jazzdance oder die Jazzdance-Gala zum Jahresabschluss.

Der Ehrungen gab es natürlich viele: So gab es für Anke Blank, Claudia Büchler-Jucks, Joachim Ehlers, Margrit Fröhlich und Agnes Jorns Urkunden und Präsente für 25-jährige Mitgliedschaft. Brigitte Alber-Oberbeck, Olaf Beck, Marion Both, Hans-Eckardt Ehrenthal, Roswitha und Manfred Geisler, Erich Körner und Werner Kuhls erhielten Auszeichnungen für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit. Lothar Koslowski, früher aktiver Fußballer, später Dauerfan und Sponsor der Fußballabteilung, nahm mit dem ehemaligen Leiter der Tanzabteilung Horst Koch die Glückwünsche des Vorsitzenden für 60jährige Vereinszugehörigkeit entgegen. Das VfL-Urgestein und älteste lebende VfL-Mitglied Hannskarl Rauterberg hatte als ehemaliger langjähriger Vorsitzender in den letzten Jahren alle erdenklichen Ehrungen wie Goldene Ehrennadel, Ehrenmitgliedschaft und vereinsübergreifend das Bundesverdienstkreuz erhalten. Unter tosendem Applaus wurde ihm deshalb für 75-jährige Mitgliedschaft ein besonderes Präsent des Vorstandes überreicht.

Yvonne Mohs, Vorständin für Finanzen, stand Rede und Antwort für den wirtschaftlichen Aspekt des Sportvereins im Berichtsjahr. Die aufwändigen und noch nicht abgeschlossenen Sanierungsarbeiten an den Umkleideräumen des Sportparks Westercelle seien auf einem guten Weg, kosteten den Vorstand aber viel Zeit und Nerven, so Mohs. Wie bei diesem Bauprojekt, das ohne Fördermittel für den Verein nicht zu stemmen sei, wolle sich der VfL-Vorstand zukünftig noch mehr um Fördergelder für die anstehenden Vorhaben bemühen.

Leider trat der zweite Vorsitzende Heiko Vollmer aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl an. Er betonte aber, dass er weiterhin verantwortlich für die Installierung eines Jugendschutzkonzeptes sein wolle. Das Amt bleibt leider unbesetzt, dafür gibt es mit Nicole Dorau wieder eine Vorständin für Jugend und Soziales.

Man darf gespannt sein, wie der Vorstand nach der nächsten Jahreshauptversammlung des VfL Westercelle 2027 aussehen wird. Denn nicht nur der 1. Vorsitzende Harald Nowatschin will nach dann 12 Jahren Amtszeit nicht mehr kandidieren, auch die Mehrheit des Vorstandes wird sich wohl im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung stellen.

Bericht: Fritz Sudmeier
Foto Ehrung 75 Jahre: Christopher Menge
Weitere Fotos: Fritz Sudmeier

Fußball, Handball und Basketball: VfL Westercelle startet neues Bewegungsangebot „3×3 Ballbande“ für Kinder

3. WM-Titel für Kristin Raddatz – Theodor Godawa ist Vizeweltmeister

Über 1400 Athletinnen und Athleten aus 54 Nationen nahmen am 08.11. – 14.11.2025 an der Ju-Jutsu Weltmeisterschaft der U16-U21 in Bangkok teil. Vom VfL Westercelle waren Theodor Godawa und Kristin Raddatz für Deutschland dabei.

Theodor startete am zweiten Tag in der Klasse U16 bis 44 kg. Der erste Kampf des amtierende Europameisters war eine Neuauflage des EM-Finales vom März diesen Jahres. Theo und sein Gegner aus Montenegro begannen vorerst etwas zurückhaltend und konnten zu Beginn kaum Akzente setzen. Nach dem ersten Schlagabtausch punkteten beide für Ippon (große Wertung), wobei der Montenegriner, wie schon im EM-Finale zu ungestüm nachsetzen wollte und sich durch unkontrolliertes Schlagen eine erste große Bestrafung einhandelte. Im weiteren Verlauf konnte sich Theos Gegner etwas absetzen und nach Punkten in Führung gehen. Bei einem erneut unkontrollierten Angriff des Montenegriners bekam dieser die zweite große Bestrafung und wurde disqualifiziert. Damit zog Theo in das Halbfinale ein. Hier begann er wesentlich konzentrierter und nutzte seine Möglichkeiten besser. Trotz Reichweitennachteil gelangen ihm gegen den Ju-Jutsuka aus Thailand mit variantenreichen Schlag- und Trittkombinationen klare Treffer. Eine große Wertung am Boden oder durch einen Wurf sollte keinem von beiden gelingen. Beim Stand von 23:14 und noch acht Sekunden zu kämpfen, erhielt der Thailänder für einen unkontrollierten Tritt bereits seine zweite große Bestrafung, wurde disqualifiziert und Theo zog damit bei seiner ersten Weltmeisterschaft ins Finale ein. Im finalen Kampf traf er auf einen Gegner aus Kasachstan. Körperlich stärker und mit mehr Reichweite nutzte der Kasache seine Vorteile und ging schnell durch Schlagkombinationen in Führung und baute diese sukzessive aus. Beim ersten Wurfversuch des Kasachen, ein Ausheber, konnte Theo noch knapp eine große Wertung verhindern. Ein erneuter Wurfansatz war dann doch erfolgreich und durch die anschließende Haltetechnik, musste sich Theo am Ende zwar mit Full Ippon geschlagen geben, durfte sich allerdings über die Silbermedaille freuen.

Am fünften Tag der WM startete Kristin Raddatz in der Klasse U21 bis 70 kg. Gegen die erste Kontrahentin hatte Kristin bereits bei der Europameisterschaft 2024 mit Full Ippon gewonnen. Das sollte ihr gegen die Ju-Jutsuka aus Montenegro dieses Mal zwar nicht gelingen, ein deutlicher Sieg wurde es trotzdem. Zu Beginn noch etwas verhalten, gewann Kristin in diesem Kampf zunehmend die Oberhand. Vor allem durch schnelle Schläge und Tritte punktete sie immer wieder für Ippon. Wurfversuche der Montenegrinerin konnte sie mehrmals verhindern, wahr selbst aber auch nicht in der Lage, Punkte im Wurfpart zu generieren. Durch ihre Schnelligkeit baute Kristin ihre Führung mit Atemis aus und gewann am Ende nach Punkten mit 26:15. Im Halbfinale traf Sie auf ihre Finalgegnerin der JWM von 2023. Auch gegen die Russin, sollte der Kampf sich dieses Mal schwieriger gestalten. Kristin startete souverän, holte mit Tritten und Schlägen zum Kopf schnelle Ippons und erarbeitete sich eine 5:0 Führung. Ein anschließender Wurfversuch konnte die Russin leider kontern und war selbst für Ippon erfolgreich. Zurück im Stand baute Kristin ihre Führung weiter mit Atemis aus und bekam zusätzlich eine kleine Wertung für einen Wurf. Den Versuch, in den Stand zurückzukehren, nutzte die Russin, Kristin in eine Haltetechnik zu zwingen und sich für 15 Sekunden Halten einen Ippon in Part 3 zu sichern. Bei noch knapp einer Minute und 30 Sekunden Kampfzeit, brauchte die Russin nun nur noch einen Ippon in Part 1, einen klaren Treffer, um ins Finale einzuziehen. Dennoch blieb Kristin ihrer Taktik treu, vertraute auf ihre Schnelligkeit und setzte die Russin weiter unter Druck. Erzielte weiter Punkte mit Treffern zum Kopf und verstrickte anschließende ihre Gegnerin in Griff- und Bodenkämpfe. So war sie nicht nur in der Lage, ihre Führung zu behaupten, sondern auch Zeit von der Uhr zu nehmen. Bei noch verbliebenen 11 Sekunden, startete die Russin letzte verzweifelte Angriffe, die Kristin alle mit Tritten vereiteln konnte. Mit 17:8 gewann Kristin dieses an Spannung kaum zu überbietende Halbfinale und zog zum fünften Mal in Folge in ein WM-Finale ein. Hier traf sie erneut auf eine Kontrahentin aus Montenegro. Kristin begann wie die Kämpfe zuvor. Mit druckvollen Atemis erkämpfte sie sich schnell einen 6:2 Punktevorsprung, um anschließend im Part 2 mit Würfen die Gegnerin zu Boden zu bringen, was die Montenegrinerin jedoch zu verhindern wusste. Im weiteren Verlauf gelang es der jetzt aktiveren Gegnerin den Punktestand auszugleichen und nach einem erfolgreichen Wurf sogar in Führung zu gehen. Beim anschließendem Bodenkampf war Kristin allerdings reaktionsschneller und holte sich mit einem erfolgreichen Armstreckhebel die Führung zurück. Mit weniger als einer Minute verbliebener Kampfzeit begann Kristin ihre Führung zu verwalten. Setzte gezielte, schnelle Schlagkombinationen, um die Kontrahentin anschließend in den Griffkampf für eine gute Wurfposition zu verwickeln. Den letzten Wurfversuch der Montenegrinerin konnte Kristin vereiteln und blieb im Bodenkampf so lange aktiv, bis die letzten Sekunden abgelaufen waren und sie sich damit zum dritten Mal zur Weltmeisterin krönte.

„Mit dem Gewinn der Silbermedaille bei seiner ersten Weltmeisterschaft als Bundeskaderathlet hat Theo seine bisherigen Erfolge eindrucksvoll bestätigt. Auch Kristin konnte sich nach einer durchwachsenen EM-Leistung zurückkämpfen und erneut ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze im Ju-Jutsu unter Beweis stellen“, zeigen sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell hochzufrieden. Das wochenlange, intensive Training – unter anderem bei der Judosparte des SV Nienhagen – zahlte sich für die Athletinnen und Athleten des VfL Westercelle erneut aus.

VfL Westercelle richtet Kreisturntreffen 50plus aus

Viel Bewegung beim großen Sportfest für Jedermann!

Da kam die ganze Familie auf ihre Kosten: Die ganz Kleinen, die Eltern und die Senioren, alle konnten beim großen Sportfest des VfL Westercelle Spaß an Bewegung haben und Neues für sich entdecken. Sportfeste mit und für alle Abteilungen des VfL haben Tradition. Aber jetzt zum 75-jährigen Jubiläum hat sich der Verein noch mehr einfallen lassen.

Da wurde das gesamte Areal des Westerceller Sportparks in die vielfältigen Aktivitäten mit einbezogen. So lockten attraktive Preise für diejenigen, die an den Mitmachständen des gesamten Parcours aktiv wurden, vom Stadion bis zu den Nebenplätzen. Wie von selbst marschierten dann Große und Kleine bis in die entlegensten Ecken des Sportgeländes, geführt von den abzustempelnden Ereigniskarten. Jede Sparte präsentierte sich mit Vorführungen, Aktiv-Angeboten oder Informationen. Beim Boule, deren Abteilung demnächst die Celler Stadtmeisterschaften ausrichtet, konnte man ausprobieren, wie die Kugel am besten zu werfen war, um erfolgreich zu sein. Beim Handball wurde die Ballgeschwindigkeit beim Wurf gemessen (keine/r schaffte den Profispeed von über 120 km/h), oder man versuchte sich im traditionellen Büchsenwerfen. Fußball, einmal anders: Statt die Torwand war diesmal eine kaum zu verfehlende riesige Dartscheibe mit einem Filzball zu treffen, der sich nach dem Schuss an die Dartwand klettete. Diese Attraktion begeisterte nicht nur Vereinsfußballer und Fußballerinnen, von denen es beim VfL derzeit 618 gibt, sondern auch andere Sportinteressierte vom Kind bis zum Senior. Tischtennis, Badminton, Tennis, Basketball und die meisten anderen über 20 Abteilungen brachten sich mit Angeboten ein. Gymnastikgruppen und Jazzdance-Formationen begeisterten das Publikum. Externe Infostände vom Verein Eisvogel e.V., betreut von der Patin Nicole Wormald und das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register mit einer Typisierungsaktion bereicherten die Veranstaltung.

Stadionsprecherin Yvonne Mohs, die die Zuschauer und Vortragenden immer wieder zu Zugaben animieren konnte, zog im Namen des VfL-Vorstandes ein positives Fazit: „Trotz des anfangs schlechten Wetters haben wir es geschafft, viele Sportinteressierte in den Westerceller Sportpark zu locken und zum Mitmachen zu animieren.“ Kleine Belohnung für das große Orgateam nach dem sechsstündigen Einsatz: Ein entspanntes Grill-Workout im Sportheim Westercelle.

Großveranstaltungen der VfL-Boulesparte

Nach den sportlichen Erfolgen der letzten Wochen tritt die Boulesparte des VfL Westercelle nun auch als Ausrichter und Veranstalter von großen Wettkämpfen in Erscheinung. Bereits am 9.8. findet im Boulepark Boye ein Qualifikationsturnier zur Landesmeisterschaft in der Königsdisziplin des Boulesports, im Triplette (drei gegen drei) statt. 21 Mannschaften aus dem Bezirk Lüneburg werden um die lediglich 5 Tickets zur Endrunde der Landesmeisterschaft kämpfen. Der VfL Westercelle als Ausrichter des vom Niedersächsischen Petanque Verbandes ausgeschriebenen Vorentscheides erwartet an diesem Samstag also über 60 Spielerinnen und Spieler in Boye. Die Turnierleitung wird vom VfL Wilfried Dahms mit Unterstützung von Romi Rohlfs aus Rettmer übernehmen, beide mit reichlich Erfahrung in der Durchführung derartiger Großturniere. Die Verpflegung und wenn nötig Betreuung der Spieler (und Zuschauer) übernimmt der Förderverein der Boulesparte. Das Vorturnier, an dem auch zwei Tripletten des VfL um die Teilnahme am Endturnier, das bereits am folgenden Tag in Gleidingen stattfindet, kämpfen werden, beginnt am 9.8. um 10.00 Uhr. Alle Teams absolvieren 4 Spiele, so dass es ein langer Tag werden kann. Dieses herausragende Event verspricht Spannung, hohes Niveau und beste Unterhaltung auch für Zuschauer, die herzlich zu diesem Turnier eingeladen sind. Vielleicht lässt sich der eine oder andere vom um sich greifenden „Boule-Fieber“ anstecken.

Dieses hat schon etliche der Mannschaften erfasst, die sich an dem zweiten großen Bouleereignis des Sommers beteiligen. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen des VfL veranstaltet die Sparte des VfL am 13.9. eine Boule-Stadtmeisterschaft in der Disziplin Doublette (zwei gegen zwei). Die Vorbereitungen zu diesem erstmalig ausgetragenen Wettkampf befinden sich auf der Zielgrade. Das Organisations-Team unter der Ägide von Manfred Münch hat in den vergangenen Monaten etliche Vereine und Gruppen in der ganzen Stadt für die Teilnahme gewinnen können und bereits seit Mai Crash-Kurse angeboten und durchgeführt, um die Spieler, die zuvor noch nicht Boule gespielt hatten, mit den Grundzügen von Regeln, Technik und Taktik vertraut zu machen. Diese „Unterweisungen“ wurden mit großem Engagement und jeder Menge Spaß angenommen. Es stehen noch nicht alle Einzelheiten der Durchführung der Veranstaltung fest, klar ist, dass auch bei diesem Turnier Wilfried Dahms die Turnierleitung übernimmt und der Förderverein das Catering. Die Meisterschaft soll in diesem ersten Jahr vor allem eine Werbung für den Boulesport und für den VfL Westercelle sein. Deshalb hat sich das Orga-Team entschieden auf den Einsatz von Bezirksoberliga- und Bezirksligaspielern zu verzichten, um so möglichst ausgeglichene und spannende Spiele zu ermöglichen. Fortuna Celle, der zweite Celler Verein, der höher spielt, hat dem zugestimmt. Auch dieser Wettkampf hat viele Zusachauer verdient.

Wir alle in der Boulesparte freuen uns wie Bolle auf diese beiden Events.

Andreas Brundiers

Westerceller Handball Cup 2025: Ein Wochenende voller Leidenschaft, Heimsiege und Attraktionen

 

Die Burghalle 1 in Celle bebte am 14. und 15. Juni 2025, als der VfL Westercelle zum 1. traditionellen Westerceller Handball Cup einlud. Die beiden Hauptorganisatoren Nicole Dorau und Julius Siemann stellten nach ca. 3 Jahrzehnten eine Neuauflage eines Handballturniers des VFL auf die Beine. Mit einem sehr gut geplanten Jugendturnier entwickelte sich an beiden Tagen ein wahres Handballfest, das nicht nur durch sportliche Höchstleistungen, sondern auch durch eine fantastische Atmosphäre und ein vielfältiges Rahmenprogramm glänzte.

Die Halle war gut gefüllt und die Zuschauer, darunter zahlreiche enthusiastische Eltern, sorgten für eine super Stimmung auf den Rängen. Jeder Treffer, jede Parade wurde frenetisch bejubelt und duch unsere Hallensprecher Florian Winkler und Michael Zorn mit Musik begleitet, was die jungen Handballer zu Höchstleistungen anspornte.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der männlichen B- und C-Jugend. In packenden Duellen zeigten die Nachwuchstalente ihr Können, ihre taktische Disziplin und ihren unbedingten Siegeswillen. Am Ende des Tages setzte sich in beiden Altersklassen der VfL Westercelle durch und sicherte sich verdient die Turniersiege. Die Heimmannschaften präsentierten sich in Topform und ließen die Fans jubeln.
Am Sonntag übernahmen die jüngsten Handballer das Feld. Die männliche D- und E-Jugend begeisterten das Publikum mit spannenden und energiegeladenen Spielen. Auch hier wurden viele Tore geworfen und tolle Paraden gezeigt, die die zukünftigen Stars des Handballs versprachen. Während bei der männlichen D-Jugend der VfL Westercelle erneut triumphierte und damit den dritten Titel für den Ausrichter holte, zeigte die männliche E-Jugend des HSG Schwanewede/Neuenkirchen eine beeindruckende Leistung und sicherte sich den Turniersieg in ihrer Altersklasse. Ein schöner Erfolg für die Gäste aus Schwanewede.

Der Westerceller Handball Cup war weit mehr als nur ein Sportevent. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgte dafür, dass auch abseits des Spielfeldes keine Langeweile aufkam:
Glücksrad und Slush-Eis:
Ein beliebtes Highlight war das Glücksrad, an dem die Kinder tolle Preise, gesponsert von der Firma Retouren Jura, gewinnen konnten. Besonders bei den warmen Temperaturen kam die Slush-Eismaschine gut an und sorgte für eine willkommene Abkühlung.
Kulinarisches Angebot: Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Draußen am Würstchenstand, von der Fleischerei Zimmermann, gab es leckere Bratwurst, Käsegriller und Pommes, dazu eine Auswahl an kühlen Getränken. Im Inneren der Halle sorgten die Eltern mit selbstgebackenen Waffeln und Kaffee für süße Stärkung.
Kickertisch von der Firma CeH4:
Der Veranstaltungssponsor CeH4 stellte einen Kickertisch zur Verfügung, an dem die Kinder in den Spielpausen und Wartezeiten eifrig kickern und sich austoben konnten.
Ein besonderes Lob gebührt dem unermüdlichen Engagement der Eltern, die maßgeblich zum Erfolg des Turniers beitrugen. Sie packten tatkräftig mit an, ob beim Kaffee- und Waffelbacken, beim Verkauf oder an den verschiedenen Ständen, und sorgten so für das leibliche Wohl und die Unterhaltung aller Anwesenden. Diese Unterstützung im Hintergrund ist das Herzstück solcher Veranstaltungen und trug maßgeblich zur freundlichen und einladenden Atmosphäre bei.

Das Handballturnier nutzte auch der Handballverband Niedersachsen-Bremen und die Handballregion Lüneburg-Stade. Vertretend vom HVNB und der Region hatte Peter Steiniger Samstag Mittag Patrick Tiede und Michael Dümeland mit dem Ehrenbrief von der Region Lüneburg-Stade geehrt. Die Ehrung wurde für ihre langjährige und erfolgreiche Führungsarbeit im Handball vorgenommen. Siegfried Dümeland wurde die silberne
Ehrennadel vom Handballverband Niedersachsen-Bremen überreicht. Siggi ist seit Jahrzehnten eine absolut bekannte Person im Celler Handball. Der größte Erfolg ist der Aufstieg in die 1. Bundeliga Damen mit dem SV Garssen Celle im Trainergespann mit Martin Kahle.
Der Westerceller Handball Cup 2025 war somit nicht nur ein sportlicher Erfolg für die siegreichen Mannschaften, sondern auch ein glänzendes Beispiel für die Leidenschaft, den Teamgeist und das starke Gemeinschaftsgefühl, das den Jugendhandball in Westercelle auszeichnet. Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Trainer, Schiedsrichter und vor allem an die vielen Helfer, die dieses Wochenende unvergesslich gemacht haben!
Platzierungen von der mBJ:
1. VfL Westercelle
2. BSV Klostermannsfeld
3. MTV Soltau
Platzierungen der mCJ:
1. VfL Westercelle
2. TuS-GW Himmelsthür
3. MTV Dannenberg
4. HSG Adelheidsdorf/Wathlingen
5. MTV Soltau
Platzierungen von der mDJ:
1. VfL Westercelle
2. MTV Schwarmstedt
3. TSV Gellersen
4. TuS Eschede5. HSG Adelheidsdorf/Wathlingen
Platzierung von der mEJ:
1. HSG Schwanewede-Neuenkirchen
2. Sportgemeinschaft Letter 05
3. VfL Westercelle
4. HSG Adelheidsdorf/Wathlingen
5. MTV Schwarmstedt

Theodor Godawa ist Europameister

Vom 21.-23.03.2025 fand auf Zypern die Jugend-Europameisterschaft im Ju-Jutsu statt. 900 Athletinnen und Athleten aus 29 Ländern gingen auf Medaillenjagd. Vom VfL Westercelle waren Theodor Godawa und Andreas Scholl im Aufgebot des deutschen Bundeskaders dabei. In der Klasse U16 bis 40 kg startete Theo zuerst gegen einen russischen Ju-Jutsuka. Theo begann den Kampf sehr druckvoll, setzte mit Schlagkombinationen die ersten Akzente und konnte sich schnell einen 7:1 Punktevorsprung erarbeiten. Im weiteren Kampfverlauf wurde der Russe zunehmend fahrig und leistete sich mehrere technische Fehler, welche vom Kampfgericht bestraft wurden und letzten Endes zur Disqualifikation führten. Im Halbfinale traf Theo auf einen Kämpfer aus Italien. Von Beginn an ging Theo erneut ein hohes Tempo, griff immer wieder mit Tritt- und Schlagkombinationen an und verleitete den nervös agierenden Italiener damit zu zwei unerlaubten Techniken, für die dieser disqualifiziert wurde. Damit stand Theo im Finale bei seiner ersten Europameisterschaft. Hier blieb er gegen einen Kämpfer aus Montenegro seiner Taktik treu. Von Beginn an bestimmte er das Tempo dieses Finales, holte sich erneut die ersten Punkte mit Atemis und ging 4:2 in Führung. Einen Ausheberversuch des Montenegriner konterte Theo geistesgegenwärtig mit Hikkomi-Gaeshi und holte sich damit einen Ippon im Wurfpart. Zum vorzeitigen Sieg und Titel fehlte nun nur noch eine große Wertung am Boden. Zurück im Stand, gingen beide nach einem missglückten Wurfversuch des Montenegriners zu Boden, wo Theo schneller in der Lage war, seinen Gegner für 15 Sekunden in eine Haltetechnik zu zwingen. Dafür bekam er den noch fehlenden Ippon und gewann damit das Finale.

Unter denkbar schlechten Vorzeichen reiste Andreas Scholl zu diesen Meisterschaften. Bis zwei Tage vor dem Turnier hatte er noch mit einem Infekt und Fieber zu kämpfen. In seiner stark besetzten Klasse U16 bis 62 kg war ihm das noch deutlich anzumerken. Gegen einen rumänischen Ju-Jutsuka kam er nur zäh in den Kampf, war immer einen Schritt zu langsam und musste sich am Ende mit Full Ippon geschlagen geben. In der Trostrunde erging es ihm nicht besser. Der gegnerische Montenegriner war gedankenschneller und setzte sich ebenfalls mit Full Ippon durch. Damit beendete Andreas seine erste Europameisterschaft mit Platz 13. “Das Theo bei seiner ersten Europameisterschaft gleich den Titel holt, ist einfach großartig.”, waren die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell begeistert. “Andreas hatte einfach Pech und wird noch seine Chance bekommen, sich auf internationaler Bühne beweisen zu können.”, sind beide zuversichtlich für die kommende Weltmeisterschaft im November.